Passwort vergessen?
nicht mehr sehr blond, immer noch blauäugig, schokosüchtiger denn je
Es ist Herbst. Morgens ist es nebelig und kalt, mittags sonnig und warm, am Nachmittag wird’s alsbald wieder kühl: Und dazwischen wechseln die Bedingungen, je nach Windrichtung, Tourenverlauf und Wolkendichte, weitere hundert Mal.Gleiches macht im Regelfall unsere Kleidung: Jacke an, Jacke aus. Ärmlinge rauf, Ärmlinge runter. Trikot zuzippen, Trikot aufzippen. Knielinge einpacken, Knielinge auspacken. Wie viel einfacher wäre es, könnten all die intensiven Eindrücke der Übergangszeit – das Nebelmeer von unten, die Wolkendecke von oben, der Föhnwind von vorn, die Sonne von hinten – mit nur einem Kleidungsstück genossen werden!
Mit den Windstopper-Trikots und -jacken „1beats2“ will Löffler genau das geschafft haben. Wir haben anhand zweier Oberteile – ein etwas dichteres Damentrikot in Schwarz/Weiß und ein neongelb-schwarzes Herrentrikot mit netzartigen Einsätzen – die Probe aufs Exempel gemacht.
Der erste Eindruck: Im Griff fühlen sich die winddichten und wasserabweisenden Sektionen an Brust, Schulter und Armen tatsächlich angenehm „stoffig“ an. Das Gesamtkunstwerk unterscheidet sich damit haptisch, speziell im Fall des Herren-Jerseys, kaum von einem normalen Trikot.Beim Überstreifen bestätigt sich dieses Gefühl. Das Windstopper Superlite ist in alle Richtungen dehnbar, auf der Haut durchaus angenehm und überraschend leicht und dünn – natürlich jeweils nicht so ausgeprägt wie die dazwischen eingearbeiteten „normalen“ Stoffteile, aber doch z.B. spürbar komfortabler als dickere Membranen.In Sachen Passform hat Löffler eine Punktlandung geschafft. Der Schnitt der Jerseys ist sportlich eng, ohne komplett anzuliegen. Ärmel- und Kragenweite sind gut gewählt – weder zwicken noch flattern die Abschlüsse. Der durchgehende Frontzipp (praktischerweise mit einem großen Griff in L-Form, der das Handling sehr vereinfacht) ist bei aller optischen Massivität nachgiebig genug, um die Vorderseite in Querrichtung nicht unschön auszubeulen. Dank durchgehendem Silikonbesatz der Bundinnenseite bleibt das Kurzarmshirt außerdem allzeit an seinem Platz.
"Ein cooles Teil für die Übergangszeit! Ich fahre im Herbst normal immer mit Weste. Aber das An- und Ausziehen nervt, und wenn nichts flattert, sieht's einfach stylisher aus."
So weit, so gut. Aber wie verhält es sich nun mit der versprochenen Eigenschaft, Temperaturschwankungen von bis zu 15°C auszugleichen? Um's kurz zu machen: 1A. Natürlich ist das Fahren bei 10° mit einem Frösteln verbunden – allerdings nur im Bereich der nackten Arme, was durch Verwendung von Ärmlingen vermieden werden kann. Und logischerweise wird’s bei einem Anstieg, auf den die Herbstsonne nochmals mit ambitionierten 25° bruzzelt, warm. Ein Griff zum Reißverschluss, um das Trikot bis zur Hälfte zu öffnen, beseitigt das Problem aber jeweils gekonnt. Dazwischen bleibt ein breiter – und normal problembehafteter – Temperaturbereich von rund zehn Grad, in dem sich das Jersey perfekt bewährt und tatsächlich das Mitführen einer zusätzlichen Windweste überflüssig macht. Denn die Windstopper-Sektionen sind ideal platziert, um den kühlen Fahrtwind von den entscheidenden Körperpartien abzuhalten (speziell, dass auch die Ärmel und Schultern inkludiert sind, erwies sich in der Praxis als wertvoll) und schattigen Passagen die Schneid zu nehmen. Gleichzeitig fallen Atmungsaktivität und Thermoregulierung (wohl auch dank der eingearbeiteten Lycra-Einsätze) hoch genug aus, um auch bei intensiveren Einheiten bzw. in der Nachmittagssonne nicht zu explodieren. Zu wissen, dank der wasserabweisenden Membran zumindest teilweise vor Regen geschützt zu sein, ist ebenfalls ein gutes Gefühl. Eine Jacke kann die Kurzarm-Version aber nicht gänzlich ersetzen – Hierzu braucht's Ärmlinge, wenn auch nicht unbedingt mit Wind- bzw. DWR-Besatz wie bei der ebenfalls angebotenen Vario-Jacke der Fall.
Ein cooles Teil speziell für die Übergangszeit. Dass genau die kritischen Stellen windgeschützt sind, die Superlite-Membran in puncto Atmungsaktivität aber ebenfalls hervorragend arbeitet, macht das Mitführen einer Windweste und damit nerviges An- und Ausziehen überflüssig. Im Extrembereich empfiehlt sich die Kombination mit Ärmlingen (kalt) bzw. das großzügige Öffnen des Frontzipps (warm), freilich kann ein Feintuning auch noch mit der thermischen Qualität des verwendeten Unterhemds erfolgen – wobei sich das Trikot kraft seines Tragekomforts prinzipiell auch direkt auf der Haut nicht schlecht anfühlt.Wermutstropfen bei der Frauenversion: Konstruktionsbedingt ist nur eine Rückentasche möglich. Und für beide Teile gilt: Leider erst ab nächstem Frühjahr erhältlich, dann zu folgenden UVPs:
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