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Der mit den neuesten Features gespickte SRM Radcomputer PowerControl 8 soll kompromisslos auf die Bedürfnisse von Athleten ausgelegt sein und bewusst auf Spielereien verzichten. So verfügt der PC8 nun über GPS, eine durch Lichtsensorik gesteuerte Hintergrundbeleuchtung, bis zu vier Fahrradprofile, eine erhöhte Speicherkapazität von 500 MB für ca. 4.000 Stunden Training und einen Bewegungssensor, der die Aufzeichnung beim Losfahren automatisch startet. Auch werden neben bekannten Werten wie Leistung, Herzfrequenz, Geschwindigkeit, etc. die etablierten TrainingPeaks Metriken wie TSS (Training Stress Score), NP (Normalized Power) und IF (Intensity Factor) berechnet und angezeigt.Für eine bessere Kompatibilität mit Analyseprogrammen von Drittanbietern (z.B. Golden Cheetah, Strava oder TrainingPeaks) werden die Trainingsdaten im .fit Format gespeichert - die Übertragung der Daten erfolgt über das proprietäre Ladekabel mit Magnetstecker, bzw. Bluetooth oder W-Lan. Der PC8 funktioniert mit allen Powermetern, die das ANT+ Protokoll unterstützen.
Im Vergleich zum Vorgänger PC7, ist der Neue etwas größer (71 x 63 x 20 mm) und schwerer (95 g), dafür auch ein wenig hübscher - und für mich als echten Bergfloh sehr passend im gepunkteten KOM-Design. Den Radcomputer gänzlich neu zu erfinden war nicht im Sinne von SRM, und das ist auch gut so. Der Fokus lag deswegen auf der optimalen Kompatibilität mit anderen Geräten, einem GPS-Modul und der übersichtlicheren Bedienung am Display. Das Startdisplay ist individuell gestaltbar und kann, wie überhaupt jeder Screen, ohne lange Einlesephase per USB-Kabel rasch und einfach verändert werden. Ein Mausklick genügt, und so weicht beispielsweise die Trittfrequenz dem aktuellen Steigungswinkel. Ein weiterer Pluspunkt, der mich die letzten Monate verwöhnte, ist der eingebaute Lichtsensor. So aktivierte und deaktivierte sich die Display-Beleuchtung stets vollautomatisch - besonders praktisch bei dunklen Wald- und Tunneldurchfahrten. Die Akkulaufzeit betrug in der Praxis zwischen 10 und 40 Stunden, was im worst case - bei voller Nutzung aller Funktionen - gerade mal zwei längeren Ausfahrten entsprach. Durch entsprechendes Haushalten mit Bluetooth und GPS ließ sich die Betriebsdauer deutlich erhöhen und so kam ich mit meinem Wunsch-Setup zirka 30 Stunden lang über die Runden.
Ganz ohne technische Probleme ging es überraschenderweise nicht. Denn nach einigen Wochen begann das Display beim verschärften Außeneinsatz im Winter (Nebel, Feuchtigkeit, Kälte) anzulaufen. SRM gestand einen Dichtheits-Makel bei der Erstserie ein und tauschte die für den Gasaustausch des Gehäuses zuständige Membran. Danach funktionierte der Computer wieder einwandfrei.
Nachdem ich beim konspirativen Radfahren zum Sinnieren neige, stellte sich mir öfters die Frage, wieso ein durchschnittlicher Konsument zu einem solch teuren High-End-Produkt greifen sollte? Antwort: Er wird es wohl nicht tun, da es am Markt dutzende Radcomputer gibt, die um weniger Geld ähnliche Features bieten.Anders denken da wohl ambitionierte Amateure, Masters-Fahrer und Triathleten, die auch mit ruhigem Gewissen mehrere tausend Euro für ihr Sportgerät ausgeben und einen SRM Leistungsmesser dabei zur Standard-Ausstattung zählen. Der SRM PC8 ist adäquat, zuverlässig, aufs Wesentliche reduziert und bietet praktische Features für Vielfahrer und deren reflektierende Trainer. Und simma uns ehrlich: Auf ein richtiges Wettkampfrad mit SRM gehört dieses Kastl.
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