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Größe: 175 cm Schrittlänge: 84 cm Gewicht: 70 kg Fahrstil/-können: Rennrad & Gravel, gute Ausdauer, wenig Power, volles Risiko bergab - wird allerdings selten belohnt
Komfortrenner liegen nach wie vor im Trend. Fast jeder namhafte Hersteller bietet zu seinen superleichten und teils brettharten Vollcarbon-Raceboliden eine entschärfte Alternative für Tourenfahrer und Enduristen. Und das ist gut so - Komfortrenner haben durchaus ihre Berechtigung und manch Racer wie Fabian Cancellara oder Peter Sagen kann sich nach einem langen, kräftezehrenden Straßenbewerb kaum noch davon trennen.So bestreitet Fabian Cancellara fast alle Frühjahrsklassiker auf seinem Trek Domane und Peter Sagan, na - wer hat's erraten? - auf dem brandneuen Cannondale Synapse. Selbstverständlich bekommt Cannondales Aushängeschild einen speziellen, exakt auf ihn zugeschnittenen Rahmen, der in seiner Geometrie mit dem SuperSix Evo völlig ident ist. Der Rest des Cannondale Profiteams ist aber tatsächlich auf Serien-Rahmen unterwegs. Exkurs Komfort-Rennrad Meist sorgen ein kürzeres Ober- und höheres Steuerrohr für eine aufrechte Position. Der längere Radstand garantiert stoischen Geradeauslauf. Rennfahrer profitieren von speziell integrierten Rahmen-Dämpfungen (z.B. Gelenke, Elastomere oder adaptiertes Carbon-Layup), welche Vibrationen und Minischläge absorbieren und die Ermüdung des Körpers messbar senken.Solange man einen Rahmen besitzt, der in Sachen Steifigkeit nicht schwächelt oder zuviel Gewicht auf die Waage bringt, spricht auch für einen echten Rennfahrer nichts gegen den Einsatz eines Komfortrades - wären da nicht das Unwort "Komfort", viele minderwertig ausgestattete und schwere Einsteigermodelle, eine oftmals bescheidene Optik und der naheliegende Vergleich zu Seniorenrädern. Es geht auch anders,zumal beispielsweise Trek mit dem Domane, BMC (Granfondo) und Merida (Ride) in der Lage sind, in jeder Hinsicht moderne, optisch ansprechende, leichte und steife Rennräder auf den Markt zu bringen, die neben dem gesteigerten Fahrkomfort auch den Einsatzbereich in viele Richtungen erweitern.Lose Schotter- und trockene Waldwege, Schneefahrbahnen und mit Rollsplitt oder Schlaglöchern übersäte Straßen sollen sich damit genauso meistern lassen wie höhenmeterreiche Gran Fondos oder brutal-schnelle Rennen auf Kopfsteinpflaster.Nach dem großartigen Erfolg des SuperSix Evos nahmen sich Cannondales Entwickler nun des schon etwas in die Jahre gekommenen Synapse an und präsentierten im Sommer ihre innovative Neukonstruktion in Florenz. Bikeboard.at war dabei und durfte das Endurance-Bike auf unterschiedlichsten Untergründen probefahren.
"Wir launchen ein völlig neues Rennrad und ich möchte dich unbedingt dabei haben", schallte es aus dem Hörer. Mein Cannondale-Marketing Kontakt machte mir den Business-Trip nach Florenz in höchstem Maße schmackhaft. Ich willigte sofort ein: geile Gegend, guter Wein, die sympathische Event-Truppe und vermutlich ein neuer Vollblut-Racer oder ein scharfes Carbon TT-Geschoss?"Ich möchte nicht zuviel verraten, aber es handelt sich um ein richtig geiles Komfortrad." Stille an meinem Ende der Leitung. Plötzlicher Druckverlust in der Kabine, mir stockte der Atem und meine Motivation auf die Toskana sank gegen Null.Aber versprochen ist versprochen, und der erste Schock, zu den schlecht beweglichen Senioren oder fetten Hobbetten zu zählen, war schon nach wenigen Wochen verdaut. In Florenz traf ich auf eine Reihe netter Gesichter und meine Laune besserte sich linear mit der konsumierten Menge Rotwein - zu späterer Stunde steigerte sie sich sogar exponentiell. Der absolute Eklat blieb allerdings aus - glaube ich...
Doch als Cannondales Director of Product Marketing Murray Washburn den Beamer anwarf und uns strahlend seine neueste Kreation vorführte, da tat sich plötzlich der Himmel auf und Gott sprach zu mir: "Ich sende einen Engel, der dir die Richtung weist, dich auf deinem Weg schützt, alle Feinde vertreibt und die Reise gelingen lässt. Seine Zahl lautet: 71. Sei mutig und stark. Fürchte dich nicht, denn ich bin mit dir. "Ich betete einen Rosenkranz, notierte die Wörter "Synapse, Jahrestestrad, Größe 54" auf meinem Block und lauschte interessiert den weiteren Ausführungen.
