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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Brennweite



grundi
07-12-2005, 13:45
Hi, ich kenn mich ja mit der Fotografie net wirklich aus. Ok, ich kann Fotos machen, aber gewisse Sachen gehn mir einfach nicht in den Kopf.

Kann mir wer erklären was die Brennweite ist, rein der Begriff sagt mir zwar was aus der Optik, aber was bedeutete das fürs fotografieren?

und was bedeutet das Klienbildäquivalent?

Mich würd ja irgendwie so eine digitale Spiegelreflex (is eigentlich SLR eine Abk. für Spiegelreflex?) reizen, die sind halt schon sehr teuer und ich kenn mich Nüsse aus.

THX Chris

queicheng
07-12-2005, 14:29
sodale, mal ein paar punkte...

ad Spiegelreflex:
SLR ist ein anderes Wort für Spiegelreflex, steht für (Single Lens Reflex);

ad Kleinbildäquivalent:
ein Zitat aus der Wikipedia (de.wikipedia.org):



Brennweitenverlängerungsfaktor
aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Der Brennweitenverlängerungsfaktor (manchmal auch Crop-Faktor oder Brennweitenfaktor) wird oftmals bei digitalen Kameras insbesondere digitalen Spiegelreflexkameras angegeben. Tatsächlich ändert sich die Brennweite des verwendeten Objektivs an der Digitalkamera nicht, sondern der Bildwinkel. Der Faktor gibt den Wert an, mit dem man die Brennweite des Objektives multiplizieren muss, um diejenige Brennweite zu bestimmen, welche an einer Kamera im Kleinbild-Format einen äquivalenten Bildausschnitt zeigt. Der richtige Ausdruck für den Verlängerungsfaktor wäre eigentlich Beschnitt des Blickfelds, hier wird oftmals die englische Bezeichnung Crop-Faktor benutzt.

Verwendet man eine Kamera, deren Sensorfläche kleiner als das klassische Kleinbildformat ist, ergibt sich bei gleicher Brennweite ein unterschiedlicher Aufnahmewinkel und damit ein unterschiedlicher Bildausschnitt. Dadurch scheint die Brennweite auf einem Foto (z.B. 9x13cm), bei kleineren Sensoren größer, als wenn man sie mit dem größeren Aufnahmeformat (z.B. Kleinbild) vergleicht.

Ähnliche Probleme treten beim Übergang von Groß- und Mittelformat- zu Kleinbildkameras auf. Anstelle eines "Verlängerungsfaktors" anzugeben, klassifiziert man sinnvollerweise die Kameraobjektive anhand ihres Bildwinkels im jeweiligen Format als Weitwinkel-, Normal- und Teleobjektiv (wobei die Telekonstruktion allein nicht den Bildwinkel beeinflusst, aber häufig Objektive mit geringem Bildwinkel und langer Brennweite Telekonstruktionen sind). Dabei entspricht die Brennweite des Normalobjektivs der Diagonale des jeweiligen Aufnahmeformats


Überhaupt ist die Wikipedia (link oben) zum Einstieg ein netter Ratgeber bzw. elektronischer Erklärungslieferant!


Ad Brennweite (auch hier steht einiges Erläuterndes in der Wikipedia!):
Brennweite ist eine physikalische Größe bei Linsen, wie sie ja auch in dne Objektiven der Kameras vorkommen, wichtig ist der "Bildwinkel", als der Abbildungsbereich des Fotos; dieser wird neben der Brennweite des Objektivs (kleinere Brennweite = größerer Bildausschnitt) aber auch von der Größe der Aufnahemfläche (im Kleinbildfilm eben 36 x 24 mm, digitale Chips sind außer bei den echt teuren SLRs kleine) bestimmt.

Birki
07-12-2005, 14:33
kurz: die brennweite ergibt sich nach der linsengleichung als der bildebenenabstand bei objektabstand unendlich: 1/brennweite = 1/objektabstand + 1/bildebenenabstand.
die normalvergrösserung ist jene brennweite, die der bilddiagonale entspricht. bei 24*36 sind das 50 mm, und das ist auch der abstand objektivhauptebene - bildebene bei einstellung unendlich. bei CCD chips mit anderem format oder fileme mit anderem format (6x6 z. B.) hat das normalobjektiv dann eine andere brennweite ...
lg
birki

grundi
07-12-2005, 14:43
Also, erst mal danke für die Infos.

