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Vor einem Jahr während der Eurobike präsentiert, findet CeramicSpeed’s revolutionäres Antriebskonzept Driven nun den Weg an ein Specialized Venge und macht das schnellste Bike am Markt noch aerodynamischer. Für alle die mit dem Konzept des Driven bisher weniger vertraut sind: Driven kommt völlig ohne Umwerfer und Kette aus und tauscht die Bauteile gegen eine Ritzelwelle. Das Kettenblatt ersetzen die Dänen durch ein Zahnrad, das Ritzelpaket wird ebenso durch eine Scheibe mit einer Reihe von „Zahnrädern“ ersetzt. An beiden Enden der Carbon-Welle befinden sich Kegel, die jeweils 21 Kugellager fassen. Gangwechsel werden durch einen Servo-Motor im hinteren Kegel vollzogen. Dieser bewegt sich so nach vorne respektive nach hinten und verwaltet 13 Gänge. Dadurch, dass die Kugellager von CeramicSpeed in die Zahnräder an Kurbel und Hinterrad greifen, wird der Reibungswiderstand der Kette durch die Gleitreibung der Lager ersetzt - die Effizienz des Systems soll sich dadurch deutlich, nämlich auf magische 99 %, verbessern.
Doch es war nicht ausschließlich die Effizienz, welche den Fahrradgiganten auf den Plan rief. Chris Yu von Specialized erklärt, dass Firmen mit hohem Innovationswillen von ungeheurer Wichtigkeit für die Fahrradbranche seien. Schließlich ist das Motto der Amerikaner selbst „Innovate or Die“. Entsprechend ist Specialized ständig auf der Suche nach revolutionären Ideen und unterstützt diese bereitwillig. Echte Innovationen am Antriebssektor sind selten und so war man in Morgan Hill sofort an dem Konzept interessiert. Gemeinsam mit CeramicSpeed baute man ein speziell angepasstes Driven an ein Specialized Venge und testete dessen Aerodynamik gegen ein Standard-Venge im Windtunnel.
Nach Stunden im Windtunnel war klar - das Venge mit Driven ist die neue Benchmark am Aero-Sektor. Gegenüber dem Serien-Venge ist das Konzept rund 3 % über alle Yaw Angles überlegen. Hochgerechnet auf 40 km resultiert der Vorsprung in etwa 8 Sekunden. Eine vielversprechende Aussicht auf die Zukunft, wenn man bedenkt, dass es sich "nur" um einen ersten Versuch handelt.Und auch am Antrieb selbst hat sich seit den ersten Prototypen einiges getan. Die R&D Abteilung von CeramicSpeed konnte an der Mechanik einiges vorantreiben. Am Schaltmechanismus will man einen großen Schritt hin zu einer möglichen Serienreife geschafft haben, und im Velodrom wurden mit dem Konzept bereits Geschwindigkeiten von 45 km/h überschritten. Mit Fortschritten in Aerodynamik, Effizienz und Schaltperformance, könnte der kettenlose Antrieb bald die Zukunft des Fahrrads darstellen?
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