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Man mag von Mountainbikes mit Elektromotor halten, was man will: Als Lachtherapeut und somit Stimmungsaufheller ist das KTM eRace unschlagbar

Draufsetzen, loslachen. So einfach wie genial ist die Wirkung, welche die Benützung des KTM eRace mit hundertprozentiger Garantie entfaltet. Selbstredend gibt es daneben noch einige mehr; Benutzer-, Fitness- und Einsatzgebiets-abhängig, sozusagen. Aber die ansteckende Fröhlichkeit ist bei dem orange-weißen Elektro-Flitzer serienmäßig eingebaut.
Im Praxisbetrieb stellt sie sich üblicherweise in vier Stufen ein - von den vier Leistungsstufen der am Lenker montierten Steuerungseinheit übrigens gänzlich unabhängig:

  1. Skeptisch-überraschtes Grinsen. Wer zum ersten Mal in seinem Leben wenig tritt und trotzdem flott rollt, kann sich einer gewissen, freudigen Verwunderung nicht erwehren.
  2. Schüchtern-staunendes Lächeln. Wer zum ersten Mal in seinem Leben mit Vollgas einen Berg raufschießt, ohne auch nur zu schnaufen, kann's schlicht und ergreifend nicht glauben.
  3. (Schaden)frohes Lachen. Wer sodann die Vorteile des Gefährts gezielt bei Ortstafelsprints, Bergankünften o.ä. einzusetzen lernt, will sich ein Leben ohne gar nicht mehr vorstellen.
  4. Hemmungsloses Zerkugeln: Wer es schließlich wirklich wissen will, auf der obersten Unterstützungsstufe durchs echte Gelände brettert und das eigene Reaktionsvermögen permanent hinter dem (ohne nennenswerter Anstrengung realisierbaren) Speed herhinken sieht , kann's definitiv nicht mehr bestreiten: e-Mountainbiken ist lustig!

Tech Talk


Wobei das Wort e-Bike im Fall des KTM ja an sich fehl am Platz ist. Tatsächlich nämlich handelt es sich um ein sogenanntes Pedelec (pedal electric cycle), bei dem der Motor im Unterschied zu einem echten Elektro-Bike lediglich der Unterstützung dient. Im Gegenzug zum verpflichtenden Mitreten erspart man sich die Zulassung, dafür ist bei 25 km/h Schluss mit lustig - der Motor schaltet sich ab.

Nominell liefert der BionX-Motor, der in der hinteren Nabe sitzt, 250 Watt. Tatsächlich ist die Leistung vom eigenen Muskelschmalz abhängig, liefern doch die vier Regulierungsstufen keine absoluten Werte. Vielmehr bieten sie verschiedene Grade der Unterstützung: 35, 75, 150 oder 300 Prozent.

Vifes Detail: Der Antrieb fungiert, ebenfalls vierstufig regulierbar, nebst Energiefresser auch als Energieerzeuger. Ähnlich wie bei Hybridautos kann die Hinterradnabe nämlich von der Bremse zum Generator werden. Dieses Gimmick gestattet die teilweise Strom-Rückgewinnung beim Bergabfahren.


Gespeist wird der Motor von einem Lithium-Mangan-Akku, der anstelle des Flaschenhalters im vorderen Rahmendreieck thront (logische Konsequenz: ein Trinkrucksack wird zum quasi verpflichtenden Accessoire).

Bei vollständig geladener Batterie (Ladezeit im Testbetrieb 3:14 Stunden) verspricht KTM eine Reichweite von bis zu 90 km, abhängig von Steigung, Gelände, Unterstützungsstufe, Gewicht des Fahrers, Wetter und Temperatur. Unser Akku war bereits nach der Hälfte der Distanz leer gezuzzelt, hatte bis dahin aber freilich kaum einen Schongang gesehen und sich prinzipiell mit den Gegebenheiten des Salzkammerguts (echte Berge, wechselnder Untergrund, Temperaturen knapp über Null) herumschlagen müssen.

