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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : welche Kettenschaltung ist besser wie Shim.AceraX ?



Kraeuterbutter
02-05-2009, 08:46
Hallo...
ich hab an meinem Mountainbike (wird in der Stadt benutzt, Slicks drauf)
in letzter Zeit Probleme mit der Schaltung (Gangspringen)
als erste Massnahme, hab ich mal neue Züge und Bowden verbaut
und die komponenten gut gereinigt

hat leider nix/kaumwas gebracht

dann bin ich vor kurzem am Radweg auf der Praterstrasse bei Tempo 38km/h über den Lenker "abgestiegen"
KEtte gesprungen, Gang gesprungen oder KEtte verklemmt ... kann nimma genau sagen was es war,
nach dem Sturz war jedenfalls die Kette zw. kleinestem Ritzel und Rahmen verklemmt

die Kette ist 9 Monate alt, hatte ich letztes Jahr getauscht, da sie mir - auch Gangspringen - bei einem kräftigen Antritt gerissen war

ich bin Laia was Bikes angeht, bin aber mittlerweile der Meinung dass es (nicht nur) an falscher Wartung oder Einstellung meinerseits liegt

meine Idee ist jetzt:
bevor ich mir neues Ritzelpaket hinten, neue Zahnscheiben vorne, neue KEtte besorge, und dann eventuell immernoch kein gutes Ergebnis erziele:
vielleicht gleich in eine neue Schaltung investieren..

nur was für eine ??

XTR ist natürlich viel zu teuer
nächste Wahl wäre wohl XT
aber auch da kostet ne komplette, neue Gruppe ja schnell 400 Euro :(
was mir viel viel zu viel wäre

eventuell könnte man ja auch mischen

wenn ich aber hinten neu mache, neue Kette -> und vorne die alten Kettenblätter z.b. oben lasse, dann ruiniere ich mir wohl die Kette, oder ?

was will ich ?
ich will wieder beherzt und ohne Angst im Wiegetritt voll kanne reinsteigen können, ich will das die Gänge nicht springen (auch nicht wenn ich über KOpfsteinpflaster fahre)
die Sache soll günstig und robust sein
(fahre über 1000km im Monat auf Wiens Strassen)

also AceraX hab ich jetzt
wäre eine Deore schon ne deutliche Verbesserung ?
Deore LX ?
Deore XT ?

ich kenn mich da einfach nicht aus,
will aber nicht zum Bikehändler gehen
(letztens hat mir an einem anderen Radl der Tausch eines Tretlagers (mir fehlte ein Werkzeug dafür) 60 Euro gekostet (die Stadtschlampe selber hab ich bei ebay für 70 Euro ersteigert) -> das ist mir einfach zu teuer
wenn ich da ne neue Gruppe einbauen lasse und dort kaufe, sinds wohl gleich 500 Euro, dafür kann ich mir gleich ein gebrauchtes neues Radl kaufen

im Moment trau ich mich nimma Wiegetritt fahren, bei starkem Kettenzug springt da was
und ist so natürlich ne Spassbremse

yellow
02-05-2009, 08:55
Jede Schaltung ist besser als eine Acera ;)
Heißt aber nicht, dass die nicht auch zufriedenstellend funktionieren kann - besonders nur in der Stadt
Der Sturzgrund ist falsche Einstellung, such Dir eine vernünftige Beschreibung
(hab den Link nicht bei der Hand, entweder postet den bald wer, oder er findet sich hier im Unterforum)


Technik:
XTR ist Quatsch, teures Blenderteil und Aufzeigen des technisch möglichen (Leichtbau) auf Kosten von Lebensdauer/Haltbarkeit,
XT --> :toll: (vereinfacht: die Macken die XTR hatte ausgemerzt)
Deore --> beste Nachrüstteile --> Preis/Leistung top. Macht bei Dir auch alles andere keinen Sinn, imho

Wobei das Hauptproblem an den Schalthebeln liegt, die müssten auch getauscht werden. Die Teile "hinten" am Radl sind mehr oder weniger "Ausführende", da ist net so viel Unterschied.

