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nicht mehr sehr blond, immer noch blauäugig, schokosüchtiger denn je
Fun fact: Privat ignoriert BB-Autorin NoMan konsequent die jüngeren und jüngsten Revolutionen am Fahrradsektor. Ihr bewährtestes Setup für den alljährlichen Aktivurlaub mit Kind, Kegel und selbstauferlegter no-car-policy im schönen Salzkammergut: Zwei Trekkingbikes der Marke KTM aus dem vorigen Entwicklungsjahrtausend - stromlos, batterielos, schnörkellos; ein Fahrradanhänger aus dem Hause Thule - alt und abgenützt, aber vielseitig; und dazu das dem jeweiligen Kindesalter entsprechende Woom.Nun begab es sich aber, dass der heißgeliebte Thule ein Raub der Flammen wurde. Ein erster Versuch mit Salzkammergut ohne dem grünen Oldie entpuppte sich als unbefriedigend, denn: Wie all das Zeug für lange Tage zwischen Bergen und Seen in lediglich vier Packtaschen stopfen? Wo beim Baden die Handtücher zum Trocknen aufhängen und die angeschwitzten Trikots zum Lüften? Wie den Großeinkauf für zwei Wochen Schlemmerei ins Ferienhaus transportieren? Und womit den Nachwuchs heimbringen, wenn der nicht mehr selber fahren will?Zumindest letzteres Problem hat sich zwischenzeitlich erübrigt. Stimmt die Motivation, strampelt NoMan junior ihren Altvorderen mittlerweile einfach davon. Lässt der Eifer nach, gibt's Abschleppseile - abgesehen davon, dass keine Achtjährige dieser Welt mehr in einen Thule Chariot passt.Blieb für den heurigen Sommer die Sache mit dem Gepäcktransport. Verschärft um die Tatsache, dass neuerdings ein Stand-Up-Paddle den Haus- und Urlaubsrat bereichert - ein in Packmaß und Gewicht etwas reduziertes Lite-Modell, damit es, eh klar, auch per Fahrrad noch vernünftig befördert werden kann; aber letztlich eben doch ein ausgewachsenes SUP (plus zwei Paddel) und keine Baby-Luftmatratze.
Insofern kam Johann Schmidts Presseaussendung im Mai dieses Jahres wie gerufen. Der Veolo-Geschäftsführer präsentierte darin seinen überarbeiteten Trailer, dem mittels Kickstarter-Kampagne zur Serienreife verholfen werden sollte.„Bei Fragen, Interesse an Produkttests oder weiteren Informationen melden sie sich jederzeit. Ich habe immer ein offenes Ohr“, versprach der Industriedesigner in seinem Schreiben. Und hielt Wort.NoMan wiederum fügte ihrem antiquierten Urlaubs-Setup auch noch ihr hochmodernes (also doch!) Trek Fuel EX-e hinzu. Denn erstens wurde dem Veolo 2.0 in den Presseunterlagen ausgesprochene E-Bike-Tauglichkeit attestiert, was natürlich erprobt werden wollte. Und zweitens zeitigt ein wachsendes Kind ja keine jünger oder gar fitter werdende Mutter, was sich zuletzt beim fallweisen Abschleppen spürbar bemerkbar gemacht hatte …Im beschaulichen Bad Goisern fand schließlich zusammen, was für die nächsten drei Wochen – letztere dann im Waldviertel, wo auch die meisten der Test-Fotos entstanden sind – zusammengehören sollte: einspurige Fahrräder, zweispuriger Hänger und dreiköpfige Familie.
