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Größe: 175 cm Schrittlänge: 84 cm Gewicht: 70 kg Fahrstil/-können: Rennrad & Gravel, gute Ausdauer, wenig Power, volles Risiko bergab - wird allerdings selten belohnt
Die neuen NG und NGeco Powermeter sind mit allen Rotor ALDHU- und VEGAST-Kurbeln kompatibel. Neben dem niedrigen Systemgewicht besitzen sie gegenüber anderen Powermeter-Spidern auch weitere Vorteile: beide Sensoren sind sowohl mit 30mm- als auch 24mm-Achsen kompatibel, lassen sich ohne Spezialwerkzeug montieren und ermöglichen erstmals die Feinjustage von ovalen Kettenblättern in 1 Grad-Schritten.In diesem Workshop haben wir die originale Sram Force 1x11 Kurbel unseres Rose Backroad Langzeittestrads gegen ein NG Rotor Aldhu Powermeter-Set mit 30mm Achse getauscht und diesen Vorgang dokumentiert. Das gleiche Set möchten wir im Frühjahr 2-fach an einem Rennrad montieren, um seine enorme Flexibilität unter Beweis zu stellen.
Der Name ALDHU ist eine Abkürzung für den legendären Tour de France Anstieg von Alpe d'Huez, an dem Carlos Sastre 2008 mit Rotor Q-Rings den Grundstein zum Tour-Gesamtsieg legte. Die Rotor ALDHU 3D+ ist das neueste Rennradkurbelsystem der spanischen CNC-Spezialisten und zugleich die leichteste Kurbel ihrer Firmengeschichte. Die Kurbelarme aus ultraleichtem 7055 Aluminium werden mit Rotors bewährtem Trinity Drilling System hergestellt. Dabei wird Material in 3 Kanälen aus der mittigen, neutralen Faser der Kurbelarme entfernt - ohne negativen Folgen für deren Tragfähigkeit und Steifigkeit.Modular aufgebaut lassen sich Kurbelarme, -achsen und Kettenblätter frei konfigurieren. Für die Anpassung und Montage der Kettenblätter sowie der Kurbel ist nur mehr ein 10 Millimeter Sechskantschlüssel notwendig. Positiver Nebeneffekt: Anstelle eines Rotor-Spider oder der runden bzw. ovalen One-Piece-Kettenblätter lassen sich auch die neuen p2m NG Leistungsmesser montieren, die mit den Lochkreisen 110, 130, 110-Shimano und 144-Track verfügbar sind. Fährt man ovale Kettenblätter, so lassen sich diese in 1 Grad-Schritten feinjustieren. Möglich macht dies das neue Direct Mount System mit einer flexiblen Vielzahnaufnahme für Kurbelarm, -achse und Spider.
Akku - Der power2max NG wird mit einem Akku betrieben. Die Akkulaufzeit beträgt ca. 150 Stunden und kann per Micro USB-Port und dem mitglieferten (oder jedem anderen Standardkabel) geladen werden.ANT+ / Bluetooth - Die Leistungsdaten werden per ANT+ oder Bluetooth an den Radcomputer oder das Smartphone gesendet. Die Firmware kann außerdem per Bluetooth auf dem letzten Stand gehalten werden.Genauigkeit & TC+ - Der power2max NG ermittelt nun die Leistung mit einer Genauigkeit von ±1%. Die vier Dehnmessstreifen, welche anders angeordnet bzw. ausgerichtet sind, sorgen gemeinsam mit der neuen Spider-Konstruktion für eine höhere Präzision und nahezu keine Temperaturdrift. Trotzdem verfügt der NG über die Temperaturkompensation plus: Bei dem bewährten Verfahren zur Kompensation der Temperatureinflüsse wandert jeder Powermeter in einen Klimaschrank, worin seine individuelle Temperaturkennlinie zwischen -20 und +70 Grad Celsius ermittelt und gespeichert wird. Damit soll das Risiko der Drift gegen Null gehen.NG Metrics - Der NG ermittelt folgende Daten: Leistung, Trittfrequenz, Rechts-Links-Verteilung, Drehmoment, runder TrittSimple2use² - Auto-Null, kein Batteriewechsel, Trittfrequenzermittlung ohne externen Magneten, Kettenblattwechsel ohne Einfluss auf Genauigkeit möglichBuilt2resist - Der NG Leistungsmesser bietet immer und überall verlässliche Leistungsdaten, ist wasserdicht, beinahe verschleißfrei und sehr robust.Ride with Style - Für den NG gibt es Farbringe und Akkuabdeckungen in den verschiedensten Farben, um den Powermeter bestmöglich an die bestehende Kurbel oder das Rad anpassen zu können.Made in Germany - power2max Leistungsmesser werden in Deutschland entwickelt und nach höchsten Qualitätsstandards in Handarbeit umweltschonend gefertigt. Die Garantie beträgt 5 Jahre.
