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Größe: 175 cm Schrittlänge: 84 cm Gewicht: 70 kg Fahrstil/-können: Rennrad & Gravel, gute Ausdauer, wenig Power, volles Risiko bergab - wird allerdings selten belohnt
Noch während Schwalbe das Thema Road Tubeless radikalst vorantrieb wie kein anderer Reifenhersteller und auch (erst kürzlich) sein komplettes Road- und MTB-Performance-TLE-Portfolio auf den neuesten Stand brachte, arbeitete man still und heimlich an einer Tubeless-Alternative - dem Fahrradschlauch aus Aerothan. Über fünf Jahre wollen die Deutschen gemeinsam mit BASF das neuartige, thermoplastische Polyurethan (kurz: TPU) entwickelt haben und es sollte sich auszahlen.Die neuen Aerothan-Schläuche möchten gegenüber herkömmlichen Butyl-/Latexschläuchen neue Maßstäbe in puncto Gewicht, Pannensicherheit, Fahreigenschaften, Montagefreundlichkeit und Packmaß setzen und könnten auch für so manch eingefleischten Tubeless-Piloten die bessere Option darstellen. Wir durften die neuen Wunderwuzzis bereits einige Monate am Gravelbike fahren und unsere ersten Eindrücke bestätigten diese Behauptung. Die Aerothan Tubes scheinen ihren Pendants aus Butyl, Latex oder anderen Kunststoffen deutlich überlegen zu sein und vermitteln ein nahezu ähnlich performantes Fahrerlebnis wie mit einem guten Tubeless-Setup.
Mit thermoplastischem Polyurethan namens Aerothan möchten die Schwaben den Fahrradschlauch neu definieren. Und vertraut man den angegebenen Leistungswerten, so wäre es durchaus legitim, dieses Novum mit einer echten Revolution gleichzusetzen. Denn die neuen Aerothan Tubes "Made in Germany" sollen nicht nur völlig frei von Gummi und recyclingfähig hergestellt sein, sondern versprechen äußerst niedriges Gewicht, hohe Stabilität sowie Hitzebeständigkeit, niedrigen Rollwiderstand und eine überragende Pannensicherheit.In Zahlen verheißt Schwalbes Innovation eine Gewichtseinsparung von rund 40% gegenüber eines vergleichbaren Extralight Schlauches. 41 Gramm wiegt die leichteste Rennrad-Variante, das MTB-Pendant in 54/62-622 für den durchschnittlichen 29er Reifen soll 87 g auf die Waage bringen. Das entspricht am Rennrad gut 100 Gramm an Einsparungen gegenüber herkömmlichen Schläuchen und am breit bereiften Gravelbike wären sogar bis zu 180 Gramm möglich - pro Bike, wohlgemerkt.Dem nicht genug sollen die Aerothan-Schläuche auch den widersprüchlichen Spagat aus Leichtgewicht und Pannensicherheit machen. Besonderheiten wie hohes Rückstellvermögen, enorme Zugfestigkeit, überragende Dämpfung und extreme Hitzebeständigkeit, allesamt nachzulesen in der ersten Presseaussendung, klingen wie echte Killerargumente gegenüber Schläuchen aus Butyl, Latex oder anderen Kunststoffen.
Im Stichtest (Plunger Test), der das Eindringen eines kleinen Gegenstands simuliert, zeigt sich Aerothan mit stolzen 47 Newton Kraftaufwand gegenüber anderen Materialien mehr als doppelt so robust. Und auch beim Snake Bite-Test mittels Fallbeil soll der Schlauch aus Aerothan deutlich höhere Kräfte aushalten als Butyl-, Latex- oder andere Kunststoffschläuche. Vor allem für Besitzer von Rennrädern mit Felgenbremsen interessant: mit über 150°C bei 78 km/h getestet, ist seine Beständigkeit gegenüber Hitze ebenfalls top. Die hohe Formstabilität des Materials soll weitere Vorteile gewährleisten. Einerseits platzen Aerothan Tubes nicht schlagartig, sondern die Luft entweicht im Falle eines Defektes nur langsam; andererseits soll das Fahrverhalten selbst bei niedrigem Luftdruck stabil bleiben. Durchschläge oder gefürchtetes Burping verlieren so ihren Schrecken.Gepaart mit dem geringen Rollwiderstand, welcher gemäß Schwalbes hauseigenem Prüfstand auf Augenhöhe mit Latexschläuchen liegt, macht Aerothan aber nicht nur Butyl & Co. Konkurrenz, sondern sollte auch für viele Tubeless-Fahrer eine performante Alternative sein.
