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Wegerechts-Woche

Wegerechts-Woche

02.06.15 11:32 16.382Text: NoManFotos: Alfred Leitgeb/Naturfreunde (3), Erwin Haiden (1), Grafik: APA Mit der Präsentation zweier Umfragen und einer Enquete ging die Diskussion um das Fahrverbot im Wald Ende Mai in die nächste Runde.02.06.15 11:32 16.408

Wegerechts-Woche

02.06.15 11:32 16.40812 Kommentare NoMan Alfred Leitgeb/Naturfreunde (3), Erwin Haiden (1), Grafik: APA Mit der Präsentation zweier Umfragen und einer Enquete ging die Diskussion um das Fahrverbot im Wald Ende Mai in die nächste Runde.02.06.15 11:32 16.408

Befürworter wie Gegner einer Aufhebung des Fahrverbotes für Mountainbiker auf Forststraßen und Wegen ließen vergangene Woche die Zahlen sprechen. Jeweils im Rahmen einer Pressekonferenz präsentierten der Verein Upmove und zwei Tage später die Landwirtschaftskammer Studien-Ergebnisse, mit der sie ihre Forderung bzw. Ablehnung untermauern wollten.

Studie 1 & 2

In der von den Befürwortern beauftragten und von meinungsraum.at durchgeführten Umfrage wurden ausschließlich Wanderer und Radfahrer - die medial oft als spinnefeind präsentierten Rivalen der Wegenutzung - befragt.
Vier Fünftel der Fußgänger haben demzufolge kein Problem mit Mountainbikern, wobei es hier große Unterschiede zwischen den Generationen gibt (vgl. Attachement). Um die verbleibenden 20% zu überzeugen, müssten die Radfahrer wohl in erster Linie bei sich selbst beginnen. Denn immerhin 8% der Biker kennt zwar die Fair Play-Regel, wonach Fußgänger Vorrang genießen, befolgen sie aber nicht. Drei Viertel der Radfahrer hingegen scheinen sich diesbezüglich vorbildlich zu verhalten.

60 Prozent der Mountainbiker fänden eine Freigabe des Waldes für ihren Sport ("Radfahrer sollten alle Straßen und Wege im Wald befahren dürfen") begrüßenswert. Was das vielzitierte "Unrechtsbewusstsein" betrifft: Tatsächlich weiß ein knappes Viertel der Mountainbiker gar nicht, dass Radfahren im Wald nur auf extra ausgewiesenen Strecken erlaubt ist. Ein weiteres Viertel ist sich dessen zwar bewusst, hält sich aber nicht an dieses Verbot. Dem stehen 53% gegenüber, welche die Gesetzeslage kennen und sich nur auf legalen Wegen aufhalten - ob inklusive der häufig existierenden, jahreszeitlichen Einschränkungen (z.B. Wienerwald: verboten zwischen 1. November und 14. April), geht aus der Umfrage nicht hervor.

Aber ein, drei, viele Viertel von wie vielen? Freizeitstudien und Verkaufszahlen beantworteten die Frage nach der Anzahl an MountainbikerInnen in Österreich bis dato nur unzureichend. Upmove operierte bislang mit - optimistisch adaptierten - Vergleichszahlen aus der Schweiz, wonach es hierzulande rund 800.000 Mountainbiker gebe. Die jüngsten APA-Zahlen sprechen nun von 6,4 Millionen Österreichern, die ein Fahrrad besitzen - 2,2 Millionen davon (auch) ein Mountainbike.

Die Landwirtschaftskammer stellte der von wahren Menschenmassen potenziell betreibbaren Freizeitbeschäftigung samt Friede-Freude-Eierkuchen-Szenario naturgemäß andere Zahlen gegenüber. Auch sie ließ für ihre von Gfk durchgeführte Studie, wie Upmove, 1000 Personen befragen, hier allerdings gegriffen aus der Gesamtbevölkerung (16-75 Jahre). Das Ergebnis: 80% der Österreicher besitzen ein Fahrrad (meinungsraum.at: 75%). Aber lediglich zehn Prozent von ihnen, also rund 670.000, verwenden es auch im Wald - vorrangig für Spazierfahrten und Ausflüge (50%) sowie Sport und Fitness (24%). Sechs Prozent der Waldradler gaben an, auch abseits offizieller Strecken zu fahren, was, hochgerechnet auf die Gesamtbevölkerung, gemäß Rudolf Bretschneider von Gfk "gerade einmal ein Prozent" sei.
Nachdem erst das Bild vom Wald als "identitätsstiftendes Element" aufgebaut wurde, auf das 96 Prozent der Österreicher stolz sind und wo sie ungestört Spazierengehen bzw. Wandern (93%) wollen, wurde gefragt, ob das Radfahren im Wald generell erlaubt werden sollte. 51 Prozent stimmten dem "überhaupt nicht" zu, 15 Prozent sprachen sich insgesamt für die Öffnung des Waldes aus. Deutlich lieber würden es Herr und Frau Österreicher sehen, wenn sich Mountainbiker nur auf gekennzeichneten Routen aufhalten würden (63% stimmten "völlig" zu, 24 "etwas"), nachdem sie zum Großteil (insgesamt 91%) davon ausgehen, dass "querfeldein Fahren" - warum auch immer das Fahren durchs weglose Unterholz der Gegenpol zu beschilderten Strecken sein soll - andere Waldbesucher und das Wild stören.