Halten soll die Batterie 500 Ladezyklen lang, macht bei durchschnittlichem Gebrauch umgerechnet vier bis sechs Jahre.

Die nackten Zahlen

Tech Specs

BatterieLithium Mangan (LIMN), 9,6 Ah, 37 V; Energiekapazität: 355 Wh
Leistung250 Watt nominell
Ladezeit3-4h, zum Laden abnehmbar; Lebensdauer 500 Zyklen
Reichweite30-90 km
4 Stufen
35, 75, 150, 300 %


Bike Talk

So raffiniert die elektronischen Details, so simpel (noch) die Rohdaten des Bikes. Die Geometrie des in gefälligen Farben lackierten Hardtails fällt sportlich-gemütlich aus. An den 6061-Alurahmen mit dreifach konifizierten Rohren wurde ein funktionierender, aber nicht gerade spektakulärer Mix aus Shimano-Parts (Deore, SLX, Alivio), Magura Julie-Bremsanlage (180/160 mm Discs), Rigida-Felgen und Rock Shox Dart-Gabel (100 mm, sperrbar) geschraubt.

Hier liegt ebenso Entwicklungspotenzial - wobei zugegebenermaßen High-end-Parts ebenfalls keinen Sinn machen würden - wie beim Gewicht. Das fällt mit 21 kg nämlich beachtlich hoch aus. Das Verladen ins Auto wird so zur kurzzeitigen Spitzenbelastung für das Herz-Kreislaufsystem, und wer die veranschlagten 2.399 Euro Verkaufspreis für das eRace auf den Tisch blättert, sollte sich dieses gewichts- und auch ausstattungsmäßigen "Missverhältnisses" zu allein mit Muskelkraft betriebenen Bikes bewusst sein.

Das bereits deutlich Richtung Trekking-/City-Bike orientierte eCross gibt's mit Suntour-Gabel und Alivio-Antrieb um zwei Hunderter weniger.

Ausstattung KTM eRace

Tech Specs

RahmenAluminium 6061 triple-buttedFelgenRigida Taurus2000, Alu
GabelRock Shox DART 3 LO, 10 mm Travel,
ext. Reb. & Turnkey Lockout
SpeichenDT Champion, Inox 2mm,
hinten 2,3 mm
SchalthebelShimano Deore/AlivioReifenSchwalbe Racing Ralph 2.1
Schaltwerk vo/hiShimano Deore Downswing/Shimano SLXSteuersatzRitchey OE Press-Fit integrated
MittellagerShimano CartridgeVorbauRitchey OE
PedalWellgo C128LenkerRitchey OE flat
BremseMagura Julie Disc, 180/160 mmSattelKTM VL-1205
BremshebelMagura Julie Disc mit Schalter-RückgewinnungSattelstützeRitchey OE
Nabe Vr.Shimano M529 Disc 6-LochGewicht21,0 kg ohne Pedale
Nabe Hr.BIONX-Hinterrad-NabenmotorPreis2.399 Euro

Ride Talk

Dass sich 21 Kilogramm Lebendgewicht im (unterstützungslosen) Fahrverhalten bemerkbar machen, liegt auf der Hand. Die Angst vor der plötzlichen Leere des Akkus ist damit ständiger Begleiter, kann aber dank Batteriestands-Anzeige eine ganze Weile hintangehalten werden. Entsprechend sorgenfrei betrachtet, bewegt sich das KTM im Geradeauslauf sogar verhältnismäßig leichtfüßig, häufige Richtungswechsel auf kurvigen Strecken sind hingegen seine Sache nicht.

Dies liegt aber nicht nur am Gewicht allein, sondern auch an dessen Verteilung. Der Schwerpunkt des E-Bikes hockt logischerweise extrem weit hinten, entsprechend schwerfällig folgt der Hintern den an der Front ausgegebenen Befehlen. Gelegentlich wünscht man sich außerdem ein vollgefedertes Fahrwerk herbei. Wenn nämlich das wuchtige Hinterrad gegen Steine oder in Schlaglöcher donnert, geht das am Kreuz alles andere als unbemerkt vorbei.

