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1987 wurde in den USA eine Legende geboren. Sie hörte auf den Namen GT Zaskar und war das Objekt der Begierde einer ganzen Generation. Mit steifem Hinterbau und agilem Fahrverhalten sorgte das Bike mit dem markanten Dreiecks-Design im (nicht nur XC-)Rennbetrieb des ausklingenden Jahrtausends für Furore. Als unkaputtbar und zeitlos schön präsentierte es sich jenen 2RadChaoten, die sich den nach einem Teil des Kaschmir-Gebirges benannten Mythos nach Hause holten.Und dort lehnte es dann, am Wandverbau der Studentenbude, im Durchgangszimmer der Jungmenschen-WG; oftmals dreckverkrustet, oftmals kaum geschmiert. Und doch tat es unverwüstlich seinen Dienst, und tut ihn noch heute, in und um Wien-Essling, wo einer der Studenten von einst sein schniekes Designer-Loft eingerichtet hat.
Aber lassen wir diese spätpubertären Reminiszenzen an vor Kraft und Lebensfreude strotzende Heranwachsende im gelb-blauen GT-Trikot, und widmen uns lieber deren Auslöser: 2008 hat GT den zum Kultobjekt gewordenen Rahmen neu aufgelegt, jetzt kommt die XC-Feile nochmals verbessert unter die Leute.
Der Clou am GT Zaskar des Jahres 2011: Es sieht aus wie Rich:Arts Modell des Jahres neunzehnhundertirgendwas, ist aber aus Kohlefaser statt Aluminium. Und so treffen verbundstoffliche Gestaltungsmöglichkeiten von heute (fetter Steuerrohrbereich, wechselnde Rohr-Querschnitte, etc.) auf die Formensprache von früher: Die Sitzstreben sind nach wie vor dünn, das Sitzrohr ist durchgesteckt, der Tretlagerbereich schlank, und auch dem Dekorsatz gelingt eine moderne Interpretation der Rahmenaufkleber von damals (übrigens nach wie vor gelegentlich über ebay zu kriegen, wer seinen alten Alu-Rahmen mal wieder auf Hochglanz bringen will …).Im Fahrbetrieb erweist sich der Hinterbau als so steif, wie er dank seiner speziellen Form immer war. In puncto Geometrie blieb GT ebenfalls seiner Philosophie treu: Das Zaskar ist ein gestreckter Renner, aufgrund der durchgängigen Zweifach-Bestückung recht sportlich orientiert.In Kombination mit den relativ kurzen Kettenstreben ergibt das eine Neuauflage des berühmten Zaskar-Fahrfeelings: Spritzig und kletterfreudig am Berg, wendig und verspielt in Kurven und technischen Downhills, laufruhig genug für Speed-Abfahrten.Und: Mit vier Rahmengrößen und drei Ausstattungsvarianten von 2.199 (Sram X.7/X.9, Formula RX, Rock Shox Recon) bis 5.499 Euro (Shimano XTR, Formula R1, Rock Shox Sid XX WC, Crankbrothers Cobalt XC) findet jeder das passende Kultobjekt, neu interpretiert. Davon abgesehen, dass es drei weitere Ableger in Alu gibt und darüber hinaus auch noch jeweils ein Modell in 29“…
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