Das bestehende, 27.000 Kilometer lange österreichische MTB-Netz hält aber übrigens nur ein Drittel für ausreichend - wohl mit ein Grund, warum sich Franz Titschenbacher, Vorsitzender des Ausschusses für Forst- und Holzwirtschaft der Landwirtschaftskammer Österreich, anlässlich der Präsentation der Studie immerhin gesprächsbereit zeigte, was eine Ausweitung dieses Angebots betrifft. "Dort, wo Bedarf artikuliert wird, sind wir selbstverständlich bemüht, zusätzliche Radkilometer auf vertraglicher Basis zu errichten", so der Kammervertreter.

Enquete

Uneingeschränktes Fahren im Wald lehnt die gesetzliche Vertretung der Land- und Forstwirte jedoch aus Gründen der Sicherheit für die im Wald Wirtschaftstreibenden, im Sinne des Wildschutzes und zwecks Aufrechterhaltung der Entscheidungsfreiheit von Waldbesitzern - Stichwort "Enteignung" - ab. 
Stellvertretend für die Landwirtschaftskammer machte das bei der von den Naturfreunden anlässlich ihrer Freie-Fahrt-Kampagne am 29. Mai einberufenen Enquete im Wiener Ringturm Martin Höbarth mehr als deutlich. Insgesamt war der Leiter der Abteilung Forst- und Holzwirtschaft jedoch der einzige auf dem mit Naturfreunde-Vorsitzenden Andreas Schieder, Freizeitrechtsexperte Wolfgang Stock, Jäger Franz Puchegger, Upmove-Präsident Andreas Pfaffenbichler, Nockberge-Touristikerin Manuela Krainer und Naturfreunde NÖ-Vorsitzender-Stv. Herbert Thumpser bunt besetzten Podium, der mit seinen Wortmeldungen irritierte Blicke und empörtes Raunen im Plenum erzeugte. Generell war die Diskussion von einem bemüht-sachlichen Ton geprägt, emotionalere Wortspenden kamen lediglich aus dem Publikum, wenn persönliche Erlebnisse vorgetragen und Unverständnis bezüglich der aktuellen Lage, speziell im Raxgebiet, artikuliert wurde. 

 "Rechtssicherheit bedeutet: Jeder bekommt überall die selbe Rechtsauskunft." 

Jurist Wolfgang Stocker

Aus der von den Ortsgruppen berichteten Realität heraus, wonach das aktuelle Wegenetz den Bedürfnissen der immer mehr werdenden Mountainbiker nicht mehr genüge und es deshalb zu Konflikten mit anderen Waldnutzern komme, haben sich die Österreichischen Naturfreunde auf ihrer Bundeskonferenz 2014 nach intensiver Diskussion entschlossen, aktiv für eine Änderung des Wegerechts einzutreten. "Es ist nicht einzusehen, warum man auf Forststraßen nicht mit dem Rad fahren darf", eröffnete Andreas Schieder die Diskussion (Anm. d. R.: Eine generelle Öffnung des Waldes für BikerInnen, wie für FußgängerInnen im §33 des Forstgesetzes verankert, lehnt die NGO aus ökologischen Gründen strikt ab).
Ziel der von den Naturfreunden erarbeiteten Vorschläge sei eine klare, zeitgemäße gesetzliche Regelung. "Es muss für alle Beteiligten - Biker, Grundbesitzer, Gemeinden - Rechtssicherheit geben", so der Vorsitzende. Das unterstrich auch der Experte für Freizeitrecht, der das Verbot des Radfahrens im Wald eher für eine unglückliche historische Fügung hält. Mit dem berühmten Fahrverbot im § 33 FG habe man bei dessen Formulierung 1975 wohl eher auf den motorisierten Vertreter abgezielt. Darüber hinaus trat Wolfgang Stocker dafür ein, zumindest einen Teil der von allen Diskussionsteilnehmern als wesentlich erachteten Fair Play-Regeln, etwa den Vorrang für Wanderer, auch gesetzlich zu verankern.