Allerdings sitzt man auf einem motorisierten Bike ja ohnehin nicht, um dessen Nachteile durch Ignorieren der Unterstützung auszukosten. Also eingelegt Stufe 1, 2, 3, 4 und losgeflitzt! Ein wenig Übung braucht's für die einwandfreie Koordination von Schalten, Bremsen und Motorunterstützung, das Handling der Konsole an sich ist aber deppensicher: zwei Schalter für Plus und Minus, einer für den Modus und ein gut lesbares Display, das über die gewählte Einstellung samt Akku-Ladestand informiert.

  • Strom gibt's in der kleinsten HütteStrom gibt's in der kleinsten Hütte
    Strom gibt's in der kleinsten Hütte
    Strom gibt's in der kleinsten Hütte
  • Die Schaltzentrale: echt easyDie Schaltzentrale: echt easy
    Die Schaltzentrale: echt easy
    Die Schaltzentrale: echt easy
  • *grins* vor, nach und am Berg*grins* vor, nach und am Berg
    *grins* vor, nach und am Berg
    *grins* vor, nach und am Berg

Bergab kann die Art "Motorbremse" sogar das normale Bremsen überflüssig machen (wisst's, wie lustig? Steil bergab zu zuckeln, ohne die Finger am Bremshebel haben zu müssen), mitunter beginnt dabei aber auf losem Untergrund das Hinterrad zu blockieren - also lieber mit Bedacht in die elektronischen Eisen greifen!

Die wahre Stunde des KTM schlägt aber freilich bergauf. Geräuschlos schaltet der Motor zu, mühelos folgt der gelegenheitsradelnde Kettenraucher der trainierten Leistungssportlerin - und das auf Stufe 2. Neugierig sitzt die Dame mittleren Alters auf, wählt erst zögerlich die Eins, dann forsch Stufe 3 - und zieht ab wie eine Rakete, den Hügel hinauf. Die Kombination von technischen Passagen und Stufe 4 schließlich birgt selbst für geübte Freerider bewusstseinserhellende Momente, was die Unzulänglichkeit des eigenen Reaktionsvermögens betrifft: Huch, Kurve! Achtung, Wurzel! Und jessas, da kommt schon die Rinne! Mit der Zeit holt das Hirn aber auf.

Future Talk


Was aber auch mit ein bisschen Routine und nach den ersten, euphorisch absolvierten Spielereien bleibt, ist der eingangs erwähnte Spaß. Und was dazukommt, sind Gedankenspiele: Können dank e-Bikes bald leistungsmäßig komplett verschiedene Partner auf gemeinsame Mehrtagestour gehen? Schwirren künftig Leute in den Bergen herum, die dort oben überhaupt nichts zu suchen hätten? Fühlen sich Alte wieder jung, weil sie noch einmal die herrlichen Wege von damals befahren können? Sind e-Bikes ein Fluch oder ein Segen?
Man wird sehen. Das KTM eRace jedenfalls ist eine diesbezüglich äußerst inspirierende Errungenschaft ...

Fazit:
Beschwingtes Überlegenheitsgefühl trifft die Angst vor dem Akku-Aus. Für den echten Geländeeinsatz braucht's noch ein paar Entwicklungsstunden (Stichwort Gewicht, Fahrwerk, Handling, Ladestationen), zum Lachen und Träumen regt's aber jetzt schon an.

Text: NoMan
Fotos: KTM, NoDad


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  1. #1
    früher mal Weltmeisterin Avatar von NoMan
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    Test: KTM eRace

    Postet hier eure Kommentare
    Geändert von NoPain (21-02-2010 um 18:29 Uhr)

  2. #2
    the dude rocks ..... Avatar von wüdi
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    mit a poa veränderungen bring mas schon unter 20 kg *lach*

    oba ausprobieren würd ich das teil schon auch mal.