NutzSportRadler
02-05-2009, 13:02
Hallo Kraeuterbutter,
bei deiner km-Leistung werden alle günstigen Shimano-Teile bald verschlissen sein. Wer >1000km im Monat fährt hat auch ordentlich Power denk ich mir --> die Teile werden sowiso mehr geschunden als beim Pepi-Onkel der am WE damit zum Wirtn rollt.

Ein Shimano-Vertreter hat zu meinem Radlnahversorger gesagt dass die üblichen Komponenten für 10.000km ausgelegt sind, für den Freizeitradler ok, für den eifrigen Alltagsradler eine Enttäuschung.
Die Rennradkomponenten sind für deutlich mehr km ausgelegt.

Eine Kette sollte man sowieso alle 3000km wechseln, v.a. wenn auch Regenwasser und Dreck im Alltagsbetrieb draufkommt. Kann leicht sein dass deine Ritzel schon total vernudelt sind.


Du wirst an einer namhaften Investion nicht herumkommen, schon gar nicht wenn du dich mit der Technik und Wartung nicht so beschäftigst.
Bedenke deine km-Kosten sind eh niedrig.
Ich würde ein älteres, gut ausgestattes gebrauchtes Rad suchen, das ist nicht so auffällig (Diebstahl) und 3x8 soll langlebiger als 9-/10-fach sein.

Auch sehr langlebig sind gehobene Fahrräder bis zu den 60er-Jahren des vorigen Jahrhunderts - aber wohl nicht das was du willst. :)


Ich investiere selber sehr wenig ins Material, fahr aber auch nicht soviel bzw auf mehrere Räder verteilt. Warte aber meine Räder selbst, d.h. lästiges Schmieren der Nabenlager (v.a. rechts hinten!), Kette, Pedale. Patronen-Tretlager nehmen weil wartungsfrei.
Im Winter Schalt- und Bremssseile schmieren, auch die Schalthebeln (filigranes Zeug drinnen).
Die Werfer selbst halten ewig, auch die billigen.

Vielleicht schaust du einmal in der WUK-Werkstätte oder der Bicycle-Kitchen vorbei, ich glaub die sind gleich organisiert wie hier die Fahrradküche in Graz. Nette und in ihren Bereichen kompetente Leute bieten Hilfe zur Selbsthilfe(!) an.

lg
»Horst

Zacki
02-05-2009, 14:36
Für den Zweck eindeutig DEORE

Kraeuterbutter
02-05-2009, 20:44
Hallo..

ja, also ein Radl aus den 60ern will ich dann doch eher lieber nicht ;)

fahr derzeit ein Stahlrahmen Mountainbike (irgendwie fühlen sich Alurahmen nicht "richtig" an für mich, zumindest die die ich bis jetzt fahren durfte, sowohl vom Sound/Geräuschkullise als auch recht steif/hart und komisch halt)


Wer >1000km im Monat fährt hat auch ordentlich Power denk ich mir
also ich kann mich da sicher nicht mit euch Profi-Radler mit Wettbewerbserfahrung etc. vergleichen
ich fahr halt jetzt seit über einem Monat als Fahrradkurier und will das auch länger weiter machen, weils mir total taugt

also Radsportler bin ich keiner, aber soviel: wenn ich ne 11 Stundenschicht fahre, werd ich den ganzen Tag in Wien von keinem Radler überholt, ob er jetzt ein 2000 Euro Cannondale oder sonstwas hat *gg*
auch immerwieder mitschwimmen im Verkehr mit ca. 45km/h ist auf den eher kurzen Strecken zwischen den Aufträgen nicht wirklich ein Problem
(jetzt schon eher weil Wiegetritt eben nicht mehr möglich bzw. ich nicht kann)

