Passwort vergessen?
nicht mehr sehr blond, immer noch blauäugig, schokosüchtiger denn je
Ein Schild soll einst den Anstoß zur Gründung von Merida gegeben haben. Der Ingenieur Ike Tseng, so erzählen es die Firmenannalen, habe es während seiner USA-Reise an einer Werkstatttür eines Fahrradgeschäfts entdeckt: "Wir reparieren keine minderwertigen Fahrräder aus Taiwan" stand darauf. Der Ehrgeiz des Taiwanesen, den Ruf von Fahrrädern "made in Taiwan" zu verbessern, war geweckt.1972 bewegte ihn sein Wunsch, gepaart mit einem hohen Qualitätsanspruch, dazu, eine eigene Fahrradfabrik zu eröffnen.Stolz blickt Merida nun einerseits auf das zurück, was aus den bescheidenen Anfängen von damals entstanden ist. Und ist sich andererseits gewiss: Dieses halbe Jahrhundert war erst der Anfang ...
We design, test, build. You ride
Zu Beginn stellte das Werk seine Fertigungsanlagen und Lösungen als reine Produktionsstätte anderen etablierten Fahrradmarken zur Verfügung - effizient und gut geführt. Als eigenständige Marke betrachtete sich das Unternehmen anfangs noch nicht.Erst im Laufe der Jahre entwickelte sich allmählich auch das Selbstverständnis, unter eigenem Namen eigene Entwicklungen zu vermarkten - internationales Vertriebsnetz und entsprechendes Marketing inklusive. 1988 gründete Ike Tseng die Marke Merida, kurz darauf schloss sich der Vertrieb in Norwegen als erster internationaler Partner der taiwanesischen Familie an.
Allen die Möglichkeit geben, ihr Ziel auf die schönste Art und Weise zu erreichen
Heute ist Merida in 70 Ländern tätig. Was das Unternehmen von vielen Mitbewerbern unterscheidet: Es hält den kompletten Produktionsprozess in eigenen Händen und ist nicht auf fremde Anlagen angewiesen.Nicht zuletzt dank des hochqualifizierten und zukunftsorientierten R&D-Centers in Deutschland, gegründet 2001 in Magstadt, um vermehrt kreative Inputs aus den Kernmärkten einzubringen, wird eine beeindruckende Bandbreite an Rädern hergestellt: von Kinderrädern bis hin zu WorldTour- und MTB-Weltcup-Rennmaschinen - und zwar jeweils vom ersten Bleistiftstrich des Designkonzepts bis zum fertigen Produkt.
Der Profi-Radsport gehört zu den jüngeren Schwerpunkten der Geschichte Meridas. Den Anfang machte Sabine Spitz (GER) im Jahr 2000; 2001 und 2002 gesellten sich mit Gunn-Rita Dahle Flesja (NOR) und Irina Kalentieva (RUS) weitere Radsport-Ikonen zu dem rein weiblichen MTB-Weltcupteam. Ab 2004 erringt die Formation, um nicht minder legendäre Männer wie Jose Antonio Hermida (ESP) oder Ralph Näf (SUI) verstärkt, als Multivan Merida Biking Team eine beispiellose Anzahl an MTB-Weltcupsiegen und internationalen Auszeichnungen.In den letzten Jahren begeisterte vermehrt die Welt des Straßenradsports auf WorldTour-Niveau die Fans. Erst sponserte das Unternehmen das 2013 gegründete Team Lampre-Merida. Anknüpfend an dessen Erfolge, schließt sich Merida 2017 dem Bahrain Cycling Project an. Vincenzo Nibali, von Anfang an im Bahrain-Merida Pro Cycling Team dabei und maßgeblich an dessen Gründung beteiligt, startete die Erfolgsgeschichte der Equipe direkt mit dem Gewinn eines der Monumente des Radsports, des Giro di Lombardia.Meridas Kunden und Kundinnen profitierten unmittelbar von sämtlichen Engagements. Immerhin flossen die Erkenntnisse aus dem Profi-Betrieb beständig ins Sortiment ein und führten zu zahlreichen Produktentwicklungen. Entsprechend klingend die Namen von Bikes wie dem Reacto, O.Nine, Ninety-Six, Big.Nine, Silex, Scultura, aber auch eOne-Sixty & Co.Obwohl Merida 1992 der erste börsennotierte Fahrradhersteller an der taiwanesischen Börse war, ist die Firma bis heute ein Familienunternehmen geblieben. Aktuell wird es von Ike Tsengs Sohn Michael geleitet.Die Fahrrad-Branche, ihre Produktions- und Funktionsweise, ihre Erzeugnisse und ihr Stellenwert mögen sich in den letzten 50 Jahren stark verändert haben. Was geblieben ist, ist Meridas Anspruch, Fahrräder zu bauen, auf die man stolz sein kann. "Wir wollen allen die Möglichkeit geben, ihr Ziel auf die schönste Art und Weise zu erreichen, indem wir Bikes herstellen, die das einzigartige Gefühl bieten, das perfekte Rad zu fahren", so das Firmen-Credo.
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