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Maxxis Minion DHR II & Highroller II

Maxxis Minion DHR II & Highroller II

07.07.17 06:27 37.976Text: Luke BiketalkerFotos: Erwin HaidenZwei Mal Maxxis für mehr Grip. Auf der Suche nach mehr Rückhalt für ungewisse Touren-Recherchen blieben wir bei der Kombi DHR II/Highroller II hängen.07.07.17 06:27 38.062

Maxxis Minion DHR II & Highroller II

07.07.17 06:27 38.06218 Kommentare Luke Biketalker Erwin HaidenZwei Mal Maxxis für mehr Grip. Auf der Suche nach mehr Rückhalt für ungewisse Touren-Recherchen blieben wir bei der Kombi DHR II/Highroller II hängen.07.07.17 06:27 38.062

Rollwiderstand und eingesparte Watt verlieren selbst für eingefleischte Tempobolzer schnell an Bedeutung, sobald Trails vom Regen aufgeweicht, Wurzeln durchtränkt sind und Geröllfelder sich langsam dem Grip-Niveau eines Ölspiegels nähern.
Stellt das durchrutschende Hinterrad im Uphill noch mehr Ärgernis denn Krise dar, kann ein Kontrollverlust im mühsam erkämpften Downhill dies schnell schmerzhaft ändern. Reine Schlammreifen wären am Lift eine Bank, sind allerdings für muskelkraftbetriebene Trailbikes doch auch wieder zäh zu treten. Ergo: Ein Allroundreifen mit ausreichend Rückhalt muss her.
Ob die beiden Maxxis Minion DHR II und Highroller II hier Schritt halten können? Wir haben uns die beiden Pneus in ihrer TR EXO 3C Maxxterra Version ans Bike geschraubt.

Wie die meisten großen Reifenhersteller, bietet auch Maxxis seine Reifenmodelle in unzähligen Varianten und Reifendimensionen, viele auch noch in 26“, feil. Dabei weisen die jeweiligen Varianten doch recht unterschiedliche Eigenschafen und damit Einsatzbereiche auf. Was genau man nun eigentlich vor sich hat, verrät eine Vielzahl von Abkürzungen.

Das TR steht auch bei den Amerikanern wenig überraschend für Tubeless Ready. Da der Kevlar-Wulstkern der Maxxis TR Modelle wie bei einem echten UST Schlauchlosreifen komplett mit Gummi ummantelt ist, halten die TR Reifen in der Regel auf allen Felgen mit Normmaßen bereits beim ersten Versuch und mit wenig Milch dicht – das bestätigt auch unsere Erfahrung.
Auch Maxxis Reifen ohne TR Technologie können ob des sehr dichten Karkassengewebes in der Regel Tubeless montiert werden. Laut Maxxis sind jedoch nur die TR Modelle dazu freigegeben, bei anderen Modellen erfolgt die Montage auf eigene Verantwortung.

Die EXO Protection macht sich vor allem auf felsigen Naturtrails und bei losem Geröll bezahlt. Dabei wird die Seitenwand durch extrem schnitt- und abriebfestes Material verstärkt. Feindkontakt mit spitzen, scharfen Oberflächen steckt selbige damit leichter und länger weg.
Dicht gewebt und flexibel, soll sie die Performance und Dämpfung des Reifens aufrecht erhalten, was bei einer zu steifen Schutzschicht weniger der Fall wäre.

Schlüssel zur Performance eines Reifens ist neben seinem Profil wohl vor allem die verwendete Gummimischung. Zwei optisch idente Reifen können so vollkommen unterschiedliche Eigenschaften unter trockenen/nassen oder bei warmen/kalten Bedingungen aufweisen.
3C steht bei Maxxis für Triplecompound. Soll heißen, die Lauffläche wird in einem Stück aus drei verschiedenen Gummimischungen geformt. Über einer härteren Basismischung kommen zwei progressiv weicher werdende Mischungen zum Einsatz. So können Lauffläche und Fahreigenschaften den Anforderungen angepasst werden – 3C MaxxSpeed für geringen Rollwiderstand, 3C MaxxGrip für optimale Downhill Eigenschaften und eben die 3C MaxxTerra Mischung für optimale Allroundeigenschaften bergauf und bergab, sowie für lange Lebensdauer.
Weil in unseren Breiten durchaus relevant, an dieser Stelle eine kleine Anmerkung seitens des Herstellers: Bei niedrigen Temperaturen (unter 6° C) wird von den Mischungen 3C MaxxTerra und MaxxGrip abgeraten, da die weichen Mittel- und Außenstollen bei Kälte verhärten und die Performance in Kurven dadurch abnehmen kann. Besser geeignet sind hierfür die temperaturunempfindlichen DualCompound Mischungen.


