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nicht mehr sehr blond, immer noch blauäugig, schokosüchtiger denn je
20 Jahre und kein bisschen leise: In ihrer jüngsten Evolutionsstufe soll die All Mountain-Federgabel Fox 36 mit 140, 150 oder 160 mm Federweg mehr Steifigkeit, weniger Reibung sowie besseres Ansprechverhalten bieten. Ein neues Casting, überarbeitete Buchsen und die optimierte Luftfeder machen’s möglich.Das zugehörige Leichtbau-Modell 36 SL mit lediglich 120-140 mm Travel beinhaltet viel Technik aus dem langhubigeren Bruder bei 125 g weniger Gewicht. Dieses Modell wird die Fox 34 ersetzen.Und auch die Gravity-Dämpfer DHX2 und Float X2 wurden runderneuert und kommen – inspiriert von den Federgabeln – mit Monotube-Dämpfung. Sowohl Coil- als auch Luftversion behalten allerdings ihre getrennte High- und Lowspeed-Justierung.
All Mountain-Fahrer verlangen von sich und ihren Bikes immer mehr – mit der Überarbeitung der Fox 36 will der US-Suspension-Riese dieses Ausreizen der Möglichkeiten weiter unterstützen. Erhältlich für 27,5- und 29-Zoll-Laufräder, glänzt die mit 140, 150 oder 160 mm Federweg aufwartende Gabel deshalb laut Hersteller mit 20 % mehr Torsionssteifigkeit und einem verbesserten Ansprechverhalten.Der Lenkpräzision der fetteren 38er soll sich die jüngste 36er-Generation damit bis auf 13 fehlende Steifigkeitsprozente annähern. Hauptverantwortlich hierfür: das neue Casing. Nicht nur ist die Brücke breiter und auffällig durchlöchert; die Gabelkrone umschließt auch die unteren Holme. Außerdem wurden die Bypass-Kanäle, welche Schmieröl an den Gleitbuchsen vorbeileiten sollen, von der Rück- an die Innenseite verlegt – laut Fox ein Vorteil hinsichtlich lateraler Biegebelastungen.
Was das Innenleben betrifft, wartet die neue Version einerseits mit einem um 30 mm angehobenen Buchsenabstand auf. Das soll die Gabel über den gesamten Federweg reibungsärmer laufen lassen und ebenfalls die Seitensteifigkeit erhöhen.Andererseits ist da die neue „Float Glidecore Compliant“ Luftfeder, welche das Standrohr vom Luftschacht mittels Elastomeren entkoppelt. Dank dieser schwimmenden Lagerung und erhöhten Nachgiebigkeit soll der Kolben nicht verkanten, wenn sich die Gabel bei hoher Geschwindigkeit, viel Fahrergewicht und technischem Geläuf verwindet. Oder anders formuliert: Die Ferderung soll speziell dann, wenn man’s besonders braucht, geschmeidiger sein.
Dämpferseitig kommen die letztes Jahr vorgestellte GripX (für Trail-Biker, ersetzt Fit4, getrennte High- und Lowspeed-Druckstufe, externer Rebound-Versteller) oder GripX2 (für den Gravity-Einsatz, etwas schwerer, getrennt einstellbare High- und Lowspeed Druck- und Zugstufe) zum Zug.Weiters erwähnenswert sind Detailverbesserungen von einfacher handhabbaren Druckablassventilen über neuerdings zwei Schutzblechgrößen bis zu folgender Tatsache: Wer Volumsanpassungen vornehmen will, kann den Luftkammer-Deckel nun mittels gängigem Shimano-Kassettenwerkzeug abschrauben.Die Bremsaufnahme ist von 180 mm auf 200 angewachsen. Gewichtsmäßig hat sich gegenüber dem Vorgänger nicht viel getan, die Preise reichen je nach Ausführung von 999 bis 1.609 Euro.
