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Nachbericht Weltcup Saalfelden Leogang 2022

Nachbericht Weltcup Saalfelden Leogang 2022

13.06.22 10:11 313Text: PM, NoManFotos: Richard Wimmer, Stefan Voitl, Moritz AblingerZwei Podestplätze durch Stigger und Kolb für Österreich. Sturzpech für Höll und Mitterwallner. Auch Bair und Wiedmann stark. Tolle Stimmung, viel Schlamm, Regen, Sonne. 13.06.22 10:11 1.433

Nachbericht Weltcup Saalfelden Leogang 2022

13.06.22 10:11 1.43315 Kommentare PM, NoMan Richard Wimmer, Stefan Voitl, Moritz AblingerZwei Podestplätze durch Stigger und Kolb für Österreich. Sturzpech für Höll und Mitterwallner. Auch Bair und Wiedmann stark. Tolle Stimmung, viel Schlamm, Regen, Sonne. 13.06.22 10:11 1.433

Doubles und doppelte Doubles, Hattricks, Überraschungssieger und verhinderte Rekorde. Der Mercedes-Benz UCI Mountainbike Weltcup in Saalfelden Leogang brachte erwartete Triumphe, aber auch neue Gesichter auf dem Podium, außerdem Dramen und Glücksgefühle vor allem aus heimischer Sicht, und entpuppte sich insgesamt und den widrigen Auftakt-Bedingungen zum Trotz als großes MTB-Fest mit viel Publikum.

Über 21.500 Zuschauer verfolgten die spannenden Weltcup-Entscheidungen und freuten sich mit Andreas Kolb und Laura Stigger bzw. fluchten mit Vali Höll und Mona Mitterwallner.
Nachdem auch der Regen ein Einsehen hatte, fluteten große und kleine Fans die Expo Area und bestaunten die heißesten Neuheiten der Bikewelt oder gingen in der Team Area auf Autogrammjagd. Von den vielen Side Events, wie einer eine Flugshow der Flying Bulls, ganz zu schweigen.

 Schwierige Bedingungen, tolle Stimmung, viele Fans 

Die Eindrücke unseres Mannes vor Ort

Short Track

Den Auftakt zum Weltcup-Wochenende in Saalfelden Leogang bestritt die internationale Cross-Country Elite am Donnerstag mit zwei spektakulären Short Track-Rennen, die trotz oder gerade wegen schwieriger Streckenverhältnisse an Spannung und Dramatik kaum zu überbieten waren. Schlussendlich hatten Loana Lecomte und Mathias Flückiger die Nase vorne und verteidigten damit auch jeweils ihre Vorjahres-Siege.

Pünktlich zum XCC-Rennen der Frauen am Nachmittag hatten die Leoganger Wettergötter ein Einsehen und beendeten den Regen. Die anspruchsvolle Strecke mit dem steilen Wiesenanstieg hatte es dennoch in sich. Kurios: Lecomte gewann ihren Bewerb trotz eines schleichenden Plattens in den letzten beiden Runden.
Laura Stigger beendete das Rennen als Neunte, Mona Mitterwallner als 13. Ziel - zweite Startreihe - geschafft!

  • Mathias FlückigerMathias Flückiger
    Mathias Flückiger
    Mathias Flückiger
  • Vlad DascaluVlad Dascalu
    Vlad Dascalu
    Vlad Dascalu
  • Laura StiggerLaura Stigger
    Laura Stigger
    Laura Stigger
  • Loana LecomteLoana Lecomte
    Loana Lecomte
    Loana Lecomte

Direkt im Anschluss an die Frauen gingen die Männer auf die Strecke. Nach gutem Start kam es jedoch unmittelbar während des ersten Anstiegs, kurz nach der Engstelle, zu einem größeren Crash, bei dem neben Maximilian Foidl (letztlich 34.) vor allem auch XCO-Gesamtweltcupführender Nino Schurter (SUI) das Nachsehen hatte und weit zurückfiel.
In der Spitzengruppe glückte zunächst niemandem ein Ausbruch, bis Henrique Avancini (BRA) in der fünften Runde den Brückenanstieg für einen Angriff nützte, den nur Mathias Flückinger und Vital Albin mitgehen konnten. Ersterer enteilte, letzterer wurde noch vom Rumänen Vlad Dascalu gestellt. Maximilian Foidl beendete das Männer-Rennen auf dem 34. Rang.