* Shimano-4-Loch wird auf Basis NG in folgenden Lösungen angeboten: Rotor 3D24, Rotor 3D+, Rotor ALDHU 3D+, FSA Gossamer MegaExo, FSA K-Force MegaExo, FSA Gossamer BB386evo, FSA K-Force BB386evo.
Bevor wir mit der eigentlichen Montage beginnen, empfiehlt es sich, den NG Leistungsmesser vollständig aufzuladen. Dazu öffnen wir seine USB-Abdeckung und schließen ihn mit dem mitgelieferten USB-Kabel und einem USB-Netzadapter an die Steckdose. Während des Ladeaufgangs blinkt die LED rot. Sobald die rote LED erlischt, ist der Ladevorgang beendet. Nach dem Entfernen des USB-Kabels blinkt die LED grün und der Leistungsmesser ist einsatzbereit. Wir schließen die USB-Abdeckung und widmen uns der Firmware.Die Power2max App ist sowohl im Playstore für Android-Geräte als auch im App Store fürs iPhone erhältlich. Es können damit verschiedene Powermeter registriert, konfiguriert, ihr Batteriestatus überprüft und die Software am letzten Stand gehalten werden. Per Bluetooth verbinden wir uns mit dem Gerät, registrieren die entsprechende Seriennummer (steht am Spider sowie auf der Schachtel) und bringen die Firmware auf den letzten Stand. Außerdem kann man für den NGeco kostenpflichtige Updates freischalten.
Die Sram Kurbel verfügt über einen integrierten Kurbelabzieher. Zunächst notieren wir uns aber provisorisch die Kettenlinie (Abstand von flachem Kettenblattzahn zum Sitzrohr) und schrauben die Pedale ab (Hinweis: linkes Pedal hat ein Linksgewinde), denn bei eingebauter Kurbel geht dies einfacher. Um die Sram Kurbel abziehen zu können, stecken wir einfach das kurze Ende eines Innensechskant in der Größe 8 in die linke Kurbelschraube und drehen diese entgegen dem Uhrzeigersinn heraus, während wir mit der anderen Hand den Kurbelarm festhalten. Danach sperren wir den Schaltwerkskäfig, indem wir ihn nach vorne schieben und per Cage-Lock verriegeln, und nehmen die Fahrradkette vom Kettenblatt. Nun lässt sich die rechte Kurbel samt der Innenachse aus dem Tretlagergehäuse herausziehen (eventuell mit einem Gummihammer vorsichtig nachhelfen).Beim Pressfit-Innenlager von Sram liegen die Industrielager im Inneren einer Kunststoffschale, die ins Tretlagergehäuse gepresst wurde. Da Sram kein passendes Werkzeug zum Ausbau anbietet, müssen die Schalen mittels Metallhammer und Ausschläger entfernt werden. Wir empfehlen den Parktool Bottom Bracket Bearing Remover BBT-90.3 oder auch das Shimano Press-fit BB Tool TL-BB13. In beiden Fällen werden die Lagerschalen meist beschädigt und müssen ersetzt werden.Zum Ausbau nehmen wir die Lagerstaubkappen ab, führen das Demontagewerkzeug an der rechten Seite des Tretlagers ein und achten darauf, dass es sich im Rahmen aufspreizt und an der gegenüberliegenden Lagerinnenseite einrastet (Ausnahme: das Shimano Werkzeug TL-BB13 von rechts ohne Spreizklappen einführen, von links sehr wohl mit diesem Spreizmechanismus). Behutsames Klopfen mit dem Metallhammer auf das Ende des Werkzeugs löst das gegenüberliegende Lager aus dem Gehäuse. Dabei sehr präzise vorgehen und darauf achten, dass das Werkzeug richtig sitzt. Ist das Lager draußen, wiederholen wir den Vorgang auf der anderen Seite.
