KTM Machina Kapoho Di2 mit Bosch Performance Update im Test

KTM Machina Kapoho Di2 mit Bosch Performance Update im Test

08.06.26 12:56 1.988Text: Erwin Haiden
Erwin Haiden

Größe: 180 cm
Schrittlänge: 85 cm
Gewicht: 73 kg
Fahrstil/-können: Gemütlicher Allround-Mountainbiker, gerne auch knackig bergab

Rennrad & Gravel: Das Abenteuer steht im Vordergrund

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Fotos: Erwin Haiden (Studio), martinbihounek.com (Action)
Mit dem FOX Fahrwerk und dem Bosch Performance Upgrade 2.0 hält das KTM Macina Kapoho Exonic Di2 gleich zwei Premieren für mich bereit. Aber welche Vor- und Nachteile haben die neuen elektronischen Lösungen - und was hat das KTM sonst noch auf Lager?08.06.26 12:56 4.340

KTM Machina Kapoho Di2 mit Bosch Performance Update im Test

08.06.26 12:56 4.3401 Kommentare Erwin Haiden
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Größe: 180 cm
Schrittlänge: 85 cm
Gewicht: 73 kg
Fahrstil/-können: Gemütlicher Allround-Mountainbiker, gerne auch knackig bergab

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Mit dem FOX Fahrwerk und dem Bosch Performance Upgrade 2.0 hält das KTM Macina Kapoho Exonic Di2 gleich zwei Premieren für mich bereit. Aber welche Vor- und Nachteile haben die neuen elektronischen Lösungen - und was hat das KTM sonst noch auf Lager?08.06.26 12:56 4.340

Mehr geht nicht, zumindest nicht im KTM Macina Kapoho-Universum - womit wir schon beim Kernthema wären. Die Version mit Shimanos Di2 und dem elektronischen FOX Live Valve Neo-Fahrwerk bietet ein wahres Feuerwerk für Technik-Nerds. Das Bosch Performance Upgrade 2.0 mit etwas mehr Drehmoment und jeder Menge cooler elektronischer Funktionen tut ihr Übriges dazu, dass den Spielereien, Tricksereien und Optimierungen kaum Grenzen gesetzt sind. Damit ist das KTM Macina Kapoho Exonic Di2 sicher kein Rad für Jedermann, aber ein Hallelujah für alle, die diesen technischen Neuerungen offen gegenüberstehen und ihre Rundenzeiten und Fahrwerke wie die jungen Wilden der Formel 1 auch gerne mittels Computer optimieren.

 Einmal e-Bike Fully mit Allem 

KTM Macina Kapoho Exonic Di2 Rezeptur im Thermomix

Mit der Dämpferaufnahme und dem markanten hinteren Rahmendreieck, aber vor allem auch mit der orangen Lackierung ist das KTM jedenfalls ein Bike, das optisch auffällt. Ich mag diese kalifornischen Sonnenuntergänge bei Fahrradrahmen, diese unzähligen Facetten, die sich im glitzernden Lack verstecken, die Sprenkel, die mich an mein erstes GT Karkoram von 1992 erinnern - was für eine herrliche Abwechslung zu all den schwarzen und grauen Rahmen! Diese mögen zeitloser sein, aber Orange geht auch immer, wie ich finde.

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Technisch schöpft das neue Macina Kapoho Exonic aus dem Vollen. Herzstück ist der Bosch Performance Line CX-R Motor, der jetzt mit bis zu 120 Nm Drehmoment, 750 Watt Spitzenleistung und einem Unterstützungsfaktor von bis zu 600 Prozent arbeitet. Die Energie liefert ein 800-Wh-PowerTube-Akku, der dank KTMs bewährtem Power Tube Top Loader System nach oben aus dem Unterrohr entnommen werden kann. Für die Bedienung setzt KTM auf den System Controller, Mini Remote und das Purion 400 Display.

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Beim Fahrwerk vertraut KTM auf eine Fox-Factory-Ausstattung mit 160 mm Federweg und Mullet-Setup. An der Front arbeitet eine Fox 36 Factory, am Heck ein Fox DHX Factory Luftdämpfer. In unserem Testbike wird dieses Setup zusätzlich durch das neue elektronische Fox Live Valve Neo System ergänzt, das die Druckstufe situationsabhängig automatisch anpasst. Ebenfalls aus der Neo-Familie stammt die kabellose Fox Transfer Neo Factory Vario-Sattelstütze.

