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Cervélo R5-CX

Cervélo R5-CX

03.12.21 05:40 2.729Text: Luke BiketalkerFotos: CerveloMit geballter Querfeldein-Power im Team entschloss man sich bei Cervélo, Marianne Vos und Wout van Aert ein eigenes CX-Bike auf den Leib zu schneidern.03.12.21 05:40 2.832

Cervélo R5-CX

03.12.21 05:40 2.8321 Kommentare Luke Biketalker CerveloMit geballter Querfeldein-Power im Team entschloss man sich bei Cervélo, Marianne Vos und Wout van Aert ein eigenes CX-Bike auf den Leib zu schneidern.03.12.21 05:40 2.832

Mit der Verpflichtung der beiden Multitalente Marianne Vos und Wout van Aert hat sich Cervélo zwei schnelle Straßenhelden mit tiefgreifendem MTB- und Querfeldein-Background ins Team geholt. Und was macht der Ausrüster des Jumbo-Visma und Jumbo-Visma Women Teams, wenn man im eigenen Portfolio kein Querfeldein-Bike für die beiden Szene-Stars hat? Genau, man entwickelt ein neues Rad, abgestimmt auf die Bedürfnisse der mit zig Regenbogentrikots geschmückten Profis.
Genauso unmissverständlich wie der rennsportliche Einsatzzweck ist auch der Name: Cervélo R5-CX.

Aktuell ist das neue Bike gerade schwer im Einsatz und gewinnt bereits erste Weltcups. Kunden müssen sich aber wohl noch bis 2022 gedulden, denn ob der aktuellen Liefersituation steht das R5-CX im alten Jahr wohl nur den Profis zur Verfügung.
Nichtsdestotrotz: Das Bike wird auch für Endkonsumenten kommen. Und zwar sowohl als Komplettrad, als auch als Rahmenset. Preise, Specs und ein genaues Verfügbarkeitsdatum bleibt Cervélo vorerst noch schuldig. Erste Details zur Querfeldein-Waffe möchte der Hersteller aber trotzdem schon teilen.

Das neue R5-CX lehnt sich in der Optik stark am namensgebenden R5 an. Ähnliche Rohrformen, identische integrierte Kabelführung - und auch die D-förmige Sattelstütze stammt aus dem R5. Doch beim Carbon-Layup ging man eigene Wege.
Dementsprechend fällt die Steifigkeit quer durch die Bank höher aus als am R5 oder auch am Gravel Aspero 5. Diese hohe Steifigkeit ist vor allem dem kompromisslosen Vortrieb geschuldet - genau das, was sich die Profis für die verhältnismäßig kurzen, dafür umso intensiveren Querfeldein-Rennen gewünscht hatten.
Finale Rahmengewichte gibt es noch keine, ein lackiertes R5-CX in Größe 56 cm soll wohl um die 840 bis 860 Gramm landen, die zugehörige Gabel bei etwa 360 Gramm.

Auch wenn die UCI nur 33 mm breite Reifen erlaubt - die tatsächliche Reifenfreiheit am R5-CX ist deutlich größer. An die 50 mm Gummi dürften zwischen die Streben passen. Perfekt für maximale Reifenfreigängigkeit in schlammigen Rennen. Aber auch gut für ein etwaiges Doppelleben als sportives und kompromissloses Gravelbike.
Beim „Tretlagerstandard“ setzt man auf einen Mix aus dem hauseigenen BBRight-System und geschraubten T47 Schalen. An den Serienrädern werden sich zwei Flaschenhalter im Rahmendreieck montieren lassen. Wer Fender ans Rad schrauben möchte, muss sich selbst um eine Fixierung kümmern - sorry, it’s a race bike.

Apropos „race bike“. Entwickelt mit und für zwei Topstars der Szene und wohl vorrangig als Zugeständnis an die gestrengen Regularien der UCI auch für Endkunden verfügbar (in UCI-Rennen bewegte Räder müssen aus Serienfertigung stammen), kommt das R5-CX mit rassiger Cyclocross Geometrie. Hier ist vom „Bruder“ R5 nicht mehr viel zu erkennen.
Ein tiefer Stack trifft auf ein hohes Tretlager, die Kettenstreben fallen etwas länger aus und auch die Überstandhöhe ist größer - so soll mehr Raum geschaffen werden, um das Rad in ausweglosen Passagen schultern zu können.
Vorerst wird es das R5-CX auch nur in vier Rahmengrößen geben. 51 cm („Maß“-Geometrie Vos), 54 cm, 56 cm und 58 cm („Maß“-Geometrie van Aert). Sollten die Verkaufszahlen entsprechende Nachfrage hervorbringen, sind darüber und darunter je eine weitere Größe geplant.

Wir sind auf erste O-Töne zum R5-CX gespannt. So nahe dürfte Otto-Normalo heute nur noch selten an den echten Rennsport herankommen.


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