Einstellerrei: hab schon probiert, aber mit den beiden Schrauben verstell ich ja nur die Endstellungen
und ich kann rumschrauben was ich will, irgendwo bei irgendeinen Gang hupft die Kette immer :(

ich hab ja auch schon bei anderen Rädern rumgeschraubt, da ging das besser (und auch vor einem Jahr noch gings bei diesem RAdl hier)
irgendwo ist da jetzt halt der Hund drin

zur DEORE: die besteht aus Stahlteilen, schwer aber robust, richtig ?
die Deore XT hingegen aus Aluteilen, leichter, eigentlich super, aber leider schon recht teuer

beim Internetgoogeln ist mir auch die Deore LX mehrfach untergekommen
hat halt statt z.b. Kugellager am Schaltwerk Gleitbuchsen verbaut, soll aber auch nicht viel schlechter schalten als die XT

was meint ihr ?

zuviel will ich nicht investieren, vielleicht hol ich mir im Herbst dann ja doch ein besseres Radl..

eines der Cannondale Bad Boys z.b.
http://de.cannondale.com/bikes/09/ce/badboy.html
vielleicht dann sogar mit Nabenschaltung ?
aber wie immer, mal schaun wies Budget im Herbst dann ausschaut

Kraeuterbutter
02-05-2009, 20:48
Vielleicht schaust du einmal in der WUK-Werkstätte oder der Bicycle-Kitchen vorbei, ich glaub die sind gleich organisiert wie hier die Fahrradküche in Graz. Nette und in ihren Bereichen kompetente Leute bieten Hilfe zur Selbsthilfe(!) an.



kannst du das mal etwas näher erklären ?
ich glaub sowas such ich schon lange

EDIT: GENAU SOWAS SUCH ICH SCHON LANGE, habs grad gegoogelt, da werd ich mal hinfahren..
sprich: ich lass mich von euch im Forum beraten welche Teile ich den bei ebay ersteigern könnte
und wenn ich die dann hab, fahr ich da raus zur WUK-Werkstätte und bau das - wenn nötig dann mit fachmännischer Hilfestellung - in mein Radl ein


ich geh inzwischen eher ungern zum Händler, weil klar: bei einem Bike das ich gebraucht bei ebay gekauft hab und er kein Geschäft mit mir gemacht hat ist er sicher nicht heiß drauf mir zu helfen, ist ja klar und auch verständlich

yellow
03-05-2009, 08:53
Einstellerrei: hab schon probiert, aber mit den beiden Schrauben verstell ich ja nur die EndstellungenDer Hinweis Dir INFOS wie eingestellt wird zu holen, ist schon gekommen.
Dass die beiden Schrauben "nur" für die Endanschläge zuständig sind, stimmt.
Die falsche Einstellung des einen war der Grund dafür dass die Kette nach außen drübergefallen ist (und somit Deinem Sturz)

Dass Du jetzt plötzlich doch wieder Komponenten möchtest, um am Eissalon zu gewinnen, Dein Problem
;)


PS: Bei der Cooperative Fahrrad kannst im Hinterhof auch sämtliches Werkzeug benutzen, ob im Wuk nämlich so ne tolle Hilfestellung gegeben wird, bin i mir net sicher. Die paar Mal die ich dortn war, bekam ich den Eindruck, dass das eine Art Flohmarkt für "extem Gebraucht- & Altteile" ist (störte nicht, deswegen war ich dort). Werkzeugausstattung wäre mir nicht besonders positiv aufgefallen.

NutzSportRadler
03-05-2009, 12:38
Hallo Kraeuterbutter,

@Kettenwerfereinstellung:
Da du die Bowdenzüge schon selbst ersetzt hast, kann ich davon ausgehen dass du die 3 Einstellgrößen (2x Endlageschrauben, 1-2x Seillängenverstellung) schon raus hast.
http://sheldonbrown.com/derailer-adjustment.html
bzw Übersicht der übersetzten Seiten http://sheldonbrown.com/translations.html speziell diese: http://sheldonbrown.com/german/derailer-adjustment.html
Da kannst du überprüfen ob im Text etwas steht das du noch nicht (richtig) bedacht hast.
Meine schon angedeutete Vermutung: http://sheldonbrown.com/german/derailer-adjustment.html#skipping ev gar http://sheldonbrown.com/german/autoshift.html