  3. #3
    the slacker fka markusk Avatar von NoGrain
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    wir wissn halt warum ma jetzt scho mit rucksack fahrn

  4. #4
    Registrierter Benutzer Avatar von CoFFeeCup
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    ist doch perfekt für die freundin.

    sie ist gut aufgelegt weil sie locker mit kommt, ich bin gut aufgelegt weil ich gefordert bin und die touren länger dauern und wenn der akku leer ist wird rad getauscht...

    wenn die dinger ein wenig billiger werden dann muss ich mit meiner liebsten mal reden

  5. #5
    Registrierter Benutzer Avatar von Destructer
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    bei dem Spielzeug kann man das Gewicht sicher noch schön drücken^^ schon allein was die Laufräder, die Anbauteile und die Federgabel angeht^^ 20kg sind da schnell erreicht und da geht noch viel mehr.

  6. #6
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    Also ich habs auf der Salzburgmesse im Herbst letzten Jahres testen können (dürfen) und muss sagen, damit zu fahren ist der Hammer! Sicherlich ein etwas unangenehmer Gedanke, von jemanden (völlig) untrainierten am Berg gerichtet zu werden - jedoch haben sich für mich und für meine Bikekollegen sehr viele Einsatzmöglichkeiten von diesem Teil ergeben:
    1.: Frau/Freundin - wer möchte nicht zusammen mit seiner liebsten (kann natürlich auch umgekehrt für den Mann gelten), zusammen schöne Stunden auf dem Bike verbringen? Wer kennt das "gesudere" nicht: Maaa - schon wieder aaaa Berggggggg *gg*? Easy wird damit SICHER jeder Berg von der/dem Partner genommen und wenn man sich etwas abspricht, nicht immer auf Stufe 4 zu fahren, ist das sicher ein großer Spaß!
    2.: Kollegen/Freunde welche auch gerne mit der Biketruppe mitfahren möchten, aber ev. nicht den Biss oder die Lust/Zeit auf Training haben? Es werden sicherlich absolute für normal nicht gerne Bikende Leute dazu animiert, unserem Tollen Hobby zu folgen"
    3.: Gastronomie/Hotellerie: Wenn da ein System entwickelt wird, um den z.B keine Berge gewohnten Holländern oder Norddeutschen bei uns die Möglichkeit zu gewähren, auch in den Bergen zu fahren wäre das doch eine Super Sache! Fixe Strecken mit fixen Akkuladestationen und die Sache ist gegessen.

    Kann nur sagen - tolle Idee von KTM! Abwohl noch der etwas fade Beigeschmack bleibt nicht mehr alleine der "King of the Hills" zu sein...


  7. #7
    Carboniker Avatar von Evil_Jason
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    Tolle Idee.
    Hoffentlich ist die Elektronik robust und gut geschützt.
    Mag wer was von Swarovski?

    Alles, was nicht rund ist, ist eckig - oder hin.

  8. #8
    RC-Modellflieger
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    Gewicht

    ein Wort zum Gewicht:
    im Vergleich zu den 35kg E-Bikes mit bleiakku von/vor 5-10 Jahren natürlich super

    aber 21kg - da geht noch einiges..

    hier z.b. das Bike von Forumskollegen Nader:


    Akku sitzt in der Trinkflasche (zugegeben, kleiner wie beim KTM.. also eher was für die Abendrunde)
    Motor im Vorderrad (gerade jetzt bei Schnee bringt Allrad beim Bike sehr viel !)

