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SQlab Shorts ONE11 & ONE12 und Sättel 611 & 612 Ergowave active Carbon

SQlab Shorts ONE11 & ONE12 und Sättel 611 & 612 Ergowave active Carbon

09.05.19 22:10 27.594Text: NopainFotos: SQLab; Erwin HaidenNeue Trägerhosen für Mountainbiker und Straßenfahrer sowie eine Übersicht der aktuellen SQ-Lab 611 und 612 Ergowave (active) Carbon Sättel.09.05.19 22:10 27.641

SQlab Shorts ONE11 & ONE12 und Sättel 611 & 612 Ergowave active Carbon

09.05.19 22:10 27.64133 Kommentare Nopain SQLab; Erwin HaidenNeue Trägerhosen für Mountainbiker und Straßenfahrer sowie eine Übersicht der aktuellen SQ-Lab 611 und 612 Ergowave (active) Carbon Sättel.09.05.19 22:10 27.641

Das Märchen vom gemütlichen, soft-gepolsterten Sattel hielt sich erstaunlich lange. Dass harte Sättel auf langer Strecke ihren vermeintlich bequemen, weichen Pendants in Theorie und Praxis aber tatsächlich überlegen sind, hat sich mittlerweile zumindest in sportiven Fahrradkreisen herumgesprochen. Nach ihrem äußerst erfolgreichen Ergowave-Sattelkonzept geht nun SQlab einen Schritt weiter und nimmt sich mit den Modellen SQ-Pad 11 & 12 auch den Sitzpölstern an. Denn schließlich macht es nur bedingt Sinn, einen straffen Sattel zu wählen und den erwünschten Effekt dann durch ein zu dickes Hosenpolster wieder zunichte zu machen.

Wer bei besagtem Effekt vielleicht noch nicht ganz sattelfest ist, der erhält im Folgenden eine kurze Zusammenfassung: Unsere Sitzknochen sind darauf ausgerichtet, unser Körpergewicht zu tragen und vertragen entsprechend hohen Druck. Setzt man sich für längere Zeit auf einen zu weichen Fahrradsattel, sinkt der harte Sitzknochen im weichen Gel ein. Umliegendes Gewebe sowie Muskel- und Sehnenansätze werden dadurch gereizt - denn sie sind nicht daran gewöhnt, dass Druck auf sie ausgeübt wird. Bei Männern macht sich diese höhere Belastung vor allem im Dammbereich, bei Frauen rund um den tieferliegenden Schambeinbogen bemerkbar. Und bei zu dicken Sitzpölstern? Tja, dort ist das Resultat dasselbe. Die Sitzknochen sinken durch das Polster, schränken die Blutzufuhr ein und erhöhen die Reibung.

Und exakt hier ergänzt SQlab mit weitergedachten Sitzpölstern nicht nur sein eigenes, sondern das markenübergreifende Sattelangebot. Kennt man die breit und individuell aufgestellte Palette der Deutschen, mag es überraschen, dass man bei den Hosen respektive den Polstereinsätzen ein one size fits all-Konzept verfolgt - denn die SQ-Pads, so wird versprochen, eignen sich universell für jeden Sitzknochenabstand. Obwohl das Polster bei schmalen Sitzknochenabständen etwas übersteht, sollen sich die 4 bis 8 mm Schaum der Hoseneinsätze immer gut an die Anatomie anschmiegen und dafür sorgen, dass die Sitzknochen während des Pedalierens satt am Polster aufliegen und kein Wolf (= schmerzhafte Hautreizungen im Sitzbereich) entsteht.

Vor der Umsetzung bedurfte es allerdings noch eingehender Forschungsaktivitäten, denn hochwertige, straffe Schäume mit verbesserten Dämpfungseigenschaften besitzen in der Regel eine höhere Dichte und deshalb ein reduziertes Maß an Atmungsaktivität. Mit ein Grund, weshalb bisher wenig Anstrengungen in Richtung eines straffen Polsters unternommen wurden. Durch ein patentiertes Verfahren gelang es nun, die Strukturen des sehr dichten Schaums poröser zu gestalten, woraus - trotz der angestrebten Dämpfungseigenschaften - Pölster mit hoher Atmungsaktivität resultierten. Je nach Einsatzbereich (Tour, MTB, Rennrad) bietet SQlab spezifische Hosen mit Einsätzen in unterschiedlichen Dicken und mit leicht unterschiedlichen Eigenschaften.