@Power:
Dein Understatementversuch

also ich kann mich da sicher nicht mit euch Profi-Radler mit Wettbewerbserfahrung etc. vergleichen
ich fahr halt jetzt seit über einem Monat als Fahrradkurier und will das auch länger weiter machen, weils mir total taugt greift nicht wirklich da du a) Geld mit Radfahren verdienst (=Definition von Profi), b) deine unauffälig eingestreuten Geschwindigkeiten nicht auf einen Sonntagsradler zurückschließen lassen. c) bei >1000km/m auch ein 'gemütlicher' Tourenradler ordentlich Kraft hat (Kondition sowieso).
Fazit: Du belastest das Material mehr als der Durchschnitt --> du brauchst (auf lange Sicht) auch etwas Überdurchschnittliches.
Ob es so 'überdurchschnittlich' sein muß wie das verlinkte Wunschbike musst selber entscheiden - zwischen deinem ebay-Rad und diesem gäbe es sicher auch Günstigeres das den Job auch gut und zuverlässig täte. (Rechenaufgabe: Wieviel Std mußt du (netto) arbeiten um dir dein Arbeistgerät zu finanzieren?)



@Komponenten:
Da kann ich dir konkret nicht weiterhelfen, da ich den Stand von Neuware nicht kenne. Deore ist haltbar, darüber wohl hauptsächlich Gewichtsersparnis (ob die auf Kosten der Haltbarkeit geht kann dir ev eine Archivsuche beantworten)



@lokaler Händler/Werkstätte:
Was ist denn das für eine haarsträubende Argumentation? Ein Radlhändler/-mechaniker wird die Augen (unsichtbar) rollen wenn du mit einem relativ neuen Radl aus einer Sportgeschäftkette, Hofer oder gar Baumarkt kommst, nicht aber deinen Auftrag ablehen oder ihn gar schlecht erfüllen. Klar wenn Leute wg Pflegemangel mit total kaputter Billigsdorfer-Hinterachse kommen und dann jammern dass man das ganze LR ersetzen muß kann dem Händler schon ein strenges Wort auskommen.
Entspricht es nicht den obigen Kriterien kannst du ja sagen dass du es beim Händler in deinem Heimatort gekauft hast und dort die nächste Zeit nicht hinkommst oder sonst was 'Entschuldigendes' - wie vom Nachbarn übernommen. Gebrauchtkauf ist ja keine Schande. Ganz im Gegenteil, der neue Besitzer investiert dann gleich einmal um es an seine Bedürfnisse anzupassen - und sei's nur in neue Schaltzüge.
Was stimmt, ist sicher dass du beim Stammhändler eher eine Kulanzleistung bekommst wenn das Rad dort gekauft wurde - und u auch sonst immer wieder deinen Radbedarf dort deckst.



@Selbsthilfewerkstätten:
Hallo yellow,
Ich kann nur hier von der Fahrradküche in Graz http://combinesch.com/index.php/Fahrradkueche sprechen, lauter hilfsbereite und geduldige(!) Burschen da. Und wenn vielleicht im WUK oder auch hier nicht jedes Werkzeug in ausreichender Qualität vorhanden ist, kann man ja (mehr) spenden, oder bei einem neuen Stück mitzahlen? Oder wie sollen die Betreiber das finanzieren, bei dem Pimperlspendenaufkommen bzw dem sehr ärgerlichen Schwund. Geiz ist halt nicht (nur) geil.

Super dass es bei euch einen Händler gibt der Selbstmontage mit Werkzeug-Support für jedermann (und offensichtlich nicht nur für Stammkunden) unterstützt (von Anleitung habe ich jetzt nichts gelesen :) )

Hier die Vienna Bikekitchen http://www.bikekitchen.net/index.php/Home


lg
»Horst

Kraeuterbutter
03-05-2009, 22:23
Dass die beiden Schrauben "nur" für die Endanschläge zuständig sind, stimmt.
Die falsche Einstellung des einen war der Grund dafür dass die Kette nach außen drübergefallen ist (und somit Deinem Sturz)

Dass Du jetzt plötzlich doch wieder Komponenten möchtest, um am Eissalon zu gewinnen, Dein Problem
;)


