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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Qualitätsprobleme bei E-Bikes



GO EXECUTE
19-10-2011, 11:08
Offenichtlich noch nicht ganz ausgereift.
Die Problematik sollte sich auch jeder vor Augen führen bevor er sich für eines dieser Räder entscheidet. ;)

Spiegel Artikel (http://www.spiegel.de/auto/aktuell/0,1518,790142,00.html)

Kraeuterbutter
19-10-2011, 19:37
hmm..
so ganz spiegelt der Artikel wohl nicht die Tatsachen wieder

es entsteht der Eindruck, dass ALLE Räder solche PRobleme machen würden, dem ist nicht so...

ein Problem ist sicher, dass die Händler gerade bei den "Premium"-Antrieben nichts selber machen können
da gibts nur Einschicken, bei Rädern wie z.b. Flyer bedeutet das sogar das unter Umständen das ganze Rad in die Schweiz geht

man stelle sich vor: die Magura Bremse schleift, und du musst deshalb dein ganzes Radl nach Deutschland zu Magura schicken - eigentlich undenkbar
Bosch das selbe: da darf niemand am Motor schrauben, nur sie selber

anders schauts bei den günstigen Chinamotoren aus...
wenn da z.b. mal die Zahnräder kaputt werden (bei sachgemässen Betrieb (also mit Regler der passende Strombegrenzung hat) nahezu ausgeschlossen),
dann kauft man für 3x 6 Euro Ersatzzahnräder, schraubt den Deckel runter, wechselt die Zahnräder, schmiert ein wenig, und geht schon wieder

brennt der Regler durch, dann muss nicht der Motor nach Canada geschickt werden und man wartet Wochen (siehe hier im Forum, bei den Artikeln bei den Beiträgen)
sondern kriegt für 15-40 eine Ersatzregler, meist innerhalb von 2 Tagen

wäre die Rücklaufquote tatsächlich so hoch wie im Artikel angesprochen, würden die ja alle Pleite gehen

gut, für unwissende Fertigradkäufer wohl nicht so leicht,
aber wenn man auf richtige Komponenten achtet (und das müssen keine 1800euro BionX sein, dass kann ein 250Euro China-Antriebssatz sein)
hält der Elektroantrieb in der Regel länger als der Rest vom Radl (also länger als Bremsbeläge, Kettenblätter, ritzel, Ketten),
ja schont diese Komponten sogar

also ich würde den Spiegel nicht unbedingt als Referenz-Meinung hier heranziehen...
ich glaube sonstigen Artikel des Spiegels bezügliche Mountainbiken etc. wird wohl auch nicht allzuviel Gewicht beigemessen, oder ? ;)

überhaupt: "BionX die einzige MÖglichkeit sportlich zu fahren"
kann ich überhaupt nicht teilen, diese Meinung...

4,5kg im Hinterreifen (bzw. mit dem neuen BionX immernoch 3,4kg)
wie wirkt sich das im Gelände aus ?
wie an einem Fully ?

dann BionX = Direktmotor -> Luftspalt zwischen Magnete (sitzen direkt in der Nabe) und Spulen.. verkantet man da mal ne Landung schleifen schnell mal die Magnete an den Spulen
(bei einem 150 Euro China-Getriebemotor kann sowas nicht passieren)

Schaltung: BionX setzt immernoch auf SCHRAUBZAHNKRÄNZE !

ganz klar: da hat man sportlich mal wieder mit "stark" verwechselt (BionX genehmigt sich bis zu 900Watt aus dem Akku, bis 600Watt aufs Hinterrad)

meiner meinung nach sportlicher zu fahren ist z.b. GruberAssist: da kommt nur 1kg Antriebsgewicht dazu, nochdazu in der Sattelstange Tretlagernahe verbaut - besser geht nicht
die Laufräder bleiben unberührt, die Schaltung kann hochwertigst bis XTR bleiben (mit Steckkassetten)
kommt nochmal 1kg für Akku dazu

klar: GruberAssist bringt nur ca. 100Watt auf den Hinterreifen... aber es fährt sich damit sehr sportlich und lässt sich alles machen was mit einem "motorlosen" Fahrrad auch geht...
beim BionX (die räder meist 20kg Plus) würde ich meinen, dass nimma alles so leicht von der Hand geht