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Barcelona - Tossa de Mar - Hitze - Sonne - Gemütlichkeit - Strand - Meer - endlose Singletrails - spanische Cafes und einsame Küstenstraßen. Dazwischen und währenddessen ...
Soweit der Plan für das DT Swiss /Schwalbe Ride Camp 2010 in Katalonien. Und nun zur Umsetzung...
Am Tag des Abflugs packe ich meine Ausrüstung, freue mich auf Spanien, sicherheitshalber noch ein Blick aufs Wetter: Barcelona - starker Regen bei 2 Grad? Also Planänderung: Thermojacke und -hose statt ärmellos - sonst alles im grünen Bereich.Abflug in Schwechat um 14 Uhr.8:30 Uhr zu HauseMeine Liebste: Was suchst denn?Ich: Ach, nur den Reisepass, der muss hier irgendwo sein... Liebste: Was, erst jetzt? Da kommst aber früh drauf! Ich wär schon nervös an deiner Stelle,...Ich: Geh wo, kein Problem, ich hab alles im Griff, ich reise ja nicht das erste Mal,... der ist sicher im Büro10:00 Uhr BüroWeit und breit kein Reisepass, mich beschleicht erste Skepsis.10:30 Uhr wieder zu HauseHektisch durchforste ich sämtliche Kästen, nirgends ein Reisepass - aber noch ist Zeit genug, und in einem hellen Moment fällt's mir wieder ein wo er ist. Panik schleicht meinen Rücken hoch, kalter Schweiß auf der Stirn,...
Starke Schneefälle und heftige Sturmböen haben in dieser Nacht das Leben in Barcelona und Umgebung lahm gelegt. 200.000 Menschen sind ohne Strom, der öffentliche Verkehr in Barcelona erliegt den Wetterkapriolen, die Supermärkte bei Tossa sind geschlossen, in den netten Kaffees entlang der Küste gibt es keinen Kaffee und alle Ampeln bleiben neutral.Dass dieser Zustand in Tossa de Mar und Umgebung zumindest bis Freitag anhalten sollte, kann zu diesem Zeitpunkt noch niemand ahnen. Vorerst warte ich mit hunderten Autofahrern, bis der Schnee von der Straße geschmolzen ist und diese von der Polizei wieder frei gegeben wird.
Im Hotel angekommen, werde ich prompt mit 1A-Material ausgestattet. Mein Bike für die kommenden Tage ist ein Rotwild X1 mit DT Swiss M210-Dämpfer, der neuen DT Swiss EXM 150-Gabel mit Torsionbox und den Schwalbe Nobby Nic Tubeless-Gummis auf DT Swiss XM1550 Tricon-Laufrädern, die wir in diesem Jahr auch auf einem unserer Redaktionsbikes im Langzeittest fahren werden. Am Rennrad sorgen Schwalbe Ultremos auf einem RRC Tubular-Laufradsatz für bestmöglichen Grip und Stabilität auf schneematschigem Untergrund. Die Kombination mit dem dezent schwarz-weiss-roten Rotwild Rennradrahmen sorgt auch für die nötige Optik vor südländischen Kaffees und Eisdielen.
Vergesst alles, was ihr von unserem High-Society Reporter Rich:Art gelesen oder bei "Fear and Loathing in Las Vegas" gelernt habt. Die unverblümte Reporter-Wahrheit sieht auszugsweise so aus: Ein typischer Pressecamp-Tag startet mit dem ersten Morgengrauen. Im Zimmer ist es noch dunkel und kalt (Stichwort Stromausfall), die Luft kondensiert bei jedem Ausatmen, und aus dem Wasserhahn bröckeln Eiswürfel.
Als geübter und psychisch gefestigter Biker sehe ich den Dingen gelassen entgegen. Klar, der Trail soll schwierig sein, aber die 150 mm Federweg werden wir doch nicht wirklich brauchen - und außerdem: Was heißt schon schwierig? Oder hätten mich Silvans spektakuläre Freeride-Fotos hoch über den Schweizer Gletschern warnen sollen? Ach was, wir sind doch auf Meereshöhe und überhaupt. Die ersten engen Kurven am Singletrail schaffen Vertrauen. Die EXM 150-Gabel in Kombination mit dem M210-Dämpfer, beides perfekt auf mein Gewicht abgestimmt, erinnern mich fast ein wenig an das Fahrwerk einer 250er-Motocross. Keine unerwarteten Reaktionen, sehr sensibles Ansprechverhalten, komfortabel aber nie schwammig - die Ingenieure von DT haben bei der Komplettüberarbeitung der Gabel ganze Arbeit geleistet.
Foto: Silvan Bürge
Zwei Stunden später ist es soweit. Zum Frühstück habe ich Schokolade gegessen, 15 km pro Stück, so meine Kalkulation. Macht insgesamt 45 km. Das sollte reichen. Stunden später rolle ich als Schatten meiner selbst im Hotel ein, der Hungerast der letzten Stunden hat sich wieder gelegt, und ich freue mich auf eine erfrischende Dusche. 10 Grad hat's in der Sonne, 8 Grad im Zimmer, 5 Grad das Wasser der Dusche.Nach einem informativen Theorieteil, einem üppigen Abendessen und dem einen oder anderen Glas Wein leuchtet mir mein Handydisplay den Weg ins Quartier, dort weiter ins Bad und dann an der Küche vorbei ins Bett. Ein neuer Testtag im sonnigen Spanien kann beginnen....
