POC Amidal im Kurztest: Erste Erfahrungen

POC Amidal im Kurztest: Erste Erfahrungen

22.06.26 09:52 2.318Text: bolliMatthias Bollenberger Klicke für alle Berichte von bolliFotos: Erwin HaidenSchlanke Silhouette, MIPS Air Node und optionales Knog-Rücklicht: Wir haben den 310 Gramm leichten Helm für Rennrad und Gravel unter die Lupe genommen.22.06.26 09:52 3.850

POC Amidal im Kurztest: Erste Erfahrungen

22.06.26 09:52 3.8504 Kommentare bolliMatthias Bollenberger Klicke für alle Berichte von bolli Erwin HaidenSchlanke Silhouette, MIPS Air Node und optionales Knog-Rücklicht: Wir haben den 310 Gramm leichten Helm für Rennrad und Gravel unter die Lupe genommen.22.06.26 09:52 3.850

"Bolli, bist motiviert?"
Obgleich ich ernsthaft an der Kompatibilität meines Hauptes mit dem POC Amidal zweifelte, machte mich NoSanes Frage neugierig, denn auf den Fotos gefiel mir der Helm auf Anhieb. Um ehrlich zu sein, haben mir in meinem Leben deutlich mehr Fahrradhelme nicht gepasst als gepasst. Gerade die POC-Modelle hatte ich bisher eher mit dem berühmt-berüchtigten Calimero-Effekt assoziiert. Dann lese ich auf der POC-Homepage von einer "schlanken, kompakten Silhouette" und mache mich auf ins NYX Office zum Helm-Shooting.

 Amidal aus Stockholm statt Calimero aus Palermo 

Nur einer der beiden hat eine schlanke, kompakte Silhouette.
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In der Realität wirkt der Amidal tatsächlich deutlich schlanker als die mir bekannten POC-Modelle. Das erste Aufsetzen bestätigt den Eindruck: kein Marketing-Blabla, sondern ein Helm, der auch auf meinen Schädel passt und auf Anhieb bequem sitzt. Laut POC wurde die kompaktere Form durch eine spezielle EPS-Konstruktion erreicht. Das Material wird von innen nach außen dichter, wodurch der Helm steifer wird und mit weniger Material auskommt. Das spart Gewicht, ohne bei der Sicherheit Kompromisse einzugehen.

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Auffallend ist das MIPS Air Node System, also die direkt in die Polsterung integrierte MIPS-Lösung. Dieser Rotationsaufprallschutz gehört in der Preisklasse mittlerweile zum guten Ton. Praktischerweise kann die Polsterung als Ganzes entnommen, gewaschen und wieder eingesetzt werden. Die leichte EPS-Innenschale und die Polycarbonat-Außenschale sorgen für Stabilität, die man hoffentlich nie in Anspruch nehmen muss. Mit dem POC 360°-Fit-System inklusive Höhenverstellung lässt sich der Helm sehr gut an unterschiedliche Kopfformen anpassen. Das Einstellrad ist einfach zu erreichen und funktioniert tadellos.

  • POC Amidal in Größe MediumPOC Amidal in Größe Medium
    POC Amidal in Größe Medium
    POC Amidal in Größe Medium
  • 310 g auf unserer BB-Waage310 g auf unserer BB-Waage
    310 g auf unserer BB-Waage
    310 g auf unserer BB-Waage
  • Die POC Elicit Bike Brille wiegt 23 gDie POC Elicit Bike Brille wiegt 23 g
    Die POC Elicit Bike Brille wiegt 23 g
    Die POC Elicit Bike Brille wiegt 23 g
  • Das KNOG Helmet Light wiegt 19 gDas KNOG Helmet Light wiegt 19 g
    Das KNOG Helmet Light wiegt 19 g
    Das KNOG Helmet Light wiegt 19 g
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Tech Specs

