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Größe: 175 cm Schrittlänge: 84 cm Gewicht: 70 kg Fahrstil/-können: Rennrad & Gravel, gute Ausdauer, wenig Power, volles Risiko bergab - wird allerdings selten belohnt
Sobald es um 360 Grad-Actioncams geht, führt derzeit kein Weg an Insta360 vorbei. Alleine im letzten Jahr hat das chinesische Unternehmen vier neue Kameras auf den Markt gebracht, wobei die beliebtesten beiden die hier vorgestellte Insta360 X3 und die Insta360 One RS waren. Von Letzterer hatten wir den relativ baugleichen Vorgänger One R bereits im Test.
In eigener Sache: Ein detaillierter in-depth Testbericht würde auf unserer Fahrradplattform den Rahmen sprengen. Abgesehen davon findet ihr im Internet zur Insta360 X3 mittlerweile unzählige Beispielvideos, Vergleichstests und Tutorials von echten Videospezialisten. Im folgenden Review möchten wir daher die Funktionalität der neuen X3 nur oberflächlich umreißen, euch erklären, wie sie sich als Actioncam beim Fahrradfahren schlägt, in welchen Punkten sie sich von der von One RS unterscheidet und ein paar Worte zum Zubehör verlieren. Außerdem haben wir einige Tipps und Tricks für perfekte Aufnahmen parat.
Vereint 5,7K Active HDR Videos, 72MP Fotos und 8K Zeitrafferaufnahmen mit 4K POV-Perspektiven.
Die Insta360 X3 ist eine solide und wasserfeste 360 Grad-Actioncam, die ihren direkten Vorgänger, die Insta360 One X2, in nahezu allen Belangen übertrifft. Im direkten Vergleich ist ihr Sensor größer, die Bild- und Tonqualität besser. Außerdem besitzt die X3 ein größeres Display mit Touchfunktion sowie modernisierte Knöpfe für eine schnelle und intuitive Bedienung mit Vibrationsfeedback. Zusammen mit der Smartphone- und der Desktop-App bietet Insta360 ein komplettes Paket für Actioncam-Fans, die vorwiegend im 360 Grad-Format und eher nur gelegentlich im Steadycam-Modus aufnehmen. Um es kurz zu machen: All jene, die das minimal höhere Gewicht (X3: 180 g vs. One X2: 149 g) aufgrund der angewachsenen Dimensionen, des größeren Displays und des stärkeren Akkus nicht stört und die bereit sind, ein paar Euro mehr in die Hand zu nehmen (€ 539,99 vs. 489,99), greifen ungeschaut zur X3.Leistungsstarker SensorGegenüber ihrem Vorgänger erhielt die Insta360 X3 einen deutlich verbesserten Kamerasensor mit 48MP und ½-Zoll Größe, welcher nicht nur 360 Grad-Videos in 5,7K-Auflösung oder detailreiche 72 Megapixel-Fotos ermöglicht, sondern auch ActiveHDR unterstützt. ActiveHDR bietet stabilisierte Action-Aufnahmen, bei denen auch Details sichtbar werden, die anderen Kameras aufgrund von Über- oder Unterbelichtung verborgen bleiben. Trotz allem besitzt die X3 nach wie vor mäßige Low-Light-Qualitäten und liefert bei schlechten Lichtverhältnissen trübe und pixelige Aufnahmen.Ultrabreites Sichtfeld für kreative Effekte und PerspektivenDas duale Design der X3 ermöglicht 360°-Effekte mit 5,7K @ 30fps, wie beispielsweise dem unsichtbaren Selfie-Stick für 29,99 Euro, welchen wir auch von anderen Insta360 Kameras kennen. Hier wird der Stick, solange er sich innerhalb der Stitching-Line der beiden Objektive befindet, automatisch aus dem Filmmaterial herausgeschnitten, wodurch sich im anschließenden Reframing spektakuläre Ansichten aus der dritten Person erzeugen lassen.Dank des neuen Ich-Modus (bzw. Selfie-Modus) können ab sofort aber auch unsichtbare Selfie-Aufnahmen in 1080p mit 60 Bildern pro Sekunde völlig ohne Reframing gemacht werden. In diesem Modus werden die Aufnahmen automatisch per KI so ausgerichtet (16:9 oder 9:16), dass der Content Creator im Fokus