Tech Specs

Rahmen Macina Kapoho Dimmix CB 160 UDH|Bosch BDU38/M5240 Gabel FOX 36 Float 29" Factory E 160 mm 15x110
Größen M / L / XL Kurbel RACE FACE ERA-E160
Dämpfer FOX DHX Factory 250x75 Motor Bosch PERFORMANCE CX-R ABS BDU3863 up to 120 Nm
Display Bosch System Controller / Mini Remote Flatbar / PURION 400 Display Akku Bosch PowerTUBE 800 Wh horizontal
Laufrad vorne DT HXC 1200 Spline Carbon CL 110/15TA|622x30TSS TLR 29" Laufrad hinten DT HXC 1200 Spline Carbon CL 148/12TA|584x30TSS SS TLR 27,5"
Reifen vorne Schwalbe Hans Dampf Evo SuperGravity TLE 65-584 Reifen hinten Schwalbe Magic Mary Evo SuperTrail TLE 65-622
Zahnkranz Shimano LG700-11 / 11-50 Kette KMC e11 Sport EPT e-bike
Schaltwerk Shimano XTR Di2 M9260-11 LG shadow+ Griffe Ergon GE10
Lenker KTM PRIME Trail35 Carbon rizer20 800 mm Lenkervorbau KTM TEAM Trail35
Steuersatz Acros AICR intern 1.1/8"-1.5" angle lim Sattel Fizik Terra Aidon X5 SAlloy
Sattelstütze FOX Transfer NEO Factory 34.9 wireless Pedale MTB-Pedal flat VP-539 nylon
Max. Gesamtgewicht 135 kg Gewicht 24,7 kg (Gr. L, BB Messung ohne Pedale)
Preis 10.999 € UVP
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Passend zum High-End-Anspruch rollt das Kapoho auf DT Swiss HXC 1200 Carbon-Laufrädern. KTM bleibt dabei seiner DiMMiX-Philosophie treu und kombiniert ein 29-Zoll-Vorderrad für maximale Laufruhe und Präzision mit einem 27,5-Zoll-Hinterrad für Traktion und Agilität. Die Bereifung stammt von Schwalbe mit Magic Mary SuperTrail vorne und Hans Dampf SuperGravity hinten.

Geometrie

M L XL
Größe 43 48 53
Sitzrohrlänge (mm) 430 450 480
Oberrohrlänge (mm) 600 620 645
Sitzwinkel (mm) 76,5 76,5 76,5
Lenkwinkel 65° 65° 65°
Steuerrohrlänge (mm) 100 110 125
Kettenstrebenlänge (mm) 448 448 448
Radstand (mm) 1228 1250 1278
Stack (mm) 611 620 634
Reach (mm) 453 471 493
Überstandshöhe (mm) 830 830 841
Tretlagerabsenkung (mm) 7 7 7

Für die Schaltarbeit sorgt die neue Shimano XTR Di2 Linkglide-Gruppe. Das elektronische Schaltwerk wurde speziell für den harten E-MTB-Einsatz entwickelt und kombiniert die schnelle Di2-Technologie mit der erhöhten Haltbarkeit des Linkglide-Systems. Verzögert wird über Shimano XTR Vierkolbenbremsen mit 203-mm-Scheibe vorne und 180-mm-Scheibe hinten. Carbonlenker, Race Face Era Kurbeln und zahlreiche hochwertige Anbauteile runden ein Ausstattungspaket ab, das kaum Wünsche offenlässt und das Kapoho Exonic klar an der Spitze des KTM-Portfolios positioniert.

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  • Nachdem all Komponenten gekoppelt wurden...Nachdem all Komponenten gekoppelt wurden...
    Nachdem all Komponenten gekoppelt wurden...
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  • ... und das System kalibriert ist...... und das System kalibriert ist...
    ... und das System kalibriert ist...
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  • ... kann's losgehen - zwei neue Setups zum Download und Test.... kann's losgehen - zwei neue Setups zum Download und Test.
    ... kann's losgehen - zwei neue Setups zum Download und Test.
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  • In den Einstellungsmenüs lässt sich dann vieles individuell anpassen.In den Einstellungsmenüs lässt sich dann vieles individuell anpassen.
    In den Einstellungsmenüs lässt sich dann vieles individuell anpassen.
    In den Einstellungsmenüs lässt sich dann vieles individuell anpassen.