@yellow:
da die Kette vorher nie zwischen kleinstes Ritzel und Rahmen gesprungen ist,
danach auch nie und es optisch als auch akustisch kein Geräusch mit kleinstem Ritzel hinten gibt,
bin ich eigentlich davon ausgegangen, dass die Kette erst DURCH den Sturz runtergesprungen ist
oder ist sowas (nahezu) auszuschliessen ?

runtergesprungen ist sie an dem rad nämlich noch nie, nur das einemal als ich das Rad nach dem Köpfler nach vorne wieder aufgehoben habe

Kraeuterbutter
03-05-2009, 22:43
Hallo Kraeuterbutter,

@Kettenwerfereinstellung:
Da kannst du überprüfen ob im Text etwas steht das du noch nicht (richtig) bedacht hast.
Meine schon angedeutete Vermutung: http://sheldonbrown.com/german/derailer-adjustment.html#skipping ev gar http://sheldonbrown.com/german/autoshift.html


Danke für den Link,
der Namen des zu früh verstorbenen Sheldon Brown kannte ich bereits
und wie wohl insgeheim vermutet hast: alles was da drin stand wusste ich noch nicht,
werde also mir nochmal nen Stunde Zeit nehmen und schaun ob ichs mit der Einstellerrei besser hinkriege




@Power: {...}
Fazit: Du belastest das Material mehr als der Durchschnitt --> du brauchst (auf lange Sicht) auch etwas Überdurchschnittliches.

ja da hast du wohl recht, ich belaste es ganz sicher mehr wie der Durchschnitts-18km/h-Radler die einem zu 80% am Ring z.b. begegnen



Ob es so 'überdurchschnittlich' sein muß wie das verlinkte Wunschbike musst selber entscheiden - zwischen deinem ebay-Rad und diesem gäbe es sicher auch Günstigeres das den Job auch gut und zuverlässig täte. (Rechenaufgabe: Wieviel Std mußt du (netto) arbeiten um dir dein Arbeistgerät zu finanzieren?)

naja, ne reine Kosten/Nutzenrechnung wirds wohl nicht sein
soll ja auch für die Freizeit dann herhalten,
und vondaher: dann dürften ja die Leut die überhaupt nur am Wochenende mal paar km Radeln NUR mit 200 Euro Radl rumfahren ;)
also wenn ich 30 Stunden und mehr in der Woche am Radl sitze, darf denk ich das Radl schon a bissal was kosten, schliesslich geben andere ja noch mehr für die 2 Stunden pro Woche mit dem Rad aus ;)

es wird sich zeigen wie teuer der 6wöchige Urlaub heuer wird, was da dann noch so an Kohle übrig bleibt ;)






@Komponenten:
Da kann ich dir konkret nicht weiterhelfen, da ich den Stand von Neuware nicht kenne. Deore ist haltbar, darüber wohl hauptsächlich Gewichtsersparnis (ob die auf Kosten der Haltbarkeit geht kann dir ev eine Archivsuche beantworten)

nach verschiedenen Forenbeiträgen denke ich, dass die Deore LX-Gruppe - auf lange Sicht - für mich das gescheiteste wäre
also Preisleistungsmässig am besten




@lokaler Händler/Werkstätte:
Was ist denn das für eine haarsträubende Argumentation?

meine Aussage war nicht als Kritik an den Händlern zu verstehen, das ist eher ein PRoblem meinerseits...

als ich eben letztens das Service bei dem 70 euro ebay-Radl meiner Freundin gemacht habe, hab ich mit meinem Werkzeug die Kurbeln abgezogen, eine Seite des Tretlagers rausschrauben können, für die andere seite hat mir dann aber Werkzeug gefehlt

der Plan war: ich bau das alte Lager aus, geh zum Fahrradhändler, und kauf ein billiges das ich dann wieder einbaue
-> 15 Euro

dann eben das Problem dass mir für die 2. Seite des Lagers das Werkzeug in meinem tollen 36 Teile Fahrradwerkzeugkoffer :jump: gefehlt hat