Der Schilderwald im Wald - sogar auf offiziellen Strecken mitunter nicht leicht verständlich ...

Von Jäger Franz Puchegger kam zum prinzipiellen Ansinnen der Naturfreunde überraschenderweise Unterstützung. Gewisse Regeln wie den Schutz sensibler Zonen oder das Fahrverbot bei Dämmerung vorausgesetzt, sieht der Inhaber des Büros für Waldmanagement das Thema sogar als "Chance für die Jäger, ihr Image zu verbessern". Allerdings betonte Puchegger auch, zu den "Ökojägern" zu zählen, die nicht unbedingt für die Landesinnung sprechen - vor allem, was seine Forderung nach einem einheitlichen Bundes-Forstgesetz statt der momentanen neun Landesgesetze betrifft.
Als gravierenden Wettbewerbsnachteil gegenüber Italien, Deutschland oder der Schweiz empfindet Manuela Krainer die aktuelle gesetzliche Lage. "Für jene, die wirklich im anspruchsvollen Gelände Mountainbiken wollen, wird es ohnehin immer gesonderte Regelungen geben müssen", so die Projektleiterin des MTB-Wegenetzes von Bad Kleinkirchheim. "Aber zwei Drittel möchten vorrangig auf eine Hütte fahren, für die würde die Freigabe der Forststraßen völlig genügen." Den Touristikern würde diese Gesetzesänderung enorm helfen, zumal der aus der momentanen good will-Situation resultierende Faktor "Erpressbarkeit" für vertraglichen Lösungen wegfallen würde.

 "Ich halte die jetzige Regelung für besser, da kennt man sich wenigstens aus." 

LKÖ-Vertreter Martin Höbarth

Franz Höbarth befürchtet hingegen, dass der Schilderwald und die Unsicherheit weiter wachsen würde und führte gegen Andreas Pfaffenbichlers Argument der Zurückdrängung und Kriminalisierung von Mountainbikern ins Rennen, dass eine Wahrnehmung seiner Rechte - etwa zeitlich begrenzte forstliche Sperrgebiete - keine Einschränkung darstellen würde. Überhaupt pochte der Vertreter der Landwirtschaftskammer vehement auf bestehende Gesetze und Strukturen, allen voran die mit den Nachbarländern nicht vergleichbaren Eigentumsverhältnisse: "In der Schweiz gehören 71% des Waldes der öffentlichen Hand, in Deutschland 52%. Die Behörden regeln, was dort passiert. In Österreich herrscht diesbezüglich viel mehr Eigenverantwortung, eine andere Ausgangsbasis und Mentalität."
Vertragliche Lösungen, die eine sinnvolle Lenkung bewirken (und Waldbesitzern, privaten wie staatlichen, ein schönes Körberlgeld einbringen), schienen auch deshalb nicht nur dem Geschäftsführer des Österreichischen Forstvereines eine gangbare Lösung zu sein, wobei er parallel dazu einer Handhabe gegen jene, die sich nicht an die offiziellen Strecken halten (Stichwort Nummerntafel), nicht abgeneigt wäre. Als "völlig unpraktikabel" bezeichnete dies, etwa im Hinblick auf ausländische Gäste, Upmover Andreas Pfaffenbichler und verwies im Zuge dessen auf das Tiroler MTB-Modell 2.0, das durch attraktive Angebote statt Strafen die Mountainbiker kanalisieren will.

Daneben kamen viele weitere Aspekte zur Sprache - von den für die Bevölkerung nicht nachvollziehbaren Bestimmungen rund um das Quellschutzgebiet Rax über den Walddialog, einem fixen Diskussionsforum des Landwirtschaftsministeriums, das sich dem Interessensausgleich verschrieben hat, bis zu Gesundheitsaspekten, Naturschutz oder praktischen Erfahrungen aus Bayern. Und natürlich wurde auch die Haftungsfrage rege diskutiert - der von Rechtsexperte Stocker ausgearbeitete Vorschlag ist im Detail auf der Website der Naturfreunde einzusehen.

