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nicht mehr sehr blond, immer noch blauäugig, schokosüchtiger denn je
Im Rahmen einer Sneak Preview lud Bosch eBike Systems unlängst zahlreiche Pressevertreter in die Konzern-Zentrale im deutschen Reutlingen. Und zu erzählen gab's in der Tat einiges, wartet der Marktführer unter den E-Bike Antriebsystemen, der im Oktober 2017 seinen Expansionskurs nach Japan ausdehnen wird, doch mit etlichen Neuerungen für die nächste Saison auf.
Kleiner, leichter, leiser, besser integriert und mit einem noch natürlicheren Fahrgefühl aufwartend präsentiert sich das neue Antriebssystem für Pedelec-Fahrten im urbanen Raum und über Land. Dabei richtet sich die vielseitige Active Line Plus speziell an komfortbewusste Langstreckenfahrer; die neue Active Line vor allem an innerstädtische Nutzer und Gelegeneheits-eBiker.
Beide Systeme sind mit einem neuen Getriebekonzept ausgestattet, das neben Geräuscharmut auch einen geringeren Tretwiderstand (speziell bei Geschwindigkeitne über 25 km/h sollen die neuen auffallend leichtgängig sein) als bisher offeriert. Dabei ist die Plus-Version mit einem maximalen Drehmoment von bis zu 50 Nm durchzugsstärker als sein kleiner Bruder (max. 40 Nm), das Gewicht des dicken Brummers beträgt rund 3,2 kg, die Active Line wiegt ca. 2,9 kg.Beide Systeme sind mit sämtlichen Bosch-Bordcomputern kompatibel - vom aufs Wesentliche reduzierte Purion-Display über das bewährte Intuvia-Display bis hin zum all-in-one Bordcomputer Nyon.Die um ca. 25% verringerten Maße erlauben zudem die Integration ins Rahmendesign verschiedener City- und Urban-Modelle.
Keine neue Antriebseinheit, aber einen innovativen Modus speziell für eMountainbiker bringt Bosch schon im Juli 2017 als Software-Update in den Handel. Sämtliche eBike-Modelle mit der Bosch Performance Line CX sind damit nachrüstbar.Extra für Geländeradfahrer konzipiert, soll der eMTB-Modus ein natürliches Fahrgefühl und optimale Unterstützung auf unterschiedlichstem Terrain bieten. Er ersetzt den bisherigen Sport-Modus und variiert zwischen den Fahrmodi Tour und Turbo. Abhängig vom Pedaldruck, passt sich die progressive Motorunterstützung automatisch der individuellen Fahrweise an. Mit einem maximalen Drehmoment von bis zu 75 Nm wird die Eigenleistung des Fahrers dynamisch zwischen 120 und 300 Prozent verstärkt. Ein Wechsel der Unterstützungsmodi ist hierzu nicht notwendig. Das System soll nahezu verzögerungsfrei reagieren und dadurch z.B. auch beim Anfahren im Steilen oder Beschleunigen auf technischem Terrain oder nassen Hindernissen (Stichwort "Wurzelschlupf") ein besonders natürliches Fahrgefühl und viel Traktion vermitteln. Sobald der Pedaldruck nachlässt, regelt die Unterstützung sanft ab. Enge und kurvige Passagen können so kontrollierter durchfahren werden.
Zum Modelljahr 2018 bringt Bosch ein Novum, das speziell Ästheten erfreuen wird: Einen in den Rahmen integrierbaren Akku. Wer auf einen cleanen Look Wert legt, wird mit der so gut wie unsichtbaren und laut Hersteller für unterschiedlichste Fahrradtypen (auch MTB) geeigneten PowerTube 500 folglich sehr glücklich sein.Aber Style ist nicht alles. Praktisch: Der neue Akku lässt sich nach oben, unten oder zur Seite entnehmen. Für hohe Sicherheit und einfaches Handling beim Einsetzen und Entnehmen sorgt ein zweistufiger Mechanismus: Beim Aufschließen klickt der Akku etwa zwei Zentimeter aus dem Rahmen und lässt sich so intuitiv greifen. Eine Sicherung verhindert das Herausfallen des Akkus, der durch den Rahmen zudem optimal geschützt ist.
Geladen werden kann die PowerTube 500 direkt am Rad. Durch Vertiefungen an der schwarz eloxierten Alu-Oberseite können wahlweise Flaschenhalter oder Design-Blenden angebracht werden. Die Kapazität des Neuen beträgt ca. 500 Wattstunden, mit 349 x 84 x 65 Millimeter und rund 2,8 kg fällt der Lithium-Ionen-Kraftspender recht kompakt aus.Die PowerTube 500 ist mit sämtlichen Produktlinien von Bosch eBike Systems kompatibel und wird auch in Kombination mit DualBattery verfügbar: Wird er vom Hersteller horizontal verbaut, lässt sich das Unterrohr beispielsweise für einen zusätzlichen Rahmenakku oder einen Flaschenhalter nutzen.
Bereits im Herbst 2017 beginnt mit ausgewählten Flottenpartnern und Laufradgröße 28 Zoll die Einführungsphase des ersten serienreifen Antiblockiersystems für eBikes. Der Serieneinsatz ist ein Jahr später vorgesehen.Motorradsicherheitstechnik nützend, soll die Neuentwicklung einerseits das Blockieren des Vorderrades verhindern: Raddrehzahlsensoren überwachen die Geschwindigkeit beider Räder. Droht das vordere zu blockieren, regelt das System den Bremsdruck und soll so Stabilität und Lenkbarkeit des eBikes optimieren. Andererseits wird das Abheben des Hinterrades durch ein intelligentes System begrenzt. Besagte Sensoren erkennen auch, wenn das Heck steigt und lösen einen gezielten, kurzen Bremseingriff am Vorrderrad aus, sodass ersteres rasch wieder Bodenkontakt aufnimmt.Summa summarum dürfte dies kürzere Bremswege und weniger Überschläge bzw. Stürze bringen. Den flächendeckenden Einsatz des ABS vorausgesetzt, ließen sich laut Bosch Pedelec-Unfälle um bis zu 25% reduzieren, weil eine Vielzahl davon aktuell auf falsches Bremsverhalten zurückzuführen sind.
Als Entwicklungspartner für Bremstechnologien steuerte Magura wesentliches Know-how bei, weshalb die Markteinführung des Bosch eBike ABS mit der extra von Magura entworfenen Bremse CMe ABS erfolgt. Auch in dieser pulsiert Motorrad-Erfahrung. ABS-Systeme benötigen mehr Bremsflüssigkeit und mehr Volumen für die Ausdehnung. Deswegen wurde für die 4/2-Kolben-Bremse mit jeweils 180 mm großen Rotoren ein komplett neues, hydraulisches ABS-Bremssystem entwickelt. Ein größerer und ergonomischer 3-Fingerhebel soll zudem mehr Kontrolle und ein besseres Bremsgefühl vermitteln.
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