steht, während der Selfie-Stick unsichtbar bleibt. Außerdem sind mit dem neu hinzugekommenen Steadycam-Modus (Einzelobjektivmodus) entweder bei maximaler Auflösung mit 4K @ 30fps oder mit einem breiten Sichtfeld von 170° mit 2,7K @ 60 fps vernünftige Aufnahmen in der Ego-Perspektive möglich. Die Qualität der Videos kommt zwar nach wie vor nicht an jene von aktuellen GoPros heran, ist aber absolut ausreichend für Hobbyfilmer, die nicht in eine zweite Actioncam investieren wollen.Robust und wasserdichtDas Kameragehäuse liegt griffig in der Hand, präsentiert sich relativ robust und sollte so manchen abenteuerlichen Ausflug in die Natur heil überstehen. Zudem ist sie wasserdicht in Tiefen von bis zu 10 Metern und daher auch für den Einsatz beim Schnorcheln, Tauchen und anderen Wassersportarten gut geeignet. Bauartbedingt stehen beide Objektive für die 360-Grad-Rundumsicht entsprechend weit aus dem Gehäuse und sind deshalb beim Transport, bei der Ablage oder im Falle eines Sturzes immer der erste Berührungspunkt, was schlimmstenfalls für Schäden und beeinträchtigte Aufnahmen sorgen könne. Daher sollte jeder Anwender die Linsenkappe aus Silikon für 8,99 Euro und den klebbaren Linsenschutz für 24,99 Euro in Betracht ziehen. Tipp: Beim Kauf gleich mitbestellen und vor der ersten Verwendung an den klinisch sauberen Linsen anbringen.
Gute TonqualitätDie Tonqualität der eingebauten Stereo-Mikrofone ist überdurchschnittlich und eignet sich ohne weiteres zum Bloggen. Optional kann in den Einstellungen eine "Direktionale Verstärkung" sowie eine "Windrauschreduzierung" zugeschaltet werden. Zweitere bringt allerdings bei hohen Geschwindigkeiten im Kampf gegen den Wind nur mäßigen Erfolg. Ein externes Mikrofon lässt sich über einen speziellen Mikrofonadapter für 24,99 Euro anstecken, welcher bei 360°-Aufnahmen ebenfalls unsichtbar bleibt.Hervorragende StabilisierungEgal wie und worauf die X3 angebracht ist oder ob sie während der Action direkt in der Hand oder per Selfiestick gehalten wird - der Sechs-Achsen-Gyro und die FlowState-Stabilisierung filtern jedwedes Rütteln, Stoßen und Schwanken heraus. Und wo andere Actioncams bei Neigungen von über 45° an ihre Grenzen stoßen, hält die 360°-Horizontsperre den Horizont gerade, auch wenn die Kamera auf den Kopf gestellt wird.Umfangreiche FunktionenFür ultra-detaillierte Standbilder bietet die X3 mit 72 Megapixel die höchste Auflösung, die je in einer 360°-Action-Cam zu finden war. Ein 8K 360° Zeitraffer-Modus eignet sich perfekt für Stadt- und Landschaftsaufnahmen und Bullet Time, der Matrix-ähnliche Zeitlupeneffekt, der dadurch möglich wird, dass die Kamera kreisförmig über den Kopf geschwenkt wird, wurde ebenfalls in der Auflösung und den Bildraten auf 4K @ 120 fps und 3K @ 180 fps verbessert.Immer dann, wenn man nicht weiß, wann die Action stattfinden wird, kommt der neue Loop-Aufnahme-Modus ins Spiel, der die X3 in eine Highend-Dashcam verwandelt. In diesem Modus nimmt die Kamera kontinuierlich auf, speichert aber immer nur die letzten Minuten des Videos im eingestellten Intervall, um Speicherplatz zu sparen.Einfache BedienungDie Insta360 X3 sieht ihrem Vorgänger zwar optisch recht ähnlich, erhielt aber wichtige Verbesserungen für eine komfortablere Bedienung: Ein 2,29 Zoll großer Touchscreen aus gehärtetem Glas ermöglicht intuitive Einstellungen und Voransichten, mit den vier Tasten können Aufnahmen nun auch leichter mit Handschuhen gesteuert werden und das Richtungsfokus-Audio sorgt dafür, dass der Ton der Handlung folgt, auch wenn sich der Bildausschnitt ändert.
