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Größe: 180 cm Schrittlänge: 85 cm Gewicht: 73 kg Fahrstil/-können: Gemütlicher Allround-Mountainbiker, gerne auch knackig bergab
Rennrad & Gravel: Das Abenteuer steht im Vordergrund
YETI ist Kult - Punkt. Auch wenn’s für mich schon ein Weilchen her ist, habe ich beim Gedanken an YETI sofort jene Bilder aus meiner Jugend vor Augen, die dem damals jungen Mountainbike-Sport von Beginn an seine Faszination verliehen. Die Farben bunt, die Biker cool, und die Fotos, diese legendären Downhill-Mitzieher von Missy Giove und John Tomac, so etwas wie meine fotografischen Vorbilder. Es war nicht nur die Outfits betreffend eine wilde Zeit der großen Freiheit, die Bilder für die Ewigkeit schuf, so wie Heinz Zaks legendäres Foto von Wolfgang Güllichs Free Solo im Yosemite - es war ein Lebensgefühl, das grenzenlos schien.Es ist deshalb auch kein Zufall, dass zwischen Freikletterern und Surfer-Stränden in dem damals noch jungen Silicon Valley auch die Mountainbike-Bewegung an Fahrt aufnimmt. Kalifornien war der richtige Ort zur exakt richtigen Zeit. 1985 sattelte der begabte Hollywood-Schweißer John Parker beruflich von Filmsets auf Mountainbikes um und damit war die Marke YETI geboren.
Soweit also mein kleiner Ausflug in die Geschichte - nur damit ihr euch nicht wundert, warum ich in den nächsten Absätzen vielleicht ein bisschen voreingenommen bin. Denn auch wenn die Marke YETI kurz nach der MTB Weltmeisterschaft 1990 nach Durango in Colorado übersiedelt ist und seither eine abwechslungsreiche Historie hat, schlägt mein Herz immer noch höher, wenn ein Bike wie das neue MTe ins Fotostudio rollt.
Herz des neuen MTe ist neben dem leichten, leisen und eleganten TQ HPR 60 Motor vor allem der Rahmen, im speziellen das Sixfinity Fahrwerk. Nicht nur, dass diese komplexe Hinterbau-Konstruktion für top Anti-Squat-Werte sorgt (damit nicht wippt, was nicht wippen soll), die Dämpfungs-Charakteristik lässt sich dank Flip-Chip auch kinderleicht an persönliche Vorlieben anpassen. Dazu kommen zahlreiche Rahmendetails wie die perfekt geführten Kabel, die sauber integrierte Kettenführung und ganz generell eine Optik und Verarbeitung, die das Herz von Technikfans höher schlagen lässt. Als Hinterrad sind sowohl 27,5” als auch 29” Laufräder möglich und verändern dank der flexiblen Hinterbaukonstruktion die Geometrie nicht.
Die Liebe zum Detail zieht sich beim YETI MTe vom ausgefuchsten Rahmendesign bis hin zur Wahl der Komponenten. Dass man in der Preisspanne, in der sich das MTe bewegt, generell wenig Kompromisse machen muss, ist klar; dennoch ist am MTe T3 alles verbaut, was Rang und Namen hat. SRAM Maven Silver Bremsen, DT 1700 Laufräder, FOX Fahrwerk, Carbon-Lenker, da gibt's nix zu meckern. Das sind durch die Bank Komponenten, die wir gut kennen und jederzeit auch selbst wählen würden.
Gut gelöst sind auch Details wie die gut erreichbare und sauber schließende Ladebuchse, die integrierte Werkzeughalterung (an der Unterseite des Oberrohrs) oder der robuste Rahmen- und Motorschutz. Oft sind es genau diese unscheinbaren, aber durchdachten und sauber konstruierten Kleinigkeiten, die am Trail den Unterschied zwischen Frust und Genuss ausmachen können. Hier liefert das MTe zumindest im Studio schon einmal einen super Eindruck ab, der sich im Einsatz hoffentlich bestätigen wird.
Der TQ HPR 60 ist die neueste Motorengeneration von TQ. Er ist kein klassischer Mittelmotor - und genau das macht ihn besonders. Während viele Hersteller auf Planetengetriebe oder Riemen setzen, nutzt TQ ein sogenanntes harmonic pin-ring Getriebe. Dieses wurde ursprünglich für Raumfahrt- und Robotikanwendungen entwickelt, ist extrem kompakt und nahezu geräuschlos. Statt klassischer Zahnräder sorgt ein flexibler Innenring dafür, dass das Antriebsmoment gleichmäßig und mit minimalem Widerstand übertragen wird. In der Praxis hat sich der Motor in anderen Bikes auf unseren Reportageeinsätzen bereits vielfach bewährt. In der letzten Iteration bietet er im Vergleich zum HPR 50 mehr Performance, nämlich 60 Nm und 350 W (statt 50 Nm und 300 W) und das bei einem Motorgewicht von 1.924 g.
Wie sich das Yeti MTe tatsächlich am Trail schlägt, wer weiß? Ich kann euch schon soviel verraten, dass das neue, stärkere Modell LTe meinen Kollegen Ralf durchaus beeindruckt hat. Die reinen Daten vom MTe sind jedenfalls vielversprechend und unsere zahlreichen Erfahrungen mit anderen leichten e-Bikes mit TQ Motor durchwegs positiv. Ich denke, dass es vor allem für ambitionierte Biker, die gerne und viel selbst treten, einfach mächtig Spaß machen könnte, im Fall der Fälle doch Unterstützung von einem potenten Motor zu bekommen. Mit 580 Wh Akku sollte für diese Zielgruppe auch genügend Reichweiten in den Zellen stecken.
Das Yeti MTe ist in drei Kits erhältlich. Alle Modelle teilen sich den TURQ-Carbonrahmen, das TQ-Antriebssystem, den integrierten Akku und die Remote-Einheit. Die Ausstattungsspanne reicht von der günstigsten Variante C2 mit DT Swiss E1900 30MM, SRAM E90 Transmission und Maven Bronze Bremsen über die hier vorgestellte Variante T3 bis hin zum leichten Topmodell T4 mit DT Swiss EXC 1501 Carbon-Laufrädern, der Maven Ultimate Bremse und der SRAM XX Eagle AXS Schaltung und den kleineren und leichteren 290 Wh Akku. Folgende Größen sind erhältlich: S, M, L, XL.
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