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Trek Fuel EX 9.8 XT Di2 Gen 7 2026 im Test

Trek Fuel EX 9.8 XT Di2 Gen 7 2026 im Test

09.03.26 07:09 2.363Text: NR22
Ralf Hauser
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, NoMan
Lisi Hager

nicht mehr sehr blond, immer noch blauäugig, schokosüchtiger denn je

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Fotos: Erwin Haiden
Ein Rahmen, drei Bikes. Und mit dem Ausgewogensten davon waren wir unterwegs. Eindrücke von unseren Testrides mit Treks neuem Schwergewicht in Sachen Modularität, bestritten auf der Trailbike-Version mit 150 mm Federweg.09.03.26 07:09 6.492

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09.03.26 07:09 6.4922 Kommentare NR22
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nicht mehr sehr blond, immer noch blauäugig, schokosüchtiger denn je

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Ein Rahmen, drei Bikes. Und mit dem Ausgewogensten davon waren wir unterwegs. Eindrücke von unseren Testrides mit Treks neuem Schwergewicht in Sachen Modularität, bestritten auf der Trailbike-Version mit 150 mm Federweg.09.03.26 07:09 6.492

Vergangenen Sommer wusste Trek zu erfreuen: angezählt die Tage des unsäglichen Stangengewirrs! Mit der Ankündigung, den Trailbike-Klassiker Fuel EX in die siebte Generation zu überführen, kehrten die Amerikaner auch wieder zu den gewohnt straighten Designs und Linien der Generationen vor 2023 zurück.
Auf den ersten Blick war deshalb zu erkennen, dass es sich beim MY26 (schon wieder) um einen völlig überarbeiteten Rahmen handeln musste. Und tatsächlich präsentierte sich mehr als nur runderneuert, was seither schlicht als „Fuel“ tituliert wird.

Ein Exemplar dieses laut Trek „ultimativen Trailbikes“ hat im Bikeboard überwintert und dabei …. ja, wir wollen ehrlich sein: Nicht einmal ansatzweise so viele Kilometer gemacht, wie wir uns das erhofft hätten. Erst war da die große Müdigkeit zu Saisonende, dann die Fortbildung, die nahtlos in eine handfeste Grippe überging, irgendwann auch plötzlich Weihnachten mit all seinen sozialen Verpflichtungen und schließlich tiefer, kalter Winter, der sämtliche Trails für Wochen unter einer hartnäckigen Eisschicht begrub.
Aber nunmehr war Zeit, zu beenden, was im Spätherbst 2025 begonnen wurde. Unsere Erkenntnisse daraus finden sich weiter unten. Zuerst aber noch das Wichtigste zur Gen7 im Überblick:

 Drei Seelen wohnen, cool, in seiner Brust 

Das neue Trek Fuel wandelt auf Fausts Spuren
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Modularität ist Trumpf

Beim neuesten Trek Fuel handelt es sich um eine modulare Rahmenplattform, die die Grenzen zwischen Trail, All-Mountain und Enduro ein Stück weit auflöst und es erlaubt, das Bike vom entspannten Feierabend-Tourer bis zum Mini-Enduro mit Stahlfederdämpfer flexibel zu konfigurieren.
Setzte bereits der Vorgänger – nicht zuletzt, weil es auch das aus dem Programm genommene Remedy zu ersetzen galt – auf zahlreiche Einstellmöglichkeiten, um das Bike individuell anpassen zu können, ging Trek für 2026 hier noch einen Schritt weiter. Durch unterschiedliche Umlenkhebel und eine ebenfalls auswechselbare untere Dämpferaufnahme mit Flip Chip für die weitere Anpassung ans Fahrerprofil kann derselbe Rahmen in drei Grundkonfigurationen gefahren werden, ohne Kompromisse hinsichtlich Rahmengeometrie oder Progression eingehen zu müssen:
  • Fuel EX: 150 mm Front/145 mm Heck. Klassisches 29"-Setup für maximale Effizienz auf Trails.
  • Fuel MX: 160 mm Front/150 mm Heck. Mullet-Setup (29"/27,5" hinten) für Agilität und Bewegungsfreiheit.
  • Fuel LX: 170 mm Front/160 mm Heck. Twentyniner mit Reserven für Bikepark und technisches Gelände.
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Ergänzend erlaubt der Steuersatz im neuen Zero-Stack-Standard den Einbau von winkelverstellbaren Steuersatzschalen, sodass die Front je nach persönlichen Präferenzen um ein Grad steiler oder flacher gefahren werden kann, ohne die Tretlagerhöhe zu beeinflussen. Anders als zuletzt ist man hier aber nicht mehr auf Treks proprietäre Lösungen beschränkt und kann beispielsweise auch Farbe ins Aftermarket-Spiel bringen.
Der klassische MinoLink, wie man ihn von früher kennt, ist hingegen Geschichte.