    Gewicht: 13,8kg (inkl. Akku !)
    (ohne Akku ist man bei ca. 12kg, also kann man auch mal ohne Akku fahren wenn man will, trotz Motor)
    http://www.pedelecforum.de/forum/imgcache/2611.png


    wegen Fahren mit der Frau/Freundin:
    ich hab vor 2 Jahren mein uraltes Stahlross auf Elektro umgebaut
    (250 Euro Elektroantriebsset, 100 Euro für Kleinteile)

    --> gemeinsame Touren mit der Freundin sind jetzt ein Traum... Gejammere wegen Berg gibts ned mehr
    und da die Akkupower ned unendlich ist hat die Freundin doch auch den Ergeiz entwickelt Akkusparend zu fahren wodurch es mir auch mehr Spass macht (wenn sie ständig auf mich warten muss weil sie die Berge nur so hochfliegt is ja auch nix )

    hier mein E-Bike:
    die Basis ist mit ca. 15,5-16kg wohl schwerer wie beim KTM,
    dafür ist Motor und Akku aber leichter,
    sodass ich auch unter 21kg bleibe
    Akku am Bild ist unten beim Tretlager montiert, kaum zu sehen

    also es müssen keine 2000Euro+ für ein KTM sein... wenn ein Rad bereits vorhanden ist, lässt ich sehr gut auch selber (und billiger) dieses dann umbauen

  9. #9
    Carboniker Avatar von Evil_Jason
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    @Kräuterbutter:

    Woher habt ihr die Teile für das selbst umgebaute E-Bike (das unterste)? Wie is so mit Ladezeit und Reichweite? Was muss man beachten?
    Mag wer was von Swarovski?

    Alles, was nicht rund ist, ist eckig - oder hin.

  10. #10
    RC-Modellflieger
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    hallo Evil_Jason...

    wo man Bausätze herkriegt:
    schau mal hier im WIKI des Pedelec-Forums, da ist ne lange Liste:
    http://www.pedelec-forum.de/wiki/doku.php

    hier die Bausatzlisten:
    http://www.pedelec-forum.de/wiki/dok...=e-motor:start

    für Österreich würde ich mal in Wien den Martinko nennen..
    im Forum immer sehr hilfsbereit, guter Support und Hilfestellungen
    sitzt in Wien: http://elfkw.at/


    zur Reichweite: das ist sehr vom Fahrer abhängig !
    bist du jemand, der mit 30er-Kadenz wie ne Oma dahinfährt und 80% vom MOtor machen lässt...
    dann wirst in normalen Mischgelände um die 12Wh/km brauchen

    ich verwende den Motor in der Ebene nur ganz leicht und spar mir die Power für den Berg auf..
    ich komm mit ca. 3Wh/km aus

    was bedeutet das?
    der KTM-Akku hat 36V und 9,6Ah - also 36V*9,6Ah = ~350Wh

    also bei 12Wh/km wären das dann z.b. 30km
    bei 3Wh/km wären das dann z.b. 116km

    da die meisten Leute hier im Forum eher zu den sportlichen Leuten gehören würde ich meinen, dass man schon einen recht niedrigen Verbrauchswert ansetzen kann

    zu meinem Bike (das schwarze):
    ich hab diesen Sommer zum beispiel einen Tagesausflug gemacht, mit Anhänger:


    grösseres Bild: http://www.kraeuterbutter.at/Bilder2...SCF1071_v4.jpg

    bin dabei an einem Tag 230km gefahren, 32kg schwerer Anhänger, 2400Höhenmeter
    und zu Mittag war noch ne 5 STunden Paus drin (in der ich fast 2 Stunden lang Omas Garten gemäht habe)

    wenn meine Freundin (ca. 58kg) am Bike sitzt: sie schafft mit 350Wh (also Akkugrösse ähnlich BionX) ca. 80-90km Reichweite
    (30% Hügelgelände, 70% flach)
    mit dem SEtup sind wir dann aber auch mal z.b. 7km lang von Ortstafel zu Ortstafel nen 38km/h Schnitt gefahren (!) (ich mit Motorlosem Mountainbike in ihrem Windschatten hinterher)
    sie ist KEINE sportradlerin (ihr Radfahren beschränkt sich auf 3km täglich zur Arbeit und 3km wieder heim)

    zur Ladezeit: ist abhängig vom Ladegerät...
    mein kleiner, 800g leichter "Feierabendakku" für die 25km Runde -> den kann ich mit meinem Modellbauladegerät in 17min wieder voll laden

