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First Ride Pivot Shuttle AM 2026

First Ride Pivot Shuttle AM 2026

26.08.25 09:16 3.419Text: NoBrain
René Reidinger

René Reidinger Größe: 180 cm Schrittlänge: 85 cm Gewicht: +/- 72 kg Fahrstil/-können: Auf dem Marathon MTB daheim, auf der Straße ein Novice.

Klicke für alle Berichte von NoBrain
Fotos: Christoph Laue
Power-Upgrade für das E-All Mountain aus der Wüste Arizonas. Mit neuem Bosch CX-R Motor bzw. CX-Kraftwerken der fünften Generation wird das dort und da außerdem detailverbesserte Pivot Shuttle AM noch leistungsfähiger und leichter. BB-approved beim Presse-Launch im schönen Tirol. 26.08.25 09:16 8.423

First Ride Pivot Shuttle AM 2026

26.08.25 09:16 8.4233 Kommentare NoBrain
René Reidinger

René Reidinger Größe: 180 cm Schrittlänge: 85 cm Gewicht: +/- 72 kg Fahrstil/-können: Auf dem Marathon MTB daheim, auf der Straße ein Novice.

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Christoph Laue
Power-Upgrade für das E-All Mountain aus der Wüste Arizonas. Mit neuem Bosch CX-R Motor bzw. CX-Kraftwerken der fünften Generation wird das dort und da außerdem detailverbesserte Pivot Shuttle AM noch leistungsfähiger und leichter. BB-approved beim Presse-Launch im schönen Tirol. 26.08.25 09:16 8.423

"Shuttle" lautet bei Pivot Cycles seit der Erstpräsentation 2017 die Bezeichnung für E-MTBs. Und weil aus dem singulären Ursprungsmodell mittlerweile eine ganze Familie geworden ist, braucht's Namenszusätze à la LT, SL oder SL/AM.
Bei der federwegsmäßig goldenen Mitte dieser Sippe, dem Shuttle AM, stand nunmehr wieder ein Update an. Schließlich entwickelt sich die motorisierte Rad-Branche rasant weiter und wurde zuletzt ordentlich an den Leistungswerten gedreht. Da sah das 150/160 mm Carbonfully, seinen erstklassigen Fahreigenschaften zum Trotz, schon ein wenig alt aus.

Bereits beim Shuttle AM des Modelljahres 2023 sprach man von großen Fußstapfen, die es zu füllen galt. Diverse Auszeichnungen belegen, dass es damals spielend gelang, den Vorgänger zu verbessern. Dementsprechend lagen die Erwartungshaltung am Markt und die von Pivot selbstgelegte Latte beim nunmehrigen Shuttle AM noch höher: "Ein E-MTB der nächsten Generation, das neu definiert, was im All-Mountain Segment möglich ist" soll es sein. So steht´s im Pressetext.
Um dies zu prüfen, wurde ein Bikeboard-Vertreter gemeinsam mit anderen Journalisten Ende Juli nach Biberwier in Tirol geladen - also in die Region Außerfern, die mit dem politischen Bezirk Reutte deckungsgleich ist. Dort findet man einen fein angelegten Bikepark, aber auch Naturtrails, also Wanderwege, die für das Mountainbiken adaptiert und freigegeben wurden. "Das natürliche Habitat eines All-Mountain E-Bikes", wie NoBrain konstatiert, der die Einladung fürs BB dankend angenommen hat.

 Das ideale E-Bike für jeden Tag 

Bryn Atkinson, Pivot Athlet, über das neue Shuttle AM
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Bewahre Gutes - vermehre Schönes!

