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Ruiniert die Technik den Sport?


Braucht der Radsport den Knopf im Ohr?  

23 Benutzer abgestimmt

  1. 1. Braucht der Radsport den Knopf im Ohr?

    • Na sicher! Scheiß auf die Ausreisser, ich will an Sprinter gwinnen sehn!!!
      6
    • Sicher ned!!! Wenn einer 160 km allein im Wind steht, ghört er auch belohnt.
      17


Empfohlene Beiträge

Geschrieben

Früher einmal war richtiges Gspür notwendig, um ein Rennen zu gewinnen. Wenn eine Ausreissergruppe ging, wusste kein Mensch, wie weit die weg waren. Heute werden die Fahrer über Funk über den exakten (Ab)Stand informiert, und letztlich fährtirgendwann ein Zug los und holt die Ausreisser kurz vorm Ziel ein. Minuten gau aus dem Auto gesteuert. Von REnnübersicht keine Spur. Einetreten, wie's der Teamchef per Funk vorgibt, und aus.

 

Wars früher nicht spannender?

Mussten die Fahrer früher nicht mehr denken und im Feld kommunizieren?

Sollte man den Teamfunk nicht wieder abschaffen?

Geschrieben

Super, jetzt hab ich mich bei der Umfrage verklickt. Bin dafür das er so bleibt.

Weil wenn man Technikfortschritte stoppen würde, sei es jetzt egal wo beim Rahmen oder der Elektronik, wären die noch immer mit Rahmen aus Stiagnglander unterwegs, überspitzt ausgedrückt. :)

Geschrieben

ich finde den thread-titel und die den abstimmungs-titel ein bissal konträr!

 

ruiniert die technik den sport? definitiv - nein!!!! man muss ja trotzdem die (hausnummer) 190km fahren - ob jetzt im packl oder alleine im wind, ist natürlich ein unterschied, aber nichtsdestotrotz werden die 190km getreten.

 

knopf im ohr??

 

ich finde nicht, das diese technik abgeschafft werden sollte - natürlich ist es für die verfolgergruppe etwas leichter - andererseits find ich es auch als sinnvoll für etwaige änderungen auf der strecke (stürze, bahnschranken, was weiß denn ich noch, usw...)

Geschrieben

An dieser Stelle möchte ich gerne aus einem Artikel mit einem Interview mit Jörg Ludewig zitieren, der bekannt ist für seine Ausrissversuche und oft lange draussen ist.

 

 

Desperados der Landstraße

.....

Zwei Freunde hat der Ausreißer: den Hochmut des FEldes, das die Qualität der Attacke manchmal unterschätzt, und dessen uneinigkeit. Wenn hinten taktiert wird, eröffnet das vorn Gelegenheiten. Das peloto muss im Kollektiv die Leistung vollbringen, die Situation richtig einzuschätzen. Deswegen hat der Attackierer auch einen großen Feind: den Knopff im Ohr. Dadurch, dass alle fahrer per Funk mit ihren technischen leitern verbunden sind, können die Peadleure die Ausreßer schneller identifizieren. Jörg ludeqwig beklagt daher, dass durch die High-Tech-kommunikation auch der "Grundgedanke des Radfahrens" verloren geht. Der Profi, der in diesem jahr bei T-Mobile unter Vertrag steht, sagt: "Leute wie ich haben kaum noch Chancen, ein Rennen zu gewinnen. Also muss ich es in einer Ausreißergruppe versuchen.

 

Das Feld weiß jederzeit, wie weit die Ausreißer vorn sind, wer vorne ist, wo jene im Gesamtklassement lieggen, wie viel schneller das peloton fahren kann, wenn es sich einig ist, und beginnt regelmäßig genau in der richtigen Sekunde den Zug, um die Ausreisser auf der Ziellinie abzusprinten.

 

Um wie viel ehrlicher und spannender hören sich dann die Rennberichte der Hobbettn an, wo es das alles nciht gibt? Wenn beim Schwechater 2 Fahrer draußen gelassen werden, damit sie sich tot fahren, aber in Wirklichkeit keiner weiß, wie weit sie weg sind? Wenn die Fahrer noch echten Renninstinkt brauchen,d as Rennen lesen können müssen.

 

Muss der Profi-Radsportler heute noch denken oder ist er nur die große ferngesteuerte Watttretmaschine?

Geschrieben

Ich glaub, die Frage stellt sich nicht. Radfaher lassen sich ja auch sonst wenig verbieten, was sie in ihren Körper tun, also werden sie sich die Information auch nicht verbieten lassen.

