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Neben der physischen Leistungsfähigkeit bildet die optimale Sitzposition für den Radfahrer die Grundlage für effiziente Kraftentfaltung, geringen Luftwiderstand und entspanntes Fahren. Eine allgemein gültige Definition der "optimalen Sitzposition" erweist sich allerdings als sehr schwierig. Individuelle anatomische Merkmale sowie unterschiedliche Anforderungsprofile machen eine einheitliche Anpassung unmöglich. Es gibt keine standardisierte Sitzposition. Jeder Athlet muss den für ihn besten Kompromiss finden. Daher sind die folgenden Ratschläge nur als Richtlinien zu verstehen!Auf der Suche nach dem individuellen Kompromiss zwischen "optimaler Aerodynamik" und "entspannter Haltung" geht man laut klassischer Literatur nach folgendem Schema vor:
Beim Rennradschuh ist neben Gewicht, Steifigkeit und Einlegesohle die Passform oberste Priorität. Der Kauf von perfekten Schuhen kann leicht zum Projekt ausarten - zu unterschiedlich sind die Auslegungen der Konfektionsgrößen unter den Herstellern. Außerdem sind die Breite im Fersenbereich und seine Form dafür entscheidend, ob der Schuh angenehm sitzt und die Kraft direkt aufs Pedal bringt. Ohne längere Probefahrt ein schwieriges Unterfangen.Eigenschaften eines guten Radschuhsa) der Schuh muss möglichst steif sein - vor allem im Bereich der Außensohle (z.B. Carbonsohle)b) Kompromiss beim Obermaterial - es darf weder zu dicht sein (Belüftung), noch zu weich (dehnbar, geringer Halt)Tipp: Der LAKE CX401 ist ein leichter, eher breiter, im Mittelfuß- und Fersenbereich individuell anpassbarer Carbon-Schuh mit einer stark gekrümmten Sohle und anatomisch geformter Einlegesohle. Das Obermaterial ist aus atmungsaktivem und strapazierfähigem Känguruleder mit Duratek Oberfläche und die Sohle aus Carbon. Das in mehreren Lagen und Richtungen übereinandergelegte Carbon-Material mit eingearbeitetem "Foam" lässt sich nach der Erwärmung im Backofen für einige Minuten verformen.
Anpassung der CFC (Custom Fit Carbon) SchuheNeben den Schuhen in der passenden Größe (die Zehen sollten die Schuhspitze leicht berühren, der Schuh darf nicht drücken -> durch das Anpassen wird der Schuh etwa 1/2 Nummer dauerhaft größer) braucht man einen Backofen, Handschuhe, eine Zeituhr und Radsocken.10 Minuten nach der Anpassung ist der Schuh abgekühlt und einsatzfähig. Falls beim ersten Anpassungsvorgang kein optimaler Fit erreicht wird, was oft erst nach mehrmaligem Fahren festgestellt werden kann, ist das Erhitzen und Anpassen der Schuhe unbegrenzt wiederholbar.
Mindestens genau so wichtig wie die anderen bereits vorgestellten Positionsfaktoren ist die richtige Fußstellung. Leider wird die Einstellung der Pedalplatten oft vernachlässigt: "mittig drauf und passt schon" kostet im Normalfall Kraft und kann im schlimmsten Fall zu Schmerzen und Verletzungen in den Gelenken führen.FaustregelDie Fußballenmitte (siehe Bild rechts) muß genau über der Pedalachse stehen und der Schuh soll parallel entlang der Rahmenachse geführt werden. So hat man im Normalfall die effektivste Krafteinleitung.Die Hautfalte auf der Fußoberseite gibt die Lage des Drehpunktes zwischen dem Mittelfußknochen und dem Großzehengelenk (Z) an. Man schlüpft in den Schuh, sucht dann erneut den Drehpunkt und markiert ihn auf der Schuh-Außenseite mit einem Stück Klebeband (M). Danach wird die Pedalplatte so montiert, dass die Markierung mit der Pedalachse fluchtet. Manche Pedalplatten (z.B. Look Kéo) besitzen eine Markierung, welche die Mitte der Pedalachse anzeigt. Jetzt muss im "eingeklickten" Zustand nur mehr kontrolliert werden, ob die Schuhplatte den Schuh auch parallel zur Rahmenachse führt. Dazu zentriert man die Platten am besten entlang des Kurbelarms. Das "Spiel" der Pedalplatten sollte in beide Richtungen in etwa gleich sein (Ausnahme: 0° Cleats). Sonderfällea) Manche Bahnsprinter setzen den Fußballen etwas weiter nach vorn und vergrößern so den Fußhebelarm (R). b) Bei einer vorliegenden schiefen Anatomie ist es sinnvoller, eine unverkrampfte Einstellung vorzunehmen, auch wenn diese nicht der Einstellregel entspricht. Nachdem die Pedalplatten vollständig eingestellt wurden, sollte man das vorgeschriebene Anzugsdrehmoment überprüfen: bei zu wenig Zug können sich die Cleats verschieben, bei zu viel Kraft läuft man Gefahr, die filigranen Schrauben "abzunudeln".
Plug and Play ist das KÉO Fit-Einstellsystem nicht gerade - man muss sich die 8 gut illustrierten Handbuchseiten wirklich von Anfang bis Ende durchlesen, um die Funktionsweise der Messeinheiten zu verstehen. Danach gehen die Messvorgänge aber wirklich zackig über die Bühne: ich konnte in 30 Minuten die Einstellung meiner TT-Schuhe mit dem KÉO Fit-System kontrollieren und optimieren (siehe Abbildung rechts). Die geringe Winkelbewegung meiner Füße von weniger als 1° lässt auf einen sehr gleichmäßigen Tritt schließen, sowie die grauen Pedalplatten als optimales Bindeglied. Die Position der Füße konnte allerdings verbessert werden (links 4° anstatt 0°). Um den minimalen Q-Faktor an den Pedalen nicht zu gefährden, näherte ich mich der optimalen Position aber nur ein wenig an. In meinem Fall nicht weiter tragisch, da aufgrund der geringen Winkelbewegung nach links und rechts genügend Spielraum blieb. Die Justierung bewährt sich auch in der Praxis: gerade beim Wiegetritt spüre ich, dass ich in beide Winkelrichtungen mehr Platz habe und der Fuß leichter in seine "Wohlfühlposition" gehen kann.ACHTUNG: Obwohl das System sehr hilfreich bei der Identifikation der richtigen Schuhplatten und der optimalen Position ist, sagen die Ergebnisse nichts über den "runden Tritt" als solches aus. Wichtige Werte über die Auslenkung der Fußsohle vertikal bzw. zur Fahrtrichtung während der Zug- und Druckphase, die Fersenposition im Vergleich zur Schuhspitze, Kniebewegung, Kniewinkel und Kraftverlauf fehlen und können nur während einer dynamischen Bewegungsanalyse kontrolliert werden.KÉO FIT EinstellsystemTestdauer: zwei komplette Durchgänge am Rennrad und am TTListenpreis: € 360,-+ Festlegung der zu benutzenden Schuhplatte (schwarz, grau oder rot)+ genaue Berechnung der Schuhplatten-Position und bessere Ausnutzung der Bewegungsfreiheito Ergebnis der Amplitude/Reichweite sagt nicht besonders viel über den "runden Tritt" als solches aus- wenige Händler und Spezialisten besitzen das Einstellsystem, für Endkunden zu teuer- Bedienung des Messsystems etwas benutzerunfreundlich, unbedingt die Anleitung Schritt für Schritt durchgehenBB-Urteil: voi leiwand
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