Der Stärken des Vorgängers bewusst, hat Pivot beim Shuttle AM der nächsten Generation nicht das Rad neu erfunden, sondern Gutes vom Vorgänger bewahrt, aber das Bike auch in einigen Aspekten weiterentwickelt.
Die augenscheinlichsten Neuerungen sind Folgende:
  • Das Unterrohr wurde noch breiter und massiver. Der Grund dafür ist beim neuen Bosch Akku zu suchen. Der Rahmen wurde dahingehend adaptiert, für den neuen Bosch Gen5 Platz zu schaffen und die Gegebenheiten (dicker, aber leichter) optimal zu nutzen. Der neue 800 Wh Akku wiegt um 400 g weniger und baut etwas kürzer als sein Vorgänger. Dadurch kann er weiter unten im Rahmen platziert werden.
  • Der neue Bosch Gen 5 Performance Line CX-R mit neuem Titangehäuse ist ebenfalls geringfügig (100 g lt. Hersteller) leichter als der Vorgänger und scheint für mich ebenso etwas tiefer zu liegen und massiger zu bauen. Eventuell entsteht dieser Eindruck aber auch nur durch die geänderte Motoraufhängung bzw. die Tatsache, dass die Motorabdeckung weiter vorgezogen wurde.
So oder so: Das neue Shuttle AM weist einen noch tieferen Schwerpunkt auf und glänzt Pivot zufolge aufgrund der Konzentration des Gewichts in der Mitte des Rahmens mit einem noch ausgewogeneren Fahrverhalten.
  • Ebenfalls neu und inhouse entwickelt ist die Ladeanschluss-Abdeckung. Diese ist formschön im Rahmen integriert, verspricht Witterungsschutz und Langlebigkeit und, noch wichtiger, lässt sich einfach abnehmen und wieder anbringen. So kann man den Range Extender in Trinkflaschengröße einfach ans System anschließen, auch wenn das Bike nach längerem Einsatz am Trail alles andere als sauber ist. Allerdings muss man die Abdeckung dann an einem sicheren Platz im Rucksack oder Trikot verstauen, denn am Rahmen gibt es nach Montage des Range Extenders keinen Platz mehr dafür.
  • Und auch auf das verbesserte Kabel Port Design am Steuerrohr ist Pivot stolz. Nachdem es nunmehr möglich ist, zwei Leitungen durch dieselbe, größer gewordene Öffnung zu führen, ist die Verlegung deutlich einfacher und flexibler. Optisch wie auch funktional ist dies also ein Vorteil - und trägt zum aufgeräumten Look des Cockpits bei.

Ein weiteres Detail, das zwar nicht neu, aber erwähnenswert ist, sind die verbauten Griffe - Phoenix Factory Lock-On. Wahrscheinlich nicht am ersten Blick ersichtlich, dafür umso praktischer: Von der Seite betrachtet, sind die Griffe nicht rund, sondern leicht oval. Auf einer Seite findet man mehr Gummi. Dreht man diese Seite zum Fahrer, ist der Griff für lange Finger besser geeignet, andersrum gedreht ist der Griff für kleinere, kürzere Finger passender.

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First things first! Wie ist das Shuttle am Trail?

Ich komme aus der MTB Marathon-Ecke und fahre meist gewichtsoptimierte XC-Räder. So ist der Umstieg auf federwegslastige E-MTBs immer mit einer Gewöhnungsphase verbunden. Aufgrund der schlechten Wetterprognose beim Pressrelease wurde allerdings die Fahrt am epischen Blindsee-Trail vorverlegt - also keine Zeit zum vorsichtigen Beschnuppern, sondern gleich in medias res!
Sehr hilfreich waren in diesem Zusammenhang die Experten von Bosch und Rockshox, die uns begleiteten und sowohl beim Setup des Motors, als auch beim Feintuning der Dämpfung helfend zur Seite standen.
Hinweis an alle zukünftigen Shuttle AM Fahrer:innen: Nur mit entsprechender Vorbereitung und Einstellung der Komponenten kann man alle Vorzüge des Bikes richtig nutzen! Modellabhängig gibt's außerdem diverse Tuningmöglichkeiten mittels Volumenspacer bzw. Tokens, um die Federkennlinie linearer oder progressiver zu gestalten.