Aber selbst der beste Fahrradschlauch aus High-End-Basismaterial vermag seine Performance bezüglich Gewicht, Stabilität und Pannenschutz nur dann voll zu entfalten, wenn es gelingt, diesen in gleichbleibender Qualität und unter geringstmöglichen Fertigungstoleranzen herzustellen.Darum werden alle Aerothan Tubes im Blasfolienextrusionsverfahren als Endlosschlauch hergestellt, abgelängt und mittels eines patentierten Verfahrens in Reichshof/Deutschland gefertigt. Das besondere daran ist ein hochpräziser Laser, der Ventil und Schlauch miteinander verschweißt und extrem flache Nähte erzeugt. Diese Eigenschaft ist nicht nur einem präzisen Fahrverhalten zuträglich, sondern spielt auch eine wichtige Rolle beim Vermeiden von Pannen - schließlich sind die Nähte einem extremen mechanischen Stress ausgesetzt. Da es sich bei Aerothan um einen flexiblen Werkstoff handelt, spricht Schwalbe trotz aufwendigster Fertigungs- und Kontrollverfahren von möglichen Gewichtsabweichungen von +/- 5%.
Der neue Aerothan-Schlauch wird seit Oktober dieses Jahres für die gängigsten Reifengrößen angeboten: als RACE (Rennrad für 23-28 mm), ENDURACE RACE (Rennrad für 28-35 mm), ALLROUND (Gravel/Trekking für 37-50 mm) und MTB/MTB+ (Mountainbike für viele Laufradstandards und Reifenbreiten). Dabei besitzen ausnahmslos alle Schlauchvarianten ein 40-mm-Sclaverand-Ventil - allerdings mit einem herausschraubbaren Ventilkörper für Ventilverlängerungen.
Ab Mai 2021 auch mit 60- bzw. 80-mm langem Ventil erhältlich.
Für unseren Langzeittest wählten wir zwei Aerothan Tubes Allround mit der Produktbezeichnung "17E" - sprich: breite Gravel/Trekking-Schläuche für 28" Laufräder mit 37 bis 50 mm breiten Reifen.Diese sollten sich als ideale Ergänzung unserer Schwalbe G-One Allround in 45C erweisen, wenngleich das tatsächliche Gewicht von 67 Gramm pro Schlauch um exakt 10% höher ausfiel, als es mit 61 Gramm (+/- 5%) versprochen wurde. Dennoch: ein niedriges Gewicht und nahezu kein Penalty gegenüber 60 ml Tubelessmilch und einem 5 Gramm schweren TLE-Ventil.
Befolgt man die Hinweise des Herstellers, gestaltet sich die Montage von Aerothan-Schläuchen ähnlich einfach und sicher wie jene traditioneller Butylschläuche.
Verglichen mit herkömmlichen Butylschläuchen können Aerothan Tubes dank ihrer immensen Formstabilität mit deutlich niedrigeren Luftdrücken gefahren werden. Für den optimalen Luftdruck orientiert man sich an den Empfehlungen des entsprechenden Tubeless-Setups, beim Maximaldruck zählt die jeweils niedrigere Maximaldruckangabe von Felge oder Reifen.In unserem Fall wählten wir für die Kombination aus DT Swiss GRC 1400 Felgen mit 24 mm Maulweite und den Schwalbe G-One Allround in 45C, 2,0 bar vorne und 2,25 bar hinten. Sprich: genau die gleichen Drücke wie zuvor beim Tubeless-Setup.In Sachen Luftdruckstabilität liegen die Aerothan Tubes in etwa gleichauf mit Butylschläuchen - zumindest war dies bei unseren breiten Gravel- und MTB-Testreifen der Fall. Häufiges Nachpumpen wie beispielsweise bei Latexschläuchen war nicht notwendig. Nach drei Tagen konnten wir bei den voluminösen 700x45C einen Druckverlust von etwa 10-15% feststellen, nach drei Wochen lag dieser bei etwa 20%. In Zahlen betrug der Luftdruck am Vorderrad nach drei Wochen 1,6 bar (Montage mit 2,0 bar).Achtung: Bei schmäleren Reifen - beispielsweise Rennradreifen zwischen 23 und 28 mm - mit weniger Luftvolumen und dimensionsbedingt höheren Drücken verhält es sich mit Lufthaltigkeit erfahrungsgemäß ungleich weniger stabil. Hier wird man wohl - wie auch bei Road Tubeless - öfters nachpumpen müssen, um den gewünschten Druckbereich zu erhalten.