 

Und ob die Info vom Wasserträger kommt, oder vom Knopf ist auch schon egal.

 

Ich denk mir, bei großen Rundfahrten ists super geregelt, da weiss jeder, was heute für eine Etappe ist, den Klassementfahrern sind die Sprints egal, den Sprintern die Bergankünfte und das Publikum kann sichs aussuchen.

 

Wenn man Pulskurven sieht, ists eh klar, für einen Klassementfahrer sind eingie Tage fast durchgehend im Grundlagenbereich, anders wäre das Tempo ja nicht zu ertragen. Und wer gewinnen will muss am Berg und beim Zeitfahren stark sein, da hilft der Knopf nix. Als Armstrong 2005 den Ullrich überholt hat, wars ja nicht die Information, die dem Ullrich gefehlt hat.

 

Die Info ist nicht zu verhindern, beim Triathlon haben bei internationalen IM die lokalen Starter immer den Vorteil, dass sie vom Publikum über splits etc. informiert werden ...

Geschrieben
Wenn man Pulskurven sieht, ists eh klar, für einen Klassementfahrer sind eingie Tage fast durchgehend im Grundlagenbereich, anders wäre das Tempo ja nicht zu ertragen. Und wer gewinnen will muss am Berg und beim Zeitfahren stark sein, da hilft der Knopf nix. Als Armstrong 2005 den Ullrich überholt hat, wars ja nicht die Information, die dem Ullrich gefehlt hat.

 

Absolut korrekt, der Gesamtsieg eines mehrwöchigen Rennens wird dadurch weniger gefährdet sein. Aber, es gäb vielleicht mehr Etappensiege für Ausreißer.

Geschrieben
Absolut korrekt, der Gesamtsieg eines mehrwöchigen Rennens wird dadurch weniger gefährdet sein. Aber, es gäb vielleicht mehr Etappensiege für Ausreißer.

 

Ja, aber wie willst das umsetzen? Die Technik ist ja nicht der Knopf im Ohr, die Technik ist der Computer mit der Satellitenortung. Jeder Teamchef mit sport1.at und einem Wasserträger der die Info nach vorne bringt, kann sein team auch ohne Knopf informieren.

Geschrieben

ja, es wäre spannend, wenn die fahrer weniger informationen hätten, aber es ist nicht zu unterbinden dass sie die informationen kriegen (ausser oropax und scheuklappen werden für die fahrer verpflichtend).

 

ein verbot von funk wäre nicht zielführend.

 

 

Wenn man Pulskurven sieht, ists eh klar, für einen Klassementfahrer sind eingie Tage fast durchgehend im Grundlagenbereich, anders wäre das Tempo ja nicht zu ertragen.

 

wo sieht man pulskurven von profis?

beim giro bzw. der tour im fernsehen sieht man oft telemetriedaten (kann man das so nennen?) also watt, km/h, puls, % von hf-max von ausgewählten fahrern. sind diese dann irgendwo komplett ausgewertet anzusehen?

 

 

lg spatti

Geschrieben

Wenn sie hinten per Funk mitgeteilt bekommen, wie weit vorne ein Ausreißer weg ist und sie genau zum "richtigen" Zeitpunkt lossprinten können, kann der Ausreißer aber auch per Funk mitgeteilt bekommen, wann von hinten angegriffen wird. So gesehen egalisiert es sich in etwa.

 

LG

buffalo

Geschrieben

...tja, wahnsinn was sich da so getan hat punkto technik...aber unterm strich bleibt trotzdem der mensch übrig respektive das was er leisten kann... wobei hier "meine" helden immer die bergfahrer sind...für die sprinter hab ich recht wenig begeisterung übrig, diese endlos zachen anstiege - saugeil :love: - da hilft dir auch die beste technik ned viel - material (rad & komponenten) ist eh schon meiner meinung nach ziemlich gleich guad

 

 

ein seiteblick auf die Formel 1 - dort find ich es so richtig kotzig, wo aus der box gesteuert und geregelt wird ohne ende :k: ...oder ist das eh nicht mehr erlaubt ?

Geschrieben
Nö. Aber was soll die Frage? :confused:
Naja, wenn wir über Hundstrümmerl in Wien disktuieren, können wir - falls uns der Dreck stört - eine Petition einreichen.

Den Teamfunk werden wir nicht abstellen können ;)

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