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Bergab

Beim Blindsee-Trail handelt sich um einen mittelschweren Naturpfad mit etlichen Schlüsselstellen der Kategorie S2 bis S3 - für mich durchaus schwere Passagen. Die Gewöhnung ans Gerät verlief dennoch schnell und eigentlich recht problemlos.
Das Shuttle lag ausgewogen am Trail, vermittelte Sicherheit. Kleinere und größere Steilstufen, Wurzeln oder Steinpassagen waren mit ein wenig Überwindung meinerseits mit dem Shuttle unterm Hintern kein großes Problem. Das Fahrwerk samt sensibel abgestimmten dw-Link sorgte dafür, dass das Bike immer satt am Boden lag, beziehungsweise nach kleineren Sprüngen wieder sicher landete. Pivot schwört aufgrund der effizienten Kraftübertragung beim Pedalieren bei sämtlichen E-Bikes auf dieses Hinterbausystem und macht es hauptverantwortlich für das präzise Fahrgefühl beim Klettern und das hohe Maß an Kontrolle bergab.

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Die an meinem Testrad verbauten RockShox Zeb Ultimate Federgabel und der Rockshox Super Deluxe Ultimate Dämpfer arbeiteten problemlos, fein im Ansprechverhalten, dank der Kinematik robust gegen große Schläge. Kollegen, die bei Sprüngen Luftstände erreichten, bei denen mir schwindlig wurde, meinten: "Lieber etwas mehr Luft in die Federgabel." Damit verzichteten sie bewusst auf etwas Feinfühligkeit am Beginn des Federweges, zu Gunsten von mehr Performance gegen Ende hin.
Besonders wohl gefühlt habe ich mich in schlammigen, rutschigen Passagen. Das Shuttle bewegte sich über nasse Wurzeln oder Steine zielsicher in die richtige Richtung und hat bei mir auch in diesen Momenten nie das Gefühl aufkommen lassen, dass etwas schief gehen könnte. Weil, eh schon wissen: tiefer Schwerpunkt, feines Ansprechverhalten des Hinterbaus und der Dämpfung - und offensichtlich auch brauchbare Gummis. Bereift werden die Shuttle AMs nämlich durchgängig mit einer Maxxis Minion-Kombi aus DHF und DHR II in der goldenen Dreifach-Mischungsmitte Maxxterra mit robuster EXO+ Karkasse.

Tech Specs Shuttle AM Pro

Rahmen: Shuttle AM Vollcarbon-Rahmen, 29"/Mullet, Super Boost 12x157 Kassette: Sram X0 1295 Eagle Transmission 12-fach, 10-52 Z.
Größen: S/M/L/XL Kette: Sram X0 Eagle Flattop 12-fach
Antrieb: Bosch Performance Line CX-R Laufräder: DT Swiss HX1501, 30 mm, 29", 15x110/12x157
Batterie: Bosch Powertube 800 Wh Reifen: Maxxis Minion DHF/DHR II 29x2,5" WT, TR, 3C MaxxTerra, Exo+
Display: Bosch Kiox 400C Steuersatz:  Pivot Precision Sealed Cartridge, ZS49/56
Gabel: RockShox Zeb Ultimate 29", 44 mm Offset, 160 mm Vorbau: Phoenix Team Enduro/Trail
Dämpfer: RockShox Super Deluxe Ultimate, Trunnion 185x55 mm Griffe: Phoenix Factory Lock-On
Kurbel: Praxis Alu E-MTB mit 34Z., 160 mm Sattel: Pivot Ride E-Bike
Lenker: Phoenix Race Low Rise Carbon Sattelstütze: OneUp Dropper V3, 150 (S)/180 (M)/210 mm (L-XL), 31,6 mm
Schalthebel: Sram AXS Pod Controller Bremse: Sram Maven Silver 4-Kolben mit HS2 CL Discs 200/200 mm
Schaltwerk: Sram X0 Eagle Transmission 12-f Preis: € 11.999,-
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Bergauf

Bei modernen e-MTBs geht es aber längst nicht nur um den Spaß und somit die Performance im Downhill, sondern auch die Machbarkeit von steilen, technisch anspruchsvollen Uphills. Hier trifft das Shuttle mit allen seinen Vorzügen hinsichtlich Handling und Balance auf die Bosch-Motoren der fünften Generation.
Diese kleinen Kraftwerke haben bis zu 100 Nm Drehmoment und 750 Watt Spitzenleistung. Ab Werk werden sie mit neun vorprogrammierten Modi geliefert, von denen man vier wählen kann. Am Display, oder noch intuitiver mit der Bosch Flow App, kann man diese vier gewählten Modi nach Belieben individualisieren.