Maxxis Minion DHR II TR EXO 3C MaxxTerra
  • Einsatzbereich: Allmountain, Enduro
  • Dimensionen: 29” x 2.30
  • Gewicht: 825 g
  • Gewicht BB-Messung: 867 g
  • Karkasse: 60 TPI
  • Gummimischung: 3C MaxxTerra
  • Seitenwand: EXO Protection
  • Preis: € 69.90
  • Reifendruck Test – Vorderrad 1.8 bar

Auch wenn der Minion auf den Namen DownHill Rear II hört, sieht man ihn immer öfter auch am Vorderrad montiert auftauchen. Kein Wunder, verbindet er schließlich die ausgeprägten Seitenstollen des DHF mit stark ausgeprägten Mittelstollen. Zusammen ergibt sich daraus reichlich Halt in Schräglagen, aber eben auch hohe Bremstraktion, was im Nassen doch auch am Vorderrad begrüßenswert scheint.
Und genau darum entschlossen wir uns, die Herstellerempfehlung zu überlesen und montierten den Pneu für einige Monate am Vorderrad. Enttäuscht wurden wir weder im Trockenen, noch im Nassen. Die weiche Gummimischung und das Profil machten sich auf allen Abfahrten bezahlt. Bewegt man sich in niedrigen Geschwindigkeitsbereichen oder in technischen, nassen und feuchten Passagen, krallt sich der DHR II erwartet gut in den Untergrund und bugsiert sowohl Spurtreue als auch Bremstraktion auf höchstes Niveau. Wer auf nassen Wurzelteppichen für gewöhnlich mit der Angst kämpft, dem sei mit bestem Gewissen zum DHR II geraten.
Bei hohem Speed mag der DHF mehr Spurtreue bieten. Wir würden aber wohl am Vorderrad jederzeit wieder zum DHR II greifen. Natürlich erhöht solch ein Reifen schon allein konzeptbedingt den Rollwiderstand, vom energiesaugenden "Patschen-Feeling" eines Schlammreifens ist er aber noch weit entfernt. Die großen, sich permanent verbiegenden Stollen sind beim Hochkurbeln natürlich spürbar - wirkliches Problem sehen wir darin allerdings keines. Denn für hochsommerliche Gewalttouren greift man ohnehin zu schneller rollenden Pneus.


Maxxis Highroller II TR EXO 3C MaxxTerra
  • Einsatzbereich: Allmountain, Enduro
  • Dimensionen: 29” x 2.30
  • Gewicht: 920 g
  • Gewicht BB-Messung: 906 g
  • Karkasse: 60 TPI
  • Gummimischung: 3C MaxxTerra
  • Seitenwand: EXO Protection
  • Preis: € 69.90
  • Reifendruck Hinterrad 1.9 bar

Mehr feucht denn triefend nass mag es der Highroller II. Als Allrounder konzipiert, weiß der Pneu auch bei Schlechtwetter positiv zu überraschen. Dank guter Dämpfungseigenschaften neigt er wenig zum Verspringen, was gerade auch auf nassen Passagen ein Segen ist.
Das Profil ist weniger aggressiv ausgeführt als jenes der Minion-Serie, und die schmäleren Seitenstollen erlaubt auch bei weniger ausgeprägten Schräglagen guten Kurvenhalt. Gerade für gemäßigtere Fahrstile und Bikes mit weniger Federweg empfiehlt sich der Highroller II damit als Allroundalternative fürs Vorderrad.
Am Hinterrad montiert, überzeugt der Highroller II hingegen mit gutem Pannenschutz und immer ausreichend Grip. Kombiniert mit dem DHR II an der Front, ergänzt er den hohen Seitenhalt am Vorderrad mit seinem etwas zarteren Seitenstollen und dem damit einhergehenden kontrollierten Driften. Eine feine Kombination, der auch des Highrollers gut dosierbare Bremstraktion weiter zuträglich ist.
Einzig beim Rollwiderstand macht der Pneu seinem Namen keine Ehre. Für ein als Highroller bezeichnetes Produkt geht er dann doch eher zäh bergan. Problematisch? Nicht wirklich. Geht man auf trockene Gewalttour, kann man sich ja anders Schuhwerk überstreifen.