DT Swiss zählt sicher zu den mutigsten und innovativsten Unternehmen der Branche. Das zeigt auch die Firmengeschichte, in der immer wieder vermeintlich gesättigte Märkte mit neuen Ideen vom Quereinsteiger DT "aufgemischt" wurden. Kein Wunder, wenn von der Presse- und Marketingabteilung bis zur Produktentwicklung und dem Designer am CAD-Rechner Radsport-Enthusiasten am Werk sind, die den Sport leben und die eigenen Produkte immer wieder aufs Neue hinterfragen und weiter optimieren.
Die neuen Tricon-Laufräder sind ein Beispiel für die Perfektion, mit der die Entwicklung von DT Swiss-Produkten vorangetrieben wird. Zwar zählen sie nicht zu den leichtesten MTB-Laufrädern, bieten dafür aber jede Menge innovativer Technik, die dem Laufrad zu einem sehr guten Verhältnis von Steifigkeit zu Gewicht verhilft. Viele dieser Detaillösungen werden wir auch bei zukünftigen DT Swiss-Laufrädern sehen. Das beginnt bei der Tubless-kompatiblen, geschlossenen Felge, geht über das Star-Ratchet-System mit variabler Achs- und Rotorkonfiguration bis hin zu Feinheiten wie den Torx-Nippel für die bessere Kraftübertragung des Justierungs-Werkzeugs. Die Speichen sind beidseitig verschraubt, was die Lastspitzen minimiert, da kein Spiel mehr zwischen Nabenkörper und Speiche besteht. Highlight und optisch am Auffälligsten ist natürlich die zweiteilige Nabe, die die Lagersitze spannungsfrei halten soll. Bei herkömmlichen Naben wird die Einpresstoleranz des Lagers durch den Zug der Speichen nach außen mitbestimmt. Das bedeutet in der Praxis immer einen Kompromiss.Das beim Tricon System spannungsfrei gehaltene und somit präziser eingepasste Lager sorgt für besseren Rundlauf und erhöht die Haltbarkeit der Lager.Wir werden im Laufe der Saison die XM1550 Tricon testen und weiter berichten. Seit 2005 haben wir einen Satz DT Swiss Laufräder (XR 4.1d mit DT 240s Nabe) am Bike im Einsatz, der mittlerweile tausende harte Kilometer geschluckt hat - und das, ohne ein einziges Mal nachzentriert worden zu sein!Alle Details zu den neuen Tricon Laufrädern für MTB und Rennrad
Dass Schwalbe und DT Swiss dieses Ride Camp 2010 gemeinsam veranstaltet haben, ist kein Zufall. Verbindendes Element der beiden Firmen ist nicht nur die Arbeit rund um das Rad; beide sind auch Unternehmen mit hoher Tradition und Spezialisierung. Schwalbe fertigt als einer der wenigen Reifenhersteller ausschließlich Fahrradreifen, diese aber mit Passion und in allen erdenklichen Variationen. Vom Spike über spezielle BMX-, 29" Cross- oder Trekking-Reifen bis hin zum High-End Tubular-Rennradreifen.Der von uns getestete Nobby Nic geht 2010 in die nächste Runde. Mit vielen Detailverbesserungen haben es die Schwalbe-Ingenieure geschafft, den Rollwiderstand im Vergleich zum Vorgängermodell um 15% zu reduzieren. Am schnellen, wendigen Test-Trail auf schneematchig-schlammigem Untergrund zeigt er keine Schwächen und lässt sich schön kontrolliert um die Kurven drücken.Für Profis oder ambitionierte Hobbyfahrer mit eigenem Mechanikerstab gibt es heuer auch den Rennrad-Schlauchreifen Ultremo HT (Handmade Tubular). Neu auch die beiden 29" Versionen der bekannten Klassiker Rocket Ron und Nobby Nic. Die 26" Version des Ronalds gibt's heuer auch in avantgardistischem Weiss.
Für kommende Saison zeigt Schwalbe klar, wohin der Trend geht. Alle MTB-Reifen werden um fünf Gramm schwerer weil Tubeless Ready. Das Aufziehen des Reifens auf die Felge hat bei unserem Test mit DT 1550 Tricon und Racing Ralph übrigens nicht mehr viel mit früheren Tubeless-Systemen zu tun. Ganz leicht lässt sich der Reifen auf die Felge ziehen und ohne "Tubeless Milch", nur mit einer Standpumpe, auf Druck bringen - ganz ohne Knochenbrüche oder offenen Hautstellen an den Fingern.
Vor dem Rückflug, ganz ohne Schneechaos, Orkan und Reisepass-Misere, blieb noch ein wenig Zeit, auf Touristenpfaden durch Barcelona zu schlendern.Auf Wiedersehen Tossa de Mar, Barcelona und die verschneiten Strände der Costa Brava!
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