Rotor Power

Rotor Power

12.10.14 23:08 36.233Text: Lukas SchnitzerLukas Schnitzer Klicke für alle Berichte von Lukas Schnitzer, NoPainMartin Ganglberger

Größe: 175 cm
Schrittlänge: 84 cm
Gewicht: 70 kg
Fahrstil/-können: Rennrad & Gravel, gute Ausdauer, wenig Power, volles Risiko bergab - wird allerdings selten belohnt

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Fotos: Erwin Haiden
Der spanische Komponentenhersteller Rotor bedient den Markt seit einiger Zeit nicht nur mit Kurbeln, sondern basierend auf ebendiesen auch mit Leistungsmessgeräten. Das Topmodell der Spanier gab sich im Bikeboard-Test die Ehre.12.10.14 23:08 36.372

Rotor Power

12.10.14 23:08 36.37226 Kommentare Lukas SchnitzerLukas Schnitzer Klicke für alle Berichte von Lukas Schnitzer, NoPainMartin Ganglberger

Größe: 175 cm
Schrittlänge: 84 cm
Gewicht: 70 kg
Fahrstil/-können: Rennrad & Gravel, gute Ausdauer, wenig Power, volles Risiko bergab - wird allerdings selten belohnt

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Erwin Haiden
Der spanische Komponentenhersteller Rotor bedient den Markt seit einiger Zeit nicht nur mit Kurbeln, sondern basierend auf ebendiesen auch mit Leistungsmessgeräten. Das Topmodell der Spanier gab sich im Bikeboard-Test die Ehre.12.10.14 23:08 36.372

Der spanische Komponentenhersteller Rotor hat mittlerweile bereits zwei Powermeter-Versionen für die Straße im Angebot: die von uns getestete Rotor Power Kurbel, sowie die günstigere Rotor Power LT. Während die LT Version (LT steht für Lite) nur am linken Kurbelarm Messsensoren besitzt, kommen an der Power-Variante an beiden Kurbelarmen Dehnmessstreifen zum Einsatz. Dadurch wird eine differenzierte Messung für den linken und rechten Fuß möglich.
Nachdem das trockene Klima in der Heimat des Schmerzlosen keine Herausforderung für den Leistungsmesser darstellte, wanderte die Kurbel kurzfristig ins verregnete Mürztal. Hier musste sie sich sintflutartigen Regenschauern und dementsprechendem Schmutzbeschuss stellen.

  • Rotor Power

Erstkontakt

Detailansicht

In schwarzem Karton und hinter rotem Stanniolpapier versteckt wird der Leistungsmesser ausgeliefert. Im Lieferumfang enthalten sind neben den Kurbelarmen und dem eigentlichen Powermeter noch Kettenblattschrauben, Spacer, USB ANT+ Stick sowie Batterien. Dem aufmerksamen Leser offenbart sich hier ein erstes kleines Manko: Wo sind denn bitte die Kettenblätter und das Innenlager abgeblieben?

Doch auf den zweiten Blick zeigt sich die Tatsache der fehlenden Bestandteile als relativ gut durchdacht. Dem Kunden bleibt so die Wahl des Herstellers und der etwaigen Ovalität der Kettenblätter (ist aus Sicht der Genauigkeit des Powermeters aktuell allerdings noch nicht empfehlenswert) selbst überlassen. Nur zwischen Lochkreis (110 oder 130 BCD) und Kurbelarmlänge muss man sich vor dem Kauf entscheiden. Die Tatsache, dass die Kurbel mit sehr vielen Tretlagerstandards kompatibel ist, führt ebenfalls dazu, dass man sich das Innenlager zusätzlich beschaffen muss. Doch dazu später mehr.

Die Schönheit einer Kurbel liegt natürlich stets im Auge des Betrachters. Mir als bekennendem Fan der Formsprache der Spanier gefallen sowohl das Design als auch die ordentliche Verarbeitung recht gut.
An der Optik der ANT+ Transmitter mit den Batterien, die an den Kurbelarmen angebracht sind, mögen sich die Geister vielleicht scheiden. Auch wenn es während unseres Tests nie Probleme mit diesen Kunststoffdreiecken gab, so wirken sie dennoch weniger hochwertig (um nicht zu sagen drangebastelt) als die restliche Kurbel.