Smartphone App mit KIDie umfangreiche Insta360 Smartphone App besitzt alle wichtigen Features zur Konfiguration der X3, bietet während der Aufnahme eine Echtzeitvorschau und nutzt KI-Technologie zur Erstellung von Effekten und Inhalten. Zudem ist ein vollwertiges Schnittprogramm inkludiert, um die aufgenommenen Clips direkt am Smartphone zu perfektionieren (Reframing, Bild- und Audiobearbeitung). Wer es besonders eilig hat, muss dazu die Aufnahmen nicht einmal aufs Telefon übertragen, sondern kann die Clips per Wifi direkt auf der X3 editieren.Im Shot Lab (Effektarchiv) gibt es mehr als 30 virale Effekte - vom lustigen "Nosemode" über den filmischen "Street Lapse" bis hin zum coolen "Sky Swap". Ob beim Reframing das Handy mit dem "Snap Wizard" in die gewünschte Richtung bewegt wird, die Funktion "Deep Track 2.0" ein Objekt verfolgt oder die KI per "Auto-Frame" die Highlights heraussucht, bleibt dem Creator überlassen. Auch können statische Fotos mit dem neuen Photo Animator einen magischen Touch erhalten.Zur Optimierung der Stabilität und des Workflows empfehlen wir, die Clips vorab aufs Mobilgerät zu übertragen und im Telefonspeicher weiterzubearbeiten, was zudem die Exportzeiten maßgeblich verkürzt. Optional gibt es auch einen Quick Reader für 72,99 Euro, der die großen Videodateien plug-and-play, schnell und ganz ohne Wifi aufs Smartphone kopiert.Beste Ergebnisse in puncto Bearbeitung und Exportqualität (maximale Auflösung) erzielt man jedoch im Insta360 Studio, welches für PC und MAC verfügbar ist. Am Desktop stehen jedoch keinerlei KI-Prozesse und Templates zur Verfügung.