Pivot nimmt seinen Kund:innen hier manch Entscheidung ab und bietet, abhängig vom gewählten Modell, das jeweils passende Quartett. Für uns, die wir auf dem "Pro"-Aufbau, also dem mittleren der drei künftig erhältlichen Ausstattungspakete, unterwegs waren, bedeutete dies: Tour+, EMTB+, Turbo und Race waren voreingestellt.
Seit Boschs sommerlichem Software-Update gänzlich neu sind der EMTB+ Modus, der sich in Echtzeit an die Tretleistung und die Trailbedingungen anpassen soll, und der Race Mode. Letzteren gibt es nur, wenn auch der Motor dazu passt, sprich: ein CX-R verbaut ist. Details hierzu könnt ihr auch beim kürzlich veröffentlichten Bosch CX-R-Testbericht von NoSane nachlesen.

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  • Der aggressive Race-Modus ist dem CX-R-Motor vorbehalten.Der aggressive Race-Modus ist dem CX-R-Motor vorbehalten.
    Der aggressive Race-Modus ist dem CX-R-Motor vorbehalten.
    Der aggressive Race-Modus ist dem CX-R-Motor vorbehalten.
  • Die neue Ladeport-Abdeckung ist abnehmbar.Die neue Ladeport-Abdeckung ist abnehmbar.
    Die neue Ladeport-Abdeckung ist abnehmbar.
    Die neue Ladeport-Abdeckung ist abnehmbar.

Per App habe ich die Dynamik, also die Beschleunigung und das maximale Drehmoment, so lange geändert, bis es meinen Wünschen entsprochen hat.
Konkret habe ich beim EMTB+ Mode die Dynamik zurückgeschraubt, da ich am Trail gerne mehr Zeit habe, um zu reagieren. So kann ich in Ruhe auf ein Hindernis zufahren, entscheiden, wie ich es angehen will und dann den Plan durchziehen. Hier erkennt man noch den Biobiker in mir.

Der exklusive Race-Modus liefert ein aggressives Drehmomentprofil mit schnellem Ansprechverhalten beim Pedalieren. Nach einer Gewöhnungsphase habe ich beim Race Modus mittels App alle Regler nach rechts gedreht - auch den im Kopf, sonst funktioniert es nicht wirklich.
In dieser Stufe schiebt der Motor sehr stark an. Wenn man nicht konzentriert ist, pusht er einen auch über das Ziel oder aus der Kurve hinaus. Hat man seine sieben Sinne beisammen, macht diese brachiale Fahrweise aber richtig Spaß.

Der bereits oben erwähnte 800 Wh-Akku erlaubt auch bei hoher Beanspruchung des Motors längere Ausfahrten. So bin ich mit einer Mischung 90% EMTB+ und 10% Race knapp 40 Kilometer und gut 2.100 Höhenmeter unterwegs gewesen, und hatte am Ende noch knapp 10% Akkuleistung übrig.

 Präzise beim Klettern, volle Kontrolle bergab 

Am Trail mit der Pro-Version
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Shuttle AM - die Fakten

Für alle, die mit Pivots E-All Mountain noch nicht vertraut sind, hier die wichtigsten Merkmale, die sich auch mit dem nunmehrigen Update nicht geändert haben, im Schnelldurchlauf:
Das in Hollow-Core-Technologie gefertigte Carbon-Fully mit fix integriertem Akku steht serienmäßig auf 29“-Laufrädern, kann aber auch mit 27,5“-Hinterrad gefahren werden. Der Rahmen ist für Reifen bis 2,5“ Breite ausgelegt, wer sich für die Mullet-Variante entscheidet, kann hinten auf 2,6“ aufstocken.
Der (maximale) Federweg beträgt 160 mm an der Front, 150 mm am Heck. Ausgeliefert wird das E-MTB mit 200/203 mm-Bremsscheiben, vorne lässt sich dieses Maß per Adapter noch auf 223 mm anheben.
So universell der Schaltaugenstandard (UDH), so speziell die von Pivot entwickelte, hintere Steckachse, welche über ein 12 x 1,0 mm Gewinde verfügt. Die 157 mm-UDH-Steckachsen von Sram sind aber ebenfalls kompatibel, die Hinterbaubreite entspricht folglich dem Super Boost-Standard.