Downhill

Der Gravity-Samstag war an großen Emotionen kaum zu überbieten. Besonders im Frauenwettbewerb lagen Glück und Drama ganz nah beieinander, denn während sich Camille Balanche in Leogang ihren dritten Sieg im dritten Rennen sicherte, gelang es Lokalmatadorin Vali Höll erneut nicht, vor heimischem Publikum zu gewinnen.
Grund zur Freude und Anlass für jede Menge Party gab es in der Alpenrepublik dennoch, denn Andreas Kolb sicherte sich den fünften Platz und die bis dato beste Platzierung der österreichischen Downhillmänner. Der ehemalige Gesamtweltcupsieger Matt Walker holte in Leogang den ersten Weltcupsieg seiner Karriere.

  • Iles Finnley
    Iles Finnley
    Iles Finnley

Sechs Fahrerinnen fahren derzeit um Weltcupsiege mit, hatte Lokalmatadorin Vali Höll (AUT) vor dem Downhill-Rennen im Epic Bikepark Leogang festgestellt. Doch die Speedster-Strecke sollte es auch den vermeintlichen Favoritinnen nicht leicht machen. Besonders die nach den heftigen Regenfällen und Trainings- sowie Qualiläufen der Vortage sehr schlammige und zerfahrene Waldsektion hatte es in sich. Kaum eine Fahrerin kam ohne Sturz nach unten. Nina Hoffmann (GER) und Marine Cabirou (FRA) mussten früh ihre Hoffnungen auf den Sieg begraben.

Nachdem die Downhill-Weltcup Newcomerin Louise-Anna-Ferguson (GBR) lange im Hotseat saß, schob sich Eleonora Farina (ITA) mit einem fehlerfreien Lauf an die Spitze. Anschließend zeigte Weltmeisterin Myriam Nicole, dass sie das Regenbogentrikot zu Recht trägt: Trotz Sturz in der Top-Sektion, aber dank einer perfekten Fahrt durch den Wald, stellte die Französin eine neue Bestzeit auf, die schließlich völlig verdient für den zweiten Platz reichen sollte.
Local Hero Vali Höll, zweite in der Quali, gab von Beginn an alles und steuerte mit sieben Sekunden Vorsprung in Richtung Motorway-Sektion, als die Österreicherin aus dem Gleichgewicht kam und zum ersten Mal stürzte. Mit nun einer halben Sekunde Rückstand auf Nicole musste Vali auch im Wald volles Risiko gehen - und stürzte erneut. Der Heimfluch schlug also wieder zu und Vali musste sich nach einer starken Aufholjagd letztendlich mit Rang sechs begnügen.

Es lag somit an Titelverteidigerin und WM 2020-Siegerin Camille Balanche (SUI), den Sack zu und den Hattrick perfekt zu machen. Und die aktuelle Weltcupführende ließ nichts anbrennen, ging nach nahezu perfektem Beginn mit acht Sekunden Vorsprung in die Wald-Sektion und baute dort sogar noch ihre Führung aus - Sieg mit 11,368 Sekunden Plus!

 Ich weiß nicht, woran es liegt, dass es hier im Rennen nicht funktionieren will 

Eine nach zwei Stürzen und (trotzdem!) Rang 6 sehr enttäuschte Vali Höll

Auf deutlich trockenerer Strecke im Vergleich zu den Frauen, aber auch Trainingsläufen, gingen anschließend die Downhill-Männer in ihr Elite-Finale. Nachdem bereits zahlreiche Favoriten aufgrund schlechter Quali-Ergebnisse früh auf den Track mussten, stand bald fest, dass es in Leogang 2022 einen neuen Weltcupsieger geben würde.
Angel Suarez Alonso (ESP) konnte es sich nach rasch wechselnden Führungen erstmal länger im Hotseat gemütlich machen und sich bis weit in die Top 10 auf dem Platz an der Spitze sonnen.
Erst Danny Hart (GBR) gelang es als viertletztem Starter, Suarez Alonsos Zeit um 1,2 Sekunden zu verbessern. Der Brite machte im Wald eine neue Linie auf und ging volles Risiko.
Ihm folgte sein Landsmann Matt Walker (GBR), der sich in der schlammigen Waldpassage mindestens genauso wohl fühlte wie Hart selbst. Nach fünf Führungswechseln in den Zwischenzeiten war am Ende klar, dass der Gesamtweltcupsieger von 2020 das britische Duell für sich entscheiden würde. Finn Iles (CAN) leistete sich im Anschluss zu viele kleine Fehler, um in den Kampf um Gold eingreifen zu können. Und Quali-Sieger Benoit Coulanges (FRA) touchierte im Wald einen Baum und stürzte.

