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Tubolito Tubo-Road SYNCD Fahrradschläuche

Tubolito Tubo-Road SYNCD Fahrradschläuche

19.01.26 08:47 3.863Text: NoPain
Martin Ganglberger

Größe: 175 cm
Schrittlänge: 84 cm
Gewicht: 70 kg
Fahrstil/-können: Rennrad & Gravel, gute Ausdauer, wenig Power, volles Risiko bergab - wird allerdings selten belohnt

Klicke für alle Berichte von NoPain
Fotos: Erwin Haiden
Schluss mit dem Reifendruck-Raten: Der Tubo-Road SYNCD bringt deinen Reifendruck per Bluetooth direkt aufs Display.19.01.26 08:47 5.990

Tubolito Tubo-Road SYNCD Fahrradschläuche

19.01.26 08:47 5.99017 Kommentare NoPain
Martin Ganglberger

Größe: 175 cm
Schrittlänge: 84 cm
Gewicht: 70 kg
Fahrstil/-können: Rennrad & Gravel, gute Ausdauer, wenig Power, volles Risiko bergab - wird allerdings selten belohnt

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Erwin Haiden
Schluss mit dem Reifendruck-Raten: Der Tubo-Road SYNCD bringt deinen Reifendruck per Bluetooth direkt aufs Display.19.01.26 08:47 5.990

Bis jetzt blieb uns kaum etwas anderes übrig, als mit der Standpumpe den gewünschten Druck in die Reifen zu jagen und unterwegs auf unser Glück zu vertrauen. Wer es genauer wissen wollte, musste anhalten, nachmessen oder per Daumen grob prüfen. Doch mit dem Schätzen ist jetzt Schluss. Mit dem Tubo-Road SYNCD bringt Tubolito den ersten smarten Rennradschlauch mit Bluetooth-Drucksensor auf die Straße.

 Reifendruck in Echtzeit aufs Smartphone oder den Garmin Edge. 

Tubolito SYNCD
  • Tubolito Tubo-Road SYNCD Fahrradschläuche

Technik

Der Tubo-Road SYNCD basiert auf der bekannten Tubolito-TPU-Technologie, die für ihre Pannensicherheit, Kompaktheit und das geringe Gewicht geschätzt wird. Neu ist der batteriebetriebene Drucksensor im Schlauchinneren, der über Bluetooth kommuniziert - wahlweise mit der Tubolito-SYNCD-App oder dem Garmin Edge via Connect IQ.

Die Einrichtung ist simpel: Schlauch leicht aufpumpen (0,2-0,5 bar), einbauen, App öffnen, koppeln. Danach lassen sich individuelle Drucklimits einstellen, die bei Über- oder Unterschreitung Warnungen senden. Wer noch einen drauflegen will, aktiviert den "Advanced Mode" zur Temperaturüberwachung und Datenprotokollierung.

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Akkulaufzeit & Battery Exchange Program

Die Batterie des Tubolito Tubo-Road SYNCD ist auf eine Lebensdauer von bis zu 10.000 Kilometern oder rund zwei Jahren ausgelegt. Um danach weiterhin eine zuverlässige Funktion sicherzustellen, bietet der Hersteller ein eigenes Batterieaustauschprogramm an.

Dazu kontaktiert man Tubolito und übermittelt die auf dem Schlauch aufgedruckten Codes. Im Gegenzug erhält man einen 30-Prozent-Gutschein für einen neuen Tubo-Road SYNCD sowie einen Rücksendeumschlag. Der gebrauchte Schlauch muss aufgeschnitten und der Sensor entnommen werden; dieser wird dann im mitgelieferten Kuvert zurückgeschickt.

Nach Eingang ersetzt Tubolito die Batterie, testet den Sensor gemäß den Standards für Neuprodukte und verbaut ihn in einen neuen Schlauch. So kann die gleiche Leistung und Zuverlässigkeit auch nach dem Austausch weiterhin garantiert werden.

Alternativ kann der Sensor nach Ablauf seiner Lebensdauer als Elektronikabfall entsorgt werden.