Das von Pivot entwickelte und überarbeitete dw-Link Hinterbausystem ist laut Hersteller maßgeblich für die exzellenten Fahreigenschaften des Shuttles verantwortlich. Ausgewogene Anti-Squat Werte ermöglichen einerseits die effektive Nutzung der Motorleistung und verhelfen andererseits zu hoher Traktion und einer sehr ausgeglichenen Arbeit der Federelemente.
Wer das Shuttle lieber mit Stahlfederdämpfer fahren möchte, kann dies gemäß Pivot aufgrund der steigenden Federkennlinie getrost machen. Dezidiert empfohlen wird hier das DHX-Live-Valve-Neo-Fahrwerk von Fox.

  • Der dw-Link-Hinterbau mit 150 mm Travel.Der dw-Link-Hinterbau mit 150 mm Travel.
    Der dw-Link-Hinterbau mit 150 mm Travel.
    Der dw-Link-Hinterbau mit 150 mm Travel.
  • Twentyniner oder MulletTwentyniner oder Mullet
    Twentyniner oder Mullet
    Twentyniner oder Mullet
  • Platz für Flaschenhalter/Range ExtenderPlatz für Flaschenhalter/Range Extender
    Platz für Flaschenhalter/Range Extender
    Platz für Flaschenhalter/Range Extender
  • robuster Schlagschutzrobuster Schlagschutz
    robuster Schlagschutz
    robuster Schlagschutz

Ein weiteres Spezifikum der US-amerikanischen Marke ist, dass jede Rahmengröße speziell konstruiert wird. So ist ein S nicht nur ein zu kleines M. Der kleinere Rahmen wird eigens durchdacht. Alle Eigenschaften, die ich zum Beispiel mit Größe L erfahren habe, müssen sich auch bei Größe S wiederfinden, bevor diese in Serie geht.
Eine unabhängige Analyse von Steifigkeit zu Gewicht für jede Rahmengröße sorgt für gleichbleibende Performance-Werte. Individuell abgestimmte Carbon-Layups tun ein Übriges für optimales Fahrverhalten über alle Körpergrößen hinweg. Eine Freundin von mir, die sehr kleine Rahmengrößen benötigt, fährt seit Jahren mit Freude Pivot-Räder und ist überzeugt von den Fahreigenschaften ihres Pivot-MTBs.

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Geometrie

Größe S M L XL
Sitzrohrlänge (mm) 378 399 432 470
Steuerrohrlänge (mm) 110 120 130 140
Oberrohrlänge (mm) 599 631 649 671
Kettenstrebenlänge (mm) 444 444 444 444
Lenkwinkel 64,1/64,5° 64,1/64,5° 64,1/64,5° 64,1/64,5°
Sitzwinkel eff. 76,5/76,9° 76,5/76,9° 76,5/76,9° 76,5/76,9°
Stack (mm) 632/629 642/638 651/647 660/656
Reach (mm) 431/435 461/465 476/480 496/500
Tretlagerhöhe (mm) 345/350 345/350 345/350 345/350
Tretlagerabsenkung (mm) 29/24 29/24 29/24 29/24
Überstandshöhe (mm) 677/682 676/682 682/687 687/692
Radstand (mm) 1217 1251 1270 1295

