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nicht mehr sehr blond, immer noch blauäugig, schokosüchtiger denn je
Seit 1965 entwickelt Smith Optics Produkte für Outdoorer. Im Vorjahr wurde mit dem Forefront erstmals ein Trail-Helm präsentiert. Optisch polarisierte der kompakte, aber "irgendwie anders" aussehende Kopfschutz.
Funktionell war er jedoch vom Fleck weg über alle Zweifel erhaben - nicht zuletzt aufgrund schlauer Details wie einer Fläche für die Befestigung moderner Gadgets (Kamera, Lampe ...) oder der simpel anzubringenden Goggle-Halterung (mitgelieferte Klebestreifen an ebenfalls inkludierte Plastikteile samt Gummiband picken, an dafür vorgesehene Stellen/Ausnehmungen anbringen, fertig).
Weniger schlau: dass beim orangen Modell nach Ablösen des Größen-Etiketts ein andersfärbiger Fleck blieb.
Wie andere Smith-Helme auch zeichnet sich das 300-g-Modell mit hinten tiefgezogener Schale durch die sogenannte Aerocore-Konstruktion aus. Diese setzt u.a. auf Koroyd, ein wabenartig geformtes Materialsystem, dass Energie deutlich besser verarbeiten und somit Schläge besser absorbieren soll (die Probe aufs Exempel blieb bislang dankenswerter Weise aus) als herkömmliche EPS-Schalen. Der aus einer äußeren PC-Schale mit EPS-Liner und innenliegendem Verstärkungsskelett sowie besagtem Koroyd bestehende Schichtaufbau ist leichtgewichtig und gestattet eine dermaßen gute Ventilation, dass er auch bei aerodynamisch immer besonders geforderten Straßenmodellen zum Einsatz kommt.
Uns konnte die auf den ersten Blick schrecklich heiß weil „geschlossen“ anmutende Konstruktion sogar während der jüngsten Hitzewellen überzeugen. Natürlich wird ein rundum Schutz bietender Trail-Helm nie so luftig sein wie ein minimalistisch ausgelegter Racer-Deckel. Von Überhitzung war aber selbst bei 38° am Hallstätter Salzberg keine Rede. Wenn das Gesichtchen darunter etwas geröteter wirkte als sonst, lag's wohl an der knallorangen Farbgebung des Testmodells, das irgendwie auf alles darunter „abfärbt“. Und auch die Pads, seit heuer mit X-Static Textilfasern zur Kühlung, bewährten sich bislang hervorragend. Sie wirken relativ dünn und klein, erfüllen ihre Aufgabe aber tadellos. Aufpassen heißt's lediglich beim Gewöhnen ans Gerät: Nachdem sich der Forefront quasi gemütlich wie eine zweite Haut um den Kopf schließt, stellt man ihn anfangs eventuell zu eng und hat dann Druckstellen am Hirn …
Praktisch: Das Visier ist verstell- bzw. abnehmbar, das VaporFit-Anpassungssystem ermöglicht eine einfache und einhändige Größenverstellung. Brillen halten entweder überall oder nirgends - wer diesbezüglich sichergehen will, greift am besten zu einem Modell aus gleichem Haus. Selbst bei eng sitzender Eyewear gibt's übrigens nie Probleme mit den Riemen. Die Befestigungs-Straps der Weitenregulierung fallen nämlich schön schmal aus.
Das Sichtfeld ist auch bei runtergeklapptem Visier ausgezeichnet - der Helmrand ist nur bei absichtlichem Blick 'gen Himmel zu sehen. Apropos sehen: Optisch findet der Forefront ebenso viele Befürworter wie Gegner (vgl. Screenshot unten). Fakt ist: Für einen All Mountain Helm fällt er relativ zierlich und leicht aus (der diesbezügliche Eindruck auf den Fahrfotos täuscht - NoMan hat einen ziemlich kleinen Kopf, mit derlei Getöpf normal schlicht inkompatibel).Subjektiv betrachtet fallen die angegebenen 51 cm Mindestumfang für Gr. S eher wie 52 bis 52,5 aus. Echten Schrumpfbirnen ist also vielleicht selbst dieses Zarterl zu groß ...
Den mittlerweile preisgekrönten All Mountain Helm gibt es 2015 in zehn unterschiedlichsten Farben – teilweise auch mit MIPS-Technologie. Preis o. MIPS: € 200,- | Größe S, M, LPreis m. MIPS: € 260,- | Größe S, M, L
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