Tech Specs

Rahmen: OCLV Mountain Carbon, verstellbares Hebelverhältnis, austauschbarer Aluminiumumlenkhebel, austauschbare untere Dämpferaufnahme, Unterrohrschutz, Shuttle-Protektor, BSA 73, ISCG 05, ABP, UDH, Boost148, anpassbarer Federweg 145-160 mm Sattelstütze: Bontrager Line Dropper, 150/170/200 mm Hub, MaxFlow, interne Zugführung, 34,9 mm
Größen: S/M/L/XL/XXL Kette: Shimano Ultegra/XT M8100
Antrieb: Shimano XT Di2 M8250, 12fach Laufräder: Bontrager Line Comp 30, TLR, 6-Loch, 110x15 mm Steckachse, 29" (VR), 27,5" (HR)
Reifen hinten: Maxxis Minion DHR II, TLR, 3C, EXO+ Karkasse, MAXXTERRA, 27.5 x 2.50 Reifen vorne: Maxxis Minion DHF, TLR, 3C, EXO+ Karkasse, MAXXGRIP, 29 x 2.50
Bremse: Shimano XT M8220 hydraulische 4-Kolben-Scheibenbremse, 203/180 mm Steuersatz: ZS Steuersatz
Gabel: FOX Factory 36, Float EVOL Luftfeder, GRIP X2 Dämpfung, 44 mm Vorlauf, Boost110, 15 mm Kabolt X Achse, 150 mm Federweg Vorbau: Bontrager Elite, 35 mm, 0 Grad, 45 mm Länge
Dämpfer: FOX Factory Float X, 205 x 60 mm
Federweg Gr. S: 150 mm/ Gr. M-XXL: 145 mm
Griffe: Trek Line Elite, Schraubklemmung
Kurbel: Shimano XT M8200, 30 Z., 55 mm Kettenlinie, 170 mm Kurbelarmlänge Sattel: Verse Short Pro, Carbonstreben, 145 mm Breite
Lenker: Race Face ERA, Carbon, 35 mm, 27,5 mm Rise, 800 mm Breite Kassette: Shimano XT M8200, 10-51 Z., 12fach
Schalthebel: Shimano XT Di2 M8250, 12fach Gewicht: 14,75 kg (BB-Waage o. Pedale)
Schaltwerk: Shimano XT M8250, langer Käfig Preis: € 6.999,- UVP

Trail-ready

Darüber hinaus wurde die Neuauflage einmal mehr für den Trail-Einsatz im modernen Sinne optimiert – und das nicht nur mittels mehr Federweg und überarbeitetem Unterrohr- sowie fettem Kettenstrebenschutz oder dem bewährten Active Braking Pivot, welches das Verhärten der Federung beim Bremsen verhindert.
Das Sitzrohr wurde nochmals verkürzt, vor allem aber begradigt, wodurch Variostützen mit langem Hub verwendet werden können. Im vorderen Rahmendreieck entsteht dadurch ebenfalls mehr Platz für beispielsweise eine große Trinkflasche oder Zubehör à la Minipumpe oder -tool, für die es auch Montagepunkte am Oberrohr gibt.
Ohnehin existiert für derlei Equipement aber ein eigener, nochmals größer gewordener Kofferraum im Unterrohr. Sowohl Aluminium- als auch Carbonrahmen sind mit diesem Staufach samt zwei (!) weichen Toolbags fürs geräuschlose Verstauen der Utensilien ausgestattet.

