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Größe: 180 cm Schrittlänge: 85 cm Gewicht: 73 kg Fahrstil/-können: Gemütlicher Allround-Mountainbiker, gerne auch knackig bergab
Rennrad & Gravel: Das Abenteuer steht im Vordergrund
Smartwatches sind nicht erst seit Apples neuestem Produkt ein interessantes Thema. Während Google und Apple erst jüngst die Fitness-Branche für sich entdeckt haben, zeigen Firmen wie Polar, Suunto oder Garmin seit Jahren, wo sinnvolle Anwendungen dieser Handgelenks-Computer liegen.
Letztere Firmen sind es auch, die ziemlich genau wissen, wo den Athleten der Schuh drückt. Handy-Benachrichtigungen, Farbdisplay oder Apps sind nett, aber lange Akku-Laufzeit, Hardware-Funktionen und Robustheit sind im Sportbereich essentiell. So gibt es bereits seit einigen Jahren zahlreiche Uhren für alle möglichen Einsatzbereiche von Triathlon bis Bergsteigen, Schitourengehen oder Golf. Die M400 von Polar haben wir aus mehreren Gründen für ein kurze Produktvorstellung gewählt: Sie ist eine sehr schlanke GPS-Uhr mit Puls-Aufzeichnung. Davon gibt es nicht allzu viele am Markt, denn die meisten Geräte sind relativ sperrig und tragen dick am Handgelenk auf, der GPS-Empfänger ragt dabei meistens ein wenig aus dem Gehäuse. All das ist bei der Polar M400 nicht der Fall. Dazu verspricht Polar eine alltagstaugliche Akku-Laufzeit von 24 Tagen bzw. 8h im GPS-Aufzeichnungsmodus. Aber vor allem wäre die Uhr, ohne Silikon-Armband und entsprechende Halterung vorausgesetzt, ein kleiner feiner Bike-Computer (ähnlich der TomTom Multisport-GPS). Ambitionierte Biker würden natürlich die Anbindung an Powermeter und Co. oder auch Navi-Möglichkeiten vermissen, der Rest der Anwender hätte aber eine funktionelle Uhr samt stylischen GPS-Bike-Computer in einem Gerät.
Bitte liebe Firmen Polar oder SRAM, baut doch eine möglichst dünne und schlanke Halterung für diese Uhr
Gleich nach dem Einschalten fällt das Display positiv auf: Trotz inverser Anzeige (Weiß auf Schwarz) ist es extrem gut zu lesen, überhaupt eines der besten Displays, die ich in den letzten Jahren auf diesem Sektor getestet habe. Auch die Hintergrundbeleuchtung funktioniert perfekt auf Tastendruck - womit wir gleich beim nächsten Thema wären. Die Tasten sind auch mit Handschuhen gut zu bedienen, ein leichter Piepston bestätigt die Auswahl. Insgesamt ist das Handling eine knackige Sache. Die CPU reagiert schnell, die Hardware ist präzise zu bedienen.
Via Micro-USB-Anschluss an den Mac angesteckt, muss ich mich zuerst bei Polar Flow registrieren und die Flow Sync-Software installieren. Danach klappt alles selbsterklärend und spielend einfach. Die neueste Firmware wird automatisch installiert, die Daten synchronisiert.
Via Polar-Flow Hompage lassen sich auch die verschiedenen Anzeigen konfigurieren. Dann geht's auch schon los auf die Trails. Die Anzeige der Höhe liegt in meinem kurzen Praxis-Einsatz nie weiter als 10-15 m von der tatsächlichen Höhe entfernt. Je nach Empfang dauert's mal länger, mal kürzer, bis sich die Höhe anpasst und solange man auf die Genauigkeit der kumulierten Höhenmeter oder metergenaue Höhe keinen Wert legt, ist die Anzeige absolut praxistauglich. Auch Herzfrequenz, Zonen und die anderen Daten werden übersichtlich dargestellt. Das GPS selbst ist sehr genau, die Initialisierung dauerte in unseren fünf bis zehn Testläufen meist zwischen einer und vier Minute(n). Am Display finden maximal vier Zeilen Platz, das ist die Hälfte der Information, die z.B. ein Garmin Edge 500 auf den Bildschirm bringt. Aber die Darstellung ist sehr übersichtlich und es lassen sich bis zu acht Trainingsansichten pro Sportart konfigurieren. Die Auswertung der Herzfrequenz-Zonen lässt sich ebenso wie der "Back to Start” Bildschirm separat via Polar Flow aktivieren. Der "Back to Start” Bildschirm ermöglicht eine einfache Navigation zum Ausgangspunkt.
Die Auswertung der Daten funktioniert am Mac im Moment ausschließlich via Polar-Flow. Auf der Polar-Seite lassen sich die Trainings relativ einfach auch als .tcx exportieren und in anderen Programmen weiterverwenden. Ich denke, dass viele Hersteller in Kürze Schnittstellen zu Polar-Flow einsetzen werden, ähnlich, wie das auch via Suunto Movescount oder Garmin Connect funktioniert.
Die Polar M400 ist in vielerlei Hinsicht eine interessante Uhr. Sie ist für mich ein Wegweiser, in welche Richtung die Smartwatch-Ideen diverser Hersteller gehen könnten: Zum einen ist sie wirklich schlank und kompakt und macht so in schwarz oder weiß auch auf zierlicheren Handgelenken eine gute Figur. Sie sieht dabei deutlich dezenter aus als die meisten GPS-Uhren. Zum anderen besitzt sie viele der wesentlichen Funktionen, die sie zu einem universellen Werkzeug machen: Die sekundengenaue GPS-Uhrzeit, das wirklich genaue GPS selbst, die Höhenanzeige, die Pulsaufzeichnung- und Zonen, das gut lesbare Display, der gut dimensionierte Akku.Für spezifischere Anwendungen geht man mit der kleinen M400 natürlich immer ein paar Kompromisse ein. So gibt es z.B. keinen Temperatursensor, die Anbindung von Powermeter und Co. ist nicht möglich, Bergsteiger werden vielleicht einen Kompass oder Barometer vermissen. Generell ist zwar die GPS-Aufzeichnung möglich, aber eine simple Navigation à la Garmin Edge500 funktioniert mit der M400 leider nicht. Alles in allem ist die M400 aber eine preiswerte und vielseitig einsetzbare GPS-Uhr, die - entsprechende Halterungen vorausgesetzt - auch am Bike gute Figur machen würde.
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