Einspuriges Zugrad, zweispuriger Hänger, dreiköpfige Familie
Am Papier konnte der Veolo 2.0 offensichtlich umgehend überzeugen: Das Crowdfunding-Ziel von 120.000 Euro wurde mit exakt € 185.997,- mehr als nur erreicht. Für alle, die sich an die technischen Details nicht mehr erinnern bzw. nun nicht die ganze Bikeboard-Präsentation nochmals lesen wollen, hier das Wichtigste in aller Kürze:Der Veolo 2.0 ist ein modular aufgebauter, gefederter Fahrradanhänger, der für 20- bis 29-Zoll-Laufräder ausgelegt ist und durch eine maximale Zuladung von 60 kg bei einem Eigengewicht von lediglich 6,7 kg besticht.Gegenüber seinem Vorgänger wurde der zweispurige Trailer gezielt überarbeitet: Der Aluminiumrahmen fällt nun 10 cm schmäler und 10 cm länger aus, was in Kombination mit dem optimierten Radstand und dem tiefen Schwerpunkt (Bodenfreiheit unter der Textilschale: 16 cm) eine besonders stabile Straßenlage ergeben soll. Samt den via praktischen Quick-Lock-Naben montierbaren Rädern maximal 68 cm breit, passt der Anhänger außerdem überall durch, wo auch ein handelsüblicher Fahrradlenker Platz findet - und das bei zwei Getränkekisten bzw. große Euroboxen Fassungsvermögen der Basisschale.
Technisches Kernelement ist das fahrwerksseitige Dämpfungskonzept. Die patentierte, CNC-gefräste und geschmiedete Einzelradaufhängung sorgt für ein voneinander unabhängiges Einfedern der beiden Räder. Kombiniert wird dieses System mit einer wartungsarmen und im Rahmen integrierten Elastomerfederung, die eine progressive Dämpfung gewährleistet und auf unterschiedliche Beladungszustände (5-45 kg/40-60 kg) abgestimmt werden kann.Für die Anbindung an das Zugfahrzeug vertraut das Modell auf ein ebenfalls überarbeitetes Kupplungssystem nach dem etablierten Thule-Prinzip. Diese Kupplung hat im Vergleich zum Vorgängermodell ordentlich abgespeckt und wiegt nun nur mehr 65 Gramm (laut Hersteller die leichteste auf dem Markt), lässt sich komfortabel und blitzschnell mit nur einer Hand bedienen und ist sogar abschließbar.Eine wortwörtlich tragende Rolle spielt die carbon- und kautschukverstärkte, strapazierbare Textilschale, die robusten Halt bietet und leichtes Ripstop-Material schlau mit einem schnelltrocknenden Netzgewebe, durch das Flüssigkeiten einfach abfließen können, kombiniert.An der Front schützt ein integrierter Abweiser den Rahmen vor Beschädigungen und verhindert, dass Objekte zwischen Rad und Anhänger geraten. Ergänzt wird die Rahmenkonstruktion durch eine integrierte Stütze, die - und an dieser Stelle werden Nutzer von einspurigen Hängern vermutlich neidisch - das Abstellen im Stand ermöglicht.Abgerundet wird die Ausstattung durch ein schlaues Add-on: Dank einer kompatiblen Wandhalterung (€ 39,-) lässt sich der flach zusammengeklappte Anhänger vertikal auf rund einem Quadratmeter verstauen.
Um auf den eingangs geschilderten Use Case unserer Praxiserprobung zurückzukommen: Familiäres Gondeln von See zu See bzw. Badeplatz war das Hauptanliegen, bisweilen einfach am kinderfreundlichsten Weg von A nach B, gelegentlich aber auch konzipiert als "echte" Rad- (und Berg-)tour mit altersgerechtem Anspruch, auf die ein Sprung ins kühle Nass folgen sollte.In den Anhänger kam folglich alles, was Vater, Mutter, Kind für solche Tage benötigen: Picknickdecke, Handtücher, Bücher, (Wasser-)Spielzeug, reichlich Proviant, Badebekleidung und -schlapfen, Ladegerät und/oder Range Extender, immer auch Regenjacken und lange Hosen, festes Schuhwerk, Tagesrucksack, 1. Hilfe-Set und je nach Beschaffenheit des geplanten Wasserzugangs auch das SUP samt Zubehör in verpackter Form.Mit Stand-Up-Paddle wurde es etwas eng in der gelben Tasche, prinzipiell flutschte dessen verhältnismäßig schlanker Packsack aber (längenmäßig) gerade noch rein. Ohne Board herrschte platzmäßig der pure Luxus, was das Fassungsvermögen der selbstverständlich wetterfesten Veolo Bag 2.0 betrifft.