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Der Reach ist um rund 10 mm angewachsen, In Größe L auf beispielsweise 482 mm. Durch längere Steuerrohre fällt bei den größeren Größen auch der Stack höher aus, was Überschlagsgefühle in steilen Downhills hintanhält. Die Kettenstreben hingegen wachsen mit und bewegen sich zwischen 437 und 452 mm.
Apropos Größen: Seine feine, siebenteilige Abstufung hat Trek – vermutlich aus Kostengründen – gestrafft. Auf XS und M/L wird neuerdings verzichtet. Während Fans der 18“-Zwischengröße dank niedriger Überstandshöhen und Sitzrohre weiterhin gut bedient werden, müssen sich Menschen unter 155 cm Körpergröße nun definitiv nach einem anderen Bike umschauen.

Geometrie

Rahmengröße 15,5" S 17,5" M 19,5" L 21,5" XL 23" XXL
Laufradgröße 29"/27,5" 29"/27,5" 29"/27,5" 29"/27,5" 29"/27,5"
Sitzrohrlänge (mm) 370 400 420 455 475
Sitzwinkel (°) 72,3 72,3 72,3 72,3 72,3
Effektiver Sitzwinkel (°) 78,3 77,5 77,0 76,6 76,1
Steuerrohrlänge (mm) 95 110 125 140 155
Lenkwinkel (°) 64,2 64,2 64,2 64,2 64,2
Oberrohrlänge - horizontal (mm) 549 584 618 652 682
Tretlagerabsenkung (mm) 31 31 31 31 31
Kettenstrebenlänge (mm) 434 434 439 444 449
Radstand (mm) 1.191 1.228 1.264 1.301 1.332
Überstandshöhe (mm) 745 747 754 760 769
Reach (mm) 426 456 482 507 527
Stack (mm) 613 627 641 654 668
Tretlagerhöhe (mm) 34,3 34,3 34,3 34,3 34,3

Die Tücke im Detail

Das Konzept, unterschiedliche Federwege und Hinterradgrößen zu ermöglichen, ist grundsätzlich sehr smart; von der Stange kann man trotzdem nicht sämtliche Kombinationen kaufen. Die LX-Version mit 160 mm Federweg (mit längerem Dämpferhub) und die EX mit 145 mm am Heck gibt es nur mit 29" Hinterrad. Die MX-Variante mit 150 mm nur mit 27,5". Nachträglich lassen sich alle Varianten mittels der unteren Dämpferaufnahme zwischen 29" und 27,5" umstellen, allerdings muss man gewisse Kombinationsszenarien der Hebel mit Laufradgrößen einhalten. Verwendet man einen MX-Umlenkhebel mit längerem 65-mm-Dämpferhub (Fox-Luftmodelle können intern umgebaut werden), ändert sich der Federweg auf 163 mm. Die verschiedenen Umlenkhebel von EX, MX und LX sind einzeln erhältlich.

Eine Ausnahme gibt es obendrein, und diese betrifft ausgerechnet unser Testbike: Das Fuel EX in Größe S besitzt nämlich einen MX-Umlenkhebel mit 150 mm Federweg und 27,5" Hinterrad zwecks besserer Passform (ein Umbau auf 29“ ist aber möglich).
Da es also die Hinterradfederung eines MX mit der Geometrie eines EX kombiniert und damit als einziges Modell im gesamten Sortiment der Fuel-Linie aus der Norm fällt, berichten wir im Folgenden von der Ausnahme. Aber Körpergrößen und Testverfügbarkeiten sind nunmal kein Wunschkonzert …

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Wie immer wirklich hübsch anzuschauen ist das Trek'sche Farbkleid. Das vorliegende Carbon-Modell geht mit seinem Anstrich in Gloss Dark Carmine/Matte Trek Black beinahe als dezent durch. Ungleich peppiger und (trotzdem noch) wunderschön sind die beiden weiteren OCLV-Optionen in Gloss Chameleon Green/Matte Black bzw. Purple Phaze/Amethyst Marble.
Generell etwas zurückhaltender, nichtsdestotrotz superfesch, geben sich die drei Farbvarianten des Aluminium-Pendants in Rot-, Grau- und Grüntönen.

