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Größe: 175 cm Schrittlänge: 84 cm Gewicht: 70 kg Fahrstil/-können: Rennrad & Gravel, gute Ausdauer, wenig Power, volles Risiko bergab - wird allerdings selten belohnt
Husqvarna Bicycles ist mit mittlerweile 126 Jahren Geschichte einer der ältesten Radhersteller der Welt und zählt seit 2017 zur Pierer E-Bikes GmbH, einem Fahrradhersteller aus dem unterfränkischen Schweinfurt und gleichzeitigem Mitglied der österreichischen Pierer Mobility AG.Die Produktpalette umfasst die gesamte Bandbreite in Sachen eMobility - von der City bis zum Trail können alle Untergründe auf dem passenden Husqvarna E-Bike gemeistert werden.Nach ihrem erfolgreichen Markteinstieg haben sich die Schweden, bzw. die Deutschen, aber in Wahrheit die Österreicher, zugleich ein großes Ziel gesetzt: Langfristig gesehen wollen sie Marktführer im E-Bike-Bereich werden. Was nach so kurzer Zeit gar ein wenig ambitioniert klingt, relativiert sich, wenn man an ihre Erfolge im Motorradbereich mit den hauseigenen Marken KTM, Husqvarna und GasGas denkt. Wir sind auf jeden Fall gespannt.Um den Worten Tagen folgen zu lassen, präsentierte Husqvarna für das Modelljahr 2022 drei Mountain Cross Modelle, basierend auf einer komplett neuen Carbon-Plattform mit Shimano EP8-Motor und 720-Wh-Akku.
Das Unternehmen Husqvarna wurde bereits 1689 in Huskvarna, einem Ortsteil im Osten der schwedischen Stadt Jönköping, als Bohrmühle gegründet. Im Laufe seiner Geschichte erfand sich Husqvarna immer wieder neu und ist heute einer der führenden Hersteller von Forst- und Gartengeräten sowie Motorrädern, wenngleich es sich dabei um unterschiedliche Besitzverhältnisse handelt. Neu hinzugekommen ist "Husquarna E-Bicycles", ein Geschäftszweig, der - wie die Motorräder - zur österreichischen Pierer Mobility AG gehört.Geschichte der "Husqvarna Motorcycycles" und "Husqvarna E-Bicycles" (Pierer Mobility AG)1689 Gründung Husqvarna1896 Erstes Fahrrad, nur ein paar Jahre nach Bianchi und Diamant1903 Erstes Motorrad, ein Fahrrad mit 1,25 PS Verbrennungsmotor2013 Erwerb der Lizenzrechte an der schwedischen Marke "Husqvarna"2017 Gründung von "Husqvarna E-Bicycles" durch PEXCO (Stefan Pierer, Susanne und Felix Puello)2018 Erstes Husqvarna E-Bike2019 Vollständiges Husqvarna E-MTB Line-Up2020 Pexco GmbH firmiert zu Pierer E-Bikes Deutschland GmbH
Die drei All-Mountain-Allrounder mit Mullet-Spezifikation (27,5" hinten, 29" vorne; ausgenommen Größe S) hören auf die Bezeichnungen MC6, MC5 und MC4, sind sowohl für den Einsatz auf härteren, technischen Trails als auch für lange Touren im Gelände gemacht und sollen als Blaupause für alle künftigen Entwicklungen dienen. Herzstück des MC6 Topmodells ist ein vollständig neu konzipierter Carbonrahmen mit optimierter Geometrie und einer ausgeklügelten Kinematik - ohne dabei auf Husqvarna-typische, ikonische Designelemente zu verzichten. Die grundlegende Idee bestand darin, ein agiles E-MTB mit einem ausgesprochen intuitiven Fahrgefühl zu entwickeln, das in allen Situationen bergauf wie bergab genau so reagiert, wie es der Fahrer erwartet.
Confidence makes you ride faster, better, more.