SQ-Short ONE11

Die SQ-Short One11 eignet sich in ihrem Design vor allem für MTB-Touren und Trailbiker sowie generell für Fahrer, die eine eher entspannte und aufrechte Sitzposition bevorzugen. Im vernähten SQ-Pad 11 ist an der Unterseite zusätzlich eine dünne Schicht mit TPE Gel eingearbeitet. Dieses Gel stammt aus dem medizinischen Bereich und dient der Absorption von Scherkräften, welche die Knochenhaut reizen und damit zu Schmerzen führen können. Das Polster selbst ist maximal 6 mm dick.

Atmungsaktive Träger und bequeme Beinabschlüsse, das bieten auch andere Hosen. Was die One11 dann aber abseits vom Polster noch von der Konkurrenz abhebt, sind die herausnehmbaren SAS-Tec Tripleflex Protektoren. Diese sind auf Höhe des Hüftgelenks angebracht und sollen den Oberschenkelhals bei Stürzen schützen. Die Bib besteht zu 78 % aus recyceltem Nylon, auch das Pad ist Bluesign und OEKO-TEX zertifiziert.

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ONE11 Daten & Fakten


Einsatzbereich: MTB Tech & Trail
Hosengröße: XS, S, M, L, XL, XXL
SQ-Short-Material: 78 % recyceltes Nylon, 22 % Elastan
SQ-Pad-Material: Schwarzer Oberstoff, 87 % Polyamide, 13 % Elastan, Bluesign und OEKO-TEX zertifiziert
Farbe: schwarz
Polster: SQ-Pad 11 inkl. TPE Schicht, Polsterstärke: 6 mm, Polsterschaum: 100% Polyurethan
UVP: € 189,95

ONE11 Fahreindrücke

Sechs Millimeter Polsterstärke klingen nicht viel und sind es auch nicht. Aber auch wenn sich die allerersten Minuten im Sattel ein wenig härter anfühlen, so weiß man die versprochenen Effekte (kein Taubheitsgefühl, kein Wolf) schon nach kurzer Adaption zu schätzen. Denn die Sitzknochen gewöhnen sich relativ rasch an den markanten Druck und ein etwaiges "Unwohlsein" verschwindet vollständig. Voraussetzung dafür ist allerdings ein passender, gut eingestellter sowie straffer Sattel. Wer vor dem Upgrade in sprichwörtlichen "Windeln" gefahren ist, der benötigt eventuell ein paar Rides mehr, bis er vom SQlab Konzept profitiert.

Ich habe die 11er Bibs mehrere Male mit dem SQlab 611er- und alternativ mit einem Fizik Chamäleon-Sattel über jeweils 90 Minuten am Ergometer in eher moderater Haltung ausprobiert und kann nur Gutes berichten. Auch der Schnitt meiner Bibs in Medium gefiel mir ausgesprochen gut - nicht zu locker, nicht zu eng - und in Sachen Träger- und Hosenbeinlänge bewiesen die deutschen Designer bzw. ihr Partner Maloja ebenfalls ein gutes Händchen. Einzig der "SQlab"-Aufdruck an den Beinabschlüssen fiel in meinen Augen etwas zu plakativ aus, was Abzüge in der Stylewertung gibt. Und auch die verschnörkselten Flachnähte hätten nicht unbedingt sein müssen. Dafür finde ich die herausnehmbaren SAS-Tec Tripleflex Protektoren eine feine Sache. Ich lasse sie auf jeden Fall drinnen, denn sie wiegen fast nichts, tragen in keinster Weise auf und sind eine gute Alternative zum Oberschenkelhalsbruch.