Technik

Detailansicht

Rotor verwendet für die CNC gefrästen Kurbelarme das aus der Rotor 3D+ bekannte 7075 T6 Aluminium, welches zur weiteren Gewichtsreduktion mittels Trinity Drilling genannter Technologie hohlgebohrt wird. Eine größere Kontaktfläche von Achse und Kurbel ermöglicht es so, Wandstärke und Gewicht zu optimieren, ohne dabei die Belastbarkeit der Kurbelarme zu beeinträchtigen. Das Messsystem selbst kommt von AIP, einer italienischen Firma, die ihr auf acht Dehnmessstreifen basierendes MEP lab beisteuert.

Das Leistungsmesssystem funktioniert auf Basis von jeweils vier Dehnmessstreifen, die in jedem Kurbelarm eingearbeitet sind. Die ANT+ Einheit mit ihren Batterien sitzt am jeweiligen Ende der Achse und ist mit allen ANT+ fähigen Computern verwendbar. Ohne jegliches Werkzeug können die Lithium Standardbatterien (CR2477B) getauscht werden - ein deutliches Plus gegenüber einigen Konkurrenten.

Detailansicht

Dadurch, dass die beiden Kurbelarme streng genommen zwei eigene Powermeter sind, ist eine exakt getrennte Messung der beiden Beine möglich. Wie etwa auch bei Garmins Vector Pedalen funktioniert die linke Einheit dabei als Slave, die Rechte als Master. Fällt das Übertragungssignal der linken Einheit aus welchem Grund auch immer aus, so bleibt das Signal des rechten Powermeters dennoch erhalten. Im Umkehrschluss fällt allerdings bei einem Ausfall der rechten Master-Seite durch entleerte Batterien etc. die komplette Signalübertragung aus, auch wenn der Slave noch funktionieren würde. Die Signalverarbeitung liegt bei 500 Hz, und da linke und rechte Werte nicht errechnet, sondern real sind, ergeben sich neue Möglichkeiten, den Tritt zu analysieren.

Detailansicht

Um diese Daten erzeugen zu können, muss das System wissen, wo sich das Pedal/der Kurbelarm gerade in der Rotation befindet. Hierfür werden Beschleunigungssensoren verbaut, die auch die Trittfrequenz messen. Dadurch wird die Installation von Magneten überflüssig.

Konstruktionsbedingt soll der Powermeter eines der wenigen am Markt erhältlichen Systeme sein, das resistent gegenüber Temperatur-Drifts ist. Möglich wird dies, da die Leistung in den Kurbelarmen gemessen wird. Hier treten keinerlei thermische Spannungen auf, wenn sich das Metall ausdehnt und wieder zusammenzieht.

Die komplette Kurbel ohne Kettenblätter steuert unserer Waage zufolge 605 g zum Gesamtgewicht des Rennrades, an dem es zum Einsatz kommen soll, bei.

Kompatibilität

Wie bereits erwähnt sind im Lieferumgang weder Kettenblätter noch Tretlager enthalten. Der Gedanke dahinter ist aber nicht Geiz und Profitmaximierung, sondern maximale Variabilität für den Endkunden. Entscheiden muss man sich nur für Lochkreis und Kurbelarmlänge. Hier stehen 110 BCD und 130 BCD, sowie 170 mm, 172,5 mm und 175 mm Länge zur Wahl.

Montiert werden können dann ovale, runde, 10-fach und 11-fach Kettenblätter aller gängigen Hersteller. Besonders stolz ist man bei Rotor zu Recht auf das schlaue und benutzerfreundliche UBB Achssystem. UBB steht für Universal Bottom Bracket, und bedeutet, dass die 30 mm UBB Achse der Rotor Power Kurbel mit allen BSA, ITA, BB86, BB30, BB30 PF, BBRight und BB386 Evo Tretlagerstandards kompatibel ist.

