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Krenn und Kuijper gewinnen Crocodile Trophy 2022

Krenn und Kuijper gewinnen Crocodile Trophy 2022

14.11.22 09:14 834Text: PM, NoManFotos: Alex Zauner, Regina Stanger, Cecilia Glimberg/Crocodile TrophyHeiratsantrag, Promi-Sturz, Teilnahmerekord. Nach zwei Jahren Corona-Pause bot das MTB-Etappenrennen in Australien wieder großes Kino.14.11.22 09:14 2.103

Krenn und Kuijper gewinnen Crocodile Trophy 2022

14.11.22 09:14 2.10310 Kommentare PM, NoMan Alex Zauner, Regina Stanger, Cecilia Glimberg/Crocodile TrophyHeiratsantrag, Promi-Sturz, Teilnahmerekord. Nach zwei Jahren Corona-Pause bot das MTB-Etappenrennen in Australien wieder großes Kino.14.11.22 09:14 2.103

Die 26. Austragung der Crocodile Trophy ist Geschichte und der Österreicher Wolfgang Krenn triumphierte überlegen in der Gesamtwertung. Erstmals seit 1998 ging somit der Sieg bei dem spektakulären Mountainbike-Etappenrennen im Australischen Outback wieder an einen rot-weiß-roten Athleten.
Bei den Frauen gewann Elodie Kuijper aus den Niederlanden. Für die 22-Jährige war es, wie für Krenn, der erste Gesamtsieg bei dem neuntägigen Radabenteuer, für das 730 Kilometer und 13.000 Höhenmetern zu absolvieren waren.

Krenn dominierte die 26. Austragung vom ersten Tag an. Seine akribisch vorbereitete Mission im Norden von Queensland war der Sieg. Insofern fiel nach Überquerung der Ziellinie am Strand von Port Douglas auch ein enormer Druck von dem Steirer ab.
"Ich habe mich wirklich stark gefühlt über das ganze Rennen, auch wenn die Beine nach drei, vier Tagen schon richtig schwer waren. Aber ich habe weitergepusht und bin unheimlich glücklich mit diesem Sieg. Vor allem, weil dies eines meiner letzten großen Rennen gewesen sein könnte", schilderte der 36-Jährige, der damit Andeutungen auf einen möglichen Rücktritt machte.

Familienangelegenheiten

Als einer der stärksten Gegner Krenns präsentierte sich der Belgier Massimo Vanderaerden, Sohn der früheren Straßenlegende Eric, der - 15 Jahre nach seinem Vater - neben der dritten Etappe auch das finale Zeitfahren für sich entschied.
Am Ende landete der 27-Jährige in der Gesamtwertung auf dem dritten Rang, überzeugte am Four-Mile-Beach von Port Douglas aber dann auch noch mit einem sehr privaten Moment. Denn an der Ziellinie zog er einen Ring aus seiner Trikottasche und machte seiner Freundin, der Siegerin der Frauenwertung, einen Heiratsantrag. Elodie sagte übrigens JA, und somit hatte das erfolgreiche Paar am Abschlusstag mehr als nur Sportliches zu feiern.

Kuijper, wie Vanderaerden im Straßensport beheimatet, zeigte von Beginn an konstante Leistungen, gewann den Prolog sowie sieben Etappen und gewann souverän vor der zweifachen Siegerin Sarah White aus Australien und der Schweizerin Diana Capoccia.
In der Gesamtwertung aller Kategorien wäre die Niederländerin übrigens auf Rang 33 gelandet, also mitten im am Start 63 Mann starken Feld der Herren.

  • Fastest couple: Massimo & ElodieFastest couple: Massimo & Elodie
    Fastest couple: Massimo & Elodie
    Fastest couple: Massimo & Elodie
  • Die Niederländerin holte 8 von 9 Tagessiegen.Die Niederländerin holte 8 von 9 Tagessiegen.
    Die Niederländerin holte 8 von 9 Tagessiegen.
    Die Niederländerin holte 8 von 9 Tagessiegen.

Immer wieder Austria, Australia

Schnellster Fahrer des Gastgeberlandes wurde der 44-jährige Werner Van der Merwe aus Brisbane. Bei seiner zweiten Teilnahme feierte er einen Etappensieg und schloss die Trophy als Gesamtzweiter ab, was ihn selbst sogar ein wenig überraschte. Zusätzlich war er der schnellste Fahrer der Masters 40+ Kategorie.
In derselben Altersklasse toppte ein Österreicher, der 2003 nach Australien auswanderte, seinen eigenen Rekord: Martin Wisata (Bild Nr. 14, 15), ursprünglich aus dem oberösterreichischen Innviertel kommend und Down Under selbst erfolgreicher MTB-Rennveranstalter, finishte die Crocodile Trophy zum unglaublichen elften Mal - diesmal auf Rang zwölf.

Noch eine Altersklasse darüber zierte ein hierzulande äußerst prominenter Name die Starter- und vier Tage lang auch die Finisher-Liste. Bei der vierten Etappe jedoch kam Andreas Goldberger, früherer Skispringer und heute Star-Teilnehmer bei verschiedensten (Ausdauer-)Sport-Events zu Sturz und konnte ob seiner Prellungen und Abschürfungen das Rennen nicht mehr fortsetzen. Nichtsdestotrotz zeigte sich der 49-Jährige vom Spirit der Crocodile Trophy begeistert: "Es sind einfach unglaubliche Eindrücke, die du sammelst und das Leben im Camp ist ein Erlebnis für sich."

