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Am 20. Juli laden die Meister edlen Zwirns alle Rennradlerinnen dieser Welt zum kollektiven Strampeln über 100 Kilometer. Pünktlich zum Weltfrauentag wurden die Microsite und die Facebook-Seite zum Rapha Women's 100 gelauncht. Die Mitmach-Aktion für alle radelnden Frauen steigt am 20. Juli, und zwar weltweit. Via Facebook und Strava soll die Ausfahrt zum gemeinsamen Erlebnis werden, zudem gelten die Online-Belege des Geleisteten als Maßstab für die Zuerkennung eines kleinen Anerkennungs-Geschenkes: Wer volle 100 km vorweisen kann, erhält von Rapha einen gewebten Aufnäher zur Erinnerung.
Im echten Leben muss am 20.7. ebenfalls niemand alleine strampeln: Über den ganzen Globus verteilt formieren sich bereits Hotspots für gemeinsame Touren. In Österreich und Deutschland ist das Angebot derzeit noch mager, es steht aber jeder Frau frei, einfach eine Tour anzumelden. Erledigen kann man dies ebenso über die Homepage wie die Registrierung für die Rapha Women's 100, zusätzlich gibt's auf der Website Interviews, einen Trainingsplan zur Vorbereitung uvm.
Bei der Erstauflage des Events im Vorjahr waren über 5.000 Fahrerinnen aus 38 Ländern on the road. Heuer sollen es noch deutlich mehr werden. Momentan steht der Zähler auf guten 1.200 Teilnehmerinnen.
Für Bikeboard.at geht Stefanie Wacht auf die Piste. Die Cyclocrosserin ist 1978 in Salzburg geboren, wohnt nun aber in Wien. Über ihre Beweggründe hat sie uns folgendes erzählt: "Ende 2012 bin ich mit Cyclocross in den Radsport eingestiegen. Schon damals habe ich mich gewundert, wie wenige Frauen hier (v.a. bei Rennen) vertreten sind. Auch auf der Straße treffe ich auf sehr wenige Frauen - wenn, dann meist in männlicher Begleitung. Ich glaube, es gibt viele Frauen, die Rad fahren. Allerdings fahren wenige Frauen mit anderen Frauen. Schade eigentlich. Umso begeisterter bin ich von dem Event #womens100, das Frauen in die Pedale bringen möchte. Und wer weiß, vielleicht gelingt es uns auch in Österreich, die Community endlich präsenter zu machen! Bereits 2013 habe ich am #womens100 teilgenommen und dabei meinen ersten 100er geknackt. Die Tour war eine echte Herausforderung. Das Gefühl danach: sensationell! Besonders spannend finde ich an derartigen Herausforderungen, immer wieder die eigenen Grenzen auszuloten und darüber hinaus zu gehen. Das #womens100 ist kein Rennen, bei dem zählt, wer am schnellsten ist. Für mich geht es darum, dieses Abenteuer und die pure Freude am Radfahren mit einer weltweiten Gemeinschaft von Frauen zu teilen. Und andere Frauen zu ermutigen, über ihre Grenzen hinauszuwachsen. Als ich meine Tour auf Strava eingetragen habe, war ich sehr erstaunt darüber, dass in ganz Österreich gerade einmal 5 Frauen daran teilgenommen haben. Es wäre toll, wenn wir 2014 auch über diese Grenze hinauswachsen könnten! Meine Teilnahme voriges Jahr passierte ohne spezifische Vorbereitung. Auch wenn es kein Rennen ist, möchte ich diesmal gezielt dafür trainieren und meine Grenzen wieder neu definieren. Geplant sind wöchentliche, längere Ausfahrten, zusätzlich möchte ich gezieltes Krafttraining integrieren!"
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