Rein äußerlich hat das neue Synapse nach dreijähriger Entwicklungsarbeit nur mehr recht wenig mit seinem Vorgänger gemein. Da auch die inneren Werte grundverschieden sind, kann man demzufolge von einem völlig neuen Rad mit vertrauter Modellbezeichnung sprechen.Das Synapse Hi-Mod Carbon kombiniert leichtes Gewicht, perfekt abgestimmten vertikalen Flex, hohe Seitensteifigkeit, eine optimierte Geometrie je nach Geschlecht sowie Körpergröße und modernes Design samt rennerprobter Leistung zu einem "Endurance"-Bike, das neue Maßstäbe in diesem Segment setzen möchte.
Synapse BallisTec Carbon-RahmenkonstruktionBei den Synapse BallisTec Hi-Mod Rahmen ergeben High- und Ultra-High-Modulus-Fasern ein versteiftes Netz für eine durchgehend extrem starke und belastbare Basisstruktur. Bestes Stiffness-to-Weight Verhältnis garantiert.Auch die günstigeren Synapse Carbon Rahmen besitzen diese Beschichtung, die gleichen Formen und auch die gleichen ballistischen Fasern, allerdings mit einem höheren Anteil der günstigen Intermediate-Modulus-Fasern. Annähernd gleiche Steifigkeit und bestes Fahrgefühl, allerdings mit etwas höherem Gewicht.
S.E.R.G. steht für Synapse Endurance Race Geometry Das völlig überarbeitete und etwas höhere Steuerrohr, ein längerer Radstand und der leicht flachere Lenkwinkel ermöglichen eine perfekte Balance zwischen aggressiver Rennhaltung und angenehmer Langstrecken-Position. Ideal für einen langen Tag im Sattel und zum souveränen Handling bei allen Straßenverhältnissen. Außerdem bietet der Rahmen ausreichend Platz für 28 mm breite Reifen für mehr Grip und eine höhere Pannensicherheit.
Save Plus Micro-Suspension System Die Save Plus-Mikrofederung ist ein dreiteiliges System, das aus der Carbon-Beschichtung, dem hinteren Rahmendreieck und der Gabel sowie der Sattelstütze und dem Sitzrohr besteht. Spezielle Carbon-Layers optimieren die Festigkeit bei Hochfrequenzerschütterungen und reduzieren Vibrationen. Die dynamischen Rohrformen samt abgeflachten Profilen wurden harmonisch aufeinander abgestimmt, um Handling wie Komfort zu verbessern und sorgen für einen kraftvollen Vorwärtsschub.
Save Plus Sattelstütze und SitzrohrDas elegante, geschwungene Sitzrohr, die schmale Sattelstütze mit nur 25,4 mm Durchmesser und eine vollständig integrierte Sattelklemme bieten durch ihren hohen vertikalen Flex auch in sitzender Position größtmöglichen Fahrkomfort - selbst auf erbarmungslosen Untergründen.
Die Power-Pyramide / BB30A Das Sitzrohr teilt sich im unteren Bereich asymmetrisch auf und bringt ein breites 73 mm BB30A-Tretlager unter. Es schafft Platz für breite Reifen und garantiert maximale Steifigkeit bei minimalem Gewicht.
Im Rahmen der Veranstaltung hatten wir drei Tage Zeit, das Cannondale Synapse Carbon Hi-Mod auf den staubigen Schotterpisten der sagenumwobenen Strade Bianche in der Toskana zu testen. Diese Region bot mit ihrer abwechslungsreichen Landschaft perfekte Bedingungen, um dem Maserati unter den Endurance-Bikes ausgiebig auf den Zahn zu fühlen. Trotz mangelnder Offroad-Fahrpraxis meisterte ich die langen Tage im Sattel stets sturzfrei und kam immer gut gelaunt in der Cannondale Villa an, um mir erneut einen umzuhängen. Aus rein egoistischen Gründen kann ich an dieser Stelle keine gewonnenen Fahreindrücke und weitere Erfahrungen preisgeben, da ich mich ja nicht um meinen Synapse Hi-Mod Carbon Di2 Disc Jahrestest bringen möchte. Amen.
Rechtzeitig zur Eurobike präsentierte Cannondale das neueste Modell Synapse Hi-Mod Disc, welches neben der "klassisch anmutenden" Lackierung mit Shimano R785 Hydraulik-Scheibenbremsen, Enve Smart 3.4 Hochprofil-Laufrädern und der Dura Ace Di2 ausgestattet ist. Hochwertige Details wie der neue Cannondale Escape Carbon Compact Lenker oder die SiSl2 HollowGram BB30 Kurbel runden das Gesamtpaket nach oben hin ab. Der Carbon-Rahmen (995 g) entspricht prinzipiell seinen Pendants mit Felgenbremsen, das Carbon Layup wurde aber radikal geändert, um den asymmetrischen Brems-Belastungen standzuhalten. In den Größen 51, 54, 56, 58 um € 7.499,- und bald im Bikeboard.at-Langzeittest.
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