  • Martin Wisata (415)Martin Wisata (415)Martin Wisata (415)
    Martin Wisata (415)
    Martin Wisata (415)
  • Christian ZinglChristian ZinglChristian Zingl
    Christian Zingl
    Christian Zingl
  • Herbert LehnerHerbert LehnerHerbert Lehner
    Herbert Lehner
    Herbert Lehner
  • Andreas GoldbergerAndreas GoldbergerAndreas Goldberger
    Andreas Goldberger
    Andreas Goldberger

Das Grüne Trikot des besten Österreichers ging an Christian Zingl aus der Steiermark. Gleich bei seinem Debüt bei dem neuntägigen Mountainbike-Abenteuer fuhr er tagelang mit den absolut Besten mit. Stellvertretend für den Gesamtsieger Krenn, der ja ab dem ersten Tag im Leadertrikot fuhr, präsentierte Zingl sein Grünes Trikot am Four-Mile-Beach in Port Douglas. Mit Ausnahme einer Etappe konnte er auch ein zufriedenes Resümee ziehen.
"Ausgerechnet am vorletzten Tag hatte ich einige Probleme und verlor aufgrund zweier gebrochener Laufräder viel Zeit. Ich werde nächstes Jahr wiederkommen", versicherte der 33-Jährige, der letztlich als Zwölfter overall und Siebter der Herren das Ziel erreichte.

Klein, aber fein

Ein positives Resümee nach einer Pause von drei Jahren konnte auch Veranstalter Gerhard Schönbacher ziehen. “Wir wussten nicht wirklich was wir nach den zwei abgesagten Rennen und der Covid-Zeit erwarten sollten. Natürlich wäre ich gerne mit mehr als 100 Startern hier gefahren, aber zum einen ist es momentan schwierig, Athletinnen und Athleten für weite Reisen zu begeistern, und zum anderen sind auch die Flüge viel teurer geworden“, schilderte er die Herausforderungen des Re-Starts seines Rennens.
„Die ersten Tage waren extrem stressig, aber nach zwei bis drei Tagen hat sich alles wieder wie zu Hause angefühlt. Es hat eben ein bisschen gebraucht, bis die Crocodile-Trophy-Familie sich wieder zusammengefunden hat nach der Pause“, so Schönbacher, der froh war, dass das Rennen ohne größere Zwischenfälle zu Ende ging.
„Es war eine harte Austragung, aber das toll besetzte Feld hat bewiesen, dass wir nach wie vor ein einzigartiges Abenteuer sind“, fügte er an und gab auch bekannt, dass die Crocodile Trophy 2023 erneut nach Australien zurückkehren wird.


Wow, cool! Sehr schöne Krönung der Karriere! Gratulation von einem Exil-Weißenbacher.

 

PS: den Goldi haut's gefühlt fast so oft auf die Pfeifn wie Roglic. Bei der Skgt-Trophy ja glaub ich auch schon öfter als einmal DNF. Aber i find's cool und sympathisch, dass er die ganzen Sachen fährt, während andere Ex-Sportstars mehr in den Seitenblicken umadumkugeln.

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vor 2 Stunden schrieb BikeBär:

Wow, cool! Sehr schöne Krönung der Karriere! Gratulation von einem Exil-Weißenbacher.

 

PS: den Goldi haut's gefühlt fast so oft auf die Pfeifn wie Roglic. Bei der Skgt-Trophy ja glaub ich auch schon öfter als einmal DNF. Aber i find's cool und sympathisch, dass er die ganzen Sachen fährt, während andere Ex-Sportstars mehr in den Seitenblicken umadumkugeln.

Ich find den Goldi auch recht sympathisch. Eine Zeit lang war der auch richtig gut drauf. Ist in Goisern immer die A gefahren und dabei immer nur ganz kurz nach den Ersten am Raschberg angekommen.

Der ist schon noch ganz gut drauf. Hat sich ja auch optisch nicht sehr viel verändert seit er seine Springerkarriere beendet hat.😄

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vor 10 Minuten schrieb ventoux:

Wenn dir der Stellenwert bei einem Rennen wichtig ist dann musst du Tour de France fahren.

Cool, wusste nicht daß es eine Tour de France mit dem Mountainbike gibt. 😄

Mir ist der Stellenwert ja egal aber wenn keine namhaften Fahrer am Start sind scheint dieser ja recht gering zu sein...

Wir reden hier immerhin von einem Etappenrennen in Australien, da ist ja ein Hobbymarathon bei uns in Österreich noch stärker besetzt.

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vor 19 Minuten schrieb Beaumont:

Cool, wusste nicht daß es eine Tour de France mit dem Mountainbike gibt. 😄

Mir ist der Stellenwert ja egal aber wenn keine namhaften Fahrer am Start sind scheint dieser ja recht gering zu sein...

Wir reden hier immerhin von einem Etappenrennen in Australien, da ist ja ein Hobbymarathon bei uns in Österreich noch stärker besetzt.

Offensichtlich fahren in Australien auch mehr Österreicher mit als in Österreich :D

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