Im Vergleich zum Vorgänger wurde der Fahrer beim Mountain Cross zentraler und tiefer im E-Bike positioniert, was fahrdynamisch zu mehr Laufruhe und einem besser kontrollierbaren Handling mit weniger Kipp- und Pendelbewegungen in Kurven führen soll. Aber auch biomechanisch ergeben sich Vorteile: Die neue Sitzposition sorgt für idealere Körperwinkel und eine effizientere Tretbewegung - denn der Fahrer tritt nach unten, anstatt nach vorne.
Um die Nachteile bei der Bodenfreiheit aufgrund des tieferen Tretlagers auszugleichen, entwickelte man ein agiles und gleichzeitig unterstützendes Fahrwerk, bei dem der Hinterbau den gesamten Federweg effizient ausnutzen kann, dabei aber nie mehr einfedert, als unbedingt notwendig. Die Bodenfreiheit bleibt laut Hersteller erhalten, Aufsetzer werden vermieden. Spannend!Zur Steigerung der Uphillfähigkeiten wurde die Kettenstrebenlänge etwas erhöht und sorgt mit der zentraleren Sitzposition des Fahrers für eine ausbalancierte Gewichtsverteilung zwischen Front und Heck.Aber auch bergab verspricht der zusätzliche Druck aufs Vorderrad mehr Grip, ein spürbar besseres Lenkverhalten und höhere Kurvengeschwindigkeiten.
Aus technischer Sicht ist das MC auf der Höhe der Zeit und vereint alle Anforderungen des Marktes, schlägt aber optisch einen absolut eigenständigen Weg ein. Gewissermaßen spiegelt die Formensprache mit ihrer klaren Linienführung und dem Fokus aufs Wesentliche die schwedischen Wurzeln der Marke klar wider und wird - egal, ob sie auf Begeisterung oder Ablehnung stößt - ganz sicher niemanden unberührt lassen.In Sachen Graphics wurde auf eine dominante Farbtrennung gesetzt. So integriert der weiß gehaltene Frontrahmen die zentralen Komponenten wie Batterie, Motor sowie Dämpfer und ergibt mit dem gleichlaufend zum Unterrohr angeordneten Dämpfertunnel ein Parallelogramm. Komplettiert wird der Hauptrahmen durch den schwarz gehalten Subrahmen für die Sattelaufnahme und die restliche Kinematik.Betont wird die formale und farbliche Trennung der beiden Hauptrahmenbestandteile durch die „Split Line“, einer farblich abgesetzten Linie, die bereits von den Straßenmotorradmodellen Vitpilen und Svartpilen bekannt ist.Gewichtsmäßig liegt der Carbonrahmen mit üppigen 3.6 kg (ohne Dämpfer) am oberen Ende der Gewichtsskala, wenngleich Husqvarna während der Präsentation eindeutig herausstrich, dass ihnen die Faktoren Langlebigkeit und Optik wichtiger waren als irgendwo 300 Gramm einzusparen. Exakt soviel wiegt auch die wunderschöne Querstrebe, die aber selbstverständlich auch als tragendes Element dient.
Das neue Mountain Cross MC6 kostet in der Topausstattung 8.899 Euro. Freuen darf man sich auf ein Fox-Factory Fahrwerk mit Float 36-Federgabel samt Grip2-Kartusche sowie einen Float X-Dämpfer. Geschaltet wird mit einem Mix aus Shimano XTR-Schaltwerk, XTR-Trigger, Deore-12-fach-Kassette und KMC-Kette; verzögert mit XT-Vierkolbenbremsen und 200 mm großen Bremsscheiben. Das Husqvarna rollt auf soliden DT Swiss HX 1700 Spline-Alu-Laufrädern und eher mittelmäßig profilierten Schwalbe Nobby Nic-Reifen in 2,4” und 2,6” Breite. Laut Hersteller könnte sich das Gesamtgewicht zwischen 22 und 23 Kilogram einpendeln.
Neben den günstigeren Mountain Cross-Modellen MC5 um 7.899 Euro sowie MC4 um 6.799 Euro sollen noch drei weitere, für leichte Trails und Touren angepasste Light Cross-Varianten mit 120 Federweg folgen.Alle neuen Bikes stehen ab dem vierten Quartal 2022 beim Händler.
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