Wie es seitens der Naturfreunde nun weitergeht, beantwortete Andreas Schieder abschließend folgendermaßen: "Wir werden bis Herbst 2015 den öffentlichen Druck aufrechterhalten und weiter um Stimmen für unsere österreichweite Unterschriftenaktion werben. (Anm. d. R. zum aktuellen Stand: 9.200 Online-Unterstützer, zusätzlich liegen Unterschriften in Hütten, Kletterhallen und bei Ortsgruppen auf) Danach folgt ein runder Tisch mit politischen Entscheidungsträgern."
Im Wald gehe es um Sozialdeterminierung und Nutzungsmöglichkeiten, nicht um Eigentum. Und Verständnis für den Naturschutz sei nur zu erzeugen, wenn sich die Menschen auch in der Natur bewegen dürften. Sportler stellen für den Vorsitzenden der Naturfreunde diesbezüglich keine Bedrohung dar. Eher schon sieht er den Wald durch die zunehmende Ökonomisierung seitens der Holzindustrie, durch "die Jagd, wenn sie zum Society-Event verkommt", oder durch massive bauliche Eingriffe, Stichwort Schitourismus oder Autobahn, bedrängt.
Notwendigkeit zu weiterer Überzeugungsarbeit ortet der SPÖ-Klubobmann vor allem im Landwirtschaftsministerium. "Beim Lebensministerium, dass den lebenden Mountainbiker ja eigentlich schon dem Namen gemäß mit einschließen müsste, bin ich guter Dinge", so Schieder schmunzelnd.

Wer die aktuellen Kampagnen unterstützen möchte: Auf www.naturfreunde.at/freie-fahrt kann für die Öffnung der Forststraßen unterschrieben werden. Und Upmove, die darüber hinaus auch eine Fahrerlaubnis auf Wegen fordern, bieten nebst dem bisherigen Weg, sich auf ihrer Homepage zu registrieren, nun ebenfalls eine Unterschriftenliste mit anonymer Adress-Speicherung und einmaliger Einladung zur Unterzeichnung der parlamentarischen Bürgerinitiative, die 2016 eingereicht werden soll.


vielen Dank für die Zusammenfassung, sehr informativ!

 

Zum Zitat & Zahlen aus Gfk Befragung

 

"Deutlich lieber würden es Herr und Frau Österreicher sehen, wenn sich Mountainbiker nur auf gekennzeichneten Routen aufhalten (63% stimmten „völlig“ zu, 24 „etwas“) würden, nachdem sie zum Großteil (insgesamt 91%) gut zwei Drittel davon ausgehen, dass „querfeldein Fahren“ – warum auch immer das Fahren durchs weglose Unterholz der Gegenpol zu beschilderten Strecken sein soll – andere Waldbesucher und das Wild stören."

 

--> ist ja wohl ein absolutes Armutszeugnis für ein Meinungsforschungsinstitut wenn die so eine suggestive Fragestellung wirklich eingesetzt haben bzw eine solche Interpretation dazu gefahren wird? Weiss da jmd mehr darüber? Weil, ein Wanderweg ist ja auch ein markierter Weg ... :)

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hoppla, da waren noch die zwei Drittel von den absolut Zustimmenden drin - gemeinsam mit den 23 etwas Zustimmenden sind's dann besagte 91%, sorry, ist korrigiert.

 

@Armutszeugnis ... Wer zahlt, schafft an - aber das gilt für alle Studien;) Stell eine Frage, und du bekommst eine Antwort. Stell die Frage anders, und du bekommst eine andere Antwort.

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Gut zusammengefasst, war auch dort und dem ist eigentlich nichts hinzuzufügen außer das Hr Höbart leider als einziger Vertreter der Gegenseite anwesend war. Schade das hier kein repräsentativerer Jägerverträter und ein Eigentümervertreter anwesend waren. Herr Kohl war übrigens auch geladen aber krankheitsbedingt nicht anwesend.
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Danke an NoMan für den umfassenden Bericht.

 

Am Sonntag der "Wegerechts - Woche" gab es noch eine weitere Trutzpartie zum Thema in den niederösterreichischen Voralpen.

 

anbei ein paar bewegte Bilder von Andreas Altendorfer von der "Demo" die die positive Stimmung gut rüber bringen.

 

https://vimeo.com/129473614

 

Danke an alle 153 Radler die dabei waren. Auf Grund der zufällig eingerichteten forstlichen Speere wurde das Ganze fast eine "zache Gschicht".