    also ich kann auch mal spontan am Abend sagen: "ui, jetzt is schön drausen, ich lad schnell und fahr noch ne Runde"

    bei grösseren Akkus dauerts entsprechend länger... aber 1-2 Stunden sind auch bei grossen Akkus (den 100km-Brocken) möglich
    also 100km Radln, dann beim Wirten einkehren, den 350Wh Akku wieder voll laden (kostet ca. 9cent) und nach dem Essen nochmal 100km
    das geht

    billige China-Ladegeräte hingegen: da dauersts 4 STunden aufwärts... zumindest übernacht laden geht aber immer

    fallst weitere Fragen hast, nur her damit..
    ich bau grad mein 2. Pedelec auf...
    diesesmal ein Cannondale Super V

    Zielvorgaben: 16kg ohne Akku
    Akkugewicht: 1kg Lipo für 30km kurzstrecken in der Trinkflasche, für die längeren Strecken Akku im Rucksack

    geländegängig (wobei ich mir da mehr wie vom KTM erwarte, da die Motormasse nicht im Reifen sitzt, sondern am Rahmen und der Motor nur halb so schwer wie das BionX-System vom KTM sein wird)
    und das ein Fully ist und der Motor am Rahmen sieht (also schläge gedämpft werden) solls eben auch härter rangenommen werden können
    (da hätte ich beim gezeigten KTM mit dem BionX ein wenig bedenken wenn irgendwo gnadenlos runtergefetzt wird)

    was auch noch zu sagen ist: beim KTM BionX sind alte Schraubkränze verbaut (!) da bis heute noch kein Nabenmotor mit STeckkassette erhältich ist
    also Schaltkomfort ist mit heutigen modernen Schaltungen nicht ganz vergleichbar, eben weil Schraubkränze verwendet werden

    fürs Gelände geeigneter wie das BionX von KTM würde ich das Boosty halten..
    1.) mehr Drehmoment am Berg (bis doppelt soviel wie KTM)
    2.) leichter
    3.) eben kein Nabenmotor der alle Schläge abbekommt..
    hier ein Link:
    http://www.bike-elektro-antrieb.ch/

    in die Richtung soll eben mein Cannondale gehen..
    nur dass ich einen kleinen Nabenmotor einsetzen werde, der praktisch lautlos ist
    aber Nabenmotor ist nicht im Reifen verbaut sondern am Rahmen und kann somit die Gangschaltung mitverwenden
    (viel Speed in der Ebene -> und 4mal soviel Drehmoment langsam bergauf => elektrisch gesehen somit klarer Vorteil gegenüber direkt verbauten Motor)
    Geändert von Kraeuterbutter (21-02-2010 um 19:58 Uhr)

  11. #11
    RC-Modellflieger
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    was es noch zu beachten gibt - vielleicht den wichtigsten Punkt:

    das Drehmoment von solchen MOtoren nicht unterschätzen !
    die Motoren stützen sich über die Motorachse ab, also auf ca. 5mm Radius (!!)

    dies führt dazu, dass Gabelscheiden aufgeweitet werden, Alugabeln schon gebrochen sind

    deshalb: Drehmomentstützen (die sind oft nicht im geeigneten Masse bei den Bausätzen dabei)

    aber ein guter Händler wird dich darauf schon noch hinweisen und beraten (eben z.b. Martinko)

    ansonsten: Plug-and-play...
    wer eine Gangschaltung einstellen kann, neue Bowdenzüge verlegen kann, mal eine Nabe selber nachschmieren kann
    -> der scheitert sicher auch nicht beim Einbau eines Nabenmotors

    Löten ist heute nicht mehr nötig (außer man will die Kabel perfekt verlegen und passt die Länge an)

  12. #12
    Carboniker Avatar von Evil_Jason
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    Ich spiele mit dem Gedanken meine Stadtschlampe (=Citybike) zu elektrifizieren. Die Mariahilfer Str und Neubaugasse bergauf lassen mich damit ganz schön strampeln.
    Haben die auch so ein Energierückgewinnungssystem und die Akkus kann man entfernen?
    Mag wer was von Swarovski?

