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nicht mehr sehr blond, immer noch blauäugig, schokosüchtiger denn je
Versteckter Dämpfer, Sechsgelenk-Hinterbau, schier unendliche Konfigurationsmöglichkeiten, die von Downhill-Rennen über Freeride bis Bikepark der Vielseitigkeit Tür und Tor öffnen – vergangene Woche hat Scott das offene Geheimnis um seinen im Weltcup bereits fleißig gefahrenen Prototypen gelüftet und das neue Gambler vorgestellt.Erhältlich in zwei Ausstattungsoptionen um € 7.599,- (Gambler RC mit HMX-Carbonrahmen) oder € 4.899,- (Gambler 10 mit Alu-Hinterbau), wird das somit letzte Scott-Fully, welches aufs dereinst von Bolt etablierte, integrierte Dämpfer-Design umgestellt wurde, im Herbst auf den Markt kommen.
Fast by nature
Da der Rennsport im Mittelpunkt der DNA des Gambler steht, waren das Scott DH Factory Team zusammen mit den Spitzensportlern Benoit Coulanges und Ethan Craik stark in die Entwicklung des MY26 involviert. "Das neue Gambler bietet das Beste aus beiden Welten - die Durchschlagskraft eines High-Pivot-Idlers und die Geschwindigkeit eines 4-Gelenker-Layouts", gibt denn nun auch Scott-Racer Ethan Craik zu Protokoll.
Ganze sechs Gelenke zieren, ähnlich wie beim Ransom, den Hinterbau und lenken dessen 210 mm Federweg in geordnete Bahnen bzw. erlaubten es den Ingenieuren, wichtige Federungseigenschaften wie Hebelverhältnis, Anti-Squat (letztlich ca. 100%) und Anti-Rise (50-60%) unabhängig voneinander zu beeinflussen.Das Ergebnis? Ein System, das laut Scott besser abstimmbar, berechenbarer und anpassungsfähiger an moderne DH-Rennen ist.Ergänzt um die Integrated Suspension Technology, also den komplett im Inneren versteckten Dämpfer, der noch näher ans Tretlager rückte, wurde die Masse zentralisiert, was der Traktion, Agilität in engen Kurven und Gelassenheit in Hochgeschwindigkeitspassagen zugute kommen soll.Diese Rahmenkonstruktion leitet Scott zufolge auch die Aufprallkräfte effizienter zum Dämpfer weiter, reduziert seitliche Belastungen und verlängert die Lebensdauer von Lagern und Buchsen, während gleichzeitig die Empfindlichkeit der Federung verbessert wird.
Nicht minder auf die Anforderungen moderner Downhill-Strecken zugeschnitten ist der Rest des in drei Größen erhältlichen Rahmens, und hier speziell dessen Carbon-Layup-Technik. Verstärkungen um das Tretlager und Steuerrohr sorgen für Stabilität unter Belastung, während die Rahmenflexibilität optimiert wurde, um die Spurtreue der Räder und das Feedback für die Fahrer zu verbessern.Was die Wahlfreiheit bei den Federbeinen betrifft: Der Rahmen ist für alle gängigen Stoßdämpfer auf dem Markt geeignet – sowohl für Feder- als auch für Luftdämpfer, sofern sie über das korrekte Einbaumaß verfügen. Eine überdimensionierte Öffnung im Unterrohr ermöglicht ebenso Zugang zu Einstellungs- oder Befestigungszwecken wie eine zweite Luke im Sitzrohr. Beide Zugänge sind mit strapazierfähigen Rahmenabdeckungen versehen, um Staub und Schmutz vom System fernzuhalten.
Schon bisher war Scotts Downhiller recht veränderbar. Mit fünf unäbhängigen Einstellmöglichkeiten wird er nun noch vielseitiger und soll sich quasi beliebig an den Fahrstil, die Anforderungen der Strecke und individuelle Konfigurationsvorlieben anpassen lassen – ohne Kompromisse beim Fahrverhalten des Bikes einzugehen.Ausgeliefert wird das Mullet-Bike im hohen (vgl. BB-Drop) und linearen (Progression 25%) Setting.
Die Höhe des Tretlagers kann per Flip Chip in der vorderen Dämpferaufnahme um 16 mm verändert werden. So lassen sich Bodenfreiheit und die Gewichtsverteilung zwischen Vorder- und Hinterrad feinabstimmen.
Mit den mitgelieferten ±6-mm-Steuersatzschalen lässt sich der Reach entsprechend an Körpergröße oder Fahrstil anpassen.
Mithilfe eines Flip-Chips (bremsenseitig) bzw. austauschbaren UDH-Ausfallendes kann zwischen 445 mm und 460 mm langen Streben gewechselt werden: kurz für Agilität, lang für Stabilität.
Mit dem gleichen Flip-Chip, der für die Tretlagerhöhe verwendet wird, kann auch die Progressionsrate eingestellt werden. Mehr (30 %) für verbesserte Empfindlichkeit im oberen Bereich und eine erhöhte Widerstandsfähigkeit gegen Durchschlagen oder weniger (25 %) für eine robustere Unterstützung im mittleren Hubbereich und mehr Vorhersehbarkeit, wenn's hart auf hart kommt.
Der in S, M oder L angebotene Rahmen wurde für MX-Räder (29/27,5") entwickelt. Wer will, kann mit bestimmten FlipChip-Settings aus dem Mullet- aber auch ein komplettes 29"-Bike machen.
Erhältlich sein wird das Gambler noch diesen Herbst in zwei Komplett-Konfigurationen. Das mit einem UVP von € 7.599,- ausgepreiste Gambler RC Modell kommt mit einem Luftfahrwerk aus Fox Float X2 Dämpfer und Fox 40 Gabel, jeweils in Topversion. Gangwechsel und Verzögerung übernehmen Sram-Teile der Gattung X01 bzw. Maven. Mit Race Face Kurbel und Atlas Laufrädern sowie Anbauteilen der Scott-Eigenmarke Syncros wird das 16,84 kg wiegende Topmodell ergänzt.Um 4.899 Euro wandert hingegen das 0,7 kg schwerere Gambler 10 über den Ladentisch. Es hat, anders als das Vollcarbon-Pendant, einen Alu-Hinterbau und setzt auf (Stahl-)Federn von RockShox: Vivid Coil hinten und eine Boxxer Base vorne. Die 4-Kolben Bremsen stammen von Shimano (MT520), der Antrieb von Sram (GX DH). Dazu ergänzt Scott einmal mehr ein Syncros-Cockpit sowie Alexrims-Felgen, die auf Formula-Naben aufgespeicht sind und, wie das Topmodell, mit Maxxis Assegai/Minion DHRII-Reifen bestückt wurden.
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