Technisches zu Fox Live Valve Neo

Mit Live Valve Neo geht Fox einen spannenden Schritt in Richtung adaptives Fahrwerk und versucht, einen Zielkonflikt zu lösen, der Mountainbiker seit jeher begleitet: Einerseits soll das Fahrwerk auf Wurzeln, Steine und Schläge möglichst sensibel ansprechen, andererseits bei Anliegern, Bremszonen, Pumps oder Zwischensprints genügend Gegenhalt und Unterstützung bieten. Während klassische Dämpfer diesen Kompromiss über die Abstimmung von Federkennlinie sowie Low- und Highspeed-Druckstufe möglichst klein halten, reagiert Live Valve Neo aktiv auf die Fahrsituation.

Das System besteht aus einem elektronisch gesteuerten Fox-Dämpfer sowie Sensoren an Vorder- und Hinterrad, die Bewegungen und Schläge permanent erfassen. Im Normalzustand arbeitet der Dämpfer mit geschlossener Low-Speed-Druckstufe und bietet dadurch eine straffe Plattform mit viel Support. Registrieren die Sensoren einen ausreichend starken Impuls, öffnet ein magnetisch angesteuertes Ventil innerhalb von Millisekunden die Druckstufe. Dank der schnellen Kommunikation zwischen den Sensoren ist der Dämpfer bereits geöffnet, wenn ein am Vorderrad erkannter Schlag wenige Augenblicke später das Hinterrad erreicht.

Besonders interessant für technikaffine Fahrer sind die umfangreichen Einstellmöglichkeiten. Über die App lassen sich sowohl die Auslöseschwelle als auch die Dauer der Öffnung anpassen. Zusätzlich können getrennte Parameter für Bergauf-, Flach- und Bergabpassagen definiert werden. Das System berücksichtigt dabei sogar die aktuelle Neigung des Bikes und passt seine Charakteristik entsprechend an.

  • So wird im Feintuning Uphill definiert.So wird im Feintuning Uphill definiert.
    So wird im Feintuning Uphill definiert.
    So wird im Feintuning Uphill definiert.
  • Es gibt einen einfachen Einstellmodus... Es gibt einen einfachen Einstellmodus...
    Es gibt einen einfachen Einstellmodus...
    Es gibt einen einfachen Einstellmodus...
  • ... sowie einen detaillierteren Modus, bei dem... ... sowie einen detaillierteren Modus, bei dem...
    ... sowie einen detaillierteren Modus, bei dem...
    ... sowie einen detaillierteren Modus, bei dem...
  • ... sich G-Kräfte für Auslösemomente und Zeiten einstellen lassen.... sich G-Kräfte für Auslösemomente und Zeiten einstellen lassen.
    ... sich G-Kräfte für Auslösemomente und Zeiten einstellen lassen.
    ... sich G-Kräfte für Auslösemomente und Zeiten einstellen lassen.
  • KTM Machina Kapoho Di2 mit Bosch Performance Update im Test
  • In den Menüs der Bosch Flow App... In den Menüs der Bosch Flow App...
    In den Menüs der Bosch Flow App...
    In den Menüs der Bosch Flow App...
  • ... lassen sich die Fahrmodi individualisieren...... lassen sich die Fahrmodi individualisieren...
    ... lassen sich die Fahrmodi individualisieren...
    ... lassen sich die Fahrmodi individualisieren...
  • ... Drehmomente, Dynamiken, Leistung, Boost anpassen...... Drehmomente, Dynamiken, Leistung, Boost anpassen...
    ... Drehmomente, Dynamiken, Leistung, Boost anpassen...
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  • ... aber auch Zusatzfunktionen wie das eBike Lock und Alarm aktivieren.... aber auch Zusatzfunktionen wie das eBike Lock und Alarm aktivieren.
    ... aber auch Zusatzfunktionen wie das eBike Lock und Alarm aktivieren.
    ... aber auch Zusatzfunktionen wie das eBike Lock und Alarm aktivieren.

