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Mit dem A-Line KinetiCore bringt Lazer einen neuen Integralhelm (Fullface) für Downhill, Freeride und Enduro. Bei dem gemeinsam mit Downhill- und Enduro-Athleten entwickelten Modell liegt der Fokus auf technischen, schnellen Strecken, wo Sitz, Schutz und Bedienbarkeit auch unter Rennbedingungen passen sollen.Als Basis setzt Lazer auf eine Carbonschale und eine Downhill-Zertifizierung nach ASTM. Innen arbeitet die hauseigene KinetiCore-Struktur, die neben direkten Schlägen auch Rotationskräfte im Blick hat. Neu hinzu kommt eine DualCore-Bauweise: Zwei EPS-Lagen mit unterschiedlicher Härte sollen sich die Aufgaben aufteilen - näher am Kopf etwas weicher für Rotationsanteile, außen fester für die Aufnahme harter Treffer.
Der Helm kann mit zahlreichen Details zum Thema Sicherheit und Praxis aufwarten; so sind beispielsweise die Wangenpolster für die Abnahme nach einem Sturz herausnehmbar. Das Visier ist fix integriert und soll bei hohem Tempo stabil bleiben; unter dem Visier ist eine Kamera-Montage vorgesehen. Dazu kommt eine integrierte Fixierung für die Brille, damit sie auf ruppigen Abfahrten nicht wandert.Auffällig ist auch der angesprochene, weichere Abschluss im unteren Bereich, der den Schutz rund um das Schlüsselbein verbessern soll - ein Punkt, der bei Integralhelmen im Gravity-Einsatz oft diskutiert wird.
Im Kern kombiniert Lazer beim A-Line KinetiCore zwei Ansätze: eine steife, leichte Außenhaut aus Carbon und eine innenliegende Struktur, die Energie über definierte Verformung aufnehmen soll. Die DualCore-Idee erweitert das Konzept um zwei Schaumhärten, um je nach Belastung unterschiedlich zu reagieren. Damit zielt der Helm auf Fahrerinnen und Fahrer, die einen möglichst leichten, aber klar abfahrtsorientierten Schutz suchen.
Geplant ist der A-Line KinetiCore in Größen von XS bis XL. Das Gewicht ist mit 840 g in Größe M angegeben (unser Modell is S wog 891 g); farblich stehen Carbon Black und Carbon Gold zur Wahl. Im Handel wird der Helm um 499,99 Euro (UVP) voraussichtlich ab August 2026 erwartet, gezeigt wird er auch im Rahmen des MTB-Weltcups in Leogang.
Bei Helmen ist ohne Zweifel neben der Sicherheit eine der wichtigsten Fragen, ob sie ohne irgendwelche Druckstellen passen. Beim A-Line ist das in meinem Fall mit einem klaren Ja zu bestätigen. Sitzt, passt und hat keine Luft - so soll es sein. Damit rüttelt er auch nicht, wenn der Untergrund das Bike tänzeln lässt, und er rutscht bei harten Landungen nicht ins Sichtfeld.Ein zweites Paar Wangenpads war im Lieferumfang enthalten; da diese aber dünner sind als die eingebauten, hätte mein Kopf zu viel Spielraum damit gehabt. Ich vermute, dass bei allen Größen dünnere Pads enthalten sind.Meine Goggle hatte genug Platz, ohne auf die Nase zu drücken; besonders viel Spielraum gibt es diesbezüglich allerdings nicht. Ein Highlight ist das geringe Gewicht, mit dem der Downhill-zertifizierte Helm in der Spitzenklasse liegt.
Die kleinen Belüftungsschlitze liefern an besonders heißen Sommertagen nur wenig Abkühlung. Angesichts der versprochenen Sicherheits-Features nimmt man das aber gerne in Kauf. Letztere musste ich zum Glück nicht testen, aber die Liste der Technologien schenkt Vertrauen - und diese in einem optisch sehr ansprechenden Design zu verpacken (immer noch keine Selbstverständlichkeit bei Integralhelmen) ist absolut lobenswert.Ebenfalls erwähnenswert ist die Transporttasche: Mit doppelter Schicht schützt sie den Helm auch beim Transport im unordentlichsten Auto. In den zahlreichen Taschen lassen sich verschiedenste Utensilien verstauen.
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