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Größe: 175 cm Schrittlänge: 84 cm Gewicht: 70 kg Fahrstil/-können: Rennrad & Gravel, gute Ausdauer, wenig Power, volles Risiko bergab - wird allerdings selten belohnt
Von einigen schon länger erwartet, von so manchem schon immer „gefürchtet“: Cannondales erste Highend-E-Rennräder stehen in den Startlöchern und sollen bereits ab Herbst die Straßen und Schotterpisten dieser Welt bevölkern. Wir durften das Synapse NEO 1 mit Dura-Ace 2x11 und weiteren exklusiven Komponenten vor einigen Wochen rund um Heidelberg probefahren und waren vom Motorenkonzept, der Geometrie und dem 2-fach-Antrieb ziemlich beeindruckt.Wider erwarten fuhr sich das Synapse NEO tatsächlich fast wie ein "gewöhnliches" Rennrad mit breiter Bereifung und trotzte, alsbald der gesetzestreue Motor seine Unterstützung unterbrach, selbst der unsichtbaren 25 km/h Schallmauer mit Bravour.
Das Synapse NEO möchte als vollwertiges Rennrad mit Elektro-Unterstützung verstanden werden, mit dem sich Fitnesstraining, Ganztagesausflüge bis hin zu Gravel-Abenteuern gleichermaßen komfortabel absolvieren lassen. Selbstverständlich kommt Cannondales E-Rennrad wegen seines starken Bosch Active+ Motors und des großen PowerTube-Akkus nicht ganz so zierlich und leichtgewichtig daher, wie so manches Konkurrenzbike mit Fazua-Antrieb - dafür oder vielleicht gerade deshalb besitzt das Synapse NEO echte Kaufargumente für Neo-E-Roadies. Leistung pur: Der Bosch Active Line Plus Motor bietet in der dritten Generation eine hohe Leistung von max. 250 Watt mit 50 Nm Drehmoment und eignet sich wegen seiner leisen Geräuschkulisse und den geringen Reibungsverlusten ideal für Rennräder. Bei abgeschaltetem Motor (bzw. leerem Akku) ist praktisch kein spürbarer Widerstand mehr vorhanden und man kämpft nicht gegen Windmühlen. Hohe Reichweite: Der 500 Wh starke Bosch PowerTube Akku passt sauber ins Unterrohr und bietet - wie im Falle des Synapse NEO - genügend Energie für Fahrten von Sonnenauf- bis Sonnenuntergang. Bei Testfahrten im leicht kupierten Gelände sollen etwa 220 Kilometer im Eco- bzw. 90 Kilometer im Turbo-Modus möglich gewesen sein.
Echte Rennradübersetzung: Das einzige Rennrad mit Bosch-Antrieb, welches mit 2-fach Kettenblättern ausgestattet ist, bietet ein natürliches Fahrgefühl und man findet immer den richtigen Gang, besonders ab Geschwindigkeiten über 25 km/h, sobald der Motor seine Unterstützung einstellt. Sicheres Handling und Komfort: Die vom non-E-Synapse inspirierte Geometrie wurde an die neuen Erfordernisse (wie z.B. Fahrerprofil und Gewichtsverteilung) minimal angepasst und besitzt eine klassische Endurance-Sitzposition mit sehr flachem Lenkwinkel und - trotz seiner Stabilität bei hohen Geschwindigkeiten - ein ausreichend agiles Fahrverhalten. Geschmeidige 32 mm breite Reifen, die SAVE Micro-Federung an den Aluketten-, Sitzstreben und der Carbongabel, sowie eine SAVE Carbonstütze mit 25,4 mm Durchmesser runden das Ganztagskomfort-Package ab.
Wer sich auch immer von den neuen Synapse NEO E-Rennrädern angesprochen fühlt - er wird mit vielen technischen Details belohnt. Klar, Herzstück ist zwar ein generell günstiger Aluminiumrahmen, was auch die niedrigen Einstiegspreise ab 3.299 Euro erklärt, aber es wurde bei seiner Entwicklung kein Teilaspekt außer Acht gelassen. So besitzt er, neben der bereits angesprochenen SAVE-Micro-Suspension, auch ein "Stress-optimiertes Rahmendesign" zur Verlängerung der Lebensdauer und den "Ai Offset Drivetrain", bei welchem der Antrieb um sechs Millimeter zur Antriebsseite versetzt wurde, um die Steifigkeit am Tretlager und am Hinterrad zu erhöhen.Rack- und Fender-Mounts an Rahmen bzw. Rahmen sowie eine komplette Vorverkabelung für ein optionales Front- und Rücklicht erhöhen die Einsatzbandbreite als schneller Begleiter für Reiseradler oder Commuter.