Ausgestattet ist das Testbike nebst Fox-Federn (Factory 36 Float EVOL/Factory Float X) und Maxxis Minion-Gummis mit EXO+ Karkasse und Grip- (vo.) bzw. Terra-Mischung (hi.) mit einer elektronischen Shimano XT und 4-Kolben-Bremse aus gleichem Haus, die Rotoren mit 203 bzw. 180 mm packen.
In den konzerneigenen Regalen bedient sich Trek bei den Laufrädern (Bontrager Line Cpomp 30), der Variostütze (Bontrager Line Dropper) sowie bei Sattel (Verse Pro) und Vorbau (Bontrager Elite).

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Ab ins Gemüse - bergauf

Die siebente Generation des Trek Fuel ist kein leichtes Trailbike - zumindest nicht mit dem Ausstattungspaket unseres 9.8 Di2 Modells.
Fette Reifen und stabile Laufräder treiben das Gewicht unseres kleinen Testbikes mit 27,5"-Hinterrad (statt des 29ers der übrigen Größen, welches nochmals schwerer wäre) auf 14,75 kg. Mit Pedalen knackt man die 15-kg-Marke. Uff!
In Kombination mit der weichsten Reifengummimischung an der Front hält sich das Beschleunigungspotenzial des EX somit naturgemäß in Grenzen.

Das Gewicht macht sich auf langen Anstiegen und besonders in steileren Sektionen natürlich bemerkbar; Bestzeiten sollte man also himmelwärts nicht erwarten.
Irgendwie kann man sich in diesen Situationen des Gefühls nicht erwehren, eher mit einem Enduro- als einem Trailbike unterwegs zu sein. Besonders auf Asphaltabschnitten fühlt es sich an, als würde man durch einen Strom aus Honig treten. Ein Zustand, der im Gelände zum Glück nicht so stark auffällt.
Wem die Klettereigenschaften des Bikes besonders wichtig sind oder wer sich einige Schweißperlen am Weg zum entlegenen Gipfel ersparen will, der kann mit einem Wechsel zu leichteren Reifen mit geringerem Rollwiderstand sicherlich einiges aus dem EX herausholen - muss aber dann ziemlich sicher Abzüge in der Abfahrt in Kauf nehmen.

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Demgegenüber steht ein ausgereiftes Fahrwerkssetup, welches bei moderaten Geschwindigkeiten ein Wippen der Federung beim Klettern praktisch nicht wahrnehmbar macht. Erst wenn man kräftig in die Pedale tritt, wippt die Federung leicht mit, wirklich störend ist aber selbst das nicht. Ein Griff zum leicht erreichbaren Plattformhebel des Dämpfers bringt optional totale Ruhe ins Fahrwerk.
Lässt man den Dämpfer beim Klettern einfach auch offen arbeiten, wird man mit Feinfühligkeit auf höchstem Niveau belohnt. Dabei ist der Tretfluss trotzdem nicht negativ beeinflusst. Selbst gröbere Hindernisse lassen sich unter Kettenzug ungestört überrollen.

Die kleinste Rahmenausführung besitzt mit 78,7 Grad den mit Abstand steilsten effektiven Sitzwinkel - und wir wissen diese höchst effiziente Tretposition zu schätzen.
Persönlich würden wir uns auch für die größeren Rahmengrößen ein ähnliches Maß wünschen. Da der reale Sitzwinkel aber über alle Größen ident ist, flacht der effektive kontinuierlich ab - beim XXL auf nicht mehr ganz zeitgemäße 76,4 Grad.

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Aufgrund der sehr kurzen Kettenstreben des Größe-S- und M-Rahmens bäumen sich diese Varianten in sehr knackigen Steilpassagen früher als Klassenbeste auf. Mit wachsenden Rahmengrößen und deren längeren Kettenstreben sollte das Vorderrad länger am Boden bleiben.
Über alle Modellgrößen sind Kurbeln mit 170 mm Länge verbaut. Vor allem bei den kleineren hätten wir uns jedoch kürzere Modelle erhofft. Wenn man einmal die erhöhte Bodenfreiheit gewohnt ist, fällt es schwer, sich wieder mit längeren Kurbeln anzufreunden. Abgesehen davon gibt es mittlerweile mehr als genügend Studien, die belegen, dass selbst für größere Personen keine funktionellen Vorteile in längeren Kurbeln zu finden sind.