KTM Macina Kapoho am Trail bergauf

Bergauf spielt das Bike viele der bekannten Stärken seiner Geometrie aus. Der lange Radstand, die ausgewogene Sitzposition und die hohe Traktion sorgen dafür, dass selbst steile und lose Anstiege erstaunlich unspektakulär werden. Das neue Fox Live Valve Neo Fahrwerk arbeitet schon solide. Während klassische Fahrwerke immer einen Kompromiss zwischen Antriebsneutralität und Sensibilität eingehen müssen, arbeitet das elektronische System im Uphill mit etwas mehr Gegenhalt. Das Heck bleibt beim Pedalieren höher im Federweg stehen, Wippbewegungen werden minimiert und dennoch öffnet der Dämpfer bei Wurzeln oder Felskanten praktisch verzögerungsfrei. Das Resultat ist ein sehr effizientes Fahrgefühl, ohne dass man ständig zum Lockout greifen oder auf Traktion verzichten müsste. Gerade in technischen Uphills vermittelt das System viel Ruhe und Vertrauen, weil das Hinterrad auch auf losem Untergrund sauber dem Boden folgt und gleichzeitig ausreichend Support für aktive Fahrmanöver bietet.

Richtig gelungen ist auch das Bosch-Update, das mit 120 Nm maximalem Drehmoment einfach ein Äutzerl mehr Flexibilität zulässt, wenn es mal richtig steil wird oder man man schaltfaul wie immer versäumt hat, rechtzeitig runterzuschalten. Dieses Quäntchen Mehr an Drehmoment sorgt dann wie ein Rettungsanker dafür, dass man sich in vielen Fällen auch mit niedriger Trittfrequenz noch drüber retten kann. Sollte man trotzdem hängen bleiben, ist die Anfahrtshilfe von Bosch mittlerweile eine meiner liebsten Funktionen - mit ihr kann man selbst im steilen Gelände auf losem Untergrund relativ entspannt wieder losfahren.

  • Der Schalthebel der Shimano Di2 ist nicht nur ergonomisch...Der Schalthebel der Shimano Di2 ist nicht nur ergonomisch...
    Der Schalthebel der Shimano Di2 ist nicht nur ergonomisch...
    Der Schalthebel der Shimano Di2 ist nicht nur ergonomisch...
  • ... sondern bietet mit dem dritten Knopf weitere Funktionen...... sondern bietet mit dem dritten Knopf weitere Funktionen...
    ... sondern bietet mit dem dritten Knopf weitere Funktionen...
    ... sondern bietet mit dem dritten Knopf weitere Funktionen...
  • ... wie im konkreten Fall das Umschalten der Schaltmodi von Manuell zu Manuell Plus...... wie im konkreten Fall das Umschalten der Schaltmodi von Manuell zu Manuell Plus...
    ... wie im konkreten Fall das Umschalten der Schaltmodi von Manuell zu Manuell Plus...
    ... wie im konkreten Fall das Umschalten der Schaltmodi von Manuell zu Manuell Plus...
  • ... oder auch in den vollständigen Automatik-Modus.... oder auch in den vollständigen Automatik-Modus.
    ... oder auch in den vollständigen Automatik-Modus.
    ... oder auch in den vollständigen Automatik-Modus.

Erfahrungen Bosch Auto-Shift mit Shimano Di2

Die Shimano Di2 Schaltung lässt sich im Bosch-Ökosystem in drei Varianten fahren. Da wäre einerseits der manuelle Modus, der funktioniert, wie wir das von Bike-Schaltungen bisher kennen.

Zweiter Modus ist der M+ Modus, bei dem die Schaltung immer dann schaltet, wenn man nicht tritt. Der Motor dreht dann einfach die Kette weiter und beim weiteren Pedalieren ist man automatisch im richtigen Gang. Das funktioniert in beide Richtungen, wenn man bei einem schnellen Downhill in den Gegenanstieg bremst, und man beim Treten dann sofort im richtigen Gang ist, oder wenn man aus dem Stand wegrollt und dann z.B. bei 40 km/h wieder treten möchte.

Der Automatik-Modus übernimmt dann alle Schaltvorgänge und ist aus meiner Sicht ein guter Begleiter auf flachen Passagen, im städtischen Umfeld oder auf gemütlichen Touren. Im Gelände muss er immer wieder von manuellen Eingaben "überstimmt” werden, weil die Automatik natürlich nicht erahnen kann, was als nächstes kommt und sie gerade beim Wechsel von schnell zu steil zu langsam ist.