Wie bereits erwähnt, handelt es sich beim NEO um das erste Pedelec überhaupt, bei dem ein Bosch-Mittelmotor (außer beim NEO SE) mit einem 2-fach Kettenblatt an der Kurbel kombiniert wurde und dadurch eine sehr hohe Übersetzungsbandbreite mit kleiner Abstufung offeriert. Was für einen Rennradeinsteiger, der mit voller E-Unterstützung unterwegs ist, mitunter keinen Sinn macht, sieht beim passionierten Rennradfahrer schon anders aus. Sei es beim Einhalten der gewohnten Trittfrequenz, beim Fahren von Geschwindigkeiten über 25 km/h oder bei deaktivierter Motorunterstützung. Denn der Bosch Active+ Motor besitzt nahezu keinen spürbaren Tretwiderstand (laut Cannondale um 2,5-fach geringer als beim Fazua-Motor), was Geschwindigkeiten über 25 km/h problemlos möglich macht. Denn: ist das etwa 17 kg schwere E-Rennrad mal auf Kurs, fährt es sich in der Ebene tatsächlich wie ein (schweres) Komfort- oder Granfondo-Rennrad.
Je steiler es bergauf geht, umso mehr Schmalz wird zur Steigerung des Fahrtempos nötig, denn die 17 kg lassen sich ab dem Ende der Motorunterstützung nicht einfach wegdiskutieren. Grundsätzlich sitzt man aber wie auf einem komfortablen Rennrad und fühlt sich, bis zum Erreichen der 25 km/h-Marke, immer saumäßig stark. Auch die Lenkung reagiert grundsätzlich wie bei einem gewöhnlichen Rennrad mit flachem Lenkwinkel, wobei sich die vormontierten 32 mm breiten Reifen gerade noch gut ins Gesamtbild fügen. Diese bieten mächtig Grip und einen guten Rollwiderstand bei ausreichender Agilität. Zwar verträgt der Rahmen bis zu 35 mm breite Reifen bei 28" bzw. 47 mm breite Reifen bei 27,5" Laufrädern, allerdings wären beide Kombis unserer Meinung nach nur für härtere Graveleinsätze zu empfehlen.Bergab fährt sich das Synapse NEO ausgesprochen sicher und gut, aber auch hier bekommt man selbstverständlich das Mehrgewicht deutlich zu spüren. So will es in engere Kehren aktiver gedrückt werden als sein nicht E-unterstützter Bruder und braucht auch beim scharfen Anbremsen mehr Bremsweg und Handkraft. Grundsätzlich fährt sich das Ding jedoch wie ein echtes Rennrad und ist von unseren bisherigen E-Bike-Erfahrungen auf der Straße meilenweit entfernt. Darüberhinaus motiviert es zum Andrücken oberhalb der 25 km/h-Grenze, was sowohl Trainingseffekt als auch Kalorienbedarf steigert.
Das Synapse NEO mit Alurahmen und Carbongabel soll bereits ab Oktober 2018 in vier verschiedenen Ausstattungsvarianten und jeweils vier Rahmengrößen (S/45, M/50, L/54 und XL/58 cm) erhältlich sein. Preislich liegen die E-Rennräder zwischen 3.299,- fürs Synapse NEO 3 mit Shimano Tiagra/105 und 5.999,- Euro fürs Synapse NEO 1 mit Shimano Dura Ace samt Vision Trimax CSI Carbon-Laufrädern. Die Gravel-taugliche SE-Variante mit Sram Apex 1x11 sowie 650B-Laufrädern kommt auf 3.699,- Euro.
Cannondale Synapse NEO 1 (Shimano Dura Ace 2x11): € 5.999,-Cannondale Synapse NEO 2 (Shimano Ultegra/105 2x11): € 3.999,-Cannondale Synapse NEO 3 (Shimano 105/Tiagra 2x10): € 3.299,-Cannondale Synapse NEO SE (SRAM Apex 1x11): € 3.699,-
Einen noch breiteren Einsatzbereich soll das Synapse NEO SE abdecken. Mit 650b Laufrädern und großvolumigen 47 mm Reifen, einem 1x11 Antrieb und allen anderen NEO-Features geht es bei dieser Modellvariante eher in Richtung E-Gravelbike. Ein idealer Allrounder, perfekt für die holprigen Nebenstraßen, für welche die Bikes der NEO-Serie gedacht sind, zum Radreisen, Rennradeln und Commuting.
Mit dem Synapse NEO wollen wir E-Rennradfahren oder E-Graveln für jeden Menschen zugänglich machen.
In wenigen Minuten gratis inserieren – mit Fotos, Preis und Spion-Reichweite in der Bikeboard-Community.
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