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Camelbak Fusion Trinkblase im Test

Camelbak Fusion Trinkblase im Test

05.05.23 08:10 2.533Text: NoMan
Lisi Hager

nicht mehr sehr blond, immer noch blauäugig, schokosüchtiger denn je

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Fotos: Erwin Haiden
Einen neuen Wasserbehälter mit wahlweise zwei oder drei Litern präsentierten die Trinkblasen-Pioniere vergangenen Frühling. Mittlerweile haben wir die beiden Fusion-Reservoirs ausprobiert ...05.05.23 08:10 3.090

Camelbak Fusion Trinkblase im Test

05.05.23 08:10 3.0903 Kommentare NoMan
Lisi Hager

nicht mehr sehr blond, immer noch blauäugig, schokosüchtiger denn je

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Erwin Haiden
Einen neuen Wasserbehälter mit wahlweise zwei oder drei Litern präsentierten die Trinkblasen-Pioniere vergangenen Frühling. Mittlerweile haben wir die beiden Fusion-Reservoirs ausprobiert ...05.05.23 08:10 3.090

Ich liebe Trinkrucksäcke. Ich mag das Gefühl, kraft meiner darin verstauten Habseligkeiten halbwegs autark und für Wind, Wetter und sonstige Eventualitäten gerüstet unterwegs zu sein; und ich brauche das Wissen im Hinterkopf, ein Backup zur mitunter losen Flasche mitzuführen.
Ich liebe weiters Trinkblasen. Als Sub-170-cm-Zwerg müsste ich mich auf vielen Bikes ansonsten mit läppischen 0,5 Litern Flüssigkeitsvorrat begnügen. Gourmet, die ich bin, schätze ich weiters die Möglichkeit flüssiger Abwechslung - etwa Wasser in der Blase, Säfte in der Flasche. Das Kamel in mir wird durch den Schlauch bzw. das Ventil ans Trinken erinnert. Und dass sich dies quasi durchgehend mit zwei Händen am Lenker erledigen lässt, weiß ich spätestens seit jenem Moment zu schätzen, als ich beim Reinstecken einer unkooperativen, tief montierten Bouteille erst unvermittelt in ein Schlagloch gedonnert und dann unschön über den Lenker geflogen bin.

Was ich hingegen nicht mag: Reservoirs, deren Dichtungen sich durch Druck- und Temperaturunterschiede so festsaugen, dass ich den Drehverschluss partout nicht mehr aufbringe. Und Beutel, die ich mangels vernünftig dimensionierter Öffnung nicht gut reinigen oder auch nur trocknen kann.
Beide Kritikpunkte wurden bislang bei den Crux-Reservoirs von Camelbak schlagend. Und beide versprachen die im Frühjahr 2022 vorgestellten Fusion-Trinkblasen auszumerzen.
Also hurtig bestellt die neuen Wasserbehälter mit zwei bzw. drei Litern Fassungsvermögen, und freudig gepimpt damit meinen L.O.B.O und M.U.L.E. Evo 12!

 Leicht zu öffnen, perfekt zu reinigen 

Die zwei größten Vorteile des Fusion-Systems
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Die Fakten

Das neue, in zwei Größen (2L/3L) erhältliche Trinksystem ist laut Hersteller 100% BPA-, BPS- und BPF-frei und um 30% leichter als das bekannte Crux-Reservoir.
Es wird nicht, wie der Klassiker, per Drehverschluss auf- und zugemacht, sondern mittels Tru Zip-Reißverschluss. Dieser ist robust und – nona – wasserdicht und erstreckt sich über die volle Breite der Blase, was das Befüllen, Entleeren und auch das Reinigen sehr erleichtert.
Ein geformtes Rückenteil macht Trennstege obsolet und hilft Kraft der Stabilität, die es auch in leerem Zustand verleiht, ebenfalls beim Säubern und Trocknen. Ein Rückenprotektor ist diese Platte, wiewohl sie so ähnlich aussieht, nicht. Aber im Fall des unglücklichen Falles hilft wohl jede zusätzliche Materialschicht besser als gar keine ...

Anfang und Ende des Trinkschlauchs bieten Bewährtes: vorne das Quick Link-System zum einfachen Abnehmen, hinten das BigBite-Beißventil für möglichst viel Wasserdurchfluss pro Schluck, der sich nötigenfalls per on/off-Hebel komplett unterbinden lässt.
Die Hydroguard-Technologie minimiert, wie auch bei allen anderen Camelbak-Trinksystemen, die Bildung von Bakterien in Schlauch und Blase. Zusätzlich sind die neuen Beutel mit dem Lifestraw-Filterset kompatibel.
Geliefert werden die transparenten Fusion-Trinkblasen mit gut sichtbarer Zehntelliter-Skala inklusive eines Plastikhakens aka „Universalaufhängers“, der für alle trinkblasenkompatiblen Camelbak-Rucksäcke bzw. deren Halteschlaufen passt. Die 2L-Version kostet € 54,99 UVP, die 3L-Variante kommt auf fünf Euro mehr.