Dieses Missgeschick bedeutete gleichzeitig den fünften Platz für Andreas Kolb (AUT), der damit das erste Podium und die beste Platzierung ever für die österreichischen Downhill-Männer einfuhr. Sein bisheriges Best-of, Platz 11 in Snowshoe 2021, konnte der 26-Jährige damit deutlich übertreffen.
Dabei stand der Heimweltcup unter keinen allzu guten Vorzeichen. Denn vor vier Wochen hatte sich der Steirer beim Training eine Fraktur an der Hand zu.gezogen Mit Tape abgeklebt ging es an den Start. Dort bemerkte sein Mechaniker einen kleinen Defekt am Rad des Österreichers: Öl auf der Bremse. Erst 30 Sekunden vor seinem Start war das Bike rennfertig.
„Ich war einfach froh, dass ich starten konnte. Normalerweise bin ich viel früher am Start. Vielleicht war ich dadurch aber auch lockerer. Ich bin sehr zufrieden“, schilderte Kolb.
Landsmann David Trummer, bei der WM 2020 ja überraschend Zweiter, zeigte mit Rang 13 ebenfalls ein gutes Ergebnis.

 Ich bin sehr zufrieden 

Andreas Kolb, der mit Rang 5 das historisch beste WC-Ergebnis für Österreichs Downhiller holte

Beim DH-Nachwuchs sicherte sich Jordan Williams (GBR) den Sieg vor „Wunderkind“ Jackson Goldstone (CAN) und ging damit auch in der Gesamtwertung am Kanadier, der seinen Riesenvorsprung aufgrund eines Sturzes nicht ins Ziel brachte, vorbei. Bei den Juniorinnen siegte mit über 14 Sekunden Vorsprung Phoebe Gale (GBR) klar vor Jenna Hastings aus Neuseeland und rückt damit näher an die Gesamtweltcupführende Gracey Hemstreet (CAN) heran, die diesmal die drittschnellste Zeit einfuhr.

Cross Country

Der letzte Weltcuptag in Saalfelden Leogang hatte alles: Dominanz, Spannung, Drama, Rekorde. Und endlich auch strahlend blauen Himmel und Sonnenschein über einer trockenen Strecke.
Loana Lecomte und Mathias Flückiger gewannen erneut ihre Rennen über die Olympische Distanz und wiederholten damit ihr perfektes Leogang-Wochenende aus dem Vorjahr. Während die Französin zurück zu alter Form fand und die Damenkonkurrenz dominierte, setzte sich Flückiger in einem hochspannenden Duell mit Rekordmann Nino Schurter erst in der letzten Runde durch.
Lokalmatadorin Laura Stigger ließ sich vom begeisterten Publikum nach 2021 erneut auf Rang drei tragen. Ihre Landsfrau Mona Mitterwallner kam nach einem Sturz in der ersten Kurve dank einer kämpferischen Fahrt noch auf Rang 15.

  • Laura Stigger in Action
    Laura Stigger in Action
    Laura Stigger in Action

Unterschiedlicher hätte das Saisonhighlight der österreichischen Parade-Mountainbikerinnen nicht ausfallen können. Stigger startete gut und konnte sich sofort an die Topfavoritinnen anhängen. Mitterwallner hingegen kollidierte am Ende der Start-Ziel-Geraden mit einer Konkurrentin. Ohne Bremshebel und mit einem schwer beschädigten Rad musste sie die ersten Meter in die Tech-Zone laufen. Nach der erfolgreichen Reparatur des Bikes folgte dann die beeindruckende Aufholjagd.
Deutlich weiter vorne bildeten derweilen Stigger und ihre Teamkollegin Sina Frei aus der Schweiz ein Duo, welches um die Plätze drei und vier kämpfte. In der letzten Runde konnte die Tirolerin eine Attacke setzen, die schließlich mit Rang drei und ihrem besten Karriereergebnis im Weltcup endete. In der Gesamtwertung verbesserte sie sich mit diesem Erfolg auf den vierten Platz.
„Es war ein Wahnsinn. Wenn so viele Leute da sind, ist das noch spezieller. Es hat so viel Spaß gemacht. Dann noch mit der Teamkollegin am Podium zu stehen ist superlässig. Daheim das beste Ergebnis einzufahren ist einfach nur schön“, schilderte Stigger ihre Gefühlswelt nach diesem Erfolg.

