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Strasser erneut auf Weltrekordjagd

Mitte Juli will sich Ultraradfahrer Christoph Strasser am Fliegerhorst in Zeltweg die Weltbestmarke im 24h Road zurückholen.

Foto: Lex Karelly
Am Wochenende von 16. bis 18. Juli, exakte Startzeit wetterabhängig, will der Steirer zum wiederholten Male Geschichte schreiben.
Im Ultracycling gibt es drei 24h-Weltrekorde: Outdoor Track, Indoor Track und Road. Den erstgenannten Rekord hält der Luxbemburger Ralph Diseviscourt mit 915 Kilometern, aufgestellt im Jahr 2020. Den Rekord in der Kategorie „Indoor Track“ hält Christoph Strasser mit 941 Kilometer aus dem Jahr 2017 auf der Radbahn in Grenchen. Und der Slowene Stanislav Verstovsek stellte 2020 einen neuen Road-Weltrekord mit 914 Kilometern auf. „2015 verbesserte ich diese Bestmarke vom damaligen Rekordhalter Jure Robic auf 896 Kilometer und genau den Rekord von Verstovsek will ich am Fliegerhorst in Zeltweg wieder zurückholen“, sagt der sechsfache Sieger des Race Across America.

Gefahren wird dabei nicht auf der Landebahn, sondern auf der Ringstraße rund um das Gelände des größten Militärflugplatzes des österreichischen Bundesheeres. „Der Straßenbelag ist perfekt, das Gelände sehr flach, die Kurven sind schnell“, beschreibt der Kraubather. Die Streckenlänge beträgt rund 7,6 Kilometer - somit sind 121 Runden und eine Durchschnittsgeschwindigkeit von 38,1km/h nötig, um den bestehenden Weltrekord von 914 Kilometern zu brechen.
Die Form hierfür dürfe stimmen, wie der Steirer zuletzt mit seinem Sieg beim Race Around Niederösterreich gezeigt hat. Aktuell absolviert Strasser noch ein Höhentrainingslager im Schweizer Engadin, um sich den letzten Feinschliff seiner Fitness zu holen.

Probleme mit Einreise in die USA
„Ich denke aber nicht nur an den Road-Weltrekord sondern schon weiter: Mitte September will ich auf einer Nascar-Bahn in Colorado als erster Mensch 1.000 Kilometer binnen 24 Stunden schaffen. Zeltweg ist für mich trotzdem keine Generalprobe, sondern ein 100%iger Antritt, um das Bestmögliche zu schaffen! Und zudem freue ich mich riesig darauf, endlich ein tolles Projekt in Österreich zu organisieren. In den letzten Jahren war ich meist im Ausland.
Apropos: Am 15. Juni startete das Race Across America, die Anzahl der Solo-Fahrer ist aber sehr gering weil u.a. auch die österreichischen Starter alle wegen der Corona-Pandemie keine Einreiseerlaubnis erhalten haben. „Ich hoffe, dass ich im September nach Colorado darf. Es kann aber auch sein, dass ich nicht in die USA darf. Somit wäre Zeltweg der einzige Weltrekordversuch in diesem Jahr und daher will ich da mein Bestes geben."

Wer dem Ereignis beiwohnen möchte, hat voraussichtlich zwei Möglichkeiten: Zuschauer werden wahrscheinlich erlaubt sein. Da es vom Bundesministerium für Landesverteidigung noch strenge Zutritts-Regelungen für die Kaserne gibt, wird eine Zone im Freigelände am Streckenrand angedacht. Die Details hierfür werden noch ausgearbeitet. Und von zu Hause aus kann mittels live Tracking, Videos, Fotos und Zwischenständen auf Christoph Strassers Website und den Social Media Kanälen mitgefiebert werden.

www.christophstrasser.at
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