  • Tschüss, Drehverschluss mit Tschüss, Drehverschluss mit
    Tschüss, Drehverschluss mit
    Tschüss, Drehverschluss mit
  • teils unlösbar angepresster Dichtlippeteils unlösbar angepresster Dichtlippe
    teils unlösbar angepresster Dichtlippe
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  • und fürs Putzen zu kleiner Öffnung!und fürs Putzen zu kleiner Öffnung!
    und fürs Putzen zu kleiner Öffnung!
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  • Hallo, Zippverschluss mitHallo, Zippverschluss mit
    Hallo, Zippverschluss mit
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  • fallweise grenzwertiger Breitefallweise grenzwertiger Breite
    fallweise grenzwertiger Breite
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  • und rückwertigem Klemmgriff.und rückwertigem Klemmgriff.
    und rückwertigem Klemmgriff.
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Die Praxiseindrücke

In den oben recht schmal zulaufenden L.O.B.O. mit seinen 9 Litern Gesamtvolumen lässt sich die kleinere Fusion-Blase nicht ganz problemlos einführen, weil ihr oberer Rand fast zu breit ausfällt. Mit ein bisschen Fummeln und unter den Haupt-RV fudeln geht’s dann jeweils doch, geschmeidig ist aber anders.
Beim ungleich größeren M.U.L.E. Evo 12, der für den Test das 3L-Pendant aufnahm, ist hingegen bis obenhin ausreichend Platz. Einer Sicherung per Halteschlaufe bedürfen eigentlich beide Kombinationen nicht, aber da es den Universalaufhänger nun mal gibt, habe ich ihn auch – trotz etwas knapper Abmessungen – verwendet.
Nachdem der Brustgurt des L.O.B.O. magnetisch schließt, gehörte initial (und denkbar unkompliziert) auch dessen Tube Trap-Trinkschlauchhalter auf den Fusion-Schlauch ummontiert. Beim M.U.L.E. mit seiner konventionellen Schnalle war dieser Schritt nicht nötig.

Eine großzügig dimensionierte Lasche erleichtert jeweils das Bewegen des tatsächlich komplett wasserdichten Tru Zips. Während sich der Reißverschluss am größeren Testmodell relativ einfach hin- und herschieben lässt, geht jener am kleineren deutlich schwergängiger auf und zu. Aber grundsätzlich kein Vergleich zu den oft mit hochrotem Kopf und schmerzenden Fingern durchgeführten Verrenkungen, zu denen mich ein Crux-Reservoir mit angesaugten Dichtungen mitunter nötigte. Danke für diese deutliche Verbesserung, Camelbak!
Der Klemmgriff auf der Beutel-Rückseite und die Tatsache, dass sich der Schlitz mittels sanften seitlichen Drucks recht einfach „aufdrücken“ lässt, gestatteten nach einiger Übung auch einhändiges Befüllen der Fusion-Systeme. Insgesamt habe ich mir den Vorteil beim Rein- und Rausleeren aber markanter vorgestellt.
Fürs Reinigen allerdings sind die breiten Öffnungen eine wahre Macht, weil man mit der Hand einfach hineingreifen und in jede Ecke gelangen kann. Außerdem ist ein Beutel ohne Trennsteg prinzipiell einfacher zu putzen als das 2-Kammern-System des Crux-Reservoirs.

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  • Easy-cheasy 1: das ebenso dichte Easy-cheasy 1: das ebenso dichte
    Easy-cheasy 1: das ebenso dichte
    Easy-cheasy 1: das ebenso dichte
  • wie leichtgängige Quick Link System.wie leichtgängige Quick Link System.
    wie leichtgängige Quick Link System.
    wie leichtgängige Quick Link System.
  • Easy-Cheasy 2: der gut Easy-Cheasy 2: der gut
    Easy-Cheasy 2: der gut
    Easy-Cheasy 2: der gut
  • bedienbare Ein/Aus-Hebelbedienbare Ein/Aus-Hebel
    bedienbare Ein/Aus-Hebel
    bedienbare Ein/Aus-Hebel

Ansonsten klappt an den neuen Behältern alles auf dem gewohnt hohen Camelbak-Niveau: Durchs Ventil rinnt anständig viel Wasser pro Schluck, sodass man keine halbe Ewigkeit am Schlauch nuckeln muss, um seinen Durst zu stillen. Und, fast noch wesentlicher: Es rinnt kein einziger Tropfen daran vorbei oder ungefragt weiter, sprich: das Ding ist dicht.
Wer hier endgültig auf Nummer sicher gehen will, legt den on/off-Hebel um und vermeidet damit auch ungewolltes Auslaufen, wenn man den Rucksack beispielsweise unachtsam ab- und genau aufs Ventil draufstellt.
Ebenfalls klaglos flutscht und dichtet das Quick Link-System, mit dem man den Schlauch in Nullkommanichts vom Beutel trennen und dann z.B. reinigen oder die Trinkblase separat aus dem Rucksack entnehmen kann.

Fazit: Camelbaks neue Fusion-Reservoirs funktionieren gut, sind leicht zu öffnen, einfach zu reinigen und mit vielen Trinkrucksäcken, welche 2- oder 3-Liter-Blasen aufnehmen, kompatibel – beim kleinen, oben rund und schmal abschließenden L.O.B.O. mit geringfügigen Abstrichen im Handling.

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  • 2 Monate später...

 Letzten Herbst haben wir 2 Camelback Fusions gekauft. Das erste war ab Werk bereits undicht. Wasser quoll aus dem True Zip Reißverschluss. Umgetauscht, dann war es dicht. 5 Einsätze später waren beide Fusions an just der gleichen Stelle undicht. Sobald man auf die Blase drückt lief Wasser aus dem komplett geschlossenen Reißverschluss. Das war besonders nervig, denn gemerkt haben wir das auf Tour mit voll gepacktem Rucksack… dabei sind alle Klamotten im Rucksack pitschnass geworden. Ja wir haben die Reissverschlüsse richtig bedient und gereinigt. Da ich Zahnarzt bin hab ich einen Hygienetick und deshalb wird bei mir alles picobello sauber gehalten.  Die Teile (eigentlich nur der Reißverschluss) sind einfach nur Müll. Davor hatten wir Source Blasen und jetzt auch wieder, mit einem Steck- Klemmverschluss. In alle den Jahren ist da nie ein Tropfen daneben gegangen.

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