SQ-Short ONE12

Wer etwas mehr Sattelüberhöhung fährt und entsprechend gestreckter auf dem Rennrad oder MTB sitzt, sollte eher zur SQ-Short One12 greifen. Mit lediglich 4 mm Dicke fühlt sich das vernähte SQ-Pad 12 im ersten Moment tatsächlich extrem dünn und straff an. Nach etwa 30 Minuten im Sattel soll das nach Bluesign und OEKO-TEX zertifizierte Polster allerdings seine Stärken voll ausspielen. Das spezielle Gewebe der Bib ist im Gegensatz zur One11 nicht aus recyceltem Nylon, sorgt dafür aber durch die leichte Kompression für eine optimierte Passform bei sportlicher Sitzposition. Atmungsaktive Bündchen und Träger verbessern die Bewegungsfreiheit und erhöhen den Tragekomfort.

ONE12 Daten & Fakten


Einsatzbereich: Road & MTB Race
Hosengröße: XS, S, M, L, XL, XXL
SQ-Short-Material: 65 % Nylon, 35 % Elastan
SQ-Pad-Material: Schwarzer Oberstoff, 87 % Polyamide, 13 % Elastan, Bluesign und OEKO-TEX zertifiziert
Farbe: schwarz
Polster: SQ-Pad 12, Polsterstärke: 4 mm, Polsterschaum: 100% Polyurethan
UVP: € 189,95

ONE12 Fahreindrücke

Vier Millimeter sind um zwei Millimeter weniger als sechs Millimeter. Die Polsterstärke dieser Bibs ist im wahrsten Sinne des Wortes am Limit und bietet nur mehr wenig Reserven für die Nutzung mit unvorteilhaften oder schlecht eingestellten Sätteln. Wer aber einen passenden sein Eigen nennt und eine große Überhöhung am Rennrad oder am MTB bevorzugt, der wird mit dieser Hose garantiert sein Endurance-Glück finden. Ich bin die Hose tatsächlich einmal zu Studienzwecken zwei Stunden am Stück ohne Wiegetritt am Zwift-Renner gefahren und hatte eigentlich nur mit Motivationsproblemen zu kämpfen. Denn haben sich die Sitzknochen einmal an den oberhalb erwähnten, markanten Druck gewöhnt, ist es ihnen offensichtlich egal, ob dieser von 4 oder von 6 Millimetern Schaum gedämpft wird.

Dennoch wäre für mich die 611er Hose zum Mountainbiken oder Graveln die erste Wahl, bietet sich doch auf Rüttelpassagen einfach mehr bzw. ziemlich exakt um ein Drittel mehr Reserven.

SQlab 611 & 612 Ergowave Carbon Sättel

Obwohl die SQlab Bibs ihre Stärken auch auf den sportiven Sätteln anderer Hersteller auspielen, lohnt sich ein genauerer Blick auf das bestehende Ergowave-Sattelangebot des Ergonomiespezialisten - besonders für all jene, die gerade mit lästigen Sitzproblemen zu kämpfen haben. Vergleichbar mit Schuhen muss auch ein Sattel die richtige Breite aufweisen, um nicht zu drücken. Deshalb bietet SQlab bereits seit 2002 ein System zur Messung des Sitzknochenabstands - samt Sätteln in aktuell vier unterschiedlichen Breiten. Zwar kann die Sattelbreite auch im eigenen Wohnzimmer mittels Messpappe ermittelt werden, aber mehr Erfahrung und somit eine höhere Chance, zum optimalen Modell zu greifen, besitzt der geschulte Fachhändler. Ausführliche Details zu Theorie und Praxis der Breitenbestimmung gibt’s übrigens in unserer umfassenden Story zum SQlab Ergowave-Konzept nachzulesen.

Aushängeschilder im sportiven Bereich sind die SQlab 611 & 612 Ergowave Carbon Sättel. Ob ihrer wellenartigen Form - davon stammt der Name Ergowave - und des hochgezogenen Hecks bieten die Sättel rückwärtig guten Halt und verteilen den Druck optimal bis in die tieferliegenden Strukturen des Beckens. Resultat des Sattelkonzeptes ist eine besser Kraftübertragung aufs Pedal. Die deutlich tieferliegende Sattelnase entlastet zusammen mit einer Vertiefung in der Sattelmitte den Dammbereich spürbar. Selbstverständlich sind auch die Leichtbaumodelle in vier Breiten und wahlweise auch mit der Active-Technologie erhältlich. In den Active-Modellen sorgen tauschbare Elastomere (soft, medium, hard) dafür, dass der Sattel der Tretbewegung besser folgen kann. Dies soll zusätzlich die Bandscheiben etwas mobilisieren.

