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1973 stellte Shimano die erste Dura-Ace vor - eine Highend-Schaltgruppe für die Ambitioniertesten unter den Rennradfahrern. Mit der 2x11-fach R9100 des Modelljahrs 2017 wurde jetzt deren bisher fortschrittlichste Evolutionsstufe enthüllt. Seinen Beginn nimmt der Reigen der Neuerungen bereits in der Nomenklatur. Wie das "M" in der Produktbezeichnung der MTB Gruppen, kennzeichnet das "R" ab sofort Produkte mit Rennradzugehörigkeit. Neu ist auch die Integration der E-Tube App in Shimanos (elektronische) Top-Gruppe. Via Smartphone und Tablet lassen sich damit Funktionszuweisungen, Schalterbelegungen, Multi- und Synchro-Shift-Einstellungen vornehmen, sowie Firmware-Updates einspielen. Ästhetisch feinfühlige Käufer werden wohl auch die in Rahmen oder Lenker-Dropout integrierbaren Junction-A Units begrüßen. Weil die Summe der Teile nur so stark ist wie das schwächste Glied, versuchen die Japaner ein möglichst vollständiges, und vor allem gemeinsam entwickeltes Paket anzubieten - dementsprechend umfangreich fällt die aktuelle Dura-Ace Palette aus. Schließlich gilt es sowohl mechanische als auch elektronische Versionen mit mechanischen wie hydraulischen Bremsvarianten abzudecken.
Lange mussten Shimano-Fahrer darauf warten, bzw. sich in den Regalen diverser Drittanbieter bedienen. Gemeinsam mit Teamfahrern und der Tochterfirma bikefitting.com entwickelte Shimano nun auf Basis der R9100 Kurbel ihr erstes eigenes Powermeter.Dehnmesstreifen in beiden Kurbelarmen erfassen jeweils getrennt die Leistungsdaten für rechtes und linkes Bein , die kompakte Zentraleinheit im Kurbelgehäuse sammelt und summiert die Daten der beiden Seiten und leitet diese via Bluetooth oder ANT+ an kompatible Radcomputer weiter. Diskret hinter den Kettenblättern versteckt, gewährleistet die Position der Recheneinheit nicht nur eine saubere Optik, sondern auch einen unkomplizierten Tausch der Kettenblätter.Für beste Witterungsbeständigkeit erfolgt das Aufladen des Akkus mittels eines kleinen Magnetadapters, sodass kein Wasser durch Abdeckungen oder sonstige potenzielle Schwachstellen ins System gelangen kann.
Die Zeichen der Zeit bedingen nicht weniger als vier unterschiedliche Schalt/Bremshebel-Varianten. Fieberhaft arbeiteten die Ingenieure daran, das Griffgefühl für die Felgenbrems- und hydraulischen Disc-Varianten der mechanischen und elektronischen Gruppe, ungeachtet des Innenlebens, möglichst ähnlich zu gestallten.
Aus den MTB-Pendants übernommen, verfügt die Dura-Ace Di2 nun über Shimanos Synchro-Shift Technologie, was wohl vor allem auch im Einsatz mit Zeitfahrrädern und -Shiftern eine enorme Erleichterung darstellen könnte. Der Fahrer bedient dabei nur einen der beiden Hebel, je nach Setting kombiniert die Elektronik dann Kettenblätter und Ritzel.
An den Felgenbremsen wurde ebenfalls fleißig optimiert. Dual Pivot und Direct-Mount wurden leichter, und dank Booster-Verstrebungen - ähnlich der späten Cantilevers - steifer und damit verzögerungsstärker. Das schlanke Design schafft Raum für Reifen bis 28 mm Breite. Erstmals gehört auch eine eigens spezifizierte hydraulische Disc-Bremse zur Dura-Ace Familie. Die Bremssättel lassen sich durch ihren Flat-Mount Standard direkt am Rahmen montieren. Überarbeitete Dura-Ace Bremsscheiben sollen durch bessere Wärmeableitung verglichen mit Ice-Tech Freeza Scheiben bis zu 30 ° weniger Hitze entwickeln.
Drei Carbonlaufräder für alle gängigen Achs- und Bremsstandards, zwei davon komplette Neuentwicklungen, gehören ebenso zur Dura-Ace R9100. Das Aerolaufrad C60 sowie der Allrounder C40 verfügen über 28 mm breite, sowie 60, respektive 40 mm hohe Felgen.
Komplettiert wird das Trio durch die bereits bekannten und nur optisch angepassten C24. Ab 2017 werden sowohl Clincher-, wie auch Tubeless- und Schlauchreifen-Versionen verfügbar sein.
In wenigen Minuten gratis inserieren – mit Fotos, Preis und Spion-Reichweite in der Bikeboard-Community.
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