Passwort vergessen?
nicht mehr sehr blond, immer noch blauäugig, schokosüchtiger denn je
Vor zwei Jahren ins Radhelm-Segment eingestiegen mit Highend-Produkten, legen die ursprünglich als Brillenhersteller groß gewordenen Amerikaner für 2017 eine aus zwei Modellen bestehende Mittelklasse nach: den Straßenhelm Route und den MTB-Helm Rover.Letzteren konnten wir bereits ausgiebig testen, die Praxiserfahrungen zu Ersterem werden ebenfalls nicht mehr lange auf sich warten lassen und in Kürze nachgereicht.
Aufsetzen und wohlfühlen. Während der All Mountain-Helm Forefront auf kleinen Köpfen durchaus mächtige Außenmaße annehmen kann, macht der Rover mit seiner schlanken Silhouette selbst auf Erbsenbirnen, wie sie zuhauf durch die BB-Redaktion laufen, ordentlich was her. Daran ändert auch das – für sich genommen – relativ ausladende, verstellbare Visier nichts. Der Trail-Helm bleibt trotz tief gezogenem Hinterkopf und ausreichendem Rundum-Schutz fesch dezent, Punkt.Zwanzig Belüftungsöffnungen sorgen neben der ausgeklügelten inneren Ventilation (vgl. Punkt Aerocore-Konstruktion) und dem X-Static Innenfutter für einen allzeit angenehm gekühlten Kopf. Eine echte Hitzewelle haben wir mit dem Rover zwar noch nicht durchlebt (Schneefälle hingegen sehr wohl. Nota bene: Platz für ein wärmendes Buff ward unter der Schale rasch gefunden), basierend auf den Erfahrungen mit dem vollumfänglich Koroyd-geschützten Forefront liegt jedoch die Vermutung nahe, dass der Rover auch bei 30 Grad und mehr ein diesbezüglich sehr zufriedenstellender Begleiter sein wird.
Die gute Passform und das einfach zu bedienende Einstellungssystem machen den Rover zum perfekt sitzenden Deckel für viele Töpfe – selbst solche mit Henkel in Pferdeschwanz-Form. Etwas zu nachgiebig, oder richtiger: rutschig, erscheinen allerdings die Gurte bzw. deren Fixierungspunkte. Vor ca. jedem dritten Gebrauch ist ein kurzes Nachstellen v.a. des Kinnriemens nötig. Und das Hartplastik des Kopfbandes machte einem Kollegen durch Druckstellen zu schaffen – mehr dazu später beim Testbericht zum Route.Was die von Smith propagierte Brillen-Integration betrifft: Die gibt es, zweifelsfrei. Smith Eyewear hält gut und gerne nach vorne oder hinten zeigend am sogenannten „Brillen-Dock“ verstaut. Der Zufall wollte es jedoch, dass der Rover bis dato nur mit Brillen von Mitbewerbern gefahren wurde, bei denen Bügellänge bzw. -neigung jeweils nicht ideal zu den vorgesehenen Aussparungen passten.
Insgesamt ist Smiths neuer MTB-Helm ein absolut überzeugender Kopfschutz mit ausreichender Kühlung, der guten Rumdumschutz mit cleaner Optik und schmalem Design vereint. Die Tatsache, dass man ihn, kaum aufgesetzt, völlig vergisst, ist wohl das größtmögliche Kompliment an Passform, Gewicht und Sichtfeld. Einzig die eingestellten Gurtlängen könnten etwas entschlossener in ihrer fixierten Position bleiben. Und irgendwie schade ist, dass es von den ursprünglich angekündigten acht - teilweise erfrischend unkonventionallen - Farbgebungen aufgrund des konservativen Händler-Feedbacks nur die drei oben erwähnten in die Serienproduktion geschafft haben ...
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