 Hervorragende Traktion, kontrolliertes Absorptionsverhalten 

Treks Erfahrung in Sachen Federungskonzept ist spürbar
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Runter

Hinter Treks Federungskonzept steht jahrzehntelange Erfahrung. Dementsprechend ausgereift wirkt diesbezüglich die siebente Generation des Trek Fuels. Das Hebelverhältnis des Fuel beschreibt eine harmonische, beinahe geradlinig verlaufende Kurve. Dadurch kann der Dämpfer ohne ungewollte Einwirkungen seine Arbeit verrichten.
Auf dem Trail schlägt sich das in hervorragender Traktion und kontrolliertem Absorptionsverhalten nieder. Die 150 mm Federweg des MX-Umlenkhebels am Größe S EX fühlen sich auch im unwegsamen Gelände potent an - vor allem in der lineareren Progressionsstufe, die den schluckfreudigen Charakter des Bikes unterstreicht. In dieser Stellung hat es sich bewährt, die Kompressionsstufe um ein bis zwei Extraklicks zu verlangsamen.

Die Progressionsverstellung an der unteren Dämpferaufnahme ist im Fahrverhalten wahrnehmbar. Bei Sprüngen und Drops zahlt sich das progressivere Setting durch erhöhten Durchschlagschutz aus. Es ist nur eine Annahme, aber erfahrungsgemäß sollte sich der um 5 mm reduzierte Federweg (also 145 mm) des EX mit dem überrollfreudigeren größeren Laufrad der Rahmen ab Größe M ähnlich anfühlen.
Das Hauptlager der Schwinge sitzt übrigens leicht vor dem Tretlager, wodurch eine Raderhebungskurve mit etwas größerem Radius erzeugt wird. Die Position oberhalb des Kettenblatts lenkt den Weg zusätzlich in eine etwas stärker nach schräg hinten verlaufende Kurve. Wir reden hier nicht vom Ausmaß eines High Pivot Bikes, aber es trägt zum abgerundeten Federungsverhalten des Fuels bei.

Die Kettenstreben wachsen beim Fuel mit, allerdings sind sie im Vergleich zur Rahmengröße auf der kurzen Seite des Spektrums. Am balanciertesten ist in diesem Szenario unser Größe-S-Modell, bei dem die Streben mit 437 mm sogar etwas länger als der kurze Reach von 431 mm ausfallen. Ab der nächsten Rahmengröße wachsen die Sprünge allerdings deutlich an (M: ebenfalls 437 mm Kettenstrebe bei 460 mm Reach), womit man davon ausgehen kann, dass die Balance des Bikes bereits ab dieser Größe Richtung Hinterrad wandert und man fahrtechnisch wohl etwas mehr Druck auf den Lenker verlagern sollte.

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Naturgemäß ist die kleinste Rahmenvariante ein wendiger Kurvenflitzer. Dabei haken sich die aggressiven Reifen mit weicher Gummimischung willig im Boden ein. Für hohe Kontrolle und Sicherheit wird der Druck gleichmäßig über beide Reifen verteilt.
Bei höheren Geschwindigkeiten vermitteln die kurzen Kettenstreben und der kurze Radstand gesetzmäßig geringere Laufruhe als die längeren Rahmengrößen. Der Lenkwinkel von 64,6 Grad kann in heutigen Zeiten als allroundfreundliches Mittelmaß für ein Trailbike gesehen werden. Wer das Bike in Richtung zusätzlicher Laufruhe (oder agilerem Lenkverhalten) trimmen will, kann mit winkelverstellbaren Steuersatzschalen um +/- 1 Grad variieren.

Nachdem die Sitzrohrlängen des Fuels bei hoher Einschubtiefe generell sehr kurz sind, sollten auch kleine Fahrer die Möglichkeit haben, bei Bedarf zu einer größeren Rahmengröße zu greifen. Mit den verbliebenen fünf Rahmengrößen wird jedenfalls auch weiterhin ein sehr breites Spektrum abgedeckt.
Die Überstandshöhe ist niedrig, dementsprechend groß ist der Bewegungsfreiraum. Die Teleskopstütze mit 150 mm Drop beim Größe-S-Rahmen wirkt jedoch konservativ gewählt. Selbst sehr kleine Fahrer werden Stützen mit mehr Drop verbauen können.