Ob mit oder ohne Active, das muss jeder für sich selbst entscheiden. Am Hardtail oder im Gravel-Einsatz kann ein weiteres Elastomer zwischen ruppigem Untergrund und Gesäß wohl selten schaden. Grundsätzlich ist der 611 Ergowave Carbon den Anforderungen im Mountainbike-Einsatz auf den Leib geschneidert; der 612 Ergowave Carbon soll in erster Linie Rennradfahrer oder sehr sportlich sitzende Mountainbiker ansprechen.

611 Ergowave Active Carbon

Der 611 Ergowave Active ist das leichteste 611er Modell mit integrierter Active-Satteltechnologie und ist speziell auf die Anforderungen am MTB abgestimmt. Für noch bessere Druckverteilung, gerade bei langen Anstiegen im Gelände, wurde die Sattelnase im vergleich zum Modell 612 etwa 4 mm verbreitert. So soll die Auflagefläche beim „Ritt auf der Sattelspitze“ verbessert sein. Der seitliche Kevlar-Bezug schützt die besonders beanspruchten Stellen am Sattel vor frühzeitigem Verschleiß.

Der SQlab 611 Ergowave Active Carbon wiegt ab 191 g zuzüglich 26 g für die Elastomere der Active-Technologie und ist auf 90 kg Fahrergwicht beschränkt. Preislich liegt der Sattel bei € 229,95.


  • Einsatzbereich: MTB Tech & Trail
  • Erhältliche Breiten: 12, 13, 14, 15 cm
  • Gewicht (ohne Elastomer): 191, 194, 196, 199 g
  • Länge: 280 mm
  • Härte: 55 SQ-Shore
  • Entlastung Dammbereich: 63 %
  • Streben: Carbon (hochoval 7 x 9.6 mm)
  • Bezug: C84 Kevlar
  • Polster: Superlight Foam
  • Active Technologie: Elastomere ca. 26 g pro Stück (soft, medium, hard)
  • max. Belastung: 90 kg
  • Listenpreis: 229,94 Euro

611 Ergowave Carbon

Speziell auf den Einsatz im All-Mountain- und Enduro-Bereich hin getrimmt, soll der 611 Ergowave Carbon bestens mit den Eigenheiten des MTB-Einsatzes zurechtkommen. So verfügt etwa die dafür adaptierte Polsterung über eine höhere Eigendämpfung im Gelände. Abgesehen von der fehlenden Active-Satteltechnologie und dem einhergehend niedrigerem Gewicht ist er mit dem 611 Ergowave Carbon Active nahezu ident.

Entsprechend ist auch der SQlab 611 Ergowave Carbon auf 90 kg Fahrergewicht limitiert und wiegt ab 150 g. Der Preis ist mit € 189,95 auch deutlich unter seinem Pendant mit Active-Technologie angesiedelt.


  • Einsatzbereich: MTB Tech & Trail
  • Erhältliche Breiten: 12, 13, 14, 15 cm
  • Gewicht: 150, 153, 157, 161 g
  • Länge: 280 mm
  • Härte: 55 SQ-Shore
  • Entlastung Dammbereich: 68 %
  • Streben: Carbon (hochoval 7 x 9.6 mm)
  • Bezug: C84 Kevlar
  • Polster: Superlight Foam
  • max. Belastung: 90 kg
  • Listenpreis: 189,95

612 Ergowave Active Carbon

Der 612 Ergowave Active Carbon ist mit seinen 183 bis 189 g das leichteste Rennradmodell mit integrierter Active-Satteltechnologie. Die flache und dennoch schlanke Sattelnase sowie die straffe Polsterung wurden optimal auf die Bedürfnisse auf dem Rennrad oder dem sehr sportlich bewegten MTB abgestimmt. Auch er ist auf 90 kg Fahrergewicht limitiert.