Seit der Gründung 2015 stellt Insta360 innovative Kameras her, mit denen Menschen ihre Erlebnisse festhalten und teilen können. Die Kameras der ONE-Serie waren Vorreiter des kompakten Dual-Lens-Designs und definierten die Möglichkeiten von Action-Cams vollständig neu. Sie vereinen eine professionelle, Gimbal-ähnliche Stabilisierung mit der Möglichkeit, ganz einfach drohnenähnliche Luftaufnahmen zu machen und das Sichtfeld im Nachhinein beliebig auszurichten.Insta360 HomepageInsta360 BlogInsta360 FacebookInsta360 TwitterInsta360 InstagramInsta360 YouTube-Channel
* Unter Laborverhältnissen getestet** Jeweils das Standardbundle ohne Speicherkarte
Absolut offensichtlich sind die Designunterschiede der beiden Kameras. Die Insta360 X3 ist keine ausgewiesene Actioncam für Extremsportarten, sondern primär als Kamera für soziale Medien und Content Creators konzipiert. Das längliche All-in-One-Gerät besitzt zwei Linsen mit 1/2-Zoll-Sensoren am oberen Ende, einen großen Touchscreen und mehrere Knöpfe, ist bis 10 Meter vollständig wasserdicht, einfacher zu bedienen und nimmt entweder mit beiden Objektiven 360°- oder mit nur einem Objektiv "normale" 4K-Steadycam-Videos auf. Die Kehrseite der Medaille sind das höhere Gewicht und die unpraktische Form bzw. Größe, welche die Montage beispielsweise am Chesty oder dem Helm erschweren.Die Insta360 One RS ist hingegen ein modulares Gerät, das aus separaten Komponenten ("Mods") besteht, welche sich je nach Einsatzzweck optimal zusammenbauen lassen. Im Standard-Paket sind ein 360-Grad-Objektiv, ein 4K-Boost-Objektiv (ähnlich einer GoPro), die Akku-Basis und der ONE RS Kern enthalten. Außerdem ein Cage, der alles stabil zusammenhält und die Montage von Zubehör erlaubt. Die One RS ist ohne Gehäuse bis zu 5 Metern wasserdicht und verfügt ebenfalls über einen kleinen Touchscreen, dessen geringe Größe die Steuerung und das Ändern von Einstellungen etwas schwierig machen. Ein großer Vorteil sind aber das spürbar geringere Gewicht, die kompakten Abmessungen und der bessere Schutz vor den Elementen bzw. bei Stürzen.
Was die Bildqualität betrifft, so gibt es bei guten Lichtverhältnissen generell keine nennenswerten Unterschiede. Zwar schafft die X3 im Einzelobjektivmodus nur Aufnahmen in 4K @ 30 fps, welche zudem leicht gekrümmt wirken, während der entsprechende One RS Mod lineare Videos mit 4K @ 60 fps aufzeichnet. Dafür ist die X3 bei 360°-Videos aufgrund ihrer beiden größeren 1/2-Zoll-Sensoren beim Erfassen von Licht, Farben und Details klar im Vorteil.Anders ausgedrückt ist die One RS mit dem 4K Boost Mod näher an einer GoPro, da es sich um ein spezielles Action-Kamera-Objektiv ohne Krümmung handelt und die volle 4K-Auflösung zur Verfügung steht. Zudem führt die höhere Bit-/Framerate zu flüssigeren Actionvideos und erlaubt die Aufnahme von Zeitlupen. Jedoch hat die Insta360 X3 beim Aufnehmen von 360 Grad-Videos stets die Nase vorn, nimmt in höherer Qualität auf und schneidet bei schlechtem Licht durchwegs besser ab. Auch mit einer etwaigen Überbelichtung kommt sie besser zurecht als der One RS 360° Mod.Beide Kameras können bewegte HDR-Videos aufnehmen, was den Dynamikbereich der Aufnahmen sichtbar steigert - der intelligente Ich-Modus, welcher den unsichtbaren Selfie-Stick-Effekt nutzt und automatisch auf den Creator fokussiert, bleibt der X3 vorbehalten.
Wer in erster Linie eine universelle Kamera zum Aufnehmen von 360-Grad-Videos sucht, ist mit der X3 besser beraten. Wer sowohl 360 Grad- als auch lineare Steadycam-Inhalte generieren möchte, wird wohl mit der One RS und ihren beiden dedizierten Objektiven zufriedener sein.