Wo fühlt sich das Fuel EX am wohlsten? Verwinkelte Singletrails und Flowtrails? Sowieso. Flowtrails mit Sprüngen? Absolut. Technische Wurzel- und Steintrails samt gelegentlichen Bikepark-Ausflügen? Eigentlich auch kein Problem.
Sind die griffigen und breiten Reifen bergauf eher Hindernis als Hilfe, erweitern sie den Einsatzbereich der Abfahrtsmöglichkeit maßgeblich. Nachdem die Ausstattung und das Gewicht des EX und MX praktisch ident sind, macht die MX-Version mit 160 mm Federweg an der Front für Abfahrtshungrige aber definitiv mehr Sinn als das EX.

 Von verwinkelten Singletrails über Flowtrails mit Sprüngen bis zu gelegentlichen Bikepark-Ausflügen: alles kein Problem 

Wo fühlt sich das EX am wohlsten?
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Komponenten-Check

Shimanos neueste Version der XT-Di2-Schaltgruppe liefert sauberste Schaltvorgänge. Die Pads am Schalthebel mussten wir auf die extremsten Positionen auseinanderstellen, um genügend Platz für den Daumen zu schaffen.
Bei härteren Landungen und stärkeren Schlägen lässt sich ab und zu ein Kettenschlagen heraushören. Die Rückstellfeder des Schaltwerks könnte also ruhig etwas mehr Spannung aufbauen.

Vor allem die Bremsen können überzeugen. Endlich scheint das Bremshebelwandern der XT Geschichte zu sein. Die hohe Bremskraft ist stets abrufbar und wie gewohnt fein zu dosieren.
Bontragers Line Comp 30 Laufräder sind keine Leichtgewichte, haben allerdings während des Testzeitraums keine Dellen abbekommen und auch sonst ihre Spannung gehalten.

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Fazit

Trek Fuel EX 9.8 XT Di2 Gen 7
Modelljahr: 2026
Testdauer: 2 Monate
Preis: € 6.999,- UVP
+ Ausgereifte Federung
+ Multiple Federwegs-Optionen
+ 27,5" oder 29" Hinterrad
+ Justierbarer Steuerwinkel
+ Abfahrtslastiger Charakter
- Gewicht
- Reifen nicht beste Wahl zum Klettern
BB-Urteil: Abfahrtslastiges Trailbike

Das Konzept einer Rahmenplattform mit unterschiedlichen Federwegen und anpassbarem Federungsverhalten ist gut und empfehlenswert: Doch lieber ein großes Hinterrad statt des kleinen? Doch lieber etwas mehr Federweg als zuerst gedacht? Doch lieber etwas progressiver unterwegs? Alles möglich, mit geringem bis keinem Kostenaufwand.

Das EX in der Grundausstattung tendiert definitive in Richtung Abfahrt. Zum einen liegt das am Gesamtgewicht, zum anderen an der Wahl der Reifen, die zwar ein Maximum an Traktion liefern, aber auch ein Maximum an Rollwiderstand mit sich bringen. Ein Reifenwechsel könnte das Vorwärtskommen bergauf erheblich erleichtern, um das Fuel etwas mehr Richtung Kletterpotenzial und ausgedehnte Touren zu trimmen - denn das Fahrwerk gäbe diese Allroundfähigkeit definitiv her.

Diese Schattenseite wandelt sich automatisch in einen Vorteil, wenn der Trail bergab zielt. Auch in der Version mit geringerem Federweg schreckt das Bike vor technischen Downhills nicht zurück und zieht selbst in grobem Geläuf sicher seine Bahnen - bei gleichzeitig hohem Spaßpotenzial in Kurven & Co.

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Geschrieben
Ein Rahmen, drei Bikes. Und mit dem Ausgewogensten davon waren wir unterwegs. Eindrücke von unseren Testrides mit Treks neuem Schwergewicht in Sachen Modularität, bestritten auf der Trailbike-Version mit 150 mm Federweg.



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Geschrieben

Waaahhhh, 

Mist. 

Gerade gestern wieder an der Stelle vom Eindrucksfoto vorbeigekommen

(aber von der Seite her). 

👍

Das simma schon länger nicht mehr gefahren, weils in Kollegen dort mal gschmissen hat. 

Glaub das trau ich mich gar nimmer

😆

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