Darf’s ein bisserl weniger sein? Als Nachfolger der 34 – der jüngste Cross- und Downcountry-Zuwachs 34 SL bleibt logischerweise im Programm - präsentiert sich das Leichtbau-Pendant der überarbeiteten 36er namens Fox 36 SL.Vom großen Bruder hat sie sich technisch viel abgeschaut, bleibt größenmäßig aber auf 29-Zoll-Optionen beschränkt und bietet auch nur 120, 130 oder 140 mm Federweg. Damit empfiehlt sich die neue Gabel für Trailbiker, die etwas Steifes (laut Hersteller 20% steifer als Fox 34 bei 100 g Mehrgewicht) und trotzdem Leichtes (1.755 g mit 140 mm Federweg und GripX Dämpfung) suchen.
Vom optimierten Chassis (mit allerdings kürzeren Standrohren) über die verbesserte Luftfeder bis zur größeren Überlappung der Buchsen gibt's ein Wiedersehen mit den weiter oben genannten Features. Geringere Reibung, höhere Steifigkeit und ein geschmeidiges Ansprech- und Federungsverhalten sollen demzufolge auch die Fox 36 SL auszeichnen.Auch an die bereits oben vorgestellten Detailverbesserungen (Fender, Luftfeder-Topcap, Entlüftungsventile) wurde gedacht. Bei der Dämpfung gibt's allerdings keine Wahlmöglichkeit: X2, und aus - was ja in Anbetracht des Einsatzzweckes und nicht zuletzt aufgrund des leicht zugänglichen Firm-Modus nur schlüssig ist.Kosten wird dieses Modell 939 bis 1.539 Euro.
Wenn vorne die Trail-Performance angehoben wird, muss das Hinterteil wohl oder übel mit. Allerdings sprechen wir nun von Bikes für die nächsthärteren Gangarten. Denn Fox hat auch seinen Downhill-Dämpfern DHX2 und Float X2 Verbesserungen angedeihen lassen.Konkret und vor allem wird bei beiden vom seit einem Jahrzehnt gängigen Twintube- auf ein Monotube-System umgestellt. Statt zwei ineinander geschobenen Rohren, durch die das Öl beim Ein- bzw. Ausfedern nacheinander fließt, gibt es jetzt also nur noch eins, und der Großteil der Dämpfungsarbeit wird nicht von der nunmehr relativ unbeweglichen Ölsäule verrichtet, sondern vom sich darin bewegenden Hauptkolben.Nachdem aber sowohl an der Druck- als auch an der Zugstufe die High- und Lowspeed-Einstellrädchen erhalten bleiben, spricht Fox nicht ohne stolz von einem World’s First: Vierfach-Verstellbarkeit trifft Monotube. Für eine als erste Info gedachte News scheint die dahinterstehende, innenliegende Mechanik etwas zu komplex. Eventuell gibt’s im Rahmen eines Tests ja mal die Möglichkeit, hier tiefer in die Materie einzutauchen.
Rein optisch sind die neuen Federbeine jedenfalls leicht zu erkennen. Standardmäßig werden sie mit einem quer verbauten Piggyback ausgeliefert, das zudem größer geworden ist. Letzteres ist auf den im Sinne der Stabilität auf 12,7 mm angewachsenen Dämpferschaft (vorher 9,5 mm) zurückzuführen, gilt es doch deshalb, mehr verdrängtes Öl aufzunehmen. Und rein funktionell stehen laut Fox ein verbesserter Druckausgleich und aufgrund des größeren Hauptkolbens mehr Tuning-Kapazitäten (Stichwort: mehr Shims) zu Buche, was wiederum zu schnelleren Reaktionszeiten und einem verbesserten Ansprechverhalten, einem größeren Abstimmungsbereich – hier greifen auch die neuen Rebound-Ventile – und höherer Haltbarkeit führen soll.Maximal verträgt die Luftfeder des X2 nun 350 psi, für Tuning-Zwecke gibt’s neue Volumenspacer mit 1ccm-Schritten. Im DHX2 werkt unverändert eine Stahlfeder, allerdings kommt ergänzend eine SLS-Feder in Mattschwarz.Erhältlich sind beide Modelle in elf verschiedenen Maßen, davon vier Trunnion. Das Startgewicht liegt bei 720 g für den X2 (210x55), zum Stahlfeder-Dämpfer macht Fox keine Angabe.Das Geldbörsel erleichtert man um 939 bis 989 Euro für ein bisschen Luft, die fette Federn sind um € 909,- bis € 959,- zu haben.
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