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Wettkämpfe wie ein Profi zu bestreiten ist zumindest in Bezug auf die Leistungsfähigkeit nur wenigen Menschen vorbehalten. Beim Material eröffnen sich dem Hobbysportler mehr Möglichkeiten. Anders als bei der Formel-1 oder in der Moto-GP kann im Radsport echtes Profi-Equipment über den Fachhandel angeschafft werden. Natürlich fahren viele Profis das neueste Material immer 1-2 Jahre, bevor es in die Shops kommt, und manche Teams erhalten sogar eigens limitierte "Pro Team"-Produkte, die den Handel niemals erreichen - die Unterschiede zur aktuellen "Stangenware" sind aber trotzdem relativ gering. High End-Hersteller wie ZIPP, Veloflex und CeramicSpeed machen bei ihren Produkten zwischen Profi und zahlendem Kunden keinen Unterschied. Fahren wie Mark Cavendish vom Team HTC auf ZIPP 808 oder Alex Dowsett vom Team Sky auf Veloflex Carbon... in materialtechnischer Hinsicht kein Problem.ZIPP trägt dem neuen Trend zu mehr Volumen Rechnung. Dicke Felgen sind aerodynamischer und harmonieren besser mit breiten und somit besser rollenden Reifen. Die im Windkanal entwickelten 808 Firecrest Tubular Laufräder gelten zur Zeit als die Speichen-Laufräder mit der besten Aerodynamik; sie überzeugen mit top-Widerstandswerten, guter Bremsverzögerung mit den hauseigenen Korkbelägen und hoher Seitensteifigkeit. Das 81mm hohe Profil ist perfekt für Zeitfahren und Triathlon geeignet, kann aber wegen seiner geringen Seitenwind-Anfälligkeit auch bei Massenstart-Rennen sowie bei starkem Wind problemlos eingesetzt werden. Das patentierte, 27mm breite "Firecrest"-Profil der Felge übertrifft sogar die Aerodynamik herkömmlicher 90mm-Felgen, ist schneller als so manches "veraltetes" Scheibenrad und spielt seine Aero-Vorteile mit bis zu 23mm breiten Reifen aus. Die Super-9-Disc Tubular ist bereits seit zwei Jahren am Markt und zeichnet sich durch ihre hohe Seitensteifigkeit als ideales Scheibenrad für kurze Zeitfahren, Prologe und Bahnrennen aus. Die Super-9 ist deutlich steifer als die klassische 900er Scheibe und besitzt die Fähigkeit der Sub-9 Disc, einen Teil des Gegenwinds, der in einem Winkel von 12 bis 18 Grad auf die Scheibe trifft, in Vortrieb umzusetzen. Das breite und aerodynamische Profil ist für 21 und 23mm breite Reifen konzipiert. Die Super-9 wiegt weniger als 1.000 Gramm und kann auch zur Bahn-Scheibe umgebaut werden.
All jene, denen nur das Beste gut genug ist, kitzeln das letzte Watt mit einem Keramiklager-Upgrade heraus. Von CeramicSpeed gibt es spezielle Upgrade-Kits für alle gängigen ZIPP-Laufräder. Die hochwertigen Industrielager mit Keramikkugeln werden offen geliefert und je nach Einsatzzweck mit speziellen Fetten geschmiert. Der Einbau gestaltet sich unproblematisch, die Lager gelten als unzerstörbar und können jederzeit selbst nachgeschmiert werden.Anleitung zur Maintenance von 2008er ZIPP Naben
Selbstverständlich sind auch die besten Laufräder nur so gut wie die montierten Reifen. Ich habe mich für die in Handarbeit hergestellten Top Performance-Schlauchreifen der Firma Veloflex entschieden. Hier ein kurzer Überblick über die Produktpalette: Der Roubaix wird bei schlechten Straßen- und Wetterbedingungen wie bei Paris-Roubaix oder dem italienischen Strade Blance eingesetzt. Carbon und Criterium (bis auf die Farbe der Seitenwand identisch) besitzen einen niedrigen Rollwiderstand und guten Pannenschutz. Sie eignen sich für jede Wettkampf-Art und werden von den meisten Pro-Tour-Teams, welche auf Veloflex fahren, eingesetzt. Extreme und Sprinter (ebenfalls bis auf die Seitenwand-Farbe identisch) besitzen eine dünnere Karkasse mit 350tpi sowie einen leichten Latex-Schlauch und kommen bei allen Rennen, in denen ein niedriges Gewicht im Vordergrund steht (z.b. hügelige Triathlons, Bergrennen, etc.), zum Einsatz. Der Record wurde für Time Trials, Berg- und Track-Rennen auf ausschließlich gutem Untergrund entwickelt. Garant für top-Performance bei schnellen und hügeligen Zeitfahren ist somit der kompromisslose Veloflex Record Schlauchreifen. Seine ultraleichte Karkasse, sowie der hohe Anteil weichen Naturgummis und der innen liegende Latexschlauch sorgen für enormen Grip, guten Kurvenhalt und einen extrem niedrigen Rollwiderstand. Allerdings darf man sich trotz der hohen Faserdichte von 350tpi in Bezug auf den Pannenschutz keine Wunder erwarten und sollte die Straßenbedingungen vor jedem Einsatz kontrollieren. Der Schlauchreifen wiegt um die 200g, war als "baugleicher" Faltreifen TOUR-Testsieger 9/2010 und verblies mit seinem Profil und der Gummimischung sogar die Top-Reifen von Conti und Vittoria am Prüfstand. Auch die Al Morrison "Roller data" Studie bescheinigt den Record Reifen durchwegs Rollwiderstandswerte der Spitzenklasse. Als Alternative für hinten ist der Veloflex Sprinter zu empfehlen, den wir als baugleiches Modell Extreme erst im März 2011 auf Gran Canaria getestet haben. Er besitzt trotz leichtem Latexschlauch einen etwas höheren Rollwiderstand als der Record, sorgt aber mit seinem hohen Grip, guten Kurvenhalt und perfekten Pannenschutz für eine sichere Zielankunft. Veloflex Reifen sind aus Erfahrung meist schwer erhältlich bzw. nach TOUR-Testsiegen recht schnell vergriffen. Am einfachsten funktioniert die Bestellung über diverse Internet-Shops oder auch auf eBay.
Tour 4/2011: "Die Sensation: das schnellste Speichenlaufrad aller Zeiten. Aerodynamisch eine Offenbarung und bei jedem Tempo ganz vorne. Trotz großer Fläche bei viel Wind gutmütig zu steuern."
Meine Saison verlief mit dieser Laufrad-Reifen-Kombination völlig problemlos: ich konnte ein paar sehr gute Ergebnisse einfahren, die ich neben meiner Sitzposition zu einem Großteil den Laufrädern zuschreibe. Bei der fast 40 Minuten langen Amateur-TT-ÖM auf technisch schwieriger, sehr hügeliger und etwas nasser Strecke konnte ich bergauf die Gewichts- und bergab die Aero-Vorteile meiner Garnitur ausspielen und mit geringem Rückstand auf die Plätze den 6. Gesamtrang belegen.Den Einbau der CeramicSpeed-Lager nahm ich selbst vor; auch das Aufkleben der Reifen war nach etwas Übung kein Problem. Ansonsten gab es bei den Laufrädern keine besonderen Vorkommnisse. Die Naben blieben dicht, die Lager liefen rund und auch die Speichen des Vorderrades machten keine Anzeichen der Ver- oder Entspannung. Während ich mit den Veloflex Record am Vorderrad die ganze Saison ebenfalls keine Probleme hatte, platzte mir nach etwa 500 Gesamt-Kilometern der Hinterradreifen bei voller Fahrt während einem Rennen. Schuld war vermutlich ein kleines spitzes Steinchen, das bei 9 Bar "wegschnalzte" und dabei die Seitenwand aufschlitzte. Dem einen DNF standen 12 Rennen mit teilweise sehr guten Platzierungen (z.B. der Sieg beim Hans-Jöchl-EZF und ein dritter Platz beim Almsee-Zeitfahren, etc.) gegenüber. Dennoch wechselte ich hinten auf den Veloflex Sprinter, um derartige Defekte in Zukunft zu vermeiden.Statement von Veloflex: "Record tubulars are made for track and time trial where the road conditions have to be almost perfect. As you stated the problem has been the hitting of small stones, and such a light thread and no flat protection belt are really prone to flats. The best thing to do is to evaluate the status of the road and if it isn't really clean we warmly suggest to use a sprinter on the back that will grant superior resistance at cost of few grams of weight more."
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