Im Gegensatz zu anderen Insta360-Kameras kommt die X3 im Standardpaket relativ überschaubar daher. Abgesehen von der Kamera finden sich nur eine Aufbewahrungstasche, ein USB-C Ladekabel und ein kleines Putztuch im Lieferumfang. Für den Betrieb ist auf jeden Fall noch die passende Speicherkarte ab 18,99 Euro notwendig und wir würden euch - wie bereits erwähnt - dringend (!) den aufklebbaren Linsenschutz empfehlen.Wer noch kein Insta360-Zubehör sein eigen nennt, könnte eventuell auch einen Blick auf die verschiedenen Bundles werfen: Auf Geht's Kit (X3, 114 cm Unsichtbarer Selfie-Stick, 64 GB microSD Karte und Linsenkappe), Motorrad Kit (X3, 70 cm Unsichtbarer Selfie-Stick, 64 GB microSD Karte, Motorrad Bundle und Linsenkappe), Fahrrad Kit (X3, 114 cm Unsichtbarer Selfie-Stick, 64 GB microSD Karte, Bike Bundle und Linsenkappe) bzw. Ultimate Kit (X3, 114 cm Unsichtbarer Selfie-Stick, 64 GB microSD Karte, Bullet Time Cord, zusätzlicher Akku, Schnellladehub und Linsenkappe)
Insta360 besitzt für die X3 ein umfangreiches Zubehörprogramm. Aber egal, ob man die Parts einzeln oder in spezifischen Bundles (z.B. für Motorrad, Bike, Snowboard, Surf, etc.) erwirbt - ein echtes Schnäppchen ist es nie. Trotzdem lohnt sich bei vielen Parts der Griff zu den Insta360-Originalen, da diese in Sachen Kunststoffqualität, Verarbeitung und Funktion in einer höheren Liga spielen als der Großteil des GoPro-kompatiblen Zubehörs auf Amazon, AliExpress & Co., das einem teilweise zu einem Viertel des Preises nachgeschmissen wird. Doch selbstverständlich gibt es auch Kamikazeteile, bei denen die Qualität egal ist und die bedenkenlos eingesetzt werden können.Für unsere neue Actioncam haben wir natürlich wieder das eine oder andere Accessoire angeschafft. Darüber hinaus hat sich im Laufe der Jahre eine Vielzahl an Insta360- und Universalhalterungen in der Redaktion angesammelt - Grund genug, einen genaueren Blick auf die unterschiedlichsten Ausrüstungsgegenstände von Insta360 & Co. zu werfen.
Must-Have: Unsichtbarer Selfie-StickRichtig angebracht kaschiert die Insta360 X3 den unsichtbaren Selfie-Stick automatisch aus dem Bild und ermöglicht so mühelose Luftaufnahmen. Hier ist unbedingt das Original anzuraten, da dieses leichter, steifer, stabiler und länger ist als die billigeren Kopien.
Must-Have: Insta360 Bike-BundleJe nach vorrangigem Einsatzzweck empfiehlt sich die Anschaffung eines Halterungs-Bundles. So enthält beispielsweise das Bike-Bundle für 39,99 Euro einige Helm-Flachklebehalterungen, die mittellange Verlängerungsstange zur Helmbefestigung, den Brustgurt und eine dezente Lenkerstangenhalterung. Das Set geht grundsätzlich in Ordnung, wenngleich man sich vom Lenkerhalter bezüglich der Vibrationsdämpfung keine Wunder erwarten darf und der Brustgurt auch nicht besonders fancy ist. Die 3M-Klebestreifen halten perfekt - bitte kein billiges no name-Zubehör kaufen.
Must-Have-Alternative: Insta360 Motorrad-BundleDa wir bereits ergonomischere Brustgurte aus dem GoPro-Sortiment vorrätig hatten, fiel unsere Entscheidung zugunsten das Motorrad-Halterungs-Bundle um 55,99 Euro, in welchem statt dem Gurt die großartige Schwerlastklemme (Heavy Duty Claw) und die Doppelgelenkshalterung (Double Ball Mount) enthalten waren. Damit kann die Kamera inklusive Verlängerungsstange oder Selfie-Stick fest und sicher am Lenker oder anderen Stangen/Streben befestigt werden. Außerdem lässt sich der Double Ball Mount mit no name-Zubehör günstig erweitern.