Der SQlab 612 Ergowave Active Carbon kommt in den vier Breiten 12, 13, 14 und 15 cm auf jeweils € 229,95.


  • Einsatzbereich: Road & MTB Race
  • Erhältliche Breiten: 12, 13 ,14, 15 cm
  • Gewicht: 183, 184, 185, 189 g
  • Länge: 275 mm
  • Härte: 60 SQ-Shore
  • Entlastung Dammbereich: 60 %
  • Streben: Carbon (hochoval 7 x 9.6 mm)
  • Bezug: C84
  • Polster: Superlight Foam
  • max. Belastung: 90 kg
  • active Technologie: Elastomere ca. 26g pro Stück (soft, medium, hard)
  • Listenpreis: 229,94 Euro

612 Ergowave Carbon

Der 612 Ergowave Carbon wurde in enger Kooperation mit der Universität Frankfurt und dem dortigen Universitätsklinikum speziell mit Blick auf die Bedürfnisse von Rennradfahrern und XC-Racern entwickelt. Sein Gewicht von 147 g (in 12 cm Breite) machen ihn zum leichtesten Modell der Ergowave-Serie. Die schlank gehalten Nase und die straffe Polsterung sind an den Einsatzzweck angepasst und in Sachen Komfort auf ein Fahrergwicht bis 75 kg optimiert. Mehr als 90 kg sollte der Pilot auch bei diesem Modell nicht auf die Waage bringen.

Der leichte SQlab 612 Ergowave Carbon wechselt für € 189,95 den Besitzer.


  • Einsatzbereich: Road & MTB Race
  • Erhältliche Breiten: 12, 13 ,14, 15 cm
  • Gewicht: 147, 150, 154, 158 g
  • Länge: 275 mm
  • Härte: 60 SQ-Shore
  • Entlastung Dammbereich: 65 %
  • Streben: Carbon (hochoval 7 x 9.6 mm)
  • Bezug: C84
  • Polster: Superlight Foam
  • max. Belastung: 90 kg
  • Listenpreis: 189,95 Euro


Schluss mit den Windeln - meine drei Tipps für lange und angenehme Tage im Sattel.

 

1. Optimalen Sattel (richtige Breite, passende Ergonomie, kein ordinäres Gel, etc.)

2. Sattel richtig einstellen (Grundregel: ziemlich waagrecht, Knie-Drehpunkt bei drei Uhr über Pedalachse, nicht zu hoch, nicht zu tief, etc.)

3. Hose mit straffem Polster (an den Einsatzzweck angepasst, Polster mit wenigen Nähten, kein ordinäres Gel, etc.)

 

Geht natürlich auch mit vielen anderen Produkten, muss nicht SQlab draufstehen. Aber die Mädels und Purschen rund um Annette und Tobias Hild machen sich halt seit vielen Jahren schon mächtig Gedanken rund um dieses Thema. Bei Ergonomie-Problemen besucht ihre Seite und zieht euch ihre vielen Tipps & Tricks rein.

 

Popo gut, alles gut! Wie sind eure Erfahrungen mit SQlab?

Bearbeitet von NoPain
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Habe vor 3 oder 4 Jahren mal einen Sattel probiert, die Sitzknochen und der Sattel wurden allerdings nicht warm miteinand. Da ich aktuell etwas mit Problemen der Männergesundheit kämpfe (verursacht durch fremdes Rad und fremden Sattel, das hat sich wirklich fatal ausgewirkt) habe ich mir gerade erst wieder eine Pappe von SQLab bestellt und werde wohl dem 612er nochmal eine Chance geben. Ich brauch mehr Entlastung am Damm
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Habe vor 3 oder 4 Jahren mal einen Sattel probiert, die Sitzknochen und der Sattel wurden allerdings nicht warm miteinand. Da ich aktuell etwas mit Problemen der Männergesundheit kämpfe (verursacht durch fremdes Rad und fremden Sattel, das hat sich wirklich fatal ausgewirkt) habe ich mir gerade erst wieder eine Pappe von SQLab bestellt und werde wohl dem 612er nochmal eine Chance geben. Ich brauch mehr Entlastung am Damm