Drei Menschen, drei Abteile, null Stress
Dass sich das riesige Hauptfach dank zweier Trennwände mit Klettverschlüssen in drei gleich große Abteile gliedern ließ, wussten wir - Stichwort Gütertrennung - alsbald zu schätzen. Kleinkram, Spanngurte, Werkzeug und Allfälliges verräumten wir gut wiederauffindbar in die beiden Seitentaschen an den Schmalseiten. Für ein ausgeprägteres Sicher-verwahrt-Gefühl während der Fahrt täte diesen ein Zipp gut; tatsächlich hat uns aber nie ein Gepäckstück auch nur ansatzweise verlassen.Eine sehr flexible Lösung ist die Kombination aus Rolltop-Verschluss und gekreuzt geführter Gummischnur, die mittels Kordelstopper gespannt werden kann. Dies garantiert raschen Zugriff und wasserdichtes Verstauen ebenso wie effizientes Komprimieren und kann wahlweise in der Tasche den Stauraum maximieren oder zusätzliches Gepäck, Kleidung etc. obenauf fixieren.Grundsätzlich wirkt die Tasche mit all ihren Verstärkungen, Laschen, Polsterungen, Gurten und Ösen sehr robust und hochwertig verarbeitet. Die Montage per Fidlock-Mounts ist ein rasch zu bewerkstelligendes Kinderspiel. Bloß sie beladen zu tragen, könnte trotz gepolsterten Schultergurts ob ihrer Ausmaße eine Challenge werden - wir haben es tunlichst unterlassen, schließlich gibt's für den Lastentransport ja Anhänger.Einziger Kritikpunkt an der Tasche sind die beiden seitlichen Trageriemen. Diese neigen dazu, an den Rädern zu schleifen. Ein Druckknopf o.ä., um sie zu fixieren, könnte hier Abhilfe schaffen und unsere improvisierte Spanngurt-Lösung obsolet machen.
Mehr aus Neugierde denn Notwendigkeit nützten wir für ausschließliche Besuche der "Hausstrände" am Hallstättersee bzw. Kamp in jeweils rund fünf Kilometern Entfernung auch das Wassersport-Set. Ein SUP aufzupumpen bzw. auszulassen ist schließlich harte Arbeit. Sich diese bisweilen sparen und gleich vom Haus weg einsatzbereit starten zu können, hat folglich seinen Reiz - vom durchwegs außergewöhnlichen Dasein als Long Vehicle ganz zu schweigen.So gut wie immer mit dabei waren jedoch die Bügel des Long-Load-Aufbaus - und dies nicht nur, weil sich ihre Montage in einem Fall als schwergängig und fummelig* erwies. Sie dienten als praktische Schiebehilfe, Kleiderstange, Beschattungsvorrichtung und Wäscheleine und erreichten deshalb die volle Punktezahl bei der innerfamiliären Wahl zum Lieblings-Zubehör.*Gemeinsam mit Produktdesigner Johann Schmidt identifizierten wir nicht ganz mittig ins Rohr gebohrte Löcher als Grund für die Befestigungsprobleme an unserem Prototypen. Wie der Veolo-Gründer versicherte, seien die Werkzeuge für die Rohrbearbeitung noch optimiert worden, weshalb sich hier in der Serienproduktion nichts mehr verkante.
Die Blicke der anderen
Verwandelt man ein Fahrrad in einen Transporter von ziemlich genau dreifacher Länge und doppeltem Gewicht, geht es unweigerlich seiner angestammten Fahreigenschaften verlustig. Dementsprechend empfiehlt Johann Schmidt ein solches langes Fahrzeug auch nicht für lange Distanzen und/oder anspruchsvolles Terrain. Bei seiner Erfindung standen wohl kurze Fahrten zum Strand oder Shuttle-Dienste zwischen Ein- und Ausstiegspunkten Pate.Nichtsdestotrotz war es erstaunlich, wie unbeeindruckt und vor allem wendig - zum Umdrehen genügte etwa eine einspurige Straße plus Bankett - NoMans E-MTB trotz des XXL-Anhängsels blieb. So sehr man sich anfangs fürchtete, über jede Bodenwelle abzuheben, so rasch gewann man dann wieder Vertrauen in Schwerkraft & Co. Und so voreilig man sich schon schlingern und schaukeln sah, so erstaunt stellte man alsbald fest: geht eh!Alles mit Maß und Ziel natürlich. Weder verträgt ein solches Gespann abrupte Tempowechsel, noch Kurvenradien ohne Hirn. Urbanes Gebiet würden wir damit ebenso meiden wie stark befahrene Radwege oder Straßen. Aber der einsame Wiesenweg nach Untersee, die Schotterpiste durch die Weingärten am Kamp - warum nicht? Denn bleiben Geschwindigkeit und Steigung halbwegs konstant, gestaltet sich das Fortkommen überraschend problemlos. Davon abgesehen, dass die Blicke der anderen wahrlich lustig sind.