    Alles, was nicht rund ist, ist eckig - oder hin.

  13. #13
    RC-Modellflieger
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    "Energierückgewinnung" = Rekuperation

    dies haben nur "Direktmotoren", also Motoren meist ohne Getriebe
    der BionX im KTM ist so ein Kandidat
    Nachteil: gross, schwer (BionX ca. 4kg)

    ein Nabenmotor mit Getriebe ist kleiner, wiegt nur ca. 2,5kg
    Vorteile:
    kleiner
    leichter
    schöner (?)
    Freilauf (!) (beim Fahren mit ausgeschaltetem Motor KEIN Widerstand zu spüren)

    vergleiche z.b. hier den Bionx im KTM:


    und hier einen Bafang Heckmotor (mit Getriebe, dadurch kann er kleiner sein)


    der kleine Heckgetriebemotor wird von der Bremsscheibe und dem Ritzelpaket komplett verdeckt
    http://www.pedelecforum.de/forum/imgcache/1963.png

    wenn man dann als Akku halt noch einen Flaschenakku einsetzt, ist auf den ersten Blick vonwegen ebike nicht viel zu erkennen




    der "Nachteil" der Getriebemotoren: sie haben eben einen Freilauf (was ja ansich ein Vorteil ist da kein Widerstand beim Fahren mit ausgeschaltetem Motor)
    dafür können sie aber nicht rekuperieren, also keine Bremsenergie zurückgewinnen

    dies ist aber nicht so schlimm, da die Wirkung leider viel bescheidener ausfällt, wie bei einem Auto, dass
    a) viel schneller fährt
    b) viel schwerer ist

    beim E-Bike zahlt sich das Bremsenergierückgewinnen aus, wenn du über den grossglockner fährst,
    oder viele Bergabstrecken hast und nen schweren 80kg-Anhänger im Schlepptau hast
    positiver Nebeneffekt ist dann auch, dass du die Bremsbeläge schonen kannst

    für normalen Betrieb zahlt es sich aber nicht aus (schon gar nicht in Wien mit den paar Hügaln (Mahü, Neubaugasse...))

    Akku abnehmen ?
    z.b. oben den Flaschenakku: überhaupt kein Problem, ist ein Handgriff
    Geändert von Kraeuterbutter (21-02-2010 um 23:20 Uhr)

  14. #14
    RC-Modellflieger
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    man kann mit Getriebemotoren z.b. auch sowas bauen:



    vorne UND hinten ein Motor


    preislich immernoch deutlich unter dem BionX Antriebsset
    von der Power her aber über BionX
    und gute Gewichtsverteilung

    Nader der auch dieses Bike gebaut hat, plant bereits ein weiteres Dual-Motor-Bike, mit den neuen kleinen Cute-Motoren..
    die sind nochmal deutlich kleiner und wiegen nur 1,6kg das Stück

  15. #15
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    Würdest du dein Know-How auch verkaufen?Schaut aus, als wüßtest du weit mehr als die Fachgeschäfte.Wollte für meine Frau ein E-Bike kaufen.Die Beratung und die Testfahrten waren das Gegenteil von überzeugend.Hab es dann sein lassen und ihr ein gutes leichtes Carbon-Hardtail gekauft.Aber der Motor fehlt ja doch.Nur der Motor, denn wir getestet haben, war anscheinend defekt(oder war es die Elektronik?).Anscheinend war trotz voll geladenem Akku die Leistung nur zeitweise vorhanden.Endergebnis:Genau an der steilsten Auffahrt war es dann komplett ohne Funktion :-( Das Gewicht für Motor und Akku war natürlich noch da ;-)
    Vielleicht darf ich dich kontaktieren für eine gute Beratung?

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