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Mit dem Ende des Winters in greifbarer Nähe scheint Canyon den Strom an hauseigenen Neuvorstellungen nicht abreißen lassen zu wollen. Auf Trailbike, Lady-Kracher und First-Ever-E-Bike folgt nun das Grail.Dass das Cockpit der deutschen Interpretation eines Gravel-Bikes genügend Diskussionsstoff für die digitale und reale Welt liefern wird, davon sind wir schon mal überzeugt. Irgendwo im verschwommenen Graubereich zwischen Asphalt, Schotter und leichten Trails beheimatet, gibt das Genre der Gravel-Bikes den Herstellern viel Interpretationsraum. Von leicht adaptierten Gran-Fondos über Ex-Crosser bis hin zu MTB-ähnlichen Ansätzen mit Federelementen reicht das Spektrum. Je nach gewähltem Ansatz verschiebt sich dann auch der Einsatzbereich mehr 'gen Straße oder eben 'gen Gelände. Canyon behauptet nun, einen möglichst breiten Kompromiss - die Entwickler sprechen vom „Sweet-Spot“ - aus beiden Ecken gefunden zu haben: leichtfüßig auf der Straße, sicher im Gelände.
Eines der obersten Entwicklungsziele am Grail war der Komfort. Um den Schlägen und Vibrationen am Ende des Asphaltteppichs Herr zu werden, ersann das Ingenieursteam das sogenannte Hover-System. Neben der bewährten VCLS 2.0 Sattelstütze sowie 40 mm breiten Schwalbe G-One Bite Reifen auf 22, respektive 23 mm breiten Felgen, ist es wohl vor allem der "Hover Bar", welcher gleichermaßen Komfort wie Auffälligkeit verspricht.Die Koblenzer sprechen von fahrwerksähnlichen Eigenschaften, welche das einzigartige integrierte Cockpit bieten soll. Die Doppeldecker-Konstruktion des Carbon-Lenkers - die Bilder sagen mehr als tausend Worte - soll damit den Anforderungen an ein artgerecht bewegtes Gravel-Bike gerecht werden: Einerseits flexibel im mittleren Bereich der oberen Einheit (Flex Area), damit beim entspannten Cruisen über rauen Untergrund Vibrationen fern bleiben; anderseits deutlich steifer an den Drops für kraftvolle Sprints und mehr Kontrolle in schnellen Abfahrten. Gegenüber einem herkömmlichen Canyon Road Cockpit soll das Mehrgewicht bei lediglich 120 g liegen. Deutlich leichter als andere Federsysteme und darüber hinaus vollkommen wartungsfrei.
Trotz aller geforderten Robustheit im Geländeinsatz gibt Canyon das Gewicht des CF SLX Rahmens in Größe M mit nur 830 g an. Der verlängerte Radstand (40 mm im Vergleich zum Canyon Endurance) sorgt gemeinsam mit den breiten Lenkern und (effektiv) kürzeren Vorbaulängen wie am MTB für Laufruhe trotzt Agilität.Quer durch die Modellpalette setzen die Produktmanager auf Zweifach-Shimano-Antriebe mit neuer, niedriger 1:1 Übersetzung (34er Kettenblatt mit 34er Ritzel). Selbst steilste Anstiege und tiefe Böden verlieren so ihren Schrecken. Kleine Rahmenhöhen bis Größe S rollen auf 27.5", ab M verbaut Canyon klassiche 28".Wer seine Abenteuertouren gern über mehrere Tage ausdehnt, für den hat sich Canyon übrigens mit Topeak zusammengetan. Ergebnis der Kooperation ist ein leichtes und robustes Bikepacking-Setup, speziell auf das Grail zugeschnitten.Die Produktpalette umfasst insgesamt sechs Modelle: Fünf Grail CF SL-Modelle samt frauenspezifischer WMN-Version sowie das Topmodell Grail CF SLX. Die Preise bewegen sich zwischen € 2.199,- für das CF SL 7.0 mit Shimano 105 Ausstattung sowie € 4.599,- für das CF SLX 8.0 DI2 mit elektronischer Ultegra.
Vorrangiges Kriterium bei der Entwicklung des neuen Grail AL war der erreichbare Preispunkt bei ungebrochen hervorragender Performance.Mit einem Einstieg von 1.199 Euro für das 6.0-Modell auf Tiagra-Basis scheint die Leistbarkeit jedenfalls geschafft. Um 200 Euro teurer kommt das Grail AL 7.0 mit 105er-Gruppe auf den Markt, von beiden gibt’s um die gleiche Summe jeweils auch ein Damen-Modell. Mit 1.499 Euro nochmal einen Hunderter darüber angesiedelt ist das 7.0 SL mit Sram Rival 1x11.Mit den großen Carbon-Brüdern teilen sich die Neuzugänge einerseits die Gabeln, andererseits die 40 mm breiten Schwalbe G-One Bite TLE Reifen. Die Spezifikationen und Geometrien sämtlicher Familienangehöriger sind bereits online einzusehen. Verfügbar sind die meisten, abhängig von Modell, Farbe und Größe, zwischen November und Februar.
Auf den ersten Blick zu erkennen ist, dass die Aluminium-Versionen ohne den vieldiskutierten Hover-Bar kommen. Nichtsdestotrotz handelt es sich auch beim montierten Aluminium-Lenker um eine extra designte Variante mit leicht ausgestellten Drops und bis zu 460 mm Breite für viel Kontrolle und Stabilität.Mit der Gabel - übrigens das gleiche Carbon-Modell wie am Grail CF - wird das Cockpit durch einen 1 ¼ Vorbau verbunden. Der Rahmen besteht aus doppelt konifiziertem 6061 Aluminium und verfügt u.a. über Flatmount-Bremsaufnahmen, 12 mm Steckachsen und interne Zugführungen.Wer mit seinem Gravel-Bike auf Reisen gehen möchte, findet am Grail AL Aufnahmen zur Kotflügel- und Gepäckträger-Montage vor. Außerdem können dank innovativer Flaschenhalter-Aufnahmen sogar die kleinsten Rahmengrößen drei Flaschen beherbergen - auch, wenn bereits eine mittelgroße Oberrohr-Packtasche montiert ist.Alle Infos zum Grail unter: www.canyon.com/grail.
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