Der sehr viel häufigere Einsatz fand mit kurzer Deichsel und mehr oder weniger schwerer Last in der gelben Tasche statt. Und hier erwies sich der Veolo 2.0 alsbald als rundum gelungenes Gesamtpaket.First things first: Echte Trail-Afficionados mögen an einem zweispurigen Trailer die eingeschränkte Geländetauglichkeit kritisieren, folgt ein einspuriger doch speziell über am Weg liegende Hindernisse leichter nach. Sieben Jahre Alltag und Urlaub mit dem Thule Chariot haben NoMan allerdings gelehrt, dass ein stabiler Stand beim (abgehängten) Parken mindestens ebenso wichtig ist, eine brauchbare Kinder- bzw. Bollerwagen-Funktion den Einsatzbereich nochmal entscheidend erweitert und das häufig beschriebene Hängenbleiben eher theoretischer Natur ist. Werden Linie und Geschwindigkeit vorausschauend gewählt, geht mit zweirädrigen Konzepten erstaunlich viel. Dies nicht zuletzt deshalb, da der Schwerpunkt tief und das Fahrverhalten des Zugrades deshalb wie gewohnt bleibt.Beim Veolo 2.0 kommt hinzu: Dank seiner angewinkelten Räder scheint Kippen während der Fahrt unmöglich. Wir haben es ehrlich probiert - vergeblich.
Nie Fremdkörper, stets Teil des Systems
Grundsätzlich folgte die Routenplanung jedoch dem Anliegen, NoMan junior das Radfahren nicht zu vergällen. Deshalb (noch) keine Extreme hinsichtlich technischem Anspruch, Bodenbeschaffenheit oder Hangneigung in die eine oder andere Richtung. Das Gros der gewählten Routen wäre gut und gerne auch per Gravelbike angenehm zu bewältigen gewesen: gepflegte Schotterpisten, romantische Wiesenwege, verkehrsarme Nebenstraßen, bekannte Radwege, und nur gelegentlich kurze Passagen über Stock und Stein. Diesbezüglich wurde der Veolo 2.0 also gewiss nicht an seine Grenzen gebracht.Doch auch im Soft-Mode war sein tolles Fahrverhalten von Anfang an spürbar. Er lag satt auf folgte flink nach - kein Ausbrechen, kein Wegrutschen. Auch wenn es doch mal etwas ruppiger oder tiefer (Highlight: ein Traunufer-Schotterbett) wurde, wirkte der Trailer überzeugend stabil. Vor allem aber arbeitete er immer mit, nie gegen das Zugrad. Wer das "Rupfen" an der Kupplung und das immer gegenläufig zu den Tretimpulsen auftretende Vor-Zurück-Pendeln speziell im Wiegetritt kennt: nicht mit dem Veolo 2.0.Gerade in Kombination mit einem E-Bike ist dieser Umstand Gold wert: Losfetzen im Turbo-Modus, Drüberprügeln per Boost, die typisch binäre Charakteristik beim Anfahren ... mit dem sich stets wie ein Teil des Zugrades anfühlenden Veolo alles vorstellbar.Von rund 20 kg extra lässt sich ein E-MTB, selbst, wenn es sich um ein Lite-Modell handelt, nicht besonders beeindrucken. Der Batterieverbrauch bestätigt diesen Eindruck. Beim Bremsen kann es zwar nicht schaden, rechtzeitig das Zusatzgewicht zu bedenken. Zu behaupten, der Bremsweg verlängere sich markant, wäre aber übertrieben.Anders mit dem Trekkingrad, das NoMan spaßhalber ebenfalls für zwei kurze Hänger-Touren ausführte. Der Zufall wollte es nämlich, dass im KTM noch immer die Achse samt Kupplung für den Thule steckte. Flugs die Aufnahme ausgetauscht, und schon ging's los - wenngleich schaumgebremst. Denn einerseits hängte sich der Veolo 2.0 doch spürbar an die nunmehr ganz auf sich allein gestellten Waden. Andererseits war ob der bescheidenen Reifenbreite und -Profilierung des Trekkingbikes auf manch steiler Schotterpassage rasch Schluss mit lustig, respektive Traktion - sowohl bergauf, als auch bergab.