Sind beide Lagerschalen entfernt, sollte das Tretlagergehäuse mit einem Mikrofasertuch gründlich gereinigt und an den Innenseiten mit einer dünnen Schicht Carbon-Montagepaste bestrichen werden.Anstelle des Sram Pressfit-Innenlagers für 24 mm Kurbeln bauen wir nun das Rotor Pressfit PF4130 Innenlager (41 steht dabei für den Tretlagerinnendurchmesser, 30 für den Durchmesser der Achse) ein. Mit Stahllagern ist es recht günstig und dank berührungsfreier Labyrinthdichtung bietet es einen guten Schutz vor Staub, Wasser und Schmutz. Zum Einpressen empfiehlt sich wieder ein spezielles Innenlagereinbauwerkzeug (universell oder BB30). Danach prüfen wir die Lager auf ihren sicheren Sitz und wischen überschüssiges Fett ab.
Prinzipiell müssten jetzt nur mehr die Kettenblätter am Leistungsmesser angebracht (max. Anzugsmoment von 8-9 Nm) und die Kurbel in den Rahmen eingebaut werden. Leider gibt es bei der Sram Force 1/CX1 Kurbel einen kleinen Haken: Nur vier der fünf vorhandenen Kettenblatt-Schrauben inkl. Hülsen und Unterlegscheiben können verwendet werden. Die fünfte ist hinter dem Kurbelarm versteckt (Hidden Bolt). Damit das Original-Kettenblatt verwendet werden kann, muss zuerst die eingepresste Gewindehülse herausgepresst werden (alternativ kann auch ein anderes Kettenblatt mit 110er-Lochkreis beschafft werden) und man benötigt eine weitere Kettenblattschraube (M8x5, Gewindelänge 7 mm) + Hülse (9 mm) + Unterlegscheibe (2 mm) für 1-fach Kettenblätter. Unter der Sram Artikelnummer 11.6915.015.000 bekommt man um 8 Euro ein 5er-Set in exakt dieser Konfiguration.Ist diese Hürde genommen, bringen wir rechts an der Achse einen 0,5 mm Spacer und dünnes Lagerfett an, schieben die Kurbelgarnitur vorsichtig durch die Lagerschalen und prüfen erneut die Kettenlinie. Alternativ kann der Spacer auch weggelassen oder durch einen weiteren ergänzt werden. Auf der anderen Seite legen wir den linken Kurbelarm in der richtigen Position an und schrauben ihn mit einem Innensechskant in der Größe 8 und mit einem maximalen Drehmoment von 35 Nm fest (Achtung: um Schäden am Preloadring oder an der -schraube zu vermeiden, müssen diese vollständig geöffnet sein). Zum Abschluss drehen wir den Preloadring so lange im Uhrzeigersinn, bis dieser die Lagerdichtung bzw. den optionalen 0,5 mm Spacer berührt und keinerlei Spiel an der Kurbel spürbar ist. Nachdem wir uns noch von der Leichtgängigkeit der Kurbel überzeugt haben, legen wir die Kette in der richtigen Position aufs Kettenblatt, entsperren das Schaltwerk und montieren die Pedale.Fertig! Nun heißt es: Losfahren und Freude an der neuen Kurbel mit dem power2max NG haben!
Die neue Kombination aus p2m NG und Rotor ALDHU 3D+ bietet - abgesehen vom dezenten Powermetergehäuse, dem eingebauten Akku, der Bluetooth-Schnittstelle, der Möglichkeit zum Firmware-Upgrade, dem direkten Ansprechen der Leistungs- und TF-Werte, seiner generellen Zuverlässigkeit und der hohen Genauigkeit - eine noch größere Kompatibilität mit Fahrradrahmen und mit Tretlagerstandards (24/30 mm Achse, 43,5/46,0 mm Offset) sowie die Feinjustage von ovalen Kettenblättern in 1-Grad-Schritten. Außerdem kostet das komplette System aus Powermeter, Kettenblatt, Kettenblattschrauben, Kurbel und Innenlager nur wenig Gewicht. In diesem konkreten Fall lag das Mehrgewicht gerade mal bei 71 Gramm gegenüber der Sram Force 1 mit dem GXP Pressfit BB.Neben dem schicken und servicefreundlichen Endresultat mit einer optimalen Kettenlinie gefiel uns besonders die einfache Handhabe beim Zusammenbau ohne Spezialwerkzeug, Schraubstock, Schmerzen oder Tränen. Zudem kann der Leistungsmesser sowohl für 24 mm als auch für 30 mm Rotor ALDHU- bzw. VEGAST-Kurbeln sowie für verschiedene Bikes mit 1- oder 2-fach Schaltgruppen genutzt werden.Über die Genauigkeit von ±1% können wir mangels eines geeichten Referenzgeräts zwar keine eindeutige Aussage treffen, aber die beobachteten Werte waren stets plausibel und hielten Vergleichsfahrten mit unserem Garmin Vector 3 und dem Wahoo Kickr 4.0 stand.
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