Fazit: Für potenziell nasse, ungewisse Bedingungen und als Allrounder nehmen wir die kleinen Abstriche von Minion DHR II und Highroller II gerne in Kauf.


supertacky ist aber ein singlecompound und ein sehr weicher noch dazu, maxxpro ist der harte singlecompound der bei kälte kaum verhärtet.

 

Korrekt, und Maxxis hat leider wenige Reifenvarianten nur mehr mit MaxxPro, aber das ist meiner Meinung nach eine geniale Mischung, die für hinten jedenfalls und vorne zumindest in der kalten Jahreszeit sehr gut taugt. Und im Sommer dann vorne eine 3C, das ist es für mich!!!

 

Fakt ist: Minion DHR2 oder Highroller 2 sind meine Lieblingsreifen ganzjährig!

Bearbeitet von riffer
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Am TF fahr ich jetzt den mavic charge pro, der ist wirklich weich und bleibt es erstaunlicherweise auch bei minusgraden. Wenns matschig wird, gibt das profil klarerweise aber nicht so viel her wie der shorty. Nachdem ich den Shorty auch in 2.3 fahr, stört mich das schmächtige auftreten auch nicht.

 

Am Darkside weiterhin DHR2 in 3c maxxgrip und maxxpro, ziemliche no-brainer Kombination.

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supertacky ist aber ein singlecompound und ein sehr weicher noch dazu, maxxpro ist der harte singlecompound der bei kälte kaum verhärtet.

 

Nicht ganz: Super Tacky ist ein Dual Compund aus Basis Compound und Super Tacky Compound. Maxxpro dann so wie du richtig sagst ein Single Compound. Der Hersteller rät ab 6 Grad Bodentemperatur von Triple Compound Mischungen ab, und empfiehlt Duals - klar, in der Praxis wird wohl der Maxxpro nochmals deutlich weicher bleiben, wenns zapfig wird. Wir haben uns aber mangels Vergleichsobjekt in unseren Fingern an die Empfehlungen von Maxxis gehalten ;)

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ST wurde immer als single compound (42a) vermarktet und genau so fühlt er sich an.

 

wenn deine Quelle maxxistires.de ist, versuchs doch mal mit maxxis.com oder besorg dir einen St.

 

What is Super Tacky?

 

Answer

 

Super Tacky is a compound with a durometer rating of 42a. This means that it is a very soft compound. It is used exclusively in our downhill and freeride lines. The soft compound allows the rider to have superb surface traction. These tires are used for racing.

 

 

 

edit: selbst wenn wir davon ausgehen, dass ST ein Dual Compound ist, vielleicht versteckt sich ja unter der Lauffläche ein Mikrometer eines anderen, ändert es nix daran dass es hart wie Stein wird bei minusgraden, was ja eigentlich der Punkt ist.

Bearbeitet von grey
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Damit das nicht in einer Wortklauberei ausartet: Super Tacky verhärtet bei tiefen Temperaturen. Das lässt sich erfahren und nachlesen. Ansonsten ist/war das ein genialer Compound, der leider auch immer weniger Einsatz findet. Aber 3C wird schon Vorteile haben, immerhin kosten die Reifen rund das Doppelte jetzt. Ich fahre sie dennoch, denn der Grip stimmt. Gibt es schon Infos zu den 2,6er Breiten bzgl. Lieferbarkeit? Ein Test im Vergleich zu 2,4", 2,5" und 2,8" wäre jedenfalls reizvoll (auch zum Selbsterfahren).
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Nein, Quelle war ein Telefonat mit jemandem, der es eigentlich wissen hätte sollen ;) . Aber wie ich sehe, meint Maxxis Deutschland Super Tacky sei Dual Compound, während sich die übrige Welt einig ist, dass es ein Single ist. Da wollen wir den Amis - die das Zeug entwickeln - dann doch mehr Beachtung schenken. Wende mich damit auch gleich an Maxxis. Danke fürs aufmerksame Lesen :)
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ST ist fix ein Single Compound.

