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Syncros Silverton SL bald mit 30 mm Innenweite

Syncros Silverton SL bald mit 30 mm Innenweite

25.02.21 06:46 3.467Text: Luke BiketalkerFotos: Syncros; KifcatNino Schurter und Kate Courtney rollen 2021 mit Syncros Silverton SL Laufrädern in die Startblöcke. Dafür werden die einteiligen Carbon-Räder breiter und leichter.25.02.21 06:46 3.525

Syncros Silverton SL bald mit 30 mm Innenweite

25.02.21 06:46 3.5251 Kommentare Luke Biketalker Syncros; KifcatNino Schurter und Kate Courtney rollen 2021 mit Syncros Silverton SL Laufrädern in die Startblöcke. Dafür werden die einteiligen Carbon-Räder breiter und leichter.25.02.21 06:46 3.525

Hinter dem unscheinbaren Namen Syncros Silverton SL versteckt sich ein spektakulär leichter XC-Laufradsatz mit Carbon-Felge, -Speichen und -Naben; allesamt verklebt und gemeinsam zu einer steifen und robusten Einheit gebacken. Die aktuelle Version der Silverton SL findet sich etwa auch im aufwändigen Scott Hyper Spark von Dangerholm wieder.
Für die Saison 2021 werden die Laufräder nun auch in den Rädern von Scott-Sram über die XCO-Worldcup-Strecken gejagt. Und weil sich das Team rund um Nino Schurter und Kate Courtney im Rennen nach vielen Teststunden auf 2.4" breite Reifen und 30 mm Felgeninnenweite also Optimum eingeschossen hat, galt es, an den 26 mm breiten Silverton SL der aktuellen Generation Hand anzulegen.

Für uns Endkunden wohl erst im Sommer 2021 erhältlich, rollt das Team bereits in den ersten Wettkämpfen mit Syncros neuen Silverton SL Laufrädern an den Start. Wenig überraschend, misst die Innenweite der Felgen nun ebenfalls 30 mm. Überraschend aber ist, dass die einteiligen Laufräder mit angegeben 1.280 bis 1.300 Gramm trotz ihrer Breite laut Syncros um einige Gramm leichter sein sollen als ihre schmäleren Vorgänger.

Das Geheimnis hinter dem Gewicht der Silverton SL ist nach wie vor die besondere Bauweise. Felge, Speichen und Nabenkörper sind nicht bloß aus Carbon, sondern werden in einem Stück gebacken.
In aufwändigen Computersimulationen und Tests kristallisierte sich bald heraus, dass ein Mix aus klassischen 28-Speichen-Rädern und den einteiligen 5-Speichen-Rädern der beste Weg zu den gesetzten Steifigkeits- und Gewichtszielen wäre. Ovalisierte Carbonspeichen aus durchgängigen Fasern spannen sich demzufolge von einer Seite der Felge über die Nabenflansche zur gegenüberliegenden Seite. So ergeben sich aus zehn Strängen 20 Speichen je Laufrad. Zusätzlich sind die jeweils zwei benachbarten Speichen gekreuzt und verwoben, was wiederum die Speichenlänge zwischen Nabe und Felge verkürzt und somit der Steifigkeit zuträglich ist. Die Felge selbst ist nunmehr mit 30 mm Innenweite und 35 mm Profilhöhe auf XC- und schnelle Trailbikes hin optimiert.
Aus einem hohlen Stück gearbeitet, ist die einzige Bohrung jene für das Ventil - selbstreden sind die Silverton SL damit Tubeless Ready. Ein Hookless-Felgenbett soll Defekte an Laufrad und Reifen im Falle eines Durchschlages reduzieren.

In einem abschließenden Prozess werden schließlich der linke und rechte Flansch der Nabe gespreizt, der Nabenkörper eingesetzt und verklebt, wodurch die Speichen gleichmäßig Spannung erhalten. Die Laufräder sind so gleichzeitig zentriert und sollen über das gesamte Produktleben keine weiteren Spannungsänderungen mehr benötigen. Gut so, denn dies wäre ohne Zweifel ein kompliziertes Unterfangen ...
Das Innenleben der Boost-Naben stammt übrigens von DT-Swiss, welche die Keramiklager und den Freilauf ihrer 190er Serie beisteuern.

Auch wenn Syncros für die 2021er Variante der Silverton SL mit 30 mm Innenweite noch keine Preise nennt: Wenn die edlen Laufräder diesen Sommer verfügbar werden, dürften sie sich wohl in ähnlichen Preislagen bewegen, wie das aktuelle Modell.


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