Gewicht 300 g (Größe S)
310 g (Größe M)
340 g (Größe L)
Einsatzbereich Pendeln und Rennrad
Zertifizierung EN 1078
Funktionen Optimierte Belüftung
Mips Air Node
EPS-Innenschale
Polycarbonat-Außenschale
Individuell anpassbarer 360°-Fit
CFD (Computational Fluid Dynamics) getestet
Mehr Komfort dank leichter Materialien
Passt zum Knog-Licht
Stromlinienförmige Silhouette
Artikelnummer PC108831037
Preis € 240,- UVP
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  • Die POC Elicit Bike Brille...Die POC Elicit Bike Brille...
    Die POC Elicit Bike Brille...
    Die POC Elicit Bike Brille...
  • ... mit Zeiss-Gläsern...... mit Zeiss-Gläsern...
    ... mit Zeiss-Gläsern...
    ... mit Zeiss-Gläsern...
  • ... und drei unterschiedlichen Nasenpads... und drei unterschiedlichen Nasenpads
    ... und drei unterschiedlichen Nasenpads
    ... und drei unterschiedlichen Nasenpads

Die bekannte Brillengarage gibt es natürlich auch beim Amidal. Zwei gummierte Pads halten die Brille – und nicht nur Modelle von POC – sicher und geräuschlos an Ort und Stelle. Optional gibt es zudem ein gemeinsam mit Knog entwickeltes Rücklicht, das elegant ins Heck integriert werden kann. Die Montage ist zwar etwas fummelig, danach sitzt das Licht aber bombenfest und erhöht mit mehreren Blink- und Leuchtmodi die Sichtbarkeit im Straßenverkehr.

  • Brillengarage
    Brillengarage
    Brillengarage

Auch bei Aerodynamik und Belüftung hat sich POC Gedanken gemacht. Der Amidal ist kein kompromissloser Aerohelm, sondern setzt auf einen gelungenen Mittelweg. Die Luftkanäle sollen den Luftstrom möglichst wenig stören und gleichzeitig einen Kamineffekt erzeugen: Frische Luft wird vorne aufgenommen und hinten wieder abgeführt. Gerade an heißen Sommertagen sorgt das für angenehme Kühlung, ohne dass die Belüftung zugunsten der Aerodynamik geopfert wird.

  • Das Knog-Licht...Das Knog-Licht...
    Das Knog-Licht...
    Das Knog-Licht...
  • ... ist schnell montiert...... ist schnell montiert...
    ... ist schnell montiert...
    ... ist schnell montiert...
  • ... und auch, wenn's auf den Tageslicht-Fotos nicht so wirkt...... und auch, wenn's auf den Tageslicht-Fotos nicht so wirkt...
    ... und auch, wenn's auf den Tageslicht-Fotos nicht so wirkt...
    ... und auch, wenn's auf den Tageslicht-Fotos nicht so wirkt...
  • ... super hell!... super hell!
    ... super hell!
    ... super hell!

Die Bebänderung verlangt anfangs etwas Aufmerksamkeit und Geduld, bis alles perfekt sitzt, das ist allerdings kein Alleinstellungsmerkmal des Amidal. Was ich von manchen Helmen dieser Preisklasse kenne und hier vermisse, ist ein magnetischer Fidlock-Verschluss. Andererseits: Wie oft setzt man den Helm während der Fahrt tatsächlich ab? Einmal beim Einkehrschwung?

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Fazit

POC Amidal
Modelljahr: 2026
Testdauer: 2 Monate
Preis: € 240,- UVP
+ schlanke, kompakte Silhouette
+ hoher Tragekomfort
+ keine Druckstellen
+ gute Belüftung
+ MIPS Air Node
+ funktionelle Brillengarage
+ optionales, sauber integriertes Knog-Rücklicht
o Bebänderung etwas fummelig einzustellen
- mit 310 g in M kein Leichtgewicht
- kein Fidlock-Verschluss
BB-Urteil: Top! Vorne Business, hinten Party
Note 9 von 10

Der Amidal sitzt auch nach mehreren Stunden bequem am Kopf, verursacht bei mir keinerlei Druckstellen und die Belüftung funktioniert ausgezeichnet. Die Optik – insbesondere die markante Heckpartie – ist Geschmackssache. Gerade dieses „vorne Business, hinten Party“-Design macht den Helm aber unverwechselbar und verleiht ihm einen eigenständigen Charakter.

Nicht ganz perfekt ist die für die Bebänderung erforderliche Feinfühligkeit. Auch das Anbringen des Knog-Lichts erfordert ein wenig Geduld. Bei einem Preis von € 240,- wäre ein Fidlock-Verschluss wünschenswert gewesen, und mit 310 Gramm in Größe M zählt der Amidal nicht zu den Leichtgewichten. Allerdings ist der Tragekomfort hoch, was ihn zu einer bequemen Wahl für längere Fahrten macht.

Links:

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