Ein Weitwinkel z. B. hat also eine kleinere Brennweite. Wie schlägt sich dass dann eigentlich auf die Vergrößerung nieder. Kann man annehmen, dass bei größerer Brennweite der Blickwinkel zwar kleiner wird, die Optik aber besser vergrößert bzw. auf größere Entfernungen wesentlich bessere Qualität liefert :confused:

Und der Brennweitenbereich, der bei Objektiven angegeben wird (ich bezieh mich da jetzt aufs Media Markt und aufs Saturnprospekt, die die EOS im Angebot haben) gibt also an, in welchem Bereich ich das Objektiv verstellen kann?

Birki
07-12-2005, 15:00
Ein Weitwinkel z. B. hat also eine kleinere Brennweite. Wie schlägt sich dass dann eigentlich auf die Vergrößerung nieder. Kann man annehmen, dass bei größerer Brennweite der Blickwinkel zwar kleiner wird, die Optik aber besser vergrößert bzw. auf größere Entfernungen wesentlich bessere Qualität liefert :confused:

hi!
ja, der abbildungsmasstab wird kleiner, man kriegt mehr aufs bild, aber das ist kleiner. eine lange brennweite vergrössert kleine sahcen. ausserdem wird die tiefenschärfe schlchter, das ist der bereich ausserhalb der gegenstandsebene, der nochs charf abgebildet wird ...
lg
birki

grundi
07-12-2005, 15:08
Also die Gegenstandsebene ist jenen, die gleich weit entfernt ist, wie das Objekt, dass ich Fotografieren will.
Tiefenebene ist der "Hintergrund". Ist das korrekt?

Birki
07-12-2005, 15:10
Also die Gegenstandsebene ist jenen, die gleich weit entfernt ist, wie das Objekt, dass ich Fotografieren will.
Tiefenebene ist der "Hintergrund". Ist das korrekt?
ja. der vordergund gehört auch noch dazu. einfach das "areal" um das objekt, dass noch scharf abgebildet wird...
lg
birki

queicheng
07-12-2005, 15:38
ja. der vordergund gehört auch noch dazu. einfach das "areal" um das objekt, dass noch scharf abgebildet wird...
lg
birki

ad tiefenebene bzw. "tiefenschärfe" - ein beispiel:

wenn du etwas fotografierst, dass 10 meter vom objektiv entfernt ist, dann kannst du (mit entsprechendem einstellen der blende, abhängig vom objektiv) z.b. dafür sorgen, dass alles im bereich 1 meter vom objekt entfernt ist, scharf wird (dann hast du tiefneschärfe von 9 bis 11 m);

veränderst du die einstellungen so, dass sagen wir alles im bereich 5 meter ums das objekt scharf ist (also tiefenschärfe von 5 bis 15 meter entfernung vom objektiv), dann hast du eine größere tiefenschärfe erreicht.

ersteres (geringe tiefenschärfe) verwendet man z.b., um mit der schärfe auf einen wesentlichen punkt (das gesicht bei einem portait) zu konzentrieren;
zweiteres (hohe oder große tiefenschärfe) verwendest du, wenn viel am bild erkennbar sein soll, etwa eine landschaftsaufnahme und due wilslt sowohl das haus in 10 meter entfernung als auch den baum 20 meter entfernung und den berg in 300 m entfernung scharf haben.

grundi
08-12-2005, 18:51
Hey, danke mal für die Basics.

Gibts eigentlich irgend ein gutes Buch, in dem die Grundlagen für wirklich gutes Fotografieren mit SLR auch für Laien gut verständlich erklärt wird?

Irgendwie hat mich die gehäufte Werbung für SLR in letzter Zeit voll erwischt :D :D :D

Bernd67
08-12-2005, 23:11
Wieder gefunden, nach einem Hinweis...
www.fotolehrgang.de
kann so machen Fragen beantworten.

Bezüglich Literatur eine Liste von einem Fotografenmeister, der auch Kurse macht:
http://www.treffpunkt-fotografie.com/literatur.htm

Ich kenne nur den Feininger von S.1, aber Du brauchst anscheinend Basics auf dem Gebiet Belichtung, etc. Blätter mal auf S. 2 - Titel "Handbuch der Fotografie", vielleicht noch erhältlich.

Wenn Du aus/mit Büchern lernen möchtest, wirst wohl mehrere brauchen.

grundi
08-12-2005, 23:57
Ah, sehr gut, danke für die Links.
Ich bin derzeit schwer am überlegen, ob ich mir nicht eine EOS oder eine Dynax oder dergleichen zuleg. Das notwendige Kleingeld fehlt halt. Unter 800 spielt sich da ja so gut wie nichts ab.