Das Rennen um den Sieg wurde zu einer One-Woman-Show. Wieder einmal konnte niemand die Französin Loana Lecomte in Leogang schlagen. Die Spezialistin für die Strecke im Salzburger Land gewann hier nun zum insgesamt sechsten Mal. Am zweiten Rang landete die Schwedin Jenny Rissveds.
Die dritte Österreicherin am Start, die Kärntnerin Corina Druml, beendete das Rennen auf Rang 43.

  • Loana LecomteLoana Lecomte
    Loana Lecomte
    Loana Lecomte
  • Stigger vor Sina FreiStigger vor Sina Frei
    Stigger vor Sina Frei
    Stigger vor Sina Frei

 Es hat so viel Spaß gemacht! 

Laura Stigger, nach 2021 erneut Dritte im XCO

Das XCO-Rennen der Männer folgte einer ganz anderen Dramaturgie. Nach einem guten Start ohne besondere Vorkommnisse setzte sich eine siebenköpfige Gruppe an der Spitze fest. Darin vertreten die beiden Schweizer Schurter und Flückiger, welche auch die ersten Attacken setzten und sich in der dritten Runde erfolgreich absetzten.
Entschieden wurde das Duell der Eidgenossen, welche sich permanent belauerten und auf ihre Chance hofften, zur Freude des begeisterten Publikums erst in der letzten Runde. Stück für Stück zog Mathias Flückinger nach erneuter Tempoverschärfung davon. Nino Schurter muss also noch ein wenig auf den alleinigen Rekord für die meisten Weltcupsiege warten.
40 Sekunden dahinter gelang es Alan Hatherly (RSA), Vlad Dascalus (ROU) Schlussatacke abzuwehren und Platz 3 ins Ziel zu retten. Maximilian Foidl fuhr als bester Österreicher auf Platz 23, Gregor Raggl wurde 29, Karl Markt 42.

Beim U23-Rennen gelang Mario Bair eine neue rot-weiß-rote Bestplatzierung im Weltcup. Er landete am Ende auf dem neunten Rang. Tamara Wiedmann fuhr bei den Frauen nach Albstadt (10.) eine weitere Topplatzierung ein. Sie beendete sie das Rennen auf Rang 15.
Ihre Teamkolleginnen Clara Sommer, Katharina Sadnik und Nina Mosser erreichen mit den Plätzen 31, 35 und 40 persönliche Bestplatzierung im Weltcup. Gute Leistungen lieferten bei den Herren auch noch Julius Scherrer mit Platz 48, Killian Feuerstein mit Platz 61 und Daniel Churfürst mit Rang 71 ab.
Siegreich aus diesen ersten Entscheidungen des letzten Weltcup-Tages gingen Puck Pieterse (NED) und der Gesamtweltcupführende Martin Vidaurre Kossmann (CHI) hervor.

  • Nino SchurterNino Schurter
    Nino Schurter
    Nino Schurter
  • Mathias FlückigerMathias Flückiger
    Mathias Flückiger
    Mathias Flückiger
  • Max FoidlMax Foidl
    Max Foidl
    Max Foidl

Erfolgreicher Weltcup mit schwierigem Start

„Nach den ersten hektischen Tagen – auch vom Wetter her – kann ich nun, am Ende, sagen: Es war ein großartiges Wochenende. Die Wettbewerbe waren sensationell, die Stimmung fantastisch. Zum Glück hat der Wettergott für die Finals mitgespielt und wir haben ab Freitag immer besseres Wetter gehabt. Wir sind super happy“, resümierte Marco Pointner, Veranstalter und CEO Saalfelden Leogang Touristik GmbH.

Weitere Informationen zum Mercedes-Benz UCI Mountainbike Weltcup in Saalfelden Leogang inkl. Ergebnissen gibt es unter www.mtb-weltcup.at.


vor 5 Stunden schrieb ruffl:

Im Cross Country Lager wurde über mangelndes Publikumsinteresse am Sonntag geklagt und es sah auch im TV so aus.

Waren alle nach der DH Party so restfett oder interessiert in Ö niemand XCO?

Ist wie bei fast allen Ereignissen in AUT; sobald Du Eintritt löhnen musst, gehen die Leut lieber ins Freibad! 

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Am 14.6.2022 um 08:46 schrieb ruffl:

Im Cross Country Lager wurde über mangelndes Publikumsinteresse am Sonntag geklagt und es sah auch im TV so aus.

