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Größe: 180 cm Schrittlänge: 85 cm Gewicht: 73 kg Fahrstil/-können: Gemütlicher Allround-Mountainbiker, gerne auch knackig bergab
Rennrad & Gravel: Das Abenteuer steht im Vordergrund
Es muss wohl der Garten Eden für Biker sein - im Schatten der Vinschgauer Obstbäume, umzingelt von Zelten der Festival-Besucher, umrahmt vom mächtigen Bergpanorama der Ortler-Gruppe, umspült von den entspannend elektronischen Klängen der DJs. Von einem Ort, wo tagsüber im Minutentakt kleine Gruppen von Mountainbikern bergwärts klettern, Shuttlebusse, Lifte und eMTBs den Aufstieg beschleunigen, sich spät abends fesche Enduristinnen und g'standene bayrische Downhiller ums Lagerfeuer scharen, das Bier wie ein Bächlein aus Fässern fließt und Bands wie "dicht und ergreifend” Namen zum Programm machen ... ja, von so einem Ort möchte ich euch erzählen.
Hannah Barnes, Matt Hunter, Fabio Wibmer, Daniel Schäfter
DJ Selecta Moatl, Yarah Bravo, Shakewell Sound, Demograffics, dicht & ergreifend
Mit den Trail Days (#destinationtrail) fand von 26. bis 29. Mai 2016 in Latsch ein außergewöhnliches Event statt. Für einige wenige Tage wurde das beschauliche Dorf zwischen Nauders und Meran, unweit des Stilfser Jochs, zu einem Mekka für Liebhaber wilder Singletrails. Eingebettet in ein üppiges Rahmenprogramm gab es alles, was das Biker-Herz höher schlagen lässt: Von einer Armada an Testbikes von Specialized über Bikeshuttles und Lifte für alle, geführte Touren mit Hannah Barnes, Matt Hunter und Daniel Schäfter, spezielle auch für Kinder und Frauen, bis zu einer Trial Show von Fabio Wibmer, DJs und Livemusik bis spät abends, verfeinert mit Grillerei und Lagerfeuer. Kein Wunder also, dass die Zeltplätze neben dem Festivalgelände relativ schnell ausgebucht waren, man früh aufstehen musste, um rechtzeitig ein Testbike zu ergattern oder die Wartezeit auf die Gondel im Rahmen zu halten.
Das Besondere an Latsch bzw. dem Martelltal im Vinschgau ist, dass die Region vor allem auch abseits des Festivals jede Menge für Mountainbiker zu bieten hat. Das beginnt bei einfachen Übungs-Möglichkeiten zum Einrollen und -springen im Trainingsparcours und endet bei 168 km Mountainbike-Strecken alleine direkt rund um Latsch in den Schwierigkeiten S0-S3, bzw. über 1.000 km im Vinschgau. Viele der Trails und Touren sind kombinierbar, mit und ohne Lift-Unterstützung (Tarscher Lift oder St. Martin Seilbahn) zu fahren. Dabei wechseln Shared-Trails mit reinen Mountainbike-Strecken, allesamt sind sie ausgezeichnet gepflegte Natur-Trails, sehr gut beschildert und abwechslungsreich.
Je nach Schwierigkeit und Fahrkönnen sind die Strecken bergab mal mehr, mal weniger fordernd, wobei die Bewertung nach der Singletrailskala ein guter Richtwert ist. Bei der schwierigsten Abfahrt, dem Latscher Panoramatrail S3 wird ausdrücklich auf entsprechendes Können und die Absturzgefahr hingewiesen. Auf allen S2-Wegen hatten wir sowohl mit 140 mm als auch 160 mm Bikes und dem fetten 650B+ Levo eMTB von Specialized mächtig Spaß. Obwohl oder gerade weil auch immer wieder ein paar Stellen dabei, die man "On Sight” nicht unbedingt am letzten Zacken nehmen sollte. Zum Einrollen am ersten Tag haben wir uns den Latscher Trailzauber vorgenommen, nette 194 Höhenmeter auf 10,8 km (S1), vorbei an der Burgruine Untermontani. Am nächsten Tag ging's mit dem Tarscher Sessellift auf über 1.700 m Seehöhe und zuerst runter über 4-Gewinnt-13 mit 1.052 Tiefenmeter auf 6,7 km (S2), und danach ein zweites Mal hinunter über den Roatbrunn-Trail mit 1.052 Tiefenmeter auf 9 km (S2). Als Abschluss unserer Touren schwitzten wir in der Nachmittagssonne die 1.100 Höhenmeter rauf zur Bergstation der St. Martin Seilbahn. Nach einer kleinen, wohlverdienten Jause auf der Alm mit Blick auf die umliegenden noch tief verschneiten Gipfel war der Tschilli-Trial mit 1.045 Tiefenmeter auf 7,8 km (S2) ein weiteres Highlights und würdiger und abwechslungsreicher Abschluss unserer Trail-Tage in Latsch.
Den schweißtreibenden Auffahrten im Angesicht eines hochalpinen Bergpanoramas folgt der Genuss auf herrlich abwechslungsreichen Singletrails und im Obstgarten die Entspannung bei Chillout-Musik. Die Stille der lauen Sommernächte wird nur von den scharfen Klängen der Bands durchschnitten. In diesem entspannten Ambiente lässt sich’s grillen, campen, lässt sich’s biken, lässt sich’s leben. So sind die Trail Days ein Familien-Event der anderen Art, weit weg von Forststraßen-Heizereien, Zeitnehmung und Siegerehrungen. Hier fühlen sich nicht nur die feschen Enduristinnen und g’standen bayrischen Downhiller wohl, sondern auch deren Kindern und den wenigen Singles stehen mit Lagerfeuer, netter Live-Musik, Bier und Campingplatz zumindest einige mehr oder weniger kreative Möglichkeiten offen. Wie das ganze bei Regen ausgehen hätte? In jeder Hinsicht technisch schwieriger. Wobei wir das auch nicht bei einem unserer kommenden Besuche herausfinden wollen. Latsch wird uns jedenfalls wieder sehen.
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