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x-terra Wolfgangsee-Challenge

x-terra am Wolfgangsee - der härteste X-Triathlon in Österreich: 1,5km swim - 43km (1600hm) bike - 14km (350hm) trailrun

 

 

Diese nüchterne Headline in der Ausschreibung war einigen 4sportlern Anreiz genug mal eine etwas andere Art des Ausdauerwettkampfes auszutesten. Schwer motiviert begann im November die Vorbereitung auf diesen Wettkampf. Dabei stand vor allem regelmäßiges Schwimm- und Lauftraining im Vordergrund, da nämlich die Mutation vom Schwimm-Rookie zum 1,5km-Schwimmer ein langwieriger Prozess ist (einzig Georg scheint als JudoMultibewegungstalent in der Lage zu sein mit ca. 10x "Planschen gehen" einen wettkampftauglichen Schwimmsplit hinzuknallen... aber dazu später mehr). Zweiter Trainingsschwerpunkt waren Geländeläufe um sich an die Belastungsschwankungen durch ständiges Bergauf-Bergab zu gewönnen. Ergänzt wurde alles durch Ergo-Einheiten und Alternativsport z.B. Langlaufen, da bei x-terra-Wettkämpfen besonders vielseitige Athleten gefragt sind.

 

Als weitere gute Vorbereitung empfiehlt sich im Vorfeld die Teilnahme an MTB-Marathons, da hier am ehesten die Wettkampfbelastung zu simulieren ist. Dabei darf aber besonders im unmittelbaren Vorfeld weder Schwimm- noch Lauftraining vernachlässigt werden. Daher spielt hier eine ausgeklügelte Trainingsplanung (welche Belastungen mit welcher Disziplin gesetzt werden) ein wichtige Rolle, da ansonsten die Balance zwischen Belastung und Erholung sehr schnell verloren geht.

 

Zum Wettkampf selbst:

Brandmotiviert standen Wolfi, Georg, Robert (der einzige von uns der sich relativ kurzfristig, sprich am Vorabend nach 3 oder 4 Bier, entschlossen hat mitzumachen) und meine Wenigkeit am 17.7. um 9:55 mit ca. 150 anderen „Verrückten“ (werden Triathleten heute noch als solche bezeichnet??? J) am Ufer des Wolfgangsees und harrten der Dinge die auf uns zukommen würden. Jegliche Erwartungen wurden eigentlich schon bei der Anmeldung angesichts der unzähligen „Triathlonmonster“ (= hochgewachsene, breitschultrige Athleten mit Läuferbeinen und ca. 3% Körperfett) über den Haufen geworfen und so lautete unsere Devise: Nur nicht untergehen!

Nach dem Startschuß hechtete die Meute ins Wasser und wir versuchten so gut wir konnten, nicht gleich zu Beginn den Anschluß zu verpassen. Zu unser aller Überraschung liefs beim Schwimmen besser als erwartet (hier ein kurzer Dank an den Erfinder des Neoprenanzuges und die Firma ORCA) und wir kamen im 2. Drittel des Feldes aus den Fluten. Der 1. Wechsel verlief, abgesehen von unserem Schlafwagentempo, perfekt und so gingen wir brandmotiviert in unsere vermeintliche beste Disziplin – das BIKEN. Der Kurs am Wolfgangsee ist mit 2 steilen langen Anstiegen und schnellen technischen Abfahrten wie gemacht für gestandene MTBer und so konnten wir viele Plätze aufholen. Gebremst wurden wir leider durch eine 10min-Wanderung durchs Unterholz. Da sich aber aufgrund der schlechten Beschilderung wahrscheinlich die Hälfte aller Teilnehmer an dieser Stelle verfahren hat, wars irgendwie gleiches Pech für alle.

Nichtsdestotrotz wechselten wir voller Motivation auf die abschließende Disziplin – den Geländelauf. Schon nach kurzer Zeit auf der Laufstrecke stellte sich heraus, dass unser Hügellauftraining perfekt war, den jeder von uns konnte vor ihm gestartete Läufer ein und überholen. An dieser Stelle vielen, vielen Dank an unser Betreuerteam Michi, Sandra, Birgit, Mario, Peter und Roli, die uns nicht nur perfekt versorgten, sondern auch die Zeiten beim Lauf sekundengenau durchgaben.

Hier ein besonderes Dankeschön an Mario der den einen oder anderen von uns über die unzähligen Hügel der Laufstrecke getrieben hat, dass „es das Kelomatpfeifferl fast rausgrissen hätt“. (Originalkommentar von Mario: er hod gsogt er is goa, oba der is ned goa, do geht nu wos...)

Die letzten Kilometer der Laufstrecke waren für alle Athleten aufgrund der Hitze und der unbarmherzigen Streckenführung (fast) ein Höllentrip, den aber alle schadlos überstanden.

So kam es, dass wir zu unser aller Überraschung im Vorderfeld der Ergebnisliste landeten (Dank unserer Laufsplits, die besser als unsere Bikesplits waren!!!), dementsprechend happy mit dem Bewerb waren und die Motivation für weitere „Abenteuer x-terra“ sehr groß ist.

 

FAZIT:

· die 4sportler ham eine überraschende Performance hingelegt, und sich vor allem beim Laufen wacker geschlagen.

· „Triathlonmonster“ schaun ultrafit aus, aber es muß ned immer des drin sein, was drauf steht J

· wer die etwas andere Herausforderung sucht, ist hier bestens bedient – inkl. Gänsehautfeeling in der Wechselzone und beim Zieleinlauf

· angesichts der Länge von über 4h und der Hardcore-Laufstrecke zum Abschluß (fast) härter als ein langer MTB-Marathon

· Alternativtraining ist DER Geheimtip schlechthin!!!

 

 

 

 

 

Bericht: Stephan - 24.07.2005

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"wacker geschlagen" ist sehr bescheiden formuliert - der Stephan wurde Gesamt 6., Georg und Wolfi waren auch top platziert :toll: ! Mich hat diese Veranstaltung auch fasziniert! Habe mich zu einem Schwimmkurs angemeldet, meinen Mann auch (der freut sich besonders) :D:D ... und wenn´s nur eine Radltrainingseinheit ersetzt!
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