Traut man den Laborwerten, so besitzen Schwalbes Aerothan-Schläuche mit einer hohen Pannensicherheit, ihrem niedrigen Gewicht, dem minimalen Rollwiderstand, der enormen Hitzebeständigkeit und obendrein ihrer guten Fahrstabilität - selbst bei geringem Luftdruck - unschlagbare Argumente gegenüber dem Wettbewerb. Einzig der hohe Anschaffungspreis zwischen 27,90 und 29,90 Euro UVP pro Exemplar spräche weiterhin für den Kauf von Butyl-, Latex- oder günstigere Kunststoffschläuchen. Aber selbst dieser könnte sich relativieren, falls Pannenschutz und Haltbarkeit in der Realität wirklich so gut wären wie es einen die Testergebnisse (siehe Grafiken oberhalb) erträumen lassen.Da sowohl die technischen Vorzüge als auch ihre Performance in vielen Punkten auf Augenhöhe eines Tubeless-Systems zu liegen scheinen, stellt sich unserer Meinung nach allerdings nicht wirklich die Frage, ob Aerothan der bessere Fahrradschlauch wäre, sondern ob Aerothan darüber hinaus eine High-End-Alternative zu Tubeless sein könnte.
Wie der Name schon sagt, erfordert ein schlauchloses System keinen innenliegenden Schlauch. Ähnlich wie beim Auto oder Motorrad wird die Form der Felge mit jener des Reifenwulstes genau aufeinander abgestimmt und es kommen spezielle Schlauchlosventile zum Einsatz. Besitzen die Tubeless-Laufräder Speichenlöcher im Felgenbett, wird obendrein ein spezielles, dichtes und druckfestes Felgenband benötigt.Theoretisch wäre das System nach der Montage der Reifen luftdicht, trotzdem empfehlen fast alle Hersteller das Einfüllen von 30-60 ml einer speziellen Latex-Dichtmilch pro Laufrad.Während die Kennzeichnung "TLE/TLR" lediglich darüber Aufschluss gibt, dass sich die jeweilige Komponente zur Schlauchlosmontage eignen würde (z.B. Schwalbe, Vittoria, Bontrager, DT Swiss, etc.), steht "UST" für eine zertifizierte, standardisierte und patentierte Verbindung zwischen Laufrad und Reifen (zur Zeit nur Mavic).Von Experimenten mit nicht für TLE/TLR/UST freigegebenen Felgen und Reifen sollte man absehen, da das Risiko des plötzlichen Druckverlusts oder eines von der Felge abspringenden Reifens zu groß ist. Im Gegensatz zum MTB können (bzw. sollten) gewöhnliche Faltreifen (Tube Type) nicht für Road Tubeless genutzt werden, da ein normaler Reifenwulst eventuell den hohen Kräften - vor allem wegen des höheren Luftdrucks - nicht standhält.
"Putzta bis glänzta, montierta und foahrta." So mühsam das Reinigen der Tubeless-kontaminierten Gravelreifen und DT Swiss Felgen auch war, so einfach ging die Montage der Aerothan Tubes vonstatten. An dieser Stelle möchte ich nochmals eindringlich den Einsatz von Schwalbes Easy Fit Montageflüssigkeit propagieren, die entweder erst das Unmögliche möglich macht oder zumindest den Nagelbettschmerz empfindlich lindert. Gewichtsmäßig änderte sich nach dem Systemwechsel von Road Tubeless auf Aerothan wenig bis nichts und auch der Druckbereich von 2,0 bar vorne und 2,25 bar hinten ließ sich wie gewohnt wählen.Relativ knapp nach einer längeren Ausfahrt mit meinem gewohnten Road Tubeless Setup, drehte ich eine weitere Runde mit den neuen Aerothan-Schläuchen. Und ihr werdet nicht glauben, welche Unterschiede ich zum bisherigen System beim subjektiven Fahrgefühl spüren konnte.