Waren alle nach der DH Party so restfett oder interessiert in Ö niemand XCO?

So ist das leider in Österreich... Seit Ewigkeiten kommt der Radsport (auch der Straßenradsport, aber ganz besonders der MTB-Sport) kaum in der medialen Berichterstattung vor. Besonders, wenn es um die Szene in Österreich geht. Das ist eines der zahlreichen Versäumnisse des ÖRV: Null Medienkompetenz. Kein Wunder, dass es kaum noch wen interessiert, sich Radsport anzuschauen. Die österreichischen Fahrer sind in der Öffentlichkeit quasi unbekannt. Die überwiegende Mehrheit der Mitglieder in meinem Radclub kennt keinen einzigen Namen aus der österreichischen MTB-Szene, vielleicht zwei oder drei Straßenprofis und den Namen Kiesenhofer. Von meinen Arbeitskollegen brauch ich gar nicht reden. In unseren Nachbarländern ist das sicher anders. Wenn ich an meine Kindheit denke, war das auch bei uns ganz anders: Ganz Österreich kannte Rudi Mitteregger, obwohl er international kein Star war.

 

Besonders traurig finde ich, dass die mangelnde Popularität des RadSPORTS dazu führt, dass sich immer weniger aktiv dafür begeistern. Auch bei uns im Verein werden die Leute immer bequemer: Entweder wenden sie sich der Fun-Fraktion zu (mit dem Shuttle bergauf und auf lustigen Trails bergab) oder sie wechseln auf E-Bikes. Hauptsache, nimmer zu viel anstrengen....

 

PS: Über die MTB Marathon Staatsmeisterschaft, bei der Sport vom feinsten geboten wurde (da gehört die österreichische Spitze zur (erweiterten) Weltklasse) und wo auch vergleichsweise viel Publikum vor Ort war, gab es auf orf.at keine Silbe zu lesen. Leider auch im Bikeboard nicht (oder ich hab´s übersehen)...

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vor 21 Stunden schrieb Simon:

Ist wie bei fast allen Ereignissen in AUT; sobald Du Eintritt löhnen musst, gehen die Leut lieber ins Freibad! 

Eintritt war beim DH-Rennen auch zu zahlen -- da waren aber gut viele Besucher. 

 

Könnte mir vorstellen, dass es so war wie ricatos schreibt. 

 

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Ich war auch beim Downhill Rennen.

Weiß jetzt nicht was man unter viele Zuschauer verstehen soll, aber wenn ich mich quasi überall frei bewegen kann, wäre noch Potenzial.

Laut dem Tross waren zb in Nove Mesto ein Vielfaches an Leut.

Aber eigentlich auch sehr angenehm, mein persönliches Highlight war ein kurzer Chat mit Nicolas Roche. Der ist das ganze Wochenende in Team Klamotten, Werkzeug, Laufräder etc herumgelaufen und ich hab mir jedes Mal gedacht, dass der wie er aussieht. Iwann hab ich ihn angequatscht weil ich es wissen wollte. Als Strassen Fan war's mein Highlight 😅

 

 

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Naja, allzu massiv beworben war das Event auch nicht in der Region, das haben wohl sehr viele gar nicht mitbekommen. Zumindest mir wär kein einziges Plakat oder sonstiges aufgefallen und ich bin täglich im gerade mal 20 km entfernte Zell am See, das dir Bezirkshauptstadt wäre, …

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Das letzte mal war ich vor Corona vor Ort und damals standen die Zuschauer im DH ab Streckenhälfte in 2er Reihe. Ganz im unteren Waldteil sogar in 4-5er Reihe. Wenn ich mich richtig erinnere musste damals nur das Ticket für die Bergfahrt gekauft werden.

 

Die XCO Strecke is aus Publikumssicht ein echter Pimperlkurs, da tut sich nicht viel Spektakuläres. Albstadt macht es allerdings vor das auch sowas ziehen kann.

Vielleicht fehlt ein Bereich zum Champus saufen, wo man als monetäre Person die Weichen für die Zukunft legen kann? Dieses Businessmodell zieht in Lenzerheide schon ganz gut. Da kommen wichtige Persönlichkeiten zum Logenpreis von 10k+ ins Thömuszelt um sich zu unterhalten und um nach dem Rennen König Math auf die Schulter klopfen zu können. Aber auch der Rest des Volkes ist in der Woche davor schon ganz nervös und ziert sich nicht mit den anderen 25.000 Leuten am Renntag den 20er pP abzudrücken und am Spektakel teilzuhaben. In Läschä genau das Gleiche, da gehts gut ab.

