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Größe: 175 cm Schrittlänge: 84 cm Gewicht: 70 kg Fahrstil/-können: Rennrad & Gravel, gute Ausdauer, wenig Power, volles Risiko bergab - wird allerdings selten belohnt
Shimanos "einseitige" SPD-Pedale PD-ES600 sind nicht wirklich neu. Einerseits wurde dieser Typ schon vor 10 Jahren als Kompromiss aus Straßen- und MTB-Pedalen eingeführt, um die Stabilität der 3-Lochsysteme mit dem Gehkomfort von 2-Lochvarianten zu vereinen, andererseits kam das hier vorgestellte Touring, Trekking & City Pedal auf Ultegra Niveau schon 2019 als Nachfolger vom PD-A600 in den Handel. Wie sein Vorgänger eignet es sich auch besonders zum Graveln, da es nicht nur das schlanke Design gepaart mit dem niedrigen Gewicht eines Rennradpedals besitzt, sondern auch im eingesauten Zustand das Ein- und Ausklicken zum Kinderspiel macht. Zudem bietet es mehr Bodenfreiheit als herkömmliche MTB-Pedale und ist überraschend günstig erhältlich. Wir haben den upgedateten Klassiker mehrere Wochen auf unseren Gravelbikes für euch getestet.
Schon rein optisch unterscheiden sich die neuen Pedale deutlich von ihren Vorgängern. Sie besitzen einen schlankeren Aluminiumkörper, sind moderner geshaped, verzichten gänzlich auf den hinteren Bügel und fallen in Summe mit 280 Gramm (ohne der Cleats) um rund 10 Gramm leichter aus – und das trotz verbesserter Dichtungen.
Ein Detail am Rande: Ein Paar doppelseitiger Shimano SPD XTR-Top-Pedale wiegt 305 Gramm und Shimanos 105 Rennrad-Einsteiger PD-R7000 wiegen 265 Gramm. Die beiden erwähnten Alternativen sind aber deutlich teurer, denn der Listenpreis der Gravelgrinder liegt bei moderaten 79,99 Euro.
Abgesehen vom abgeschnittenen Heck (und der besseren Lagerdichtung) sind die PD-ES600, wie bereits erwähnt, fast identisch mit den PD-A600. Was einerseits wenige Gramm Gewicht spart, den Mechanismus sauber hält sowie die Lebensdauer des Patronenlagers erhöht, hat andererseits auch eine unbeabsichtigte Kehrseite: es erschwert das präzise Einklicken, da der Pedalkörper unbelastet nicht mehr im optimalen Winkel hängt und teilweise sogar in der Waage verbleibt – ganz besonders im Neuzustand, da das Lagerfett wohl sehr zäh und mehr als reichlich eingespritzt wurde.Mit zunehmender Fahrleistung verbessert sich die Funktion allerdings zusehends und ist keinesfalls als Showstopper zu verstehen. Dennoch sollte nicht unerwähnt bleiben, dass der Vorgänger in dieser Hinsicht intuitiver zu bedienen war.
Ansonsten bieten die Pedale in Kombination mit den passenden Schuhen einen hervorragenden Halt, geben spür- und hörbare Rückmeldung beim Ein- und Ausstieg, lassen sich in der Federspannung wie gewohnt an die individuellen Bedürnisse einstellen und erfreuen ihren Besitzer mit einem deutlichen Plus an Bodenfreiheit. Auch der Lack wirkt widerstandsfähiger, als dies noch beim Vorgänger der Fall war, wobei eine Eloxierung noch wünschenswerter gewesen wäre.
An Touren-, Trekking-, Citybikes und Rennrädern ein Nischenprodukt, an Gravelbikes eine Bank. Shimanos einseitige SPD-Pedale PD-ES600 überzeugen mit ihrem modernen und minimalistischen Look, ihrer niedrigen sowie superglatten Unterseite, dem geringen Gewicht und einer verbesserten Dichtung. Der Einstieg gelingt nach einer kurzen Einfahrzeit relativ gut, die Kraftübertragung ist hervorragend und der Ausstieg stets sicher und definiert möglich. Unter erschwerten Bedingungen wie Staub, Schmutz und Matsch ist ihre Funktion jedem Straßenpedal haushoch überlegen - selbst mit komplett verdreckten Schuhen bzw. Schuhplatten. Dem niedrigen Kaufpreis geschuldet sind wohl die mitgelieferten, ordinären Stahl-Cleats (SM-SH51) und die lackierten Pedalkäfige. Lieber gesehen hätten wir selbstverständlich ein haltbareres Eloxal-Finish und die geschmeidigeren Edelstahl-Cleats (SM-SH56). Aber das Leben ist kein Wunschkonzert und trotz allem gibt es an dem Package nichts groß zu meckern. Alternativ könnten ambitionierte Gravelbiker auch die günstigeren Vorgänger PD-A600 ins Auge fassen, welche - abgesehen von den Dichtungen und einigen Gramm mehr an den Rippen - funktionell sogar einen Tick besser performen.
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