Setup

Detailansicht

Wir haben das System mit mehren Computern der Edge Familie in Betrieb gehabt. Sowohl mit dem Edge 510, als auch mit dem 800er und 1000er funktionierte das Pairing reibungslos, sofern man den Anweisungen der beiliegenden Schnellstartanleitung exakt Folge leistete. Am besten funktioniert dies in einem großen Raum oder im Freien. Mögliche Störquellen wie andere ANT+ Geräte sollten mindestens 10 Meter entfernt sein.

Um das Powermeter "aufzuwecken" ist es nötig, 1,5 kg Kraft auf die Pedale einwirken zu lassen. Das mag jetzt nach wenig klingen, ist aber am Montageständer oder im Stehen ein Ding der Unmöglichkeit.
Darum ist es am leichtesten, das System im Fahren bei einem kurzen, schnellen Sprint aus dem Schlaf zu reißen. Ist das System bereit, leuchtet das kleine rote Lämpchen unter dem Batteriefach auf. Nun muss man lediglich noch am Garmin-Bildschirm die "Scan" Funktion wählen, und schon sollten die beiden Geräte miteinander verbunden sein.

Ist dies der Fall, dann ist vor dem ersten Betrieb noch eine Kalibration und Nullung des Leistungsmessers und des Beschleunigungssensors nötig.
Hierfür muss das Rad gerade stehen, und zuerst der rechte Kurbelarm (der Master) senkrecht nach unten zeigen. Am Fahrradcomputer ist es jetzt an der Zeit, den Punkt "Calibrate" zu wählen und auf Rückmeldung vom System zu warten. Es sollte ein Zahlenwert zwischen 700 und 3900 am Display aufscheinen. Ohne die Kurbel zu bewegen, danach einfach erneut auf "Calibrate" drücken. Wenn eine Wert zwischen 4000 und 7200 am Display aufscheint, ist die Kalibration abgeschlossen und einer ersten Ausfahrt steht nichts mehr im Wege.
Montiert man andere Pedale oder Kettenblätter, muss dieser Prozess wiederholt werden, um die Messgenauigkeit beizubehalten.

Im Einsatz

Bevor am Display des Fahrradcomputers Zahlenwerte in den jeweiligen Watt und Trittfrequenzfeldern aufscheinen, muss der Leistungsmesser wie bereits beschrieben aufgeweckt und vom Computer gefunden werden.
Die Leuchtsignale, die das rote Lämpchen am Sensor beim Gerätestart sendet, geben Rückschluss über den Ladezustand der Batterien. Leuchtet das Lämpchen zehn Mal auf, ist die Batterie zu 100% geladen. Bekommt man nur noch drei Blinksignale, ist es höchste Zeit für einen Tausch der Energieversorgung.

Angenehm dabei ist, dass das einzige dafür nötige Spezialwerkzeug immer dabei ist. Mit der Hand lässt sich die Abdeckung gegen den Uhrzeigersinn einfach aufdrehen und die Batterie kann getauscht werden.
Da es sich ja bei der Rotor Power um zwei Leistungsmesser handelt, benötigen auch beide Sender eine eigene Energieversorgung. Der Hersteller empfiehlt, immer beide Stromspender gleichzeitig zu wechseln, auch wenn eine Seite noch genügend Saft hat.

Detailansicht

Wenn man es wünscht, kann man sich von seinem Garmin während der Fahrt mit einer regelrechten Datenflut füttern oder überfordern lassen. Watt, Balance, Effizienz, Ökonomie… viele Daten und Prozentverteilungen, mit denen man sich vom Regen oder schneidigen Gegenwind ablenken oder auch in den Wahnsinn treiben lassen kann, weil man ständig versucht ist, irgendetwas vermeintlich "optimieren“ zu müssen.

Durch eine lange Zeit verschleppte Verletzung in der Streckerschlinge meines linken Beines habe ich mit gewissen muskulären Dysbalancen zu kämpfen. Darum war ich vor der ersten Ausfahrt besonders auf die Rechts/Links-Balance gespannt, da ich bei längeren oder intensiveren Einheiten immer das Gefühl habe, mein rechtes Bein und vor allem die rechte Gesäßhälfte würden deutlich mehr leisten als meine linke Körperhälfte. Gebannt starrte ich deshalb die ersten Kilometer auf die Balanceanzeige.