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Unboxing

Beim Auspacken erwartet uns – Tubolito-typisch – ein auf das Wesentliche reduziertes Produkt. Klein, orange, leicht, nur diesmal mit Hightech an Bord. Im Schlauch ist ein winziger Sensor verbaut, der per Bluetooth LE mit App oder Garmin gekoppelt wird. Die Verpackung bleibt wie gewohnt minimalistisch, das Produkt dafür umso fortschrittlicher.

Tubo-Road SYNCD

28" Road 28" Road 28" Road
Einsatz Rennrad Rennrad Rennrad
Reifenbreite 23-35 mm 23-35 mm 23-35 mm
Ventil 42 mm Sclaverand 60 mm Sclaverand 80 mm Sclaverand
Farbe Orange Orange Orange
Gewicht 44 g 45 g 46 g
UVP 39,95 Euro 39,95 Euro 39,95 Euro
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Montage & App-Verbindung

Wir montierten zwei Tubo-Road SYNCD auf unserem Merida Mission 10K mit 29 Millimeter breiten Reifen vorne und 30 Millimeter hinten. Die Installation verlief problemlos. Die Montage unterscheidet sich nicht vom herkömmlichen Tubolito - also nichts für Grobmotoriker, aber wer schon einmal einen TPU-Schlauch montiert hat, weiß, worauf es ankommt: Vorsichtig arbeiten, auf sauberen Sitz achten, nicht zu viel Luft vor dem Einbau. Damit die Reifen auch schon bei geringem Druck sauber ins Felgenbett rutschen konnten, verwendeten wir ein wenig Seifenlauge.

  • Tubolito Tubo-Road SYNCD Fahrradschläuche

Der Sensor wird beim initialen Aufpumpen aktiviert, das Pairing läuft dann über die App. Die Kopplung mit der iOS-App verlief ohne Schwierigkeiten. Zuerst ordneten wir die Sensor-ID des vorderen Schlauchs zu, anschließend die des hinteren. Nutzer können das Bike benennen, die gewünschten Metriken auswählen und Druckgrenzen einstellen.

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Garmin-Nutzer müssen zusätzlich das Tubolito-Datenfeld via Connect IQ installieren, Sensor-IDs händisch eintragen und Alerts aktivieren. Klingt nerdig, ist aber schnell erledigt und im Tutorial gut dokumentiert.

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Fahreindrücke vom Indoor-Kurztest

Die Tubolito-App ist übersichtlich aufgebaut und funktional. Besonders hilfreich ist die farbliche Anzeige der Reifendrücke: Sie gibt klaren Aufschluss darüber, ob gerade eine aktive Echtzeitverbindung besteht (grün), oder der zuletzt gemessene Druckwert angezeigt wird (ausgegraut).

Die individuell einstellbaren Alarmgrenzen für den Reifendruck funktionierten im Test zuverlässig. Die optionale Temperaturanzeige im erweiterten Modus ist ein interessantes Extra. Wer viel pendelt, ambitioniert trainiert oder an Rennen teilnimmt, profitiert von SYNCD als einem digitalen Frühwarnsystem für plötzlichen Luftverlust.

Auch die Kopplung mit dem Garmin Edge über die Connect IQ-Erweiterung klappte ohne nennenswerte Hürden. Nach der Installation der entsprechenden Datenfelder ließen sich die Reifendrücke für Vorder- und Hinterrad direkt anzeigen. Allerdings ist auf dem Garmin-Display nicht sofort ersichtlich, ob die Werte live übertragen werden oder auf einer früheren Messung beruhen. Die Smartphone-App löst das deutlich klarer und transparenter.

Beim ersten Test auf der Walze beobachteten wir über eine Stunde hinweg die Anzeige sowohl auf dem Smartphone als auch auf dem Garmin Edge. Die Reifendruckwerte des sich drehenden Hinterrads wurden während der gesamten Trainingsdauer stabil übertragen. Mit zunehmender Trainingszeit stieg auch die Reifentemperatur; in Folge erhöhte sich der Druck um rund ein Zehntel Bar. Das Verhalten war logisch und die Daten wirkten durchwegs plausibel.