"Gor kane hob i gspürt, sapperlot." Zumindest auf Schotter und weicheren Böden müsste ich lügen, wenn ich auch nur irgendeinen Unterschied zu Tubeless ausgemacht hätte. Komfort, Traktion, Grip... alles wie gewohnt und das war auch gut so, wenngleich etwas unspektakulär. Auf Asphalt allerdings, das bildete ich mir zumindest ein, rollten die Reifen ein wenig härter und lauter ab, vielleicht sogar einen Zacken weniger geschmeidig. Dafür boten sie in Applauskurven gefühlsmäßig ein bis zwei Äutzerl mehr Halt als die haptisch elastischere Tubeless-Variante. Insgesamt würde ich den Aerothan Tubes aber tatsächlich bessere Fahreigenschaften als Butyl und in etwa die gleichen wie mit Latex bzw. Tubeless attestieren.
Was hingegen den geringen Rollwiderstand und andere Eigenschaften wie Pannenschutz, Hitzebeständigkeit und Haltbarkeit betrifft, so ließen sich diese klarerweise noch nicht überprüfen - Erfahrungswerte werden spätestens im Frühling nachgereicht. Mit Ausnahme der Hitzebeständigkeit, denn ich fahre bekanntermaßen Discs an all meinen Freilufträdern und wüsste nicht, wie ich die Laufräder ohne Warm-Up mittels Heißluftfön auf Temperatur bringen könnte.
Seit der Erscheinung dieses Artikels im Winter 2020 fuhr ich Schwalbes Aerothan-Schläuche in verschiedenen Rennrädern sowie in meinen beiden Gravelbikes. Trotz mehrerer Reifenwechsel hatte ich mit der Haltbarkeit der Aerothans keine Probleme. Ich achtete allerdings immer darauf, dass ich sie nur mit Reifen der gleichen oder einer größeren Dimension montierte. Auch der Einsatz von Ventilverlängerungen ging komplikationslos vonstatten, wenngleich diese äußerst gefühlvoll hineingeschraubt werden mussten, um das Kunststoffgewinde nicht zu beleidigen.Beim Rollwiderstand, der "Souplesse" (jenem leichtfüßigen Fahrgefühl, das man zwar fühlen, aber kaum erklären kann) und dem Durchschlagschutz konnte ich keine großartigen Nachteile gegenüber TLR feststellen.Einzig der Durchstichschutz lag bei Aerothan auf einem schlechteren Niveau, weshalb man seine Entscheidung neben dem Fahrergewicht und dem Reifendruck auch von den vegetativen Gegebenheiten abhängig machen sollte. In meinem konkreten Fall hatte ich insgesamt drei Defekte in eineinhalb Jahren.
Defekt #1 am Rennrad: Nach einer Querfeldeinfahrt mit einem äußerst ungünstig gewählten Reifen (Schwalbes Pro One TT in 25C mit mäßigem Pannenschutz). Die Ursache für den unplanmäßigen Stopp war ein spitzer, hölzernen Dorn, gegen den auch der ansonsten hervorragende Aerothan-Schlauch machtlos war. Nach der Reparatur mit einem selbstklebenden Flicken von Schwalbe konnte die Reise zwar weitergehen, aber so richtig dicht blieb der Reifen nicht, weshalb ich ihn ein paar Tage später austauschen musste.Defekt #2 & #3 am Gravel: Wieder ein Dorn, welcher in der Reifenkarkasse stecken blieb und sich mit fortlaufender Zeit seinen Weg durch die Aerothan-Haut bahnte. Flicken drauf. Weiterfahrt möglich. Kurz darauf erneut ein Patschen. Die Ursache war, nach längerer Suche, ein zweiter Dorn, den ich wohl bei der Reparatur übersehen hatte. Flicken drauf. Heimfahrt. Auch dieser Schlauch blieb mit den Flicken nicht dicht und wurde ersetzt.