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KTM Machina Kapoho am Trail bergab

Bergab bleibt das Bike seiner Linie treu und vermittelt vom ersten Meter an enorme Laufruhe und Sicherheit. Der lange Radstand und die ausgewogene Geometrie sorgen dafür, dass sich das Bike selbst in schnellen und ruppigen Passagen kaum aus der Ruhe bringen lässt. Neu ist dabei die Art und Weise, wie das Fox Live Valve Neo Fahrwerk diesen Charakter unterstützt. Während das System auf flacheren Abschnitten und bei aktiver Fahrweise spürbar mehr Gegenhalt bietet, öffnet der Dämpfer auf Schlägen innerhalb von Millisekunden und stellt den gesamten Federweg zur Verfügung. Dadurch steht das Bike in Anliegern, Bremswellen und Kompressionen höher im Federweg, ohne auf Wurzelteppichen oder verblockten Passagen an Komfort einzubüßen. So bietet das Valve Neo eine gute Kombination aus sattem Fahrgefühl und präzisem Feedback vom Untergrund. Das Macina Kapoho Exonic Di2 wirkt dadurch ein bisschen lebendiger und definierter als das Schwestermodell, das ich letztes Jahr ohne aktives Fahrwerk testen durfte; trotzdem bleibt das Bike auch mit aktivem Fahrwerk, ein Railjet auf 2 Rädern, ein aktivfahrwerk-geerdetes Bike mit viel Traktion und Reichweite und kein Springginkerl.

Erfahrungen FOX Live Valve Neo Fahrwerk

Im Trail-Einsatz zeigt sich rasch, dass Live Valve Neo tatsächlich mehr Unterstützung im Fahrwerk ermöglicht, ohne dabei auf grobem Untergrund unnötig Komfort zu opfern. Das Bike steht höher im Federweg, wirkt beim Beschleunigen und Pumpen definierter und bietet in Kurven spürbar mehr Gegenhalt, während das Ansprechverhalten auf Wurzeln und Schläge gleichzeitig erstaunlich sensibel bleibt.

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  • Das eine Oage in die eine RichtungDas eine Oage in die eine Richtung
    Das eine Oage in die eine Richtung
    Das eine Oage in die eine Richtung
  • Das andere Oage in die andere RichtungDas andere Oage in die andere Richtung
    Das andere Oage in die andere Richtung
    Das andere Oage in die andere Richtung

Bosch Trick Check

Ich muss gestehen: Der neue Trick Check von Bosch ist schon sehr witzig. Die im Motor verbauten Gyro-Sensoren erkennen bestimmte Manöver mit einer Genauigkeit von +/- 10%. Ob ich diesen 10%-Wert Wert jetzt zu 100% oder nur zu 90% vertrauen würde, weiß ich nicht; im Praxiseinsatz hat sich jedenfalls gezeigt, dass die Ergebnisse zumindest die gefühlten Unterschiede zwischen den Stunts recht gut widerspiegeln. Kaum setzen nach einem brutal argen Manöver die Reifen wieder am Boden auf, zeugt ein Piepston gleich dem Applaus der begeisterten Menge vom soeben Geleisteten. Das geht instant, gefühlt wesentlich genauer als das z.B. Garmin aufzeichnet und vor allem in den drei Variationen Jump, Wheelie (= Manual) und Stoppie. Ein Sprung zählt ab 0,5 m Entfernung und einer Mindestdauer von 0,15 Sekunden. Ein Wheelie bzw. Manual muss mindestens 2 m weit gehen - mit einem Neigungswinkel von 15° und einer Mindestgeschwindigkeit von 5 km/h. Ein Stoppie muss mindestens 0,3 s dauern, der Mindestneigungswinkel hängt von der Geschwindigkeit ab. Das sind Werte, die selbst mir als bodennahem Biker gelegentlich ein Trick Check Piepserl und Grinsen entlocken.

  • Bosch Sprung-StatistikBosch Sprung-Statistik
    Bosch Sprung-Statistik
    Bosch Sprung-Statistik
  • Bosch Wheelie-StatistikBosch Wheelie-Statistik
    Bosch Wheelie-Statistik
    Bosch Wheelie-Statistik
  • Bosch Stoppie-StatistikBosch Stoppie-Statistik
    Bosch Stoppie-Statistik
    Bosch Stoppie-Statistik
  • KTM Machina Kapoho Di2 mit Bosch Performance Update im Test

Wünschdirwas und Einsatzzweck

Trotzdem stellt sich mir nach den ersten Testfahrten ist die Frage, wie groß der reale Mehrwert eines System wie dem FOX Neo Valve gegenüber einem top abgestimmten High-End-Dämpfer ausfällt und ob die zusätzliche Komplexität den Zugewinn an Performance rechtfertigt. Es ist ähnlich wie beim Rock Shox Flight Attendant, wo ja auch noch die Gabel aktiv arbeitet: Je mehr Stellgrößen und Parameter in so einem System verfügbar sind, desto komplexer wird es in der Regel auch, die perfekte Einstellung zu finden oder den Grund einer Fehlfunktion herauszufinden. Was einem erfahrenen Weltcupfahrer hilft, für jeden Untergrund die perfekte Abstimmung zu finden, um ein paar Zehntel Zeit zu gewinnen, kann für weniger feinfühlige Biker schnell zu viel werden - und dann steht man mit vielen Fragezeichen vor einem Haufen Shims, einer App mit Kennzahlen, Luftdruckwerten, Zugstufe, High-Speed und Low-Speed-Druckstufe und fragt sich, ob das alles nur funktioniert, weil die Elektronik kompensiert, was der Mensch vergeigt hat. Aber vielleicht ist das auch etwas, an das man sich langsam herantasten muss.

Ein Wünschdirwas oder besser gesagt ein Nice-to-have wäre für mich noch ein Kiox 400C Display im Oberrohr gewesen. Nicht, dass der System Controller im Zusammenspiel mit dem Purion nicht ebenso gut funktionieren würde, aber das ins Oberrohr integrierte Display wirkt einfach noch eine Spur moderner und aufgeräumter und bietet zusätzlich noch einen USB-Anschluss für Handy oder Garmin.

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Fazit zum KTM Machina Kapoho Exonic Di2

KTM Machina Kapoho Exonic Di2
Modelljahr: 2026
Testdauer: 2 Monate / 260 km
Preis: € 10.999,- UVP
+ Alles dran an Ausstattung
+ 800 Wh Akku
+ Bosch Ökosystem
+ Bosch Trick Check
+ Ein Fahrwerk, das alle Stückerl spielt
o Kein Kiox Display im Oberrohr
BB-Urteil: Ein potentes eMTB für Technik-Freaks

Das KTM Macina Kapoho in all seinen Varianten ist schon ein lässiges eMTB. Die Exonic Di2-Variante als Topmodell ist das Filetstück und sowohl preislich als auch technisch eine Ansage. Wer das KTM Macina Kapoho grundsätzlich schon mal ins Visier genommen hat und zusätzlich vielleicht noch auf innovative Technik und elektronisches Tuning steht, wird damit noch mehr Freude haben. Weniger Technikversierte würden zwar einerseits von den Auto-Modi des elektronischen Fahrwerks profitieren, aber dazu bedarf es trotzdem eines ordentlichen Grund-Setups, das dann für die meisten Anforderungsprofile passt.

Positiv angetan war ich vom neuen Bosch Performance Upgrade, das allen Gen. 5 Motoren zu teil wird, die 120 Nm Drehmoment machen sich vor allem in höherer Flexibilität in steilen Anstiegen bemerkbar, wo die Trittfrequenz schnell mal unter einen kritischen Wert fallen kann und es dann möglicherweise auch zum Runterschalten zu spät ist. Der Trick Check von Bosch ist wirklich witzig und auch wenn er nicht immer auf Zentimeter genau ist, so funktioniert er deutlich reaktiver und gefühlt wesentlich genauer als z.B. die von Garmin integrierten Lösungen

Insgesamt ist das KTM Macina Kapoho Exonic Di2 bergauf wie bergab eine extrem kompetente Maschine. Der 800 Wh Akku garantiert eine ordentliche Reichweite. Der Motor sorgt bergauf in Steilhängen für ein ordentliches Momentum, bergab tun Mullet-Geometrie und Fahrwerk ihr Übriges, wenn's um gutmütiges Handling und stabile Railjet-Laufruhe und vertrauenserweckende Performance geht.

  • KTM Machina Kapoho Di2 mit Bosch Performance Update im Test

Geschrieben
Mit dem FOX Fahrwerk und dem Bosch Performance Upgrade 2.0 hält das KTM Macina Kapoho Exonic Di2 gleich zwei Premieren für mich bereit. Aber welche Vor- und Nachteile haben die neuen elektronischen Lösungen - und was hat das KTM sonst noch auf Lager?



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