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Erstes Zwischenfazit

Tubolito Tubo-Road SYNCD
Modelljahr: 2026
Testdauer: 1,5 Stunden
Preis: € 39,95 UVP
+ Reifendruckwarnung in Echtzeit
+ Temperaturanzeige
+ Einfache App-Einrichtung
+ Hohe Reichweite
+ Batterieaustauschprogramm
+ Niedriges Gewicht
o Kompatibel mit iOS, Android und Garmin
o Laufzeit ca. 10.000 km bzw. 2 Jahre
- Kein Austausch der Batterie durch Nutzer möglich
BB-Urteil: Digitale Kontrolle statt Daumendruck.


Mit dem Tubo-Road SYNCD gelingt Tubolito der nächste logische Schritt in Richtung smarter Fahrradkomponenten. Der batteriebetriebene Bluetooth-Sensor liefert präzise Reifendruckdaten in Echtzeit, lässt sich unkompliziert einrichten und funktioniert sowohl mit dem Smartphone als auch mit dem Garmin Edge absolut zuverlässig.

Wer keine Lust mehr auf Pi-mal-Daumen-Diagnosen oder überraschend weiche Reifen während des Rides hat, findet mit dem SYNCD eine elegante und moderne Lösung. Besonders für Techniknerds oder Vielfahrer, die auf konstante Performance und maximale Sicherheit setzen, kann die permanente Druckkontrolle ein echter Mehrwert sein. Einmal eingebaut, muss man sich um den Reifendruck kaum mehr kümmern. Und wenn doch etwas nicht passt, meldet sich der Schlauch von selbst.

Natürlich ist der smarte Schlauch kein Schnäppchen. Im Vergleich zu klassischen TPU-Schläuchen liegt der Preis deutlich höher. Dafür bekommt man aber nicht nur einen leichteren und pannensicheren Schlauch, sondern auch ein digitales Überwachungssystem, das im Fall eines schleichenden Plattfußes wertvolle Sekunden verschaffen kann - sei es im Rennen, auf langen Ausfahrten oder im täglichen Pendelverkehr.

  • Tubolito Tubo-Road SYNCD Fahrradschläuche

Geschrieben
Schluss mit dem Reifendruck-Raten: Der Tubo-Road SYNCD bringt deinen Reifendruck per Bluetooth direkt aufs Display.



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Geschrieben

spontan fallen mir da ein paar ein: allen voran die Optik, die Fehleranfälligkeit (Luftdichtheit), Montage, Gewichtsverteilung eventuell, ... mit einem ventilbasierten System hast immer das Problem, dass du die luftdichte Einheit wieder öffnen musst, um das Ventil zu adaptieren. Tubolito verwendet aus dem Grund auch keine geschraubten Ventilkerne, weil dann die Luftdichtheit nicht mehr in dem Maß garantiert werden kann. Das war ja auch ein Thema mit den allerersten Einheiten vom Clik Valve, dass die wirklich tiptop sauber verschraubt werden mussten, ....

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Geschrieben
vor 39 Minuten schrieb bolli:

kann jemand etwas zur haltbarkeit von tubolitos gegenüber von "normalen" schläuchen sagen? 

da gibts viele meinungen, meine persönliche erfahrung: ich hab in zwei jahren auf ca 15.000km am renner 5 stück gebraucht. zwei zum start, dann nach dem zweiten reifen wechseln bei ca 8000km sicherheitshalber neue eingezogen, einer lebt jetzt im stadrad immer noch. letztes jahr einmal patschen, damit 5. damit hat sich das thema tubeless am renner für mich erledigt gehabt, die gewichtsersparnis nehm ich dankbar mit.

was wichtig ist und viele verkacken: nein, du darfst den schlauch vor installation NICHT aufpumpen (bzw nur minimalst).

Geschrieben

Und auch wichtig - beim Aufpumpen nicht zu wild agieren (vor allem mit Minipumpen kann das passieren), damit das Ventil nicht zu sehr hin und hergebogen wird. Da kann schon mal die Verklebung vom Ventil zum Schlauch undicht werden.

Geschrieben

Hatte letztes Jahr einen schweren RR-Unfall mit einem Oberschenkelbruch, auf Grund eines "schleichenden Patschens" am Vorderrad.