Egal... im Winter am Besten Maxxpro, oder einfach fahren und mit dem weniger an Grip zurechtkommen :D

 

Im Prinzip eh, nur war meine Erfahrung, dass das Verhärten sich bei höheren Temperaturen dann nicht mehr legt, der bleibt dann verhärtet und ist eigentlich unbrauchbar - ich zieh lieber rechtzeitig einen Maxxpro auf...

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Wie gesagt, selbst wenn ST irgendein Basecompound hätte, klammern wir das aus, wurde der dual compound "dual" empfohlen. "Dual" hat lt. maxxis einen harten compound auf den mittelstollen und einen etwas weniger harten auf der Seite, "Supertacky" hat einen sehr weichen compound auf allen Stollen und wird bei Kälte so geschmeidig wie 3c maxxgrip. ;) (also steinhart)

Maxxpro ist der gute alte 60a compound, wird auch idR "single" genannt und geht gut bei Kälte.

 

Ich fahr im Winter inzwischen einfach vorne 3c maxxterra weiter, wird zwar hart aber grip Probleme hat man bei gefrorenem Boden kaum, da ist es deutlich schlimmer mit maxxpro am VR bei Nässe herum zu stolpern. :eek:

Wenn man einen abartig weichen Gummi will der auch bei Minusgraden weich bleibt, mavic charge pro. :devil:

Bearbeitet von grey
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Unterm Strich: Supertacky mit 42a bei Kälte hart wie Stein, Maxxpro mit 60a über breiten Temperaturbereich hinweg konstant, die Infos auf der maxxis.de widersprüchlich und der ICH sollte die an ihn herangetragenen Infos lieber mit Hausverstand doppelchecken ;)

 

Immer gut, dass wir aufmerksame Leserschaft haben :)

Bearbeitet von Luke Biketalker
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Unterm Strich: Supertacky mit 42a bei Kälte hart wie Stein, Maxxpro mit 60a über breiten Temperaturbereich hinweg konstant, die Infos auf der maxxis.de widersprüchlich und der ICH sollte die an ihn herangetragenen Infos lieber mit Hausverstand doppelchecken ;)

 

Immer gut, dass wir aufmerksame Leserschaft haben :)

 

Mit ihr? https://www.rewe-group.at/wnbinaryweb/122/5139362.jpg :zwinker:

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Damit das nicht in einer Wortklauberei ausartet: Super Tacky verhärtet bei tiefen Temperaturen. Das lässt sich erfahren und nachlesen. Ansonsten ist/war das ein genialer Compound, der leider auch immer weniger Einsatz findet. Aber 3C wird schon Vorteile haben, immerhin kosten die Reifen rund das Doppelte jetzt. Ich fahre sie dennoch, denn der Grip stimmt. Gibt es schon Infos zu den 2,6er Breiten bzgl. Lieferbarkeit? Ein Test im Vergleich zu 2,4", 2,5" und 2,8" wäre jedenfalls reizvoll (auch zum Selbsterfahren).

 

@riffer: Das sagt Maxxis zur Verfügbarkeit der 2.6" Gummis - " Forekaster 27,5, 2.6, Dual, TR + EXO, Art.Nr 1522 ist bereits lagernd. Die restlichen 27 x 2.6er Reifen sind uns für Anfang/Mitte August angekündigt worden. (ohne Gewähr)

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Und ein finaler Nachtrag bezüglich der kalten Temperaturen - Maxxis empfiehlt, wie bereits von @grey richtig gesagt wurde, nicht Dual Compund Mischungen im Allgemeinen, sondern seine "Dual" Mischung für den Einsatz unter 6° Bodentemperatur. Geht aus der HP nicht ganz eindeutig hervor, ist aber jetzt nochmals nachgefragt und bestätigt. Bearbeitet von Luke Biketalker
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