… womit wir unmittelbar bei den Abmessungen des Shuttle AM gelandet wären. An der Geometrie wurde wenig verändert. Warum auch, wenn der Vorgänger diesbezüglich alle Wünsche erfüllt hat?
Mit einem Lenkwinkel von 64,1° und einem Sitzwinkel von 76,5° Grad, 651 mm Stack und einem Reach von 476 mm (alle Angaben Größe Large, Flip Chip-Einstellung low) sehe ich beste Voraussetzungen für jede Menge Spaß am Trail. Das Oberrohr ist relativ lang – beispielsweise 649 mm in Large. Die Kettenstreben schlagen in allen Größen mit Agilität versprechenden 444 mm zu Buche.
Geändert hat sich laut Datenblättern einzig die Überstandshöhe, was bei ansonsten deckungsgleich übernommenen Abmessungen auf den ersten Blick überrascht. Bei näherer (und unsererseits erst nach dem Launch angestellter) Betrachtung münden wohl Oberrohr wie Sitzstreben einen Deut tiefer im Sitzrohr als zuletzt, wodurch die gleich anmutende, durchgehende Linie von der hinteren Achse bis zum Steuerrohr erhalten blieb, die ganze Fuhre aber tatsächlich mehr Bewegungsfreiheit bietet. Denn je nach Größe hat sich der zuvor über alle vier Varianten fixe Standover um 2,3 cm bis 3,3 cm verringert. Die Bestätigung dieser Theorie ist allerdings noch ausständig, denn meine diesbezügliche Anfrage hat Pivot leider noch nicht beantwortet.

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Wie schon sein Vorgänger besitzt auch das neue Shuttle AM einen einfach zu bedienenden Flip Chip, um die Geometrie des Fahrwerks nach persönlichen Vorstellungen oder den Bedingungen im Gelände zu ändern.
Mit der Position „Low“ wird das Tretlager geringfügig abgesenkt und der Lenkwinkel um 0,4° flacher. Diese Position würde ich eher für schnelle, steile Trails wählen. Wird es verwinkelter und benötigt man über Stock und Stein mehr Bodenfreiheit, dann würde ich „High“ wählen. Außerdem wird diese Einstellung seitens Pivot bei Umstieg auf ein Mullet-Setup emfpohlen.
Ich persönlich habe mich in der Low-Position des Flip Chips wohler gefühlt. Meiner Meinung nach liegt das Shuttle dann noch satter am Trail, über fehlende Bodenfreiheit konnte ich auch mit dieser Einstellung nicht klagen.

  • Ändert die Tretlagerhöhe um 4 mm und den Lenkwinkel um 0,4°: der Flip Chip.Ändert die Tretlagerhöhe um 4 mm und den Lenkwinkel um 0,4°: der Flip Chip.
    Ändert die Tretlagerhöhe um 4 mm und den Lenkwinkel um 0,4°: der Flip Chip.
    Ändert die Tretlagerhöhe um 4 mm und den Lenkwinkel um 0,4°: der Flip Chip.
  • Für Mullet-Setups empfiehlt Pivot die High-Position des exentrischen Einsatzes.Für Mullet-Setups empfiehlt Pivot die High-Position des exentrischen Einsatzes.
    Für Mullet-Setups empfiehlt Pivot die High-Position des exentrischen Einsatzes.
    Für Mullet-Setups empfiehlt Pivot die High-Position des exentrischen Einsatzes.
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Modelle und Preise

Das Shuttle wird in drei Varianten und einer Preisspanne von 8.599 bis 13.999 Euro zu kaufen sein. Maßgeblicher Unterschied in Sachen Antrieb ist, dass im Einstiegs-Modell "nur" ein Performance Line CX verbaut ist, die beiden teureren Pakete hingegen den CX-R inkludieren. Diese Version ist dank Titan Kurbelachse und Keramiklagern um 100 Gramm leichter, liefert die Kraft schneller und direkter und hat das jüngste Leistungs-Upgrade auf bis zu 100 Nm Drehmoment und 750 Watt Spitzenleistung bereits serienmäßig aufgespielt. Das aggressive und dem CX-R vorbehaltene Drehmomentprofil des Race Modus habe ich bereits beschrieben.

Die Pro- und Team-Modelle sind außerdem mit dem neuen Bosch Kiox 400C Display ausgestattet - größer, heller und besser ablesbar. Das Display ist im Oberrohr integriert und mit einem USB-C Slot zum Laden von Mobile Phones ausgestattet. Natürlich kann man das Screen Layout nahezu beliebig individualisieren. Dafür gibt es über 30 Optionen.
Um die Unterstützungsmodi zu ändern oder am Display herumzublättern, ist ergänzend eine Mini Remote montiert. Diese ist kabellos und einfach zu bedienen, ohne dabei die Hand von Lenker nehmen zu müssen.
In Sachen Batterie warten alle drei Versionen mit der größtmöglichen Option von 800 Wh auf, der Akku ist fix integriert, kann zum Laden also nicht entnommen werden. Der optionale Bosch PowerMore 250 Wh Range Extender kann für einen Aufpreis von € 500,- dazugekauft werden.

  • Pivot Shuttle AM Team XX Eagle Transmission, € 13.999,-
    Pivot Shuttle AM Team XX Eagle Transmission, € 13.999,-
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Das nur 21,5 kg wiegende Team Modell wird mit einem Fox Factory Float X Dämpfer sowie einer Fox Factory 36 Grip X2 Federgabel ausgestattet sein. Beim Pro dürfen ein RockShox Super Deluxe Ultimate Dämpfer sowie eine RockShox Zeb Ultimate Forke arbeiten. Die günstigere Ride Variante wird ebenfalls von RockShox gedämpft und gefedert (Super Deluxe Select/Lyrik Select+). Hier ist im Unterschied zu den beiden anderen Vollcarbon-Bikes der Hinterbau aus Aluminium.
Wer sich bereits eine Team-Variante gegönnt hat, über ausreichend Kleingeld verfügt (nochmals € 1.300,- Aufpreis) und dazu auch noch auf modernste Technik vertraut, kann sein Fahrwerk mit dem Fox Live Valve Neo tunen. Das System nimmt dem Fahrer die Entscheidung über der Einstellung der Dämpfung ab. Ob offen oder geschlossen, entscheiden Elektronik und Software in Bruchteilen einer Sekunde.

Auch die weitere Ausstattung des Trios kann sich sehen lassen: DT Swiss Laufräder von HXC1501 bis E532, Sram Schaltungen elektronisch (XX bzw. X0) oder mechanisch (Eagle 70/90) samt zugehörigen Kurbeln und Bremsen (Maven Ultimate - DB8 Stealth), dazu Carbon- oder Alu-Lenker, Griffe und Vorbauten von Phoenix.
Gerollt wird, wie schon erwähnt, auf der klassischen Maxxis Minion-Kombi DHF/DHR II. Farblich kann zwischen den Varianten Badlands Brown und Blue Dark Sky gewählt werden.

  • Pivot Shuttle AM Ride Eagle 70/90, € 8.599,-
    Pivot Shuttle AM Ride Eagle 70/90, € 8.599,-
    Pivot Shuttle AM Ride Eagle 70/90, € 8.599,-
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Resümee

Leider kann ich nicht beurteilen, ob das Shuttle AM die Fußstapfen seines Vorgängers ausfüllen kann, oder diese sogar übertrifft. Warum? Ganz einfach, weil ich das 23er-Modell nie gefahren bin.
Was ich allerdings nach den Tagen in Biberwier weiß: Das neue Shuttle AM ist ein äußerst gelungenes All Mountain E-MTB mit enormem Potenzial bergab, aber auch unglaublicher Leistungsfähigkeit bergauf.
Es hat mir in Downhills immer ein Gefühl von Sicherheit verliehen und in mir den Spieler geweckt: Da ein kleiner Drop, der nicht zwingend notwendig wäre, um den Trail weiterzufahren, dort eine steile Wurzelpassage, die etwas wagemutiger angefahren werden könnte. Aber auch bei jenen Kollegen, die ich definitiv als Enduro-Biker klassifizieren würde, konnte ich ein Lächeln im Gesicht sehen.
Bei der Wahl meiner Uphill-Linien wurde ich dank des Shuttle AM immer kreativer. Warum nicht im Race Mode Vollgas hinaufknallen und schauen, wie lange das gut geht? Ich war überrascht, wie weit ich damit kam.

Meine kurze, anfängliche Scheu habe ich in den zweieinhalb Tagen abgelegt. Schließlich war ich es, der am Ende darum gebeten hat, nochmal den legendären Blindsee-Trail zu fahren - obwohl es in Biberwier in den Tagen seit unserer Ankunft immer wieder stundenlang geregnet hatte ...

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