Da wäre ein Piepsen "Achtung Druck unter 3 bar" sehr willkommen gewesen. Bin ein Tubolito Fan, obwohl auch der Schleicher mit den Tubos passiert ist. Grundsätzlich hatte ich mit den Orangen Leichtschläuchen aber immer wenige Probleme. Fahre (fuhr) immer Conti/Tubolito Kombis. Die externe Überwachung mit den Aufschraubflügerl habe ich mir auch schon angesehen. 

Wie ist das grundsätzlich bei den Druckmess-Systemen auf dem Markt - bekommt man bei allen einen Warnton über den Garmin? Oder muss man den Wert vom Display kontinuierlich ablesen? Letzteres wäre, meiner Ansicht nach, nicht optimal. Bin nicht ganz schlau aus den Beschreibungen geworden. Auch möchte ich nicht ein App dauernd mitlaufen lassen nur um informiert zu werden. 

Geschrieben
Am 22.1.2026 um 08:12 schrieb bolli:

kann jemand etwas zur haltbarkeit von tubolitos gegenüber von "normalen" schläuchen sagen? 

Halten am Rennrad länger als der Reifen, außer du hast einen Dorn oder Glasscherben eingefahren.

Das gilt aber für normale Schläuche und jeden anderen auch 🤔

Geschrieben
vor 9 Minuten schrieb WadlJürgen:

Was es nicht alles gibt?

Wie konnten wir bisher Radfahren…

 

Es gibt tatsächlich für jede Lösung ein Problem 😂

viele haben auch scheibenbremsen und elektronischen schaltungen keine zukunft gegeben 😉

Geschrieben
vor 10 Stunden schrieb bolli:

viele haben auch scheibenbremsen und elektronischen schaltungen keine zukunft gegeben 😉

Die waren beide schon anderen Fahrzeugen etabliert. Reifendrucksensoren gibt's beim Auto auch. Die Kosten/Nutzen/Handhabungsfrage beim Rad, muss dann eh jeder selbst abwägen

Geschrieben

Nette Idee, warum nicht?

Es wird wohl funktionieren und wenn sich ein Fahrer damit sicherer fühlt, dann hat es seinen Sinn schon erreicht.

Zahlen- und Datennerds haben einen Wert mehr auf der Headunit und freuen sich darüber.

 

Tubolito Schläuche funken, es ist hier nicht schlecht die Bedienungsanleitung vor der Montage zu lesen. Finger weg von den superleichten Modellen, zumindest ich hatte die nie lange im Reifen. Die Standard Modelle funktionieren bei mir seit Jahren völlig problemlos. Tubeless ist aufgrund des höheren Gewichtes, dem Dreck im Pannenfall, den schwer entfernbaren/gewichtigen Rückständen im Reifen und der nur glückabhängigen tatsächlichen Dichtwirkung im Pannenfall mittlerweile kein Thema mehr. MTB und GRV, da funkt es. Für Road gibt es TPU.

 

Ich persönlich hoffe auf Scheibenbremsbelagverschleißsensoren die der Headunit den Impuls geben unverzüglich welche nachzubestellen oder wahlweise einen Werkstättentermin auszumachen.

Gerade bei E-Bikes würde das viel bringen, denn hier kommt es zu oft vor, dass bis auf das Eisen und darüber hinaus auch die Scheibe zusammengeschliffen wird. Der Kundschaft müssen die Kosten für "Bremsen nachstellen" dann oft äußerst schonend beigebracht werden.

Geschrieben (bearbeitet)
Am 23.1.2026 um 19:33 schrieb bolli:

ich fahre das dritte jahr tubeless, keine einzige panne, aber ich verliere luft, so dass ich täglich nachpumpen/kontrollieren muss. ich denke, die 60 euro werde ich riskieren … 

... und nicht zuletzt kann man auch die TPU-Schläuche problemlos kleben. - Machte ich am RR mit Butylschläuchen nicht (bei 4€/Stk. ... trotz Nichtnachhaltigkeit), jetzt mit TPUs aber aufgrund des Preises sehr wohl. - Ich brauch keinen Reifendrucksensor am Radl (geht mir beim Auto schon am Senkel), aber bei dem noch höheren Preis würd ich dann erst recht Patschen picken.

Bearbeitet von 123mike123
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