 

Die Entlastung kann ich dir garantieren. Spiel dich aber mit der Einstellung vom Sattel ein wenig herum, bevor du loslegst. Ich hab meinen 612er waagrecht, laut Waage schon eher 0,5 Grad an der Spitze ansteigend. So sitz ich dann perfekt auf der richtigen Stelle, die Erhöhung am Sattelende gibt mir halt und dieses ewige Vor- und Zurückrutschen hatte endlich ein Ende. Weniger Reibung, weniger Wimmerl, weniger Aua. Drei bis vier Fahrten musst dem Sattel aber geben. Der Druck auf die Knochen und das Fleisch darüber ist schon punktuell höher. Im Gegensatz zum Damm, gewöhnt man sich aber schnell daran. Der Damm gewöhnt sich nicht wirklich, der gibt nur irgendwann auf und dann wirds übelst.

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Ich glaub ich hab damals den Versatz nicht wirklich beachtet und den SQLab genau gleich montiert wie den normalen Sattel. Hab jetzt erst gelesen, das der ja etwas weiter vor gehört, damit man von der Stufe profitiert. Das Rutschen ist auch immer so ein Thema bei mir. Und das mit dem Damm, ja das stimmt, das kann ich leider bestätigen aus eigener leidlicher Erfahrung aktuell.

 

Wenn ich das Radfahren nicht aufgeben will muss eh eine Alternative her, ich wird dem Sattel noch eine Chance geben und hier dann berichten. Erst geht's aber mal zum Doc , ich will vorher alles abgecheckt haben

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Wo hast das gelesen? - Finde auf der HP nichts.

 

Vor/zurück ist relativ... der gehört so montiert, dass du auf dem flachen, eher mittigen horizontalen Bereich sitzt und nicht auf der Erhöhung hinten.

 

Ist alles richtig, dann hast den Kniedrehpunkt bei der 3-Uhr-Pedalstellung über der Pedalachse. Damm entlastet, kein Vorrutschen weil der Sitzbereich waagrecht ist, kein Zurückrutschen wegen dem Höcker hinten, keine eingeschlafene Nudel wegen der Aussparung.

Bearbeitet von NoPain
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Mein 612er ist bereits am Postweg ... Ich versuche ihn als Alternative (am RR) zu meinem (eigentlich komfortablen) Selle Italia SLR Flow. Bin auch öfter am Vor- und Zurückrutschen bzw. merke erheblichen Druck am Damm. Bin vor Jahren bereits den 611er gefahren und war grundsätzlich zufrieden. Wichtig war jedenfalls die korrekte Sattelbreite zu ermitteln. Wenn man hier zu breit wird, geht die Funktion verloren. Bin gespannt. Preis/Leistung/Gewicht stimmen mMn jedenfalls
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Hab den 612er Ergowave am FSI und am Renner...

Ich glaub ich muss ihn noch ein bissl nach vorne schieben.

Mir ist die letzten Fahrten aufgefallen, dass ich trotzdem noch vor- und zurückrutsch...

Mal schauen.

Ansonsten sehr zufrieden damit.

 

Von der Hose liest man ja Unterschiedliches...

Hauptsächlich wegen der Verarbeitung...

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Vor/zurück ist relativ... der gehört so montiert, dass du auf dem flachen, eher mittigen horizontalen Bereich sitzt und nicht auf der Erhöhung hinten.

 

Ist alles richtig, dann hast den Kniedrehpunkt bei der 3-Uhr-Pedalstellung über der Pedalachse. Damm entlastet, kein Vorrutschen weil der Sitzbereich waagrecht ist, kein Zurückrutschen wegen dem Höcker hinten, keine eingeschlafene Nudel wegen der Aussparung.

 

Ich muss wohl die Sattelposition gscheid einstellen. ;-) ... War so faul und hab einfach den Abstand Lenker zu Sattelspitze eingestellt wie immer. (Das is aber z.B. blöd, wenn der Sattel kürzer ist.)

Danke!

