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Größe: 175 cm Schrittlänge: 84 cm Gewicht: 70 kg Fahrstil/-können: Rennrad & Gravel, gute Ausdauer, wenig Power, volles Risiko bergab - wird allerdings selten belohnt
Hinsichtlich des Fahrrad-Rahmenbaus hat sich seit der Jahrtausendwende einiges verändert. Besonders durch den Einsatz des Werkstoffs Carbon sowie moderner Techniken nahm die Steifigkeit an Rahmen, Komponenten und Laufrädern erheblich zu und moderne Rennräder verhalten sich im Grenzbereich - ganz besonders in Kurven und bei kaltem, nassem Wetter - deutlich widerspenstiger als früher. Reifen, die Bindeglieder zwischen Rad und Straße, besitzen größten Einfluss auf das Fahrverhalten. Sie sollen für gute Bodenhaftung sorgen um die Antriebs-, Brems-, Kurven- und Lenkkräfte zu übertragen, die Fortbewegung mit geringem Widerstand erlauben und gleichzeitig die hohe Steifigkeit des Rades ausgleichen. Entgegen früherer Annahmen bestimmen beim Rennrad nicht das Profil, sondern hauptsächlich Gummimischung, Reifenbreite und Luftdruck die Fahreigenschaften des Reifens. Sprich: den Grip, den Rollwiderstand, den Komfort und die Verschleißfestigkeit. Dies war zugleich der Ausgangspunkt für die Neuentwicklung vom Vredestein Fortezza Senso, dem Nachfolger des mittlerweile in die Jahre gekommenen Fortezza TriComp.
Neben der Gummimischung beeinflussen besonders Breite und Druck eines Reifens die Fahr- und Lenkeigenschaften. Breitere Reifen können mit weniger Druck gefahren werden, erhöhen die Kontaktfläche mit der Straße, was wiederum noch mehr Grip garantiert. Überdies reduzieren sie den Rollwiderstand. Diese Behauptung, welche fast aus einem Märchenbuch stammen könnte, folgt dem momentanen Trend und kann in Theorie und Praxis bewiesen werden. Wir haben dem Thema im Anschluss einen kurzen Physik-Exkurs gewidmet.* Die TriComp-Technologie® ermöglicht die Verwendung spezifischer Gummimischungen an Lauffäche und Seitenwänden passend zu den jeweiligen Anwendungen. ** Die Fadendichte der Karkasse wird in TPI (Fäden pro Zoll) gemessen. Reifen mit höheren TPI-Werten sind eher für intensivere Nutzung durch Profis und Amateure konzipiert. Eine dichter gewebte Karkasse bietet Vorteile in Bezug auf das Gewicht, den Rollwiderstand, die Flexibilität und die Laufruhe des Reifens, allerdings verringert sich dadurch auch seine Lebensdauer.
Der neue Wettkampf- und Trainingsreifen von Vredestein für alle Witterungsverhältnisse mit hervorragendem Pannenschutz. Der Reifen ist in zwei Mischungen (AWS und XWS), drei Dimensionen (23, 25, 28 mm) und verschiedenen Farbvarianten erhältlich. Racer, Zeitfahrer und Triathleten greifen zur leichten und besonders flexiblen SuperLite-Version mit 220-TPI-Karkasse.Im Bikeboard.at Langzeittest: Senso All Weather 25 mm und Senso All Weather SuperLite23 mm
Begriffserklärung: AWS = All Weather Silica, XWS = Xtreme Weather Silica, RoWi = Rollwiderstand, LD = Lebensdauer, Bewertung = 6 Punkte sind optimalTechnologien: TriComp, Excellent (AWS) bzw. Full Protection (XWS), Curve Control System für langes, hervorragendes Cornering* Herstellerangaben
Der neue Wettkampf-Schlauchreifen von Vredestein für alle Witterungsverhältnisse mit hervorragendem Grip, Pannenschutz und geringem Rollwiderstand. Der Reifen ist in zwei Mischungen (AWS und XWS) und zwei Dimensionen (23 und 25 mm) verfügbar. Im Bikeboard.at Langzeittest: Senso All Weather 23 und 25 mm
Werfen wir zuallererst einen theoretischen Blick auf die Summe aller Fahrwiderstände, mit denen der Radfahrer zu kämpfen hat. Laut TOUR (Robert Kühnen, 2008) entfallen auf den Rollwiderstand rund 17,4% des Gesamtwiderstands. Betrachten wir so beispielsweise eine Fahrt mit etwa 200 Watt Durchschnitt, schlucken die Reifen immerhin fast 35 Watt - gar nicht wenig.