ich also samt den Radl zum Händler, mit der bitte es auszubauen
er dann gefragt, ob er gleich das neue Lager einbauen soll, da konnte ich nicht nein sagen (mein Problem)
ne Stunde später hab ichs abgeholt, und 60 Euro gelöhnt !
zuhause musste ich dann das Tretlager erste wieder rausschrauben (andere Befestigung, mit Plastik-Einsatz, dafür hatte ich jetzt Werkzeug), weil noch der Kettenschutz montiert werden musste

klar trifft den Händler hier keine Schuld,
klar muss der auch Geld verdienen, Steuern zahlen, ...
das ist ein Problem meinerseits
und ich kann schwer zu einem Händler gehen und ihn fragen was für ein Lager ich hier und da brauche und wie ich dies und jenes einbaue, und dann die Sachen für halben Preis bei ebay kaufen

für ne 70 Euro "Stadtschlampe" die auch mal 4-5 Tage am Südbahnhof rumsteht ist halt ein 60 Euro Tretlager (+ Einbau) etwas teuer

hier wäre mir mit einer Selbsthilfe-Werkstätte mit gleichgesinnten, die man bei dem ein oder anderen Problem mal fragen kann (weil alles geht übers Forum dann doch nicht so leicht) halt super

anderes Beispiel: meine Federgabel (die nächste Baustelle) wackelt ebenfalls..
war beim Händler und hab ihn gefragt obs ein Sicherheitsrisiko darstellt (das nimma gscheit federt is ma vorerst wurscht)
er hat gemeint, dass Federgabelbrüche extrem selten wären und ich mit dem Wackeln wohl leben kann

(ich denke allerdings: er meinte wohl das Spiel der Tauchrohre...
bei meiner Federgabel wackelt aber was anderes, nämlich die Tauchrohre oben in der "Gabel", im "Teller" oder wie das Teil heisst
konnte durch nachziehen es verbessern, aber naja)
jedenfalls: für 70-100 Euro hätte er mir schon ne neue Gabel verkauft und ich hätte schon fast ja gesagt (weil ich ned nein sagen kann)
hab aber trotzdem die Hoffnung mal bei ebay eine fürs halbe Geld zu ergattern (oder ich hau mir für 20 Euro ne Starrgabel rein, wobei ich dann natürlich abermals wohl hilfe benötige da noch nie gemacht)

NutzSportRadler
04-05-2009, 02:44
Hallo Kraeuterbutter,

@18km/h-RadlerInnen:
Ist zwar OT, aber mich nervt dass die Radwege für diese 18km/h - bzw z.T. die vielleicht 15km/h in den 1980ern genormt & gebaut wurden & werden - und man heute mit 25km/h (bei mir mit'n Dailydriver) oder den flinken Burschen (und Burschinnen) mit bis zu 30km/h von gesetzeswegen auf den Radweg gezwungen wird. Aber wieder zurück zum Thema.


@Kosten für ein Rad:
Im Eingansgposting hab ich von Acera und 70€ für ein ganzes Radl und Wehklagen übers Geldausgeben gelesen und von >1000km/m und hohen Geschwindigkeiten. Weiter unten hast du dann kein Problem dir ein edles Bike anzulachen --> hatte einen gewissen Widerspruch gesehen und habe dir das versucht näherzubringen..
Will dir keinesfalls etwas hochpreisig 'Unvernünftiges' ausreden, da du es eh eifrig nutzen wirst.

Wie traurig wäre es wenn die SonntagsschönwetterradlerInnen nur 200€-Räder kaufen würden? Da kämen vernünftige Menschen ja nie zu einem gebrauchten, günstigen, hochwertigen, wenig benutzten, womöglich professionell gewartetem Rad das optisch nicht mehr up-to-date ist und somit nicht jeden K(leink)rimminellen magisch anzieht!

Und genau sowas meinte ich mit gutem, günstigen Rad, das sich mit geringen km-Kosten und wenig Ärger lange bewegen lässt.