Nice-To-Have: Externes Mikrofon mit Akku-Selfie-Stick zum VloggenDa eingebaute Actioncam-Mikrofone generell keine Wunder vollbringen und sich besonders mit dem Wind abplagen, empfiehlt sich zum Vloggen die Nutzung eines externen Mikrofons. Als Premium-Vlogger-Lösung hat sich dafür das ultra-kompakte und leichte Rode Wireless Go (bzw. Go II) herauskristallisiert. Dafür wird neben dem optional erhältlichen X3 Mikrofonadapter (24,99 Euro) auch der Unsichtbare Mikrofon-Cold Shoe für RØDE Wireless GO (19 Euro) benötigt. Beides ist bitte unbedingt als Originalteil zu beziehen, da Nachbauten zu Problemen tendieren.Am meisten Spaß macht das ganze am Insta360 Akku-Selfie-Stick (78,99 Euro), welcher die Aufnahmen aus der Third-Person-Perspektive per Fernsteuerung erleichtert und die Laufzeit der Kamera mit dem integrierten Akku verlängert.
Keine Empfehlung können wir leider für die Insta360 Third-Person-Lenkerhalterung um 49,99 Euro aussprechen. Einerseits ist die Klemme, welche mit zwei zusätzlichen Befestigungspunkten für weiteres Zubehör ausgestattet wurde ("za wos?"), relativ klobig bzw. am Video sichtbar und andererseits nur mit antiquierten Rundrohrlenkern kompatibel. Das Carbongestänge macht außerdem nicht den stabilsten Eindruck, schwingt während der Fahrt beängstigend auf und ab und zeigte schon nach wenigen Fahrten erste Verschleißerscheinungen an der Klebestelle. Zudem ist das Konstrukt nicht für Off-Road/Mountainbiking und auch nicht für höhere Geschwindigkeiten über 60 km/h freigegeben. Besser, ihr investiert in ein Bundle mit der Insta360 Schwerlast-Klemme.
Damit ihr euch einen ungefähren Eindruck über die Bildqualität, die Stabilisierung und den Ton machen könnt, haben wir die Kamera einmal im Rahmen eines 1000PS Berichts bei grauslichem Wetter und ein weiteres Mal bei optimalen Lichtbedingungen getestet - jeweils sowohl an der Schwerlastklemme am Lenker und am Brustgurt.
Die Insta360 X3 ist eine solide 360-Grad-Actioncam, die mit guter Bildqualität, zuverlässiger Bildstabilisierung sowie ihrer hohen Benutzerfreundlichkeit überzeugt. Dank der kompakten Form passt sie problemlos in die Hosentasche und lässt sich auch für Actionaufnahmen gerade noch sicher und stabil genug am Lenker, Helm oder Chesty montieren. Praktisch ist, dass die X3 nicht nur 360°-, sondern auch herkömmliche Einzelobjektiv-Videos aufnehmen kann, wenngleich die Steadycam-Qualität nicht an jene vom Insta360 One RS 4K-Mod oder aktueller GoPros heranreicht.Überraschenderweise funktionieren auch die eingebauten Stereo-Mikrofone ordentlich und fangen Geräusche in der Umgebung und gesprochene Worte problemlos ein. Bei viel Wind oder rasanter Fahrt stoßen sie allerdings, wie auch alle Wettbewerber, rasch an ihre Grenzen - siehe dazu den Abschnitt "Tipps & Tricks für optimale Aufnahmen".Durch das Reframing - sprich: die nachträgliche Wahl des gewünschten Blickwinkels - bietet die Insta360 X3 spektakuläre Perspektiven und eröffnet viele Möglichkeiten für kreative Videos. Zwar wird zum Teilen des 360°-Contents auf Social Media bzw. vor dem Importieren ins Schnittprogramm ein weiterer Zwischenschnitt notwendig, dafür bietet die Smartphone-App eine geballte Ladung an künstlicher Intelligenz sowie zahlreiche Effekte und Templates und die Desktop-App erfreut mit intuitiver Bedienung sowie guter Export-Qualität.
In wenigen Minuten gratis inserieren – mit Fotos, Preis und Spion-Reichweite in der Bikeboard-Community.
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