Apropos Achsen, Kupplung, Aufnahme. An diesen und vielen weiteren Elementen zeigt sich, wie gründlich die Leipziger über so ziemlich jedes Detail ihres Hängers nachgedacht haben. Und dass beim Zusammenbau des Trailers noch keine Anleitung zur Verfügung stand und trotzdem alles rasch erledigt war beweist, wie intuitiv die gefundenen Lösungen sind.Auch für technische Nackedeis wie NoMan beispielsweise sofort zu verstehen: die Ausführungen rund um Achsen-Standards und die Beschaffenheit von Ausfallenden auf der Produkt-Homepage, sodass selbst der größte Tropf nachvollziehen kann, wie die Kupplung montiert wird und was es dafür braucht.Ebenfalls selbsterklärend: all die schönen Klick-Mechanismen, von der Sicherung des Kugelkopfs der Deichsel über die magnetischen Fidlock-Befestigungspunkte bis zu den Quick-Lock-Naben, dank derer die Räder binnen Sekunden angebracht bzw. abgenommen sind.Einzig das Ende der Deichsel barg Stoff für familieninterne Diskussionen. Ob es wohl jemals gleich auf Anhieb gelingen wird, das als Notfalls-Sicherung gedachte Kevlarseil so um den Rahmen zu wickeln und durch die Schlaufe zu führen, dass die kleine Kugel nicht nervig zu baumeln und klappern beginnt oder sich gar in der Bremsscheibe verheddert? Diese aus dem Segelsport übernommene Lösung habe sich bereits beim Vorgänger bewährt und funktioniere gut, lässt Johann Schmidt hierzu wissen. Gegebenenfalls müsse das Seil auf die passende Länge gekürzt werden, damit es nicht ins Rad bzw. die Scheibenbremse komme. Gekauft - nur dass wir an geborgtem Testmaterial nun mal nicht herumschnipseln.Weiters erwies sich der an sich superschlaue Standfuß als zu schwachbrüstig und knickte regelmäßig weg, wenn man den Hänger abstellen wollte. Bei genauerer Betrachtung schwächelte aber wohl eher die Halterung als der Edelstahlbügel selbst. Am Prototypen noch lediglich ein einfacher 3D-Druck, wird diese in Serie nochmal deutlich verstärkt, sodass das Kunststoff-Teil den Belastungen standhält.
Ob zweirädriger Einkaufswagen, mobiles Bootshaus oder verlässlicher Kuscheltier-Express: Die Einsatzzwecke des Veolo 2.0 mit Tasche und Wassersport-Set sind so vielseitig wie vergnüglich. Mit seinem beeindruckenden Fassungsvermögen zum einen und dem herrlich freakigen Long Load-Aufbau zum anderen ist er ein durchdachter Begleiter für verschiedenste Urlaubsaktivitäten von Seen-Hopping bis Großeinkauf. Gepaart mit weiteren Modulen hat er wohl auch das Zeug zum Großstadthelden und Hundesitter.Leichtgewichtig, wendig und stabil, überzeugt der neue Hänger auf kleiner Tour wie großer Fahrt mit seinem wirklich tollen Fahrverhalten. Nie Fremdkörper sondern stets zuarbeitendes Teil des Systems, scheint er gleichzeitig so robust konzipiert, dass er auch lange, strapaziöse Reisen anstandslos mitmachen wird.Gepaart mit seinem intuitiven Handling und den nur wenigen Kritikpunkten, die sich zudem - bis auf die schleifenden Tragegurte - bei der Serienproduktion allesamt in Wohlgefallen auflösen dürften, ist der Newcomer ein heißer Tipp für Fans zweirädriger Trailer-Konzepte mit Mehrwert.
Geländegängiger Multifunktionsanhänger
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