@lokaler Händler/Werkstätte:
Die 'haarsträuebnde Argumentation' betraf eh dich und nciht den Händler. :)
Aber wie du's beschreibst ist es eher dein Problem deine Wünsche beim Händler zu artikulieren. Ich sag (zu meinen Kindern) immer: Höflich (nach)fragen kann man alles. Schlimmer als 'nein' kann's i.Allg. nicht werden.
Mit Argumenten kann man auch nahelfen:
Als wir hier im Bezirk einzogen musste ich ein Ritzelpaket abmontieren (mein Werkzeug passte nicht). Der Händler wollte für's Ausborgen ATS 20.- haben, ich habe ihn darauf aufmerksam gemacht dass wir 5 Räder in der Familie haben, diese viel nutzen, er als Radlnahversorger in Zukunft mit steter Kundschaft unsererseits rechnen könne und das Ausborgen wohl auch so ginge. War ihm dann (fast) peinlich.
Standardsachen kaufte und kaufe ich bei ihm immer ein, Spezialteile muß ich ev woanders ordern, bekomme mittlerweile auch immer ungefragt Rabatt - und was das wichtigste ist Beratung (wenn ich mich bei Kompatibilitätetn etc nicht auskenne) oder mal ein Werkzeug (wie auch so einen Tretlager-Schlüssel) ausborgen kann - das geht beim online-Händler halt nicht.

Richtig, sich beim Fachhändler beraten lassen und dann woanders günstig einkaufen ist unfair. Schafft es der Fachhändler aber nicht meine Fragen zu beantworten (oder ist nicht willens dazu) habe ich keine Skrupel auch woanders einzukaufen.


@Tretlagerausbau:
Aus leidvoller Erfahrung weiß ich dass der Ausbau eines alten Lagers oft ein Graus ist. Ein SKF-Patronenlager mit Plastikgewinde konnte ich nur thermisch und dann mit Meissel zerstören - und 'ausbauen' . Selbst mit dem orig Werkzeug vom Händler ging's nicht. http://www.flickr.com/photos/94296425@N00/3079134933/
War vielleicht bei dir auch so, dass der Mechaniker länger rumwurschteln musste; war es kein BSA-Lager war auch das (ITA-)Lager selbst teurer.


@Federgabel:
Kann dir bei solchem 'HiTech' nicht helfen, da noch nie zerlegt/gewartet. Wenn der Händler dir eine Gabel verkauft kannst du sicher sein dass sie passt, bei ebay nicht (Steeurkopf-Typ/-größe, Bremsmontage....).


Alles Gute beim weiteren know-how-Aufbau!
lg
»Horst

Kraeuterbutter
04-05-2009, 07:51
zum RAdkauf generell:
ich hab nicht vor mir in den nächsten Jahren jemals ein neues Rad zu kaufen, wenn dann gebraucht.

beim Modellbau hab ich die Erfahrung gemacht, dass man mit gebrauchtem hochwertigen Material immer besser fährt als mit gleich teurem neuen, günstigeren Material

und das vermute ich lässt sich auch aufs Fahrrad umlegen:
lieber für 500 Euro ein gebrauchtes (+ 200 Euro Kapital fürs Ersetzen von Verschleissteilen)
als 700 EUro für ein neues Radl

beim Suchen nach "Gruppen" auf ebay ist mir aufgefallen, dass ne komplette LX ca. 370 Euro kostet, ne komplette XT 400-600 Euro

und selbst dann, bräucht ich für mein Radl ja noch ne gscheite Gabel, ...
vondaher die Idee: mein derzeitiges Radl nur mit dem nötigsten auszustatten,
und dafür dann im Herbst etwas Geld (500-800 Euro) in ein gebrauchtes Rad...
z.b. sind mir hier in dem PReisbereich einige Cannondales die mir gefallen täten bei ebay aufgefallen

mal schauen
auf keinen Fall hab ich vor 2000 Euro für ein Radl auszugeben, nur weils 500g leichter oder mit der Jahreszahl 2009 versehen ist

zum 70 Euro ebay-Radl: für ein Rad das die Freundin im 18km/h Modus + mit Kabelbinder fest installiertem Einkaufskörbchen :devil: 1,5km zur Arbeitsstelle bewegt und wieder zurück und das auch mal im Regen stehen muss oder paar Tage am Bahnhof -> deshalb nur 70 Euro bei ebay, das reicht
(+ V-Brakes und jetzt neues Tretlager, sowie die Reifen in Eigenregie halbwegs zentriert)