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Hab den 612er Ergowave am FSI und am Renner...

Ich glaub ich muss ihn noch ein bissl nach vorne schieben.

Mir ist die letzten Fahrten aufgefallen, dass ich trotzdem noch vor- und zurückrutsch...

Mal schauen.

Ansonsten sehr zufrieden damit.

 

Von der Hose liest man ja Unterschiedliches...

Hauptsächlich wegen der Verarbeitung...

 

Die Prototypen hab ich schon ewig und fahre sie regelmäßig auf dem Ergo. Die sind/waren echt ok. Die fertigen Hosen kommen von Maloja. Ich bin eigentlich kein Fan mehr von vielen Flachnähten, aber an der Hose sitzen sie bequem. Wie lange die Nähte halten, das kann ich noch nicht sagen, bin die beiden Hosen noch nicht sehr oft gefahren und sie waren auch erst ca. 5 Mal in der Wäsche.

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(Wollt schon nach Karat Vergoldung von Kette und Ritzel fragen....)

 

Von SQlAb habe ich die Ergogriffe bei MTBs in Verwendung, sind die einzigen, die nicht irgendwo drücken, auch mit Handschuhen, da setzt sich die Diskussion genauso fort, SQlAb hat hier auch ein System für Größenauswahl. An die Sâttel hätte ich nur gedacht ( Alternative zu Brooks).

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Seid gegrüsst,

 

habe den alten 612er in Verwendung und bin damit sehr zufrieden. Vor 6-7 Jahren habens offenbar noch mehr Schaumstoff in den Sattel gepackt. Der neue 612 wollte auch nach der 10 Ausfahrt nicht passen - weil zu hart für meinen zarten P...

 

Hat jemand ähnliche Erfahrungen gemacht? Wäre der aktuelle 611er eine Option fürs Rennradl?

 

Danke

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Seid gegrüsst,

 

habe den alten 612er in Verwendung und bin damit sehr zufrieden. Vor 6-7 Jahren habens offenbar noch mehr Schaumstoff in den Sattel gepackt. Der neue 612 wollte auch nach der 10 Ausfahrt nicht passen - weil zu hart für meinen zarten P...

 

Hat jemand ähnliche Erfahrungen gemacht? Wäre der aktuelle 611er eine Option fürs Rennradl?

 

Danke

 

Hast du Active oder ohne Active? 612er mit Active fühlt sich schon auch noch anders an, als ein 612er ohne.

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Ich bin seit einigen Jahren ebenfalls überzeugte SQLAB-Userin und habe sowohl einige 611er als auch einen 612er im Einsatz.

 

... die Frage ist: brauch ich das Active?

Das hängt m.M. vom Einsatzzweck ab. Die Active-Version würde ich, wenn überhaupt, nur am MTB verwenden.

Ich selbst fahre auf allen Rädern die Version ohne Elastomere-Teil.

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@nopain: hast du beide probiert? Ich hab mit der messpappe und auch mit einem elektronischen Messgerät 10cm Sitzknochenabstand... bleibt eh nur der 12cm breite Sattel... die Frage ist: brauch ich das Active?

 

Ich bin schon beide Sättel mit und ohne Active gefahren. Grundsätzlich ist der Shape und der Sattel bei beiden Modellen ja ident, nur mit dem einen Unterschied, dass der Active schon spürbar (je nach Elsatomer mehr oder weniger) hin- und herwippt. Ich würde behaupten, dass gröbere Stöße etwas besser abgefedert werden und beim Wattdrücken im Sitzen auch der Druck ein wenig reduziert wird. Wen das Wippen eher stört, oder wenn einem der schwarze Elastomer noch immer nicht hart genug ist, der greift dann besser zum Sattel ohne Active: leichter, "härter", billiger.

 

Ich fahr das Active sehr gerne am MTB-Hardtail. Am Rennrad brauch ichs nicht. Am Gravelbike würd ichs davon abhängig machen, ob man mehr auf der Straße oder im Gelände unterwegs ist.

 

Wer mit Bandscheibenproblemen oder ähnlichem kämpft, dem würde ich aber immer zum Active raten.

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