 

Schade, ist halt doch nicht Fussball oder Kitzbühl, die Österreichischen Sternderl hätten sich mehr Hype verdient.

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vor 6 Minuten schrieb ruffl:

Das letzte mal war ich vor Corona vor Ort und damals standen die Zuschauer im DH ab Streckenhälfte in 2er Reihe. Ganz im unteren Waldteil sogar in 4-5er Reihe. Wenn ich mich richtig erinnere musste damals nur das Ticket für die Bergfahrt gekauft werden.

 

Die XCO Strecke is aus Publikumssicht ein echter Pimperlkurs, da tut sich nicht viel Spektakuläres. Albstadt macht es allerdings vor das auch sowas ziehen kann.

Vielleicht fehlt ein Bereich zum Champus saufen, wo man als monetäre Person die Weichen für die Zukunft legen kann? Dieses Businessmodell zieht in Lenzerheide schon ganz gut. Da kommen wichtige Persönlichkeiten zum Logenpreis von 10k+ ins Thömuszelt um sich zu unterhalten und um nach dem Rennen König Math auf die Schulter klopfen zu können. Aber auch der Rest des Volkes ist in der Woche davor schon ganz nervös und ziert sich nicht mit den anderen 25.000 Leuten am Renntag den 20er pP abzudrücken und am Spektakel teilzuhaben. In Läschä genau das Gleiche, da gehts gut ab.

 

Schade, ist halt doch nicht Fussball oder Kitzbühl, die Österreichischen Sternderl hätten sich mehr Hype verdient.



Fußball ist in Österreich jetzt nicht unbedingt ein gutes Vorbild was Zuschauerinteresse betrifft. Die meisten Vereine wären da heil Froh, wenn sie mal die paar Zuseher hätten ;-). 

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vor 5 Minuten schrieb KingM:



Fußball ist in Österreich jetzt nicht unbedingt ein gutes Vorbild was Zuschauerinteresse betrifft. Die meisten Vereine wären da heil Froh, wenn sie mal die paar Zuseher hätten ;-). 

Also nur Saufen am Kirtag?

 

Bei einen Weltcuprennen handelt es sich doch um ein Format vergleichbar mit Europäischem Clubfussball, diese Spiele sind auch in Österreich gut besucht. Mit dem Schweinskick auf der Bezirkswiese würd ichs jetzt nicht vergleichen.

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vor 16 Minuten schrieb ruffl:

Bei einen Weltcuprennen handelt es sich doch um ein Format vergleichbar mit Europäischem Clubfussball, diese Spiele sind auch in Österreich gut besucht.

Gerade wir Radsport-Fans sollten zur Kenntnis nehmen, dass das durchschnittliche technische, taktische und konditionelle Niveau des "Schweinskicks auf der Bezirkswiese" mittlerweile bis zumindest in die Oberligen herunter ziemlich hoch ist. Und da sind in einer Mannschaft mehr Leute am Werk, als wir im XCO ernsthafte Starter bei den nationalen Meisterschaften haben.



Und verglichen z.B. mit dem Damen-XCO in Leogang hat dieser Schweinskick für die Zuschauer den unbestreitbaren Vorteil, dass der Sieger noch nicht nach der ersten Kurve, bzw. der ersten Spielminute feststeht. :)

Beim Downhill hat man zumindest die Chance, dass sich einer sich auf gut Austropop "bei der Zwischenzeit ... zwanglos von am Radl befreit". Und die Aura des "lockeren Downhilldudes" kommt wahrscheinlich zuschauertechnisch besser rüber, als XCO, das über weite Strecken der Formel 1 der 00er-Jahre ähnelt, was Überholvorgänge angeht. 



Man kann in Österreich mit viel Marketing schon Menschen für den Radsport mobilisieren (wie z.b. bei der Innsbrucker WM). Aber "von selbst" geht halt gar nichts. Das Problem zieht sich aber wie ein Strudelteig durch alle Bereiche des Radsports, von der Straße (Österreich Rundfahrt) bis ins Gelände. Und es ist bei weitem nicht die einzige Sportart, die mit Marginalisierung zu kämpfen hat, siehe Leichtathletik. Rein über die sportliche Komponente wird man diesen Kampf jedenfalls nicht gewinnen.

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