Zu meinem Erstaunen zeigte das Display komplett konträre Werte zu meinem Empfinden an. Links mehr Power am Pedal als rechts! Wenn ich versuchte, mich im Bereich einer 50/50 Aufteilung zu bewegen, fühlte sich dies extrem tollpatschig an. Anscheinend hatte ich mir über die Zeit ein falsches Bewegungsmuster angelernt, um die gefühlte Dysbalance auszugleichen.
Für die weiteren Ausfahrten beschloss ich, die Balance vom Display zu entfernen, und mir die Werte nur in der Auswertung nach dem Training anzusehen. Die Grafik zur Rechten zeigt meine Balance-Werte als sogenannten Scatterplot während eines CP Tests. Wie daraus ersichtlich wird, ist meine linke Seite auch, wenn ich nicht daran denke, deutlich aktiver.

Detailansicht

Für all jene, die an sich arbeiten und herumtüfteln wollen (oder auch Trainer, die gerne alles über ihre Athleten wissen möchten) stellt diese Funktion ebenso wie die Pedal Smoothness und Torque Efficiency sicher ein interessantes Feature dar.
Meine Empfehlung wäre aber, sich diese Daten nur in der Auswertung anzusehen, um sich nicht selbst zu betrügen und zu manipulieren. Sieht man in der Auswertung Verbesserungspotenzial, kann man immer noch probeweise mit der jeweiligen Anzeige losfahren und versuchen wie es sich anfühlt, wenn man dies oder jenes verändert.

Weniger erfahrene Sportler tun sicher gut daran, sich bei Interesse mit den Werten an Trainer, Sportwissenschaftler oder Physiotherapeuten zu wenden. Sowohl Balance als auch Pedal Smootheness und Torque Efficiency sind komplexe Themen, die einen großen theoretischen Unterbau besitzen. Inwiefern diese Daten im Training anwendbar sind, wird die Zukunft zeigen.

Woher eine massive re/li Dysbalance kommt, kann eine Physiotherapeut am besten feststellen. Ist die Ursache behebbar, ist man dann auch gleich beim richtigen Ansprechpartner. Oft kann man aber auch große individuelle Unterschiede in der Balance bei Ermüdung oder hoher vs. niedriger Leistung feststellen.
Generell ist zu betonen, dass der menschliche Körper niemals symmetrisch ist. Daher ist eine vollkommen symmetrische Kraftverteilung weder notwendig, noch wirklich möglich. Werte wie 57/43% liegen absolut im Rahmen.

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Die Torque Efficiency - zu Deutsch Drehmomenteffizienz - gibt Aufschluss darüber, wie sehr linkes und rechtes Bein gegeneinander arbeiten. Also wie viel positive Kraft wirkt noch auf das linke Pedal ein, während das rechte Bein schon in der Druckphase ist?
Bei einem Wert von 100% wäre das linke Pedal komplett entlastet, oder es würde eine negative Kraft (sprich Zug) darauf wirken. Erfahrungsmäßig liegt man etwa bei 60 bis 90%. Dieser Wert bewegt sich im Dunstkreis des Mythos vom "Runden Tritt". Futter also für Diskussionen und Forschung. Anwendbarkeit bei der täglichen Ausfahrt im Moment fraglich.

Selbiges gilt für die Pedal Smoothness. Auch dieser Wert ist primär für Forschung und Trainer verwertbar, nicht so sehr für den Durchschittsfahrer. Hierbei geht es darum, wie gleichmäßig man die Leistung während einer Kurbelumdrehung auf die Pedale bringt. 100% würden bedeuten, dass man immer gleich viel Watt über 360° leistet. Zu erwartende Werte liegen irgendwo zwischen 10 bis 40%.

Für diese drei Anwendungen gibt es auch ein eigenes Programm für PC und Mac, das in Echtzeit anzeigt und aufzeichnet, wie sich die Werte verändern und verhalten, wenn man etwa auf der Walze sitzt. Mittels ANT+ Dongle verbindet man hierfür die Kurbel mit dem PC, und schon hat man ein kleines Leistungsanalyselabor am Bildschirm.

Test: Watt-Genauigkeit & Temperaturdrift

Um die Haltbarkeit, Messgenauigkeit sowie die versprochene Resistenz gegen Temperaturdrift zu prüfen, musste das Rotor System, sowohl vor und nach dem Praxistest, unserem Cyclus2 Hochleistungsergometer die Ehre erweisen.