In allen drei Situationen verloren die Schläuche nur sehr langsam Luft, weshalb ich immer Zeit genug hatte, ohne Durchschläge an einem sonnigen Plätzchen auszurollen. Da sich die Suche nach dem Loch jedes Mal recht schwierig gestaltete und der Einsatz von selbstklebenden Flicken keine langfristige Lösung war, würde ich zum klassischen Ersatzschlauch raten.Mein persönliches Resumé: Für normale Trainings- oder Sonntagsfahrten kommt mir keine Milch mehr in Rennrad- oder Gravelreifen. Mittlerweile bin ich zu einem echten Fan von TPU-Schläuchen herangereift. Bei Bikepacking-Veranstaltungen oder Gravelrennen sieht das allerdings anders aus. Da bleibt ein gut abgestimmtes Tubeless-Setup für mich nach wie vor die erste Wahl. Gleiches gilt auch für Gegenden mit viel dornigem Gestrüpp.
Grenzenloses Vergnügen und optimale Sicherheit mit den hauchzarten Schläuchen aus Aerothan.
Ähnlich wie auch bei unserem "Road Tubeless" Langzeittest im Jahr 2019 vermochten mich die Allround Aerothan Tubes in Verbindung mit den DT Swiss GRC 1400 Felgen mit 24 mm Maulweite und den Schwalbe G-One Allround in 45C bei <85 kg Systemgewicht mit 2,0 bar vorne und 2,25 bar hinten bis zur Erscheinung dieses Artikels nicht nur auf ganzer Linie zu überzeugen, sondern wiederholt regelrecht zu begeistern. Nur auf den patzig-klebrigen Umbau VON Tubeless AUF Aerothan hätte ich gerne verzichtet und ich empfehle jedem, die TPU-Schläuche - falls möglich - in unbefleckte Reifen und Laufräder einzubauen. In den eineinhalb Jahren, die zwischen dieser Publikation und dem Langzeittest-Update im April 2022 vergangen sind, fuhr ich zahlreiche Aerothan-Schläuche am Rennrad, Gravelbike und auch mit waschechten MTB-Reifen am OPEN WI.DE. Monstergraveler. Die Patschen ließen sich an einer Hand abzählen: zwei (bzw. drei) Durchstiche aufgrund von Dornen. Das geht in meinen Augen in Ordnung; der Luftverlust ging schleichend vonstatten und die Heimfahrt war stets nach einer raschen (sauberen) Reparatur problemlos möglich.Verglichen mit ihren Pendants aus Butyl- oder Latex sind Aerothan-Schläuche, abgesehen vom Einstandspreis, um Häuser überlegen. Dank ihrer immensen Formstabilität können sie mit deutlich niedrigeren Luftdrücken gefahren werden und liegen in Sachen Luftdruckstabilität in etwa gleichauf mit Butylschläuchen. Häufiges Nachpumpen wie beispielsweise bei Latexschläuchen ist nicht notwendig.Trotzdem möchte ich keine generelle Empfehlung für Aerothan Tubes aussprechen. Es scheint zwar so, als hätte Schwalbe mit ihrer Entwicklung nicht nur eine High-End-Alternative zu herkömmlichen Fahrradschläuchen im Portfolio, sondern auch eine echte Option für Road Tubeless am Rennrad, Endurance oder Gravel. Aber ob die Aerothan-Schläuche auch am MTB, als Ersatz für's etablierte Tubeless, anzuraten sind, müsste im konkreten Einzelfall genau geprüft werden. Zu unterschiedlich sind oftmals die individuellen Anforderungen bezüglich Materialkompatibilität, Fahrergewicht, Reifendruck, Fahrweise & Co. sowie die vegetativen Gegebenheiten (Stichwort: Dornen).Fest steht für mich allerdings, dass Aerothan Tubes signifikante Vorteile beim Handling und im Pannenfall gegenüber "Road Tubeless" besitzen und sich in den letzten eineinhalb Jahren in puncto Haltbarkeit, Rollwiderstand und grundsätzlich auch beim Pannenschutz absolut bewährt haben.
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