Um verstehen zu können, wie Reifenbreite und Luftdruck mit dem Rollwiderstand in Zusammenhang stehen, benötigen wir einige physikalische Grundkenntnisse, die im Folgenden trivial vermittelt werden.
Da sich der Rollwiderstand mit steigender Fahrgeschwindigkeit zwar stetig, jedoch nur minimal erhöht, hängt er in erster Linie von den Einflussgrößen Reifen, Systemgewicht und Fahrbahnoberfläche ab. Der Einfluss des Reifens ist wiederum von dessen Eigenschaften abhängig. Also beispielsweise von der verwendeten Gummimischung, des Aufbaus und zweier beeinflussbarer Größen: Luftdruck und Reifenbreite. Luftdruck Je höher der Druck, umso geringer der Rollwiderstand. Im Gegenzug leidet mit zunehmendem Druck der Fahrkomfort. Die Reifen verlieren an Grip und auf schlechtem Asphalt können Unebenheiten nicht mehr ausreichend absorbiert werden - die Reifen beginnen zu hüpfen und das Hinterrad bekommt Schlupf.
Die Abhängigkeit von Rollwiderstand und Reifenluftdruck ist im Diagramm dargestellt. Mit zunehmendem Druck nähert sich die Kurve einer Asymptote an, was bedeutet, dass eine weitere Druckerhöhung ab einem gewissen Punkt nahezu keine Rollwiderstands-Einsparungen, dafür deutliche Komforteinbussen bedingt. Reifenbreite Entgegen früher Annahmen bringen breitere Reifen neben erhöhtem Grip, Komfort und besserer Pannensicherheit sogar beim Rollwiderstand Vorteile. Basis dieser Betrachtung ist die folgende physikalische Formel: A = F/PA = Aufstandsfläche des Reifens (mm2) F = Gewichtskraft von Fahrer und Fahrrad (N) P = Reifendruck (bar) Man erkennt, dass die Reifenaufstandsfläche ausschließlich von Systemgewicht und Reifendruck definiert ist. Die Reifenbreite spielt dabei keine Rolle.
Das Diagramm zeigt die Reifenaufstandsflächen unterschiedlich breiter Reifen gleicher Bauart mit identem Druck. Bei gleicher Fläche besitzt der breitere Reifen eine wesentlich kürzere Aufstandsfläche und wird dadurch auch weniger stark eingedrückt. Damit ist die zu verrichtende Walkarbeit geringer und das für den Abrollwiderstand bremsende Kippmoment des Reifens kleiner, was in einer Verbesserung des Rollwiderstands resultiert.
Zudem eröffnen breitere Reifen mehr Spielraum, das Rad an vorherrschende Bedingungen anzupassen. So können breitere Reifen bei kürzerer bis hin zu gleicher Aufstandslänge mit niedrigerem Druck gefahren werden, was dem Fahrkomfort zugute kommt. Selbstverständlich erhöht sich bei abnehmendem Druck wiederum die Gesamtaufstandsfläche - allerdings nehmen die Aufstandslänge und Eindrücktiefe des Reifens wesentlich mehr Einfluss auf den Rollwiderstand.Gewichtsnachteil: Breitere Reifen erhöhen, je nach Fabrikat und Dimension, die außenliegende rotierende Masse (Trägheitsmoment), wobei der Unterschied zwischen 23 und 25 mm recht minimal ausfällt. 28er-Reifen hingegen sind deutlich schwerer. Bikeboard.at Reifendruck-Tipp: 75 kg Fahrer pumpen 7,5 Bar in 23 mm und etwa 6,5 Bar in 25 mm breite Reifen. 0,5 Bar mehr verbessern RoWi und Durchschlagschutz, 0,5 Bar weniger erhöhen den Fahrkomfort auf besonders schlechtem Asphalt oder den Grip bei nass-kaltem Wetter. Rahmen-Kompatibilität: 25er-Reifen sollten mittlerweile in jeden modernen Rennrad-Rahmen passen. Trotzdem gibt es immer wieder Felgen/Reifen-Kombinationen, mit denen es bei Gabel, Bremssystem oder Tretlager knapp werden kann. Vor der Fahrt unbedingt auf ausreichenden Reifen-Freilauf vorne und hinten achten. 28er-Reifen passen definitiv nicht in alle Rahmen und bedürfen einer genauen Prüfung. Felgenbreite: Bauart und Breite der Felge nehmen großen Einfluss auf das Lenkverhalten. Je breiter die Felge, umso mehr gewinnt auch der Reifen in seiner tatsächlichen Breite, was ein direkteres Lenkgefühl zur Folge hat. Außerdem können Reifen auf modernen Aerofelgen mit noch weniger Druck gefahren werden, ohne an Reifensteifigkeit zu verlieren. Luftwiderstand: Um den gewonnenen Rollwiderstands-Vorteil auch ins Ziel zu bringen, sollten breite Reifen auf passende Felgenprofile montiert werden. Montiert man beispielsweise einen 25er-Reifen auf 20 mm schmale Standardfelgen, sind die aerodynamischen Verluste größer als die vergleichsweise geringen Rollwiderstands-Differenzen. Abhilfe schaffen moderne Aero-Laufräder von ZIPP, Mavic, Bontrager & Co.
Reifentests sind Chefsache. Da Pneus in meinen Augen die wichtigsten Parts am Renner überhaupt sind, war ich auf die Performance der neuen Vredesteins besonders gespannt. Um den Langzeittest breitgefächert zu gestalten, habe ich mich für die folgenden drei Paarungen entschieden (sieht Foto von li. nach re.): 1. Senso SL 23 mm am TT-Bike 2. Senso Tubular 23 mm vorne, 25 mm hinten am leichten Racebike 3. Senso 25 mm am Endurance Bike mit DiscsWie es mit der Laufleistung und dem Pannenschutz aussieht, werden die nächsten Monate zeigen.
Senso SL 23 mm (80 g Butyl Schlauch, 7.5 Bar)306 km Canyon Speedmax CF850 km Cannondale Slice RS kein Ausrutscher/Sturzkein Patschen Senso 25 mm (80 g Butyl Schlauch, 6.5 Bar)873 km Cannondale Synapse Disckein Ausrutscher/Sturzkein Patschen Senso T 23/25 mm (7.5 Bar, TUFO Band)> 1.000 km Pasculli Tormento & TREK 5500kein Ausrutscher/Sturzkein Patschen
Der neue Fortezza Senso Faltreifen ist in allen Belangen ein sensationeller Reifen und übertrifft im Grip sogar seinen Vorgänger "Fortezza Slick". Die 25 mm breite Version bereitet in jeder Lebenslage mächtig Spaß und ist dem Touren- und Marathon-Fahrer ans Herz zu legen. Triathleten, Zeitfahrer und Racer greifen zum 23 mm breiten Senso SL, der mit seiner 220 TPI Karkasse einen besseren RoWi bei niedrigerem Gewicht bietet.In puncto Nassgrip hat der Fortezza spürbar an Performance zugelegt und ist mit seinen Vorgängern in keinster Weise vergleichbar. Die 25er-Pneus zaubern dem Fahrer sogar bei starkem Regen ein Lächeln ins Gesicht, wäre da nicht die schmerzhaft quietschende Scheibenbremse - aber das ist eine andere Geschichte.In den nächsten Wochen bekommen auch die Schlauchreifen Gelegenheit zu zeigen, was sie können.
In wenigen Minuten gratis inserieren – mit Fotos, Preis und Spion-Reichweite in der Bikeboard-Community.
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