Dazu brachten wir beide Geräte auf Zimmertemperatur und fuhren sie 15 Minuten lang mit 200 Watt (Cyclus2-Vorgabe) warm. Bereits während dieser kurzen Warmup-Prozedur zeigte der Rotor Leistungsmesser realistische Werte (im Schnitt 192 Watt) und nur eine äußerst geringe Temperaturdrift auf finale 194 Watt. (Anmerkung: inwieweit der Cyclus2 Einfluss auf diese minimale Drift hat, ist nicht feststellbar.)

Im richtigen 200W-Dauerleistungstest lieferte der Newcomer während eines 30- sowie 15-minütigen Intervalls sehr stabile Werte mit 194 bzw. 195 Watt im Schnitt, ohne erkennbare Drift.

Bei den folgenden Intervallen mit höheren Wattzahlen blieben die Werte beider Systeme stets in einem akzeptablen Bereich. Ist das System erstmal warmgefahren, kann man den ermittelten Leistungsdaten demnach bedenkenlos sein Vertrauen schenken.

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Leistungskurve

Cyclus2 (Watt Vorgabe) Rotor Power (Watt Avg)Abweichung Rotor (Watt)Abweichung Rotor (%)
Warm-Up200192-8-4,00 %
Kalibrierung Auto-Null
Intervall 30'200194-6-3,00 %
Intervall 15'200195-5-2,50 %
Kalibrierung Auto-Null
Intervall 2'250246-4-1,60 %
Intervall 2'300299-1-0,33%
Intervall 2'350347-3-0,86 %
Kalibrierung Auto-Null
Intervall 1'400401+1+0,25 %

Fazit

Rotor Power
Modelljahr:2014, SW 0.900
Testdauer:4 Wochen (Luki)
6 Wochen (NoPain)
inl. 2x am Cyclus2-Prüfstand
+hohe Genauigkeit, nahezu keine Drift feststellbar
+Tretlager-Kompatibilität
+benutzerfreundich (Setup und Batterietausch)
+sehr leicht (605 g inkl. Batterien)
oneue Messparameter
oDesign
-vereinzelte, kurze Messausfälle im Betrieb mit Garmin Edge 500 und Edge 510 (Ursache unklar)
BB-Urteil:Verlässlicher Leistungsmesser mit einer Vielzahl von Analysemöglichkeiten
Mit den drei oben genannten Messvariablen Balance, Pedal Smootheness und Torque Efficiency (die übrigens auch Garmins Vector Pedale ausspucken) bietet sich die Kurbel natürlich für Bike-Fitter, Therapeuten und Institute besonders an.
Wer nur auf der Suche nach einem Leistungsmesser fürs tägliche Training ist, soll sich jetzt bitte nicht abgeschreckt fühlen. Natürlich kann man auch einfach nur seine Trainingseinheiten damit steuern. Durch die unkomplizierte Bedienung bietet sich das Rotor Power-Modell auch Einsteigern als Helferlein an.
Mit einem Listenpreis von € 1.695,- ist es zwar kein absolutes Schnäppchen, allerdings bekommt man auch qualitativ ansprechenden Gegenwert.

Der angebliche „Sommer“ in meiner Heimat war eine wirkliche Prüfung für die Haltbarkeit der Rotor Power. Dauerregen und schlechte Straßen mit entsprechender Schmutzentwicklung setzten zwar dem Leben der Keramiklager im BSA-Tretlager ein Ende, konnten dem Leistungsmesser aber nichts anhaben. Zuverlässig übertrug er seine Messergebnisse an die Garmins.

Einzig mit den Edge 500/510 trat ein bekanntes (und hoffentlich bald behobenes) Problem auf. Hier gab es einige Male Probleme mit sekundenweisen Messausfällen. Bei einer vierstündigen Grundlagenausfahrt relativ egal, bei 30 sec. Intervallen aber ärgerlich. Edge 1000 und 800 zeigten keinerlei Allüren was eventuell an einer besseren Empfangsleistung oder ihrer Abschirmung liegen könnte.


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