 

Die nächste Gelegenheit bei einer Trutzpartie dabei zu sein gibt es am 20.Juni in Klaus, Oberösterreich.

Bearbeitet von grdi
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Ich hoffe wirklich, dass sich in näherer Zukunft eine Legalisierung der Befahrung von Forststraßen von Radfahrern gesetztlich verankern lässt. Die evt. damit verbundene Freigabe von Trails als MTB-Strecke wäre dann natürlich zusätzlich ideal.

Was ich auch einmal gelesen habe:

Dass Forst-Vertreter argumentieren, dass die Forststraße ein Arbeitsplatz ist und daher nicht befahren werden darf, sollte dann aber auch für Fußgänger gelten!?!

Bearbeitet von NoGo
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Dass Forst-Vertreter argumentieren, dass die Forststraße ein Arbeitsplatz ist und daher nicht befahren werden darf, sollte dann aber auch für Fußgänger gelten!?!

 

Das Problem Arbeitsplatz ist aber auch keines mehr wenn es eine "vertragliche Lösung" gibt, sprich Kohle gegen Laufmeter Forststraße.

 

Bei der PK der Landwirtschaftskammer hat ein Journalist der Salzburger Nachrichten bemerkenswerte Fragen, Statements abgegeben.

 

1. Wenn es ohnehin nur 60 TS Mountainbiker gibt die abseits der offiziellen Mtb-Strecken fahren (lt. GFK Studie) warum macht Ihr den dann so einen Aufwand ? Lasst die halt fahren

 

2. Ich (Journalist SN) bin Skitourengeher und Wanderer. Mir fällt auf, dass man uns Ski-Tourengeher immer mehr kanalisieren, leiten will. Wenn ich dann auf so einer Tour mit den Skiern unterwegs bin, werde ich gleich zu Beginn mit einem Automaten konfrontiert wo ich Geld reinschmeissen soll, jetzt will man auch Geld von den Mountainbikern. Was kommt als nächstes ? Ein Drehkreuz vorm Wald, wo ich als Wanderer, Spaziergänger zuerst Geld einwerfen muss?

 

Diese Seine Fragen haben es auf den Punkt gebracht. Antwort Titschenbacher:"blabla.....es geht um Respekt vor Eigentum." So endete übrigens jede seiner Antworten.

Der Wald hat aber auf Grund seiner hohen Sozialbindung sehr viele Aufgaben (Schutzwald, Wohlfahrtswirkung...Erholung) und steht allen Österreichern zu!! Alleinig den wirtschaftlichen Nutzen aus der Holzgewinnung kann der Eigentümer nutzen, dies aber auch nur gemäß den Vorgaben und Einschränkungen des Forstgesetztes. Das heißt, das Eigentum Wald ist stark eingeschränkt und das ist auch gut so.

Weiters gibt es keinen einzigen plausiblen Grund, warum bei uns in Österreich der erholungsuchende Radfahrer nicht dem erholungsuchenden Wanderer gleich gestellt ist. Das ist im benachbarten Ausland aber Realität. Nur bei uns in Österreich wird man als radikal dargestellt, wenn man dies fordert. In Bayern ist das Betretungsrecht des Waldes, der Zugang zu den Naturschönheiten bereits 1946 in einem Verfassungsgesetz festgehalten worden. Dies gilt dort natürlich auch für den Radfahrer versus Mountainbiker

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Viele waren bei der Naturfreunde Enquete eingeladen, haben aber kurzfristig abgesagt, (vorallem Touristiker).

Im Publikum waren außerdem sehr wohl Vertreter der Grundeigentümer die auch entsprechend Statements abgegeben haben.

 

Abteilungsleiter MR Dr. Johannes SCHIMA, Abteilungsleiter der Abteilung III/4 - "Forstliche Raumplanung und nachhaltige Entwicklung der Waldressourcen" im Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft.

 

Forstdirektor OSR Dipl.Ing. Andreas Januskovecz

Chef der MA 49 - Forstamt und Landwirtschaftsbetrieb der Stadt Wien

 

DI Schwaighofer Georg

ÖSTERREICHISCHE BUNDESFORSTE AG Unternehmensleitung Immobilien-Tourismus-Bodenressourcen

Bearbeitet von grdi
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ja da hast du recht, ich wollte das aber weiter oben als antwort senden. geht offensichtlich nicht. Habe einen Beitrag gelöscht, und erst dann nochmal probiert. So jetzt hat